Zitat von Bärchen-1:Danke für die schnellen Antworten. Die Tavor nehme ich schon 5 Wochen vom Facharzt. Ich hatte 2 Wochen Escitalopram, da wurde die Unruhe noch schlimmer, deshalb nun seit 2 Wochen Mirtazapin. Die Ängste sind immer noch da. Ich habe ihn immer wieder wegen dem Tavor angesprochen, er sagte, in der akuten Phase wäre das ...
Escitalopram wirkt Antriebssteigernd. Leider oft bevor es antidepressiv wirksam wird und wenn man Pech hat, wirkt es auch nach Wochen (noch) nicht antidepressiv. Mirtazapin in niedriger Dosierung macht müde und kann das einschlafen fördern. Meist ist da schon mit 7,5 mg diese Wirkung zu erzielen. Antidepressiv wirkt es aber erst in höherer Dosis, allerdings auch eben nicht unbedingt. Das ist das Problem mit Anitdepressiva, es kann passieren, dass das eine oder andere bei einem eben nicht wirkt, oder nachdosiert werden muss. Das dauert gerne mal mehrere Wochen.
Was Tavor angeht, da wird ein verantwortungsvoller Arzt ohnehin schauen, dass er es nicht weiter verschreibt, wenn Anzeichen für eine Abhängigkeit zu erkennen sind, die bei Benzos nunmal gegeben ist.
0,5 mg kann man eine Zeitlang nehmen, aber wenn es in der Dosis nichts mehr bringt, sollte gut überlegt werden, ob eine Erhöhung sinnvoll ist.
Bei AntiD ist es auch sinnvoll regelmäßig die Blutwerte im Blick zu haben. Wenn der Wirkstoff Spiegel im richtigen Bereich liegt und keine antidepressive Wirkung eintritt, dann ist es nicht das richtige.
Da es die „Glückspille“ ohnehin nicht gibt, würde ich meinen Arzt mal darauf ansprechen, ob nicht Psychotherapie geeigneter sein könnte um die Depression zu lindern. Vielleicht wäre ja auch ein Klinikaufenthalt sinnvoll und auch das würde ich mit dem Arzt besprechen, bevor der alles an Medikamenten austestet, was er so im Petto hat. Vielleicht lieber früher in eine Klinik, als nach längerer Benzo Behandlung, in eine Suchtklinik gehen