Donnerstag. Bis auf einen Termin alles erledigt. Ich bin krank geschrieben bis Ende des Jahres, dass entlastet mich gedanklich sehr. MRT mit Maske war etwas befremdlich aber in Ordnung. Augen zu und durch. Der telefonische Termin mit dem Arbeitsamt war seltsam. Die Sachbearbeiterin war irgendwie komplett überfordert mit mir. Aufgrund meiner Situation mit dem Widerspruch, MD usw wusste sie nichts mit mir anzufangen und ich habe vermutlich bis nach Weihnachten erstmal Ruhe. Krankschreibungen werden vom Arbeitsamt lt. ihrer Aussage und meiner Situation nicht akzeptiert und ich muss mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Außerdem bin ich noch ungekündigt z.Z. Häh ?
Zur Rechtssicherheit muss ich mich noch erkundigen, jedoch habe ich gerade nicht den Nerv dazu.
Ich werde im Falle eines Falles versuchen eine Förderung zur Selbstständigkeit zu erhalten (Gründungszuschuss), dass ist aber so gut wie unmöglich und eine Sachbearbeiter Entscheidung. Einen Anspruch darauf hat man nicht. Außerdem müsste ich Plan B aus der Schublade holen. Plan A wäre mit Sicherheit gefördert worden, nur hat Corona es unmöglich gemacht, was meine Frau und mich ohnehin traurig und wütend macht. Alles zerstört. Monatelange Arbeit und Gedanken für nichts.
Überhaupt bin ich eigentlich krank, dass macht mich gerade regelrecht krank solche Aussagen. Selbstständig, Arbeitsmarkt oder was auch immer, es geht einfach nicht. Ich fühle mich, als ob ich auf meinen eigenen Untergang warte. Die Uhr tickt und auch in 14 Tagen wird nichts anders sein als jetzt.
Reflexmäßig würde ich jetzt die 20 Meter zur Werkstatt laufen und am Liebsten dagegen an arbeiten. Geht aber nicht, da ich nach wenigen Stunden schon verbrannt bin oder dann Tage lang etwas davon habe. Somit potenziert sich gerade die Panik vor der Zukunft und somit kommen automatisch negative Gedanken und körperliche Symptome dazu.
Mich hat das alles mitgenommen und ich beginne mich wieder ins Abseits zu ballern, daher versuche ich die Tage mit Selbstachtung zu gestalten. Dinge die mir und uns gut tun. Vergessen. Die Zukunft einfach nur vergessen oder verdrängen. Hauptsache weg damit und positive Gedanken finden. Etwas Bewegung und frische Luft, solange es noch erlaubt ist.
Meine Frau hat die ganze Situation gerade in Hinblick auf das aktuelle Corona Geschehen stark angezählt und wir haben beschlossen wieder einen Internet detox durchzuführen.
Der totale Lockdown droht ja angeblich und Sonntag wird drüber debattiert. Mal sehen. Das heißt morgen und Samstag fahre ich mit einem Freund und einer Freundin (getrennt zwei Haushalte) noch mal in den Baumarkt usw, da beide dringend noch Baumaterial, Möbel usw. brauchen und Angst vor einer Schließung der Läden schon am Montag haben. Keine Luxusprobleme, sondern notwendige Dinge, die sie nicht transportieren können. Manche reden vom Lockdown bis zum 10.01, andere von mindestens 6 Wochen. Manche von nach Weihnachten, andere von könnte schon ab Montag....keine Ahnung. Sicher ist sicher. Das verstärkt die Angst aber bei allen.
Keiner weiß es aber lieber haben als brauchen.
Freue mich die beiden zu sehen, doch es wäre mir lieber einfach eine Tasse Kaffee trinken zu können. Gedanken über Gedanken die ich nicht mehr unter Kontrolle kriege. Schlafen geht schon seit Tagen nicht mehr. Ich schlafe teils zwei bis drei Stunden und sitze dann mitten in der Nacht mit einer Zig. draußen und glotze in den Himmel in der Hoffnung eine gute Idee zu kriegen oder die ganzen Gedanken los zu werden. Millionen kleine Gedanken von dem ich keinen zu Ende denken kann oder will. Nur in Kategorien sortiert gut-gut-schlecht-gut-weiß nicht-schlecht usw.
Gedanken wie wann ist man eigentlich gesund genug und wann nicht. Bin ich es oder werde ich es usw.
Aber eigentlich geht es mir soweit gut, auch wenn es sich anders anhört

Ging schon mal schlechter.
Hoffe euch gehts auch allen gut. Eventuell verspäte ich mich mit Antworten mal, da zumindest ein kleiner Internet detox notwendig ist. Außerdem kommt ihr auch ohne mich ganz gut klar hier

Reinhauen!