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Unruhe und Depressionen

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Stefan06
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Hallo ich bin neu hier und würde mich gerne mehr mit Leuten austauschen, die einen verstehen wenn es um das Thema Depression und innerliche Unruhe geht.
Würde mich freuen ein paar nette Bekanntschaften zu machen Smile

#1


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Parso

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Ja so habe ich das auch gelernt, dass Gedanken Gefühle machen (können). Lass diesen Aspekt bei dem zulassen am besten weg. Weil beim zulassen geht es nicht ums denken, sondern um reines annehmen und umbewertetes anschauen.

Es klingt und ist einfach, wenn es einmal gelingt. Mein grosses Problem war damals das ich nicht gemerkt habe in was für einem großen Widerstand ich gegen das Gefühl war. Als ich mir das bildlich vorgestellt habe wurde es das erste mal besser (bildliche Vorstellung: ich stand vor einem riesigen Holztor und hab es mit aller Gewalt zugedrückt weil ich die Angst nicht spüren wollte, als ich merkte das nicht die Angst drückt sondern nur mein "konditionierter" Widerstand, konnte ich zur Seite gehen. Und siehe da, die Angst klopfte nur an die Tür und ich habe sie reingelassen und gefühlt).

Die Angst ist somit weitestgehend routiniert "unter Kontrolle" bzw ist ein Teil von mir. Jedes Gefühl darf sein und hat seinen Nutzen. Nur wenn es überhand gewinnt, dann gilt es abzuwägen ob flüchten oder zulassen der richtige Weg ist. Wenn jmd. ohne Kenntnisse versucht während einer Panikattacke die Panik zu fühlen, sollte besser die Ablenkung/Flucht wählen. Die Annäherung kommt schon zur richtigen Zeit Smile

09.03.2021 22:53 • x 1 #24


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Hallo Stefan06,

Unruhe und Depressionen

x 3#3


Parso

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Hi Lost111.

Wahre Worte mit dem Päckchen. Und genau das macht das Leben aus. Es kommt manchmal darauf an welchen Blickwinkel jemand gerade hat.

Zitat von Lost111:
In den letzten Jahren ist noch eine neue Angst dazu gekommen: ich bin kein guter Beifahrer mehr im Auto, ich kann das einfach nicht mehr ab. Vllt. hat das mit Kontrollverlust zu tun? Auch wenn ich weiß, dass der Fahrer gut fährt und ich ihm/ihr eigentlich vertraue, packt mich jedes mal die Angst. Blöd, oder?


Das mit dem Beifahrer klingt echt nach Kontrollverlust. Ist diese Furcht denn egal bei welcher Geschwindigkeit? Also Autobahn und Stadtverkehr? Auch bei leeren Straßen in einer 30er Zone? Auch bei Taxi oder Busfahrten?
Ohne jemanden angehen zu wollen, vielleicht ist der Fahrer in Wirklichkeit für dich kein guter Fahrer. vielleicht ist dieser innerlich unruhig, geladen, leicht aggressiv oder oder oder...es lohnt sich ab und an auch schon ein Blick auf andere. Auch wenn du das evtl nicht gelernt hast macht es den Anschein, dass du viel Schuld an dir selber suchst Traurig
Das braucht überhaupt nicht sein und Blöd ist das ganze nun gar nicht. Mehr hinderlich, wenn es noch nicht reflektiert wurde zwinkern

Zitat von Lost111:
Aber meine ehemalige Therapeutin war immer der Meinung, ich müsse das auch ohne schaffen und mich der Situation stellen.


Schon einmal daran gedacht, dass die Therapeutin vielleicht die falsche für dich war in diesem Bezug? Wenn das Wort "MUSS" irgendwo auftaucht, dann ist das meist mit viel Druck verbunden, meist von Außen und je nach Erziehung/Prägung/Erfahrungen auch von innen, was recht einfach abtrainiert werden kann. Versuche mal bei dem "MUSS" deiner Therapeutin einen Satz zu finden, der anstatt das "ich muss" ein "ich möchte" oder "ich will" beinhaltet. vielleicht fällt dir die merkwürdige Erleichterung auf, welche dadurch entsteht, vielleicht bleibt sie jedoch noch aus zwinkern
Es gibt massig Wörter, welche uns ganz heimlich und schon fast blind mit Druck oder einem schlechtem Gewissen belegen, wie zb "muss", "aber" oder das Wort "man". Das sind mehr oder weniger in meinen Augen Klassiker, welche abgewandelt werden können. Das "aber" lässt sich super durch ein "dennoch" ersetzen und das Wort "man" (schlichtweg das Wort Nummer 1 der Depersonalisierung) durch ein "ich" oder "du".

Zitat von Lost111:
Mir macht so vieles Angst, aber ich habe gelernt - lernen müssen - damit irgendwie adäquat umzugehen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Und ich lerne jeden Tag dazu. Es ist ein (Überlebens-)Kampf.


Damit schreibst du, wieviel du schon geschafft hast. Finde es Klasse wie du das meisterst, was ich bisher lesen durfte. Alleine aus dem Aspekt heraus das du es bewältigst mit einem Arbeitsalltag. Dafür meine Hochachtung.
Wenn daraus jetzt noch irgendwie ein gesundes Hobby entstehen könnte, diese "Herausforderungen" jedes mal meistern zu wollen. Das wäre was zwinkern

Zitat von Lost111:
Leitfaden


Ist das zufällig das Werk von Dr Sabine Gapp-Bauß?

LG Parso

12.03.2021 22:14 • #28


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bones
Herzlich willkommen hier. Nun es gibt einige Leute hier, ich gehöre auch dazu , die damit zu kämpfen haben/hatten.
Was möchtest du denn wissen?

x 1 #2


T
Hallo,
auch ich bin neu hier und kenne diese starke innerliche Unruhe nur zu gut.
Mich macht diese Unruhe immer total fertig. Aber nicht nur mich, sondern auch meinen Mann.
Denn der spürt meine starke Unruhe natürlich.

Lg. Tierliebe

x 2 #3


S
Zitat von Tierliebe:
Hallo, auch ich bin neu hier und kenne diese starke innerliche Unruhe nur zu gut. Mich macht diese Unruhe immer total fertig. Aber nicht nur mich, sondern auch meinen Mann. Denn der spürt meine starke Unruhe natürlich. Lg. Tierliebe


Ja mich macht es auch jeden Tag fertig, am schlimmsten ist es bei mir immer Vormittags gegen Abend wird es meist etwas besser...
was tust du dagegen?

x 1 #4


T
Hallo Stefan,
gute Frage, was tue ich dagegen ?
Irgendwie komme ich da nicht wirklich gegen an, versuche mir immer innerlich selbst zu sagen:du musst unbedingt runter kommen,
was ehrlich gesagt selten etwas bringt. Was mir ein wenig hilft sind gewisse Atemtechniken, eine davon nennt sich die
4-4-6-2 Atemübung:
Bei dieser Übung wird die Atmung nach und nach langsamer, die schon eine spürbarere Entspannung bringt als sich selbst zuzureden runterkommen zu wollen.Dabei atmet man vier Sekunden lang ein, hält den Atem für vier Sekunden an und dann atmet man sechs Sekunden lang wieder aus und macht ca.zwei Sekunden Pause. Danach wiederholt man die Übung noch ein paarmal und zählt dabei immer langsamer.

Oder aber ich versuche es mit Meditation,auch diese lässt mich runter kommen.
Aber jenachdem wie mein Zustand ist, was mich innerlich aufwühlt und unruhig macht,lässt der Zustand der innerlichen
Entspannung sehr schnell wieder nach.

Gruß, Tierliebe

#5


Lost111
Hallo Stefan,

auch ich kenne diese blöde innere Unruhe nur zu gut! Vor allem morgens plagt sie mich extrem, da bin ich schon auf 180, wenn ich aufwache und an den kommenden Arbeitstag denke.
So wirklich ein Mittel dagegen habe ich für mich noch nicht gefunden.
Aber @Tierliebe hat da ja eine gute Übung parat, danke dafür.

Gibt es vllt. weitere Tipps?

LG Lost111

#6


Parso
Hi Stefan06 & Lost111,

in den vergangenen Jahren und auch heute ist die innere Unruhe noch ein treuer Begleiter. Sie zeigt mir immer wenn ich nicht bei mir bin. Bewusstes Atmen hilft, je nach Stresspegel (zb 4-7-8 Technik).
Weitere gute Helferlein sind Yin Yoga (sehr entspanntes Yoga wo die Stellungen lange gehalten werden plus bewusstes Atmen) und meist zum einschlafen Yoga Nidra (einfach nur liegen, lauschen und den Instruktionen folgen). Diese Helferlein funktionieren wie eine Batterie, nutzt sie regelmäßig, wenn sie dir zusagen und gefallen, dann hast du für Zeiten häufigerer Unruhe eine gewisse Reserve. Wie bei vielen Entspannungstechniken gilt es auch hier sich Zeit zu lassen, sowie zulassen.
In akuten Situationen wie zb auf der Arbeit oder unter Stress kriege ich so etwas kaum bis gar nicht hin und flüchte dann eher in eine (nicht wirklich optimale) Ablenkung.

LG Parso

#7


Marylu
Hallo Ihr Unruhigen, auch ich kenne diese innere Unruhe. Meist kommt sie völlig unerwartet. Mir hilft es, wenn ich es schaffe, nicht näher darauf einzugehen oder Bewegung: mit dem Hund spazieren gehen oder Fahrrad fahren. Habt einen ruhigen Abend.

#8


Lost111
Hallo Parso,

danke für deine Tipps. daumen hoch

In akuten Stresssituationen komme ich auch nicht dagegen an. Dann mache ich Flüchtigkeitsfehler und muss wieder (fast) von vorne anfangen. Schön ist das nicht. Augen rollen Ich kann mich auch nicht zur Ruhe "zwingen". Das lässt sich nicht steuern. kopf gegen die wand
Wenn gar nichts mehr geht, greife ich zu meinem Notfall-Medi. Das ist nicht die optimale Lösung, ich weiß. Traurig

LG Lost111

#9


Parso
Zitat von Lost111:
Hallo Parso, danke für deine Tipps. daumen hoch In akuten Stresssituationen komme ich auch nicht dagegen an. Dann mache ich Flüchtigkeitsfehler und muss wieder (fast) von vorne anfangen. Schön ist das nicht. Augen rollen Ich kann mich auch nicht zur Ruhe "zwingen". Das lässt ...

Die beste Lösung ist es in dieser Situation schon, weil es dir dadurch besser geht zwinkern
Du wirst im laufe der Zeit gute Werkzeuge an die Hand bekommen um damit umzugehen wissen.
Wie du schön schreibst, zur Ruhe zwingen bringt nicht. Dafür einfach mal in etwas entspannteren bzw. weniger zittrigen Zeiten die Ruhe suchen oder auch erst einmal kennenlernen.

#10


Lost111
@Parso

Zitat:
Die beste Lösung ist es in dieser Situation schon, weil es dir dadurch besser geht zwinkern


Sorry, da komme ich gerade nicht mit. Du meinst, weil ich in der Situation bleibe/bleiben muss? Kopf kratzen

Zitat:
Du wirst im laufe der Zeit gute Werkzeuge an die Hand bekommen um damit umzugehen wissen.


Leider kenne ich diese Zustände der inneren Unruhe/Aufruhr schon von Kindheit an. Von daher ist mir das nichts neues.
Nur im Beruf ist das kontra-produktiv, da ich leicht "die Nerven verliere". Gerade wenn es um eilige Sachen geht und der Stress beginnt. Augen rollen

@Marylu

Zitat:
Mir hilft es, wenn ich es schaffe, nicht näher darauf einzugehen


Wie machst du das? Mir gelingt das nicht. Ich kann mir noch so oft sagen "bleib ruhig" - das geht nicht. Traurig

LG Lost111

x 1 #11


Parso
Zitat von Lost111:
orry, da komme ich gerade nicht mit. Du meinst, weil ich in der Situation bleibe/bleiben muss?


Nein das nicht.
Du hast geschrieben das die Notfallmedis nicht die optimale Lösung seien. Ich empfinde es allerdings als gute Lösung, bis du eine andere Herangehensweise entwickelt hast. Somit ist die Lösung der Notfallmedis die beste Dir zur Zeit gegebene Smile

#12


Lost111
Zitat:
Nein das nicht.
Du hast geschrieben das die Notfallmedis nicht die optimale Lösung seien. Ich empfinde es allerdings als gute Lösung, bis du eine andere Herangehensweise entwickelt hast. Somit ist die Lösung der Notfallmedis die beste Dir zur Zeit gegebene Smile


Ach so, alles klar. Bis ich was raffe. pfeifen
Ich habe das Notfallmedi auch schon ab und zu im Job benötigt, leider. Aber es ging einfach nicht anders. unwissend
Aber ich habe keine Ahnung, wie ich an bestimmte Situationen im Job anders ran gehen sollte. Meine ehemalige Therapeutin sagte immer: KONFRONTATION. Je mehr davon, desto besser. Aber das sagt sich so einfach! Was, wenn das nicht geht?! Was ist, wenn die Angst/Panik einfach überwiegt?!

Und ich weiß nicht, ob ich an diese bestimmten Situationen jemals eine andere, bessere Herangehensweise finden werde.

LG Lost111

#13


Parso
Hi Lost111.
Da gilt es differenziert an die Sache heran zu gehen. Anscheinend ist die Konfrontation in deiner Situation nicht die richtige Wahl bzw das richtige Werkzeug.

Hast du konkret ein Beispiel welches dich der Panik näher bringt oder auch iwas "vermeintlich" banales welches dir Sorgen/Stress bereitet?

Mach dir keinen Kopf, wenn du etwas nicht sofort "raffst" zwinkern
Wir sind alles Menschen und wenn jemand erzählt, dass er grad sofort versteht ohne nachzufragen, dann ist das entweder gelogen oder er kennt sich auf dem Gebiet aus. Wo kämen wir denn hin wenn jeder alles weiß und keiner mehr Fehler macht :/

#14


A


Hallo Stefan06,

x 4#15


bones
Das ist ja alles schön und gut die Tipps. Aber es gibt Menschen, ich gehöre dazu, die schon so viel ausprobiert haben, dass wirklich nix hilft. Und dann? Bei mir ist die innerliche Unruhe verknüpft mit der Angst und Depression. Es kommt aus dem nix und schlägt ein wie eine Bombe. Da bleibt dir als einzige alternativ leider medikatös sich behandeln zu lassen.

#15

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