Guten Morgen,
ich greife das mal eben auf:
Zitat:Die Hirnforschung soll herausgefunden haben, dass das Abrufen des Gehirns im Prinzip wie bei Ringkernspeichern funktioniert: Mit jeder Erinnerung, jedem Abrufen, geht die Information verloren und wird wieder neu gespeichert. Und jedesmal verändert sie sich etwas.
Vielleicht kann man es schaffen, Ereignisse, bei denen man versagt hat, immer wieder zu erinnern und sich dann selbst zu belügen und sie umzudichten. Ich tue mich zwar schwer, mir selbst etwas vorzumachen, aber das ist vielleicht auch nicht bei jedem so.
Also laut meinen Erfahrungen und auch dem was ich so gelesen habe in Fachliteratur, werden Erinnerungen nicht gelöscht und neu erstellt sondern es wird wirklich von deinem Hirn geschaut, passt das zu der Erinnerung die schon da ist und ergänzt.
Zum anderen finde ich persönlich das sich selbst belügen extrem kritisch. Vielleicht war nur das Wort nicht das richtige, aber mit sich selbst die Tatsachen richtig schönlügen habe ich meine Erfahrungen und kann nur sagen sie bringen sich mehr in die Depression. Nicht sofort, ist ein echt ekliger Langzeiteffekt und wenns dann gar nicht mehr geht ist es viiiiiel schlimmer.
Reframing, Achtsamkeit in seinen Gedanken und positives Umformulieren, hat nichts mit sich belügen zu tun. Es get darum sich die Situation und Erinnerung bewusst zu machen, mal hin zu schauen und sich die Fragen zu stellen:
Ist das wirklich so, also ist es wahr?
Warum denke ich so? Aus Angst? Weil ich esnicht anders kenne? Weil in meinem Umfeldso gedacht wird? Ist das fürmich richtig?
Wie würde es sich für mich besser anfühlen?
Gibt es auch was gutes an der Situation so wie sie gelaufen ist? (Ja ich weiß, die Frage schreckt erst Mal total ab, auch ich habe ganz am Anfang gesagt. "Also echt mal was soll denn bitte schön daran gut gewesen sein das ich falsch verstanden und eingeschätzt werde." Antwort: "Ich werde damit darauf aufmerksam gemacht das ich mich noch deutlicher ausdrücken kann und das ich die Stärke habe auch für mich einzustehen." Klar in der Kombination mit Wut und dem Frust in der Situation ist das für mich am Anfang nicht so zu erkenen gewesen, aber es ist so alles was wr erleben, denken ect. hat immer zwei Seiten, es gibt keinschwarz oder weiß sondern Sowohl als auch und gaaaaaaanz viele Graustufen.)
Und damit das wir uns aktiv die Positiven Sachen unseres Denkens bewusst machen, Verstärken wir diese Nervenleitbahn.
Kleines Beispiel aus der körperlichen Rehabilitation:
Folgendes Szenario: Ich gehe spazieren, passe nicht auf und stürze, dabei verletze ich mich am Knie. Da die Verletzung blöd gelaufen ist muss der Arzt meinBeinin Gips legen. (Vergleichbar mir Glaubensätzen oder Verhalten das ich mir antrainiere, weil es mir erst Mal hilftmich an das Umfeld anzupassen) Ich lerne also mit Krücken zu gehen und mein Bein nicht mehr zu belasten bzw. falsch zu belasten. Nach einigen Wochen kommt der Gips ab. Da ich mein normales Gangbild durch den Gips und die Krücken nicht mehr genutzt hatte hat mein Hirn, faul wie es ist das Krückengangbild in den Vordergrund geholt und das alte AdAkta gelegt, weil brauchs ja nicht mehr (Je länger etwas m Hirnarchiv oder sogar im Hirnpapierkorbliegt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit das wir es verlernen, da das Hirn sich ja Kapazitätenfreiräumen muss. Ist wie wenn man mal den PC Desktop aufräumt oder die Dateiordner mal auf aktualität überprüft am PC.)
In der Physio soll ich mein Bein, wieder belasten und beugen. Aber es geht nicht so richtig. Klar Muskeln sind nicht mehr so da, die Kraft fehlt, aber auch das Hirn spielt da mit rein.
Je öfter ich dann zur Physio gehe und mir bewusst mache: Früher konnte ich normal laufen und mit derPhysiotherapeutin sehe, Kraft nimmt zu, Muskelwird wieder stärker, Bewegungsradius erhöht sich, bekommeich selbst wieder mehr vertrauen, das es wieder klappen wird.
Also wir haben unser Denken durch, Erziehung, Umfeld, Sozialisierung, Schule ect. unbewusst in Gips gelegt und mit der Hilfe von Psychologen, Ergotherapeuten und anderen Therapieangeboten, wie auch der Auseinandersetzung mit unseren Gedanken können wir ausfindig machen, was unserem Denken gut tut, was es stärkt und und gesunden lässt. Und wie gut das funktioniert und wann die ersten Erflge zu sehen sind das ist bei jedem Unterschiedlich. Ich selbst habe 1 1/2 Jahre gebraucht um erstmal zu dem Punkt zu kommen, meine destruktiven Denkmuster als solche zu identifizieren und die Kraft hatte mich auch mit ihnen zu beschäftigen und es in meine Verantwortung genommen habe, das nur ich da etwas dran bewirken kann.
Ich hoffe es ist jetzt nicht zu lang und zu wirr geworden.
Wünsche euch einen schönen Tag
LG
Rowi