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Sertralin Erfahrungen mit Nebenwirkungen

Irgendeine
Zitat von bones:
Milnacipran unterscheidet sich schon von venla und duloxetin. Weil es hat eine wirkpotenz wie eines trizyklischen Antidepressiva und ist effektiver als ssri. Würde ich ausprobieren.


Wäre halt eine der wenigen Möglichkeiten an Antidepressiva, die noch bleiben würden.

13.01.2020 12:41 • #331


Update: ich bekomme seit einigen Wochen Elektrokrampftherapie gegen Depressionen und es hilft mir. Medikamentös bin ich auf Escitalopram und Risperidon eingestellt. Was aber schlimm ist, dass ich mir ständig die Situation meiner entzündeten geröteten Augen vor Augen führe. Ich konfrontiere mich damit kontinuierlich und reite mich damit in sämtliche Hoffnungslos Szenarien. Obwohl ich noch viele Behandlungen ausstehend habe. Ich weiß nicht, wie ich aus diesem Teufelskreis ausbrechen kann.

09.02.2020 20:22 • x 1 #332


111Sternchen222
Hey schön von dir zu lesen! Wenigstens hilft die EKT dir! Die Augen kriegen die Ärzte auch noch hin.
Liebe Grüße Sternchen

09.02.2020 21:44 • x 2 #333


Danke Ihr Lieben! Ich kriege das leider nicht hin, innerlich Abstand zu gewinnen zum Augenthema. Recherchiere die ganze Zeit darüber.

10.02.2020 08:44 • #334


Alexandra2
Liebes Skygirl,
Ich denke, das Augenthema ist gedanklich nicht zu lösen. Von außen betrachtet wirken da Ängste und Zwänge, die gut mit Verhaltenstherapie zu behandeln sind. Bist Du nicht in psychologischer Therapie?
Loslassen ist ganz oft unser Credo, was ich alles losgelassen hab und loslassen soll, mein Gott. Die Angst vor einem Tief, sobald ich ein Tal erreiche, die Überforderung unter Menschen, die Überflutung von Reizen, die Angst vor Ablehnung usw usw. Wichtig für mich sind AHA Erlebnisse und üben, üben, üben.
Ängste und Zwänge loslassen, um zu lernen, Du bist toll, so wie Du bist.
Ganz liebe Grüße Alexandra

10.02.2020 11:24 • #335


Liebe Alexandra,

ich bin in psychologischer Behandlung im Rahmen der stationären Therapie.
Da geht es grad um Selbstwirksamkeit. Im Laufe der Depression hatte ich so viel Kontrollverlust.
Nun ist mein Vater an Weihnachten gestorben und ich komme gerade gar nicht an die Trauer ran.

Das mit den Augen ist auch wieder so ein Kontrollverlust für mich. Deshalb bin ich wie blöd am recherchieren nach Fachärzten und Therapien. Aber vielleicht hat das Ganze auch eine psychosomatische Komponente.

Ja das mit dem Loslassen. Gar nicht so leicht! Und kostet irgendwie auch ganz schön Kraft.

Schaffst du das denn?

Liebe Grüße
Skygirl

10.02.2020 16:30 • #336


Alexandra2
Liebes Skygirl,
Die erste Phase des Trauern ist der Schock. Da fühlt man nichts, oder weit entfernt. Das ist völlig normal. Die Psyche braucht Zeit.
Meine Eltern starben ganz rasch aufeinander und ich war ca 4 Wochen im Schock und dann tauchten vereinzelt tiefe Verzweiflungen auf.
Gib Dir Zeit und mache Dir klar, daß Dein Geist wohl immer versucht, alles am Laufen zu halten. Mein Geist macht das auch und wird jetzt freundlich in die Schranken gewiesen. Anders kommt die Seele nicht zu Wort.
Loslassen geht schrittchenweise. Der Geist ruft Weitermachen, die Seele sagt leise Moment mal und dann reagiere ich immer öfter auf die Seele ZB Ich bin wichtiger als die Dinge, die dann bewusst liegen gelassen werden. Von Mal zu Mal geht es besser. Manches ist schwieriger, zB Tätigkeiten doch zuende zu bringen wegen dem A. D. S., das Chaos im Kopf ist nur mit Fertigstellen und Strukturierung möglich. Ich muss genau hinfühlen, was jetzt wichtiger ist, loslassen oder diese eine Sache zu Ende bringen.
Deshalb finde ich am wichtigsten, anzufangen mit dem Loslassen. Liebe Grüße Alexandra

10.02.2020 16:51 • #337


Vielen Dank für Deine lieben aufbauenden Worte! Ich stecke wohl noch ganz tief drin im Trauerschock. Habe Angst, dass mich das noch ganz dick überrollt. Ich konnte wegen meinem Zustand nicht mal zur Beerdigung.

Da sprichst Du etwas an. Ich bin nämlich so der Typ, der alles immer zu Ende bringen muss. Sonst kippt das ganze Wohlgefühl. Auch wenn ich währenddessen fürchterlich leide. Da kann ich dann einfach nicht loslassen. Bei Dir ist da die Reflektion schon eine ganz andere und viel bewusstere. Ich muss diese negativen Gedanken loslassen:Du wirst jetzt immer kranke Augen haben. Du kämpfst gegen Windmühlen an. Das geht nie mehr weg.

Damit mache ich mir gerade das Leben zur Hölle

10.02.2020 18:05 • #338


Alexandra2
Sage Deinem Geist immer wieder STOP, wenn er Dich beleidigt, antreibt und einfach rücksichtslos ist. Es wird vielleicht einige Male brauchen, bis er reagiert. Weitermachen! Jedes Mal Stop sagen, leise, laut, milde, wütend etc. Mein Geist war anfangs brüskiert, beleidigt, schnippisch, ignorant und widerlich hartnäckig. Aber das kannst Du auch, Du kannst auch mega entschlossen sein!
Das Allerwichtigste in meiner ganzen Krankengeschichte ist, daß ich nichts für unmöglich halte, alles ausprobiere was zu einer Besserung beitragen kann, wirklich alles. Und dann finden sich brauchbare Methoden.
Lasse Dich nicht unterkriegen!
Liebe Grüße Alexandra

10.02.2020 19:36 • #339


Elodie
Hatte in der Sektenzeit viel mit Exorzismus zu tun - definitiv rate ich von solchen Praktiken ab, wenn mal ein oder mehrere "Geister spuken"

10.02.2020 20:18 • #340


Danke liebe Alexandra
Es ist ein stetiger und zuweilen aufreibender Kampf mit dem unruhigen Geist. Aber ich habe für mich ein passendes Gegenmittel im Blick. Seit Jahren, Jahrzehnten praktiziere ich begeistert Yoga. Nun möchte ich dieses Jahr eine berufsbegleitende Yogalehrerausbildung beginnen. Damit bekomme ich das Gedankenkarussell auch gut in den Griff.

Vor 2 Stunden • #341





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