Danke für die positiven Rückmeldungen.
Ja, dass alles war schon sehr heftig und anstrengend. Ich glaube meine Frau hat das noch mehr aufgeregt und mitgenommen als mich selbst. Die muss ich heute erstmal mit Liebe überhäufen und wieder aufbauen.
Die Nacht zwar fast durchschlafen können, dafür von einem Albtraum in den nächsten. Die halbe Nacht bin ich in der Wüste rumgelaufen und habe mich vor einer Art Riesen hinter einer Düne versteckt die langsam weggeweht wurde. Dafür brauche ich glaube ich keine Traumdeutung um zu deuten was mir das sagen soll. Das ist wohl eine Reaktion auf den ganzen Druck von außen. Der Riese die Krankschreibung, die Düne mein geschützter Ort der weggeweht wurde. So ungefähr....
Der Blick aufs die Mitarbeiter im Gesundheitssystem ist einfach nur erschreckend und mir tun die Leute voll Leid. Ein Ende ist jetzt sowieso nicht mehr wirklich in Sicht. Vorher schon stressig und neben Unterbezahlung, Wertschätzung kaum Freizeitausgleich. So kenne ich es zumindest aus meinem Umfeld. Ich habe höchsten Respekt gerade wieder seit ich gestern wieder einen winzigen Einblick hatte.
Selbst falls diese Pandemie irgendwann mal annähernd endet, sind die Lang-Mittel- und Spätfolgen nicht absehbar. Das durchzuhalten erfordert schon einiges und es müsste dringend etwas passieren um Entlastung zu schaffen.
Ich habe gestern leider einige sehr negative Meldungen aus meinem Umfeld erhalten, dass hat mich zusätzlich ruhig werden lassen, so böse es klingt. Ich habe weit aus geringe Probleme als andere Menschen. Abgesehen von dem feigen Trier Amoklauf hat sich mein Lieblingskollege gestern selbst nach einem zum Glück gescheiterten Versuch in die Psychiatrie eingewiesen.
Alles melde dich Tag und Nacht meinerseits usw. hat nicht geholfen. Kein Medikament. Trotzdem wird ihm jetzt geholfen und er ist froh diese Hilfe zu bekommen.
Den Rest lasse ich aus Respekt den Betroffenen gegenüber und vor allem auch um niemanden zu ängstigen oder negativ zu behaften raus.
Ich habe gestern im Forum wie einige hier einen Beitrag zum Thema Depression und Humor gelesen. Und ich kann es nur bestätigen. Humor hat nichts mit Depressiv oder nicht zu tun bzw. ist vielleicht auch einfach eine Reaktion auf den Zustand bei manchen.
Mein Kollege hatte beim letzten Mal als wir uns gesehen haben einen Witz nach dem anderen gemacht. Zwar richtig schwarzer Humor aber das ist auch Humor. Und fast direkt im Anschluss ist es passiert.
Abgesehen von meiner eigenen Art mit meiner Situation umzugehen.
Und heute ? Mach ich alles ganz langsam. Freue mich über meine Probleme, so seltsam das auch klingt und kümmere mich um den wichtigsten Menschen in meinem Leben.
Voraussichtlich werde ich auch das Internet und das Handy mindestens heute aus machen, also gibts Antworten verspätet.
Noch einmal Danke für die viele Hilfe der letzten Tage an alle ! Habt einen schönen Tag.
Und ja, achtsam ist wohl der Weg. Dir auch einen guten Morgen @Psychosomatisch
Und ich bin froh, dass du eine Entscheidung für dich getroffen hast. Auch wenn ich davon ausgehe, dass dich viele Menschen in deinem Bereich aufgrund nur deiner emotionalen Eigenschaften sehr vermissen werden.
Aber deine Eigenschaften kannst du auch in anderen Bereichen bereichernd einsetzen und vor allem für dich einen besseren und gesünderen Weg finden.
Meine Therapeutin hat mir gestern genau dazu wieder Mut gemacht. Erstmal gesund werden und dann Gedanken um den beruflichen Weg machen ist der Weg.
Ich tendiere immer dazu mich damit ständig zu konfrontieren und am Ende wieder ausgebrannt und verängstigt vor dem Arbeitsmarkt zu stehen.
Jetzt versuche ich wieder winzige Schritte zu gehen und nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen.
Mal sehen. Die Zukunft wird es schon zeigen.
Ist alles etwas unsortiert aber die Gedanken sind frei

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