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Hi Lost111.
Wahre Worte mit dem Päckchen. Und genau das macht das Leben aus. Es kommt manchmal darauf an welchen Blickwinkel jemand gerade hat.
Zitat von Lost111:In den letzten Jahren ist noch eine neue Angst dazu gekommen: ich bin kein guter Beifahrer mehr im Auto, ich kann das einfach nicht mehr ab. Vllt. hat das mit Kontrollverlust zu tun? Auch wenn ich weiß, dass der Fahrer gut fährt und ich ihm/ihr eigentlich vertraue, packt mich jedes mal die Angst. Blöd, oder?
Das mit dem Beifahrer klingt echt nach Kontrollverlust. Ist diese Furcht denn egal bei welcher Geschwindigkeit? Also Autobahn und Stadtverkehr? Auch bei leeren Straßen in einer 30er Zone? Auch bei Taxi oder Busfahrten?
Ohne jemanden angehen zu wollen, vielleicht ist der Fahrer in Wirklichkeit für dich kein guter Fahrer. vielleicht ist dieser innerlich unruhig, geladen, leicht aggressiv oder oder oder...es lohnt sich ab und an auch schon ein Blick auf andere. Auch wenn du das evtl nicht gelernt hast macht es den Anschein, dass du viel Schuld an dir selber suchst
Das braucht überhaupt nicht sein und Blöd ist das ganze nun gar nicht. Mehr hinderlich, wenn es noch nicht reflektiert wurde

Zitat von Lost111:Aber meine ehemalige Therapeutin war immer der Meinung, ich müsse das auch ohne schaffen und mich der Situation stellen.
Schon einmal daran gedacht, dass die Therapeutin vielleicht die falsche für dich war in diesem Bezug? Wenn das Wort "MUSS" irgendwo auftaucht, dann ist das meist mit viel Druck verbunden, meist von Außen und je nach Erziehung/Prägung/Erfahrungen auch von innen, was recht einfach abtrainiert werden kann. Versuche mal bei dem "MUSS" deiner Therapeutin einen Satz zu finden, der anstatt das "ich muss" ein "ich möchte" oder "ich will" beinhaltet. vielleicht fällt dir die merkwürdige Erleichterung auf, welche dadurch entsteht, vielleicht bleibt sie jedoch noch aus

Es gibt massig Wörter, welche uns ganz heimlich und schon fast blind mit Druck oder einem schlechtem Gewissen belegen, wie zb "muss", "aber" oder das Wort "man". Das sind mehr oder weniger in meinen Augen Klassiker, welche abgewandelt werden können. Das "aber" lässt sich super durch ein "dennoch" ersetzen und das Wort "man" (schlichtweg das Wort Nummer 1 der Depersonalisierung) durch ein "ich" oder "du".
Zitat von Lost111:Mir macht so vieles Angst, aber ich habe gelernt - lernen müssen - damit irgendwie adäquat umzugehen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Und ich lerne jeden Tag dazu. Es ist ein (Überlebens-)Kampf.
Damit schreibst du, wieviel du schon geschafft hast. Finde es Klasse wie du das meisterst, was ich bisher lesen durfte. Alleine aus dem Aspekt heraus das du es bewältigst mit einem Arbeitsalltag. Dafür meine Hochachtung.
Wenn daraus jetzt noch irgendwie ein gesundes Hobby entstehen könnte, diese "Herausforderungen" jedes mal meistern zu wollen. Das wäre was
Zitat von Lost111:Leitfaden
Ist das zufällig das Werk von Dr Sabine Gapp-Bauß?
LG Parso