Schwerbehinderung, wieviel Prozent bei welcher Krankheit?

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Hallo Eini,

7 Monate sind auch für Berlin viel zu lang. Du solltest mal nachfragen, woran es liegt, da Du - abhängig von den Gründen für die Verzögerung - im Konfliktfall mit dem AG bereits einen "vorläufigen" Schutz haben könntest.

07.03.2008 05:07 • #16


Eini95


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Hallo Wolfgang!

DANKE für deine Antwort!

Ich kümmere mich nächste Woche mal drum. Ich habe den Antrag mit dem VdK gestellt. Also werde ich da mal nachfragen. Ich habe mich bisher nicht getraut, mal nachzufragen. Meine Bedenken sind, dass, wenn man drängelt, vielleicht noch weiter nach hinten geschoben wird. Aber das ist wahrscheinlich Quatsch.

Wahrscheinlich hat mein einer Arzt (HNO) noch nicht ans Integrationsamt geantwortet. Ich hatte beim Antrag 3 Ärzte angegeben (Hausärztin, Neurologin und HNO). Meine Hausärztin und meine Neurologin sagten mir, sie hätten alles ans Integrationsamt geschickt. Als ich meinen HNO ansprach, ob er schon Post vom Amt erhalten hat, druckste er nur rum. Ich fragte daraufhin, ob er geantwortet hat und er eierte wieder rum. Auf dem letzten Schreiben des Amtes stand, dass noch 1 Antwort aussteht. Ich vermute, dass es der HNO ist. Find ich nicht so toll, weil ich es vor Antragstellung so mit ihm besprochen hatte und er mit dem Antrag einverstanden war.

Wolfgang - was meinst du? Nochmal beim Arzt nachfragen?

LG Annett

07.03.2008 20:41 • #17


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Hallo,

mach' dem HNO Druck, denn er schadet Dir direkt und unmittelbar, falls es an ihm liegt.
Wenn nämlich ein von Dir benannter Arzt der Grund für die Verzögerung ist, dann ist es nix mit dem vorläufigen Rechtsschutz.
Du solltest auch nicht beim VdK, sondern beim Versorgungsamt direkt nachfragen. Mich wundert nämlich deren Geduld. Ich kenne Fälle, in denen ein Versorgungsamt schon nach wesentlich kürzerer Wartezeit einem saumseligen Doc mit einer knackigen Fristsetzung und Bußgelddrohung Beine gemacht hat.

08.03.2008 20:34 • #18


Eini95


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Hallo Wolfgang!

DANKE für deinen Tipp!

Ich werd mich gleich die Woche drum kümmern und werde berichten, was passiert ist.

1000 DANK und einen schönen Sonntag!!!

Gruß
Annett

09.03.2008 12:40 • #19


Eini95


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Hallo Wolfgang!

Hab heut all meinen Mut zusammen genommen und beim Versorgungsamt angerufen.

Der Herr dort sagte mir, das alle meine 3 Ärzte geantwortet haben und das mein Vorgang beim Gutachter liegt. Wie lange das dauert, konnte er mir nicht sagen.

Wollte die Info bloß los werden und mich wie immer bei dir bedanken!!!

LG
Annett

10.03.2008 21:04 • #20


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Hallo Annett,

dann gilt für Dich als Berufstätige ab 3 Wochen nach Eingang aller Gutachten der von Dir benannten Ärzte der vorläufige Rechtsschutz als Schwerbehinderte gem. § 69 Abs. 1 SGB IX (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/__69.html). Der ist furchtbar verklausuliert, aber die Rechtsprechung interpretiert ihn so, wie ich es Dir schreibe.
Dieser vorläufige Schutz gilt bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Bescheid bei Dir eingeht. Sollte es also bis dahin arbeitsrechtlichen Ärger geben (was ich Dir natürlich nicht wünsche), kannst Du Dich darauf berufen.

10.03.2008 22:59 • #21


Eini95


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Hallo!

Gestern rief ich beim Vdk an und fragte vorsichtig an, ob es ratsam ist, beim Integrationsamt mal nach dem Bearbeitungsstand zu fragen. Erst zögerte der VdK ein bisschen und als ich dann sagte, dass der Antrag im August 2007 gestellt wurde, sagte mir der VdK, ok wir warten bis zum 05.05.08 und wenn dann noch nichts da ist, dann fragen wir beim Integrationsamt an. Ich sagte dann, damit bin ich einverstanden.

Wollte bloß mal hier den neuesten Stand bekanntgeben. Also ich warte immer noch !!!

LG von Annett

10.04.2008 07:23 • #22


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Ähem,

kleiner rechthaberischer Zwischenruf:
Zitat:
dann fragen wir beim Integrationsamt an


Beim Versorgungsamt, das IA hat mit Anträgen auf GdB nix zu tun.

10.04.2008 16:07 • #23


Eini95


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Hallo Wolfgang!

Schön von dir zu hören bzw. zu lesen.

Sorry, ich dachte (wobei man ja als Frau nicht denken soll - kleiner Scherz), dass das Versorgungsamt in Integrationsamt umbenannt wurde.

Da habe ich wohl falsch gedacht. Also in Zukunft heißt es für mich wieder Versorgungsamt.

Liebe Grüße und Tschau
von
Annett

10.04.2008 18:06 • #24


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Hallo Annett,

- Das Versorgungsamt entscheidet über Deinen Antrag und ggfs. über den Widerspruch
- Das Integrationsamt begleitet Dich nach anerkannter Schwerbehinderung/Gleichstellung - vor allem am Arbeitsplatz - und koordiniert mögliche Hilfen durch andere Beteiligte bzw. unterstützt durch Zuschüsse Hilfsmittel etc.

17.04.2008 18:28 • #25


Eini95


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Hallo!

Jetzt berichte ich euch wie es weitergeht.

Habe heute Post vom VdK bekommen. Hab beim Brief öffnen total gezittert. Es ist mein Bescheid vom Versorgungsamt.
Ich habe 30 % bekommen, ich dachte ich spinne, das ist ja viel zu wenig. Ich habe vor Jahren 20 % nur allein auf meine beidseitige Hüftdysplasie bekommen. Und jetzt sind meine schweren Depressionen, Trigeminusneuralgie und meine rezidivierenden Gehörgangsentzündungen dazu gekommen und ich bin bei insgesamt 30 % !!! Ich bin so geschockt, verunsichert und wütend !!! Wie kann man nur 10 % zusätzlich auf diese schweren Erkrankungen bekommen?

Also lt. Bescheid sind folgende Funktionsbeeinträchtigungen (nach § 69 Abs.1-3 SGB IX):
- psychische Störungen (Neurosen)
- wiederkehrende Reizzustände der Hüftgelenke bei Hüftfehlanlage
- wiederkehrende Reizerscheinungen bei Wirbelsäulenfehlstellung
- rezidivierende Gehörgangsentzündungen
- Gesichtsneuralgie (Trigeminusneuralgie)
- chronische Bronchitis

Beantragt hatte ich rezidiverende schwere Depressionen, Somatisierungsstörung, Migräne, Lichen ruber planus, chronisches Gehörgangsekezm, Bewegungsunruhe (Restless legs Syndrom) und Eisenmangelanämie. Sind die psychischen Störungen (Neurosen) etwa rezidivierende schwere Depressionen?

Also ich bin so fertig, dass ich gar nicht weiß, wie ich das hier formulieren soll !!!

Ich werde auf jeden Fall den Einspruch einlegen, aber ob ich das mit dem VdK tue, weiß ich noch nicht. Der VdK schrieb nämlich dazu: "Sollten Sie mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sein, könnten Sie Einspruch einlegen. Die Frist hierfür läuft am 23.05.08 ab. Bitte wenden Sie sich ggf. rechtzeitig vor Ablauf der Frist an uns. Der Fristablauf wird von uns nicht überwacht, so dass wir allenfalls auf Ihre Veranlassung hin tätig würden." WAS IST DAS ???

Ich habe den Antrag im August 2007 gestellt und dem VdK alles zur Verfügung gestellt, alle Schreiben gefertigt, die haben alles fertig übernommen. Ich bin so enttäuscht !!!

Ich wohne in Berlin. Kennt Jemand Jemanden, der erfolgreich und super den Einspruch eingelegt hat, wo ich nicht ständig hinterher laufen muss und der selbständig arbeitet und vor allem gut arbeitet?

Lieber Wolfgang, soll ich jetzt beim AA die Gleichstellung beantragen? Ich bin Angestellte im öffentlichen Dienst und mein Arbeitsverhältnis besteht.

Was würdet ihr machen ???

Ich bin über Antworten sehr glücklich !!!

Liebe Grüße von Annett

29.04.2008 14:48 • #26


Margret

Zitat:
Sollten Sie mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sein, könnten Sie Einspruch einlegen. Die Frist hierfür läuft am 23.05.08 ab. Bitte wenden Sie sich ggf. rechtzeitig vor Ablauf der Frist an uns. Der Fristablauf wird von uns nicht überwacht, so dass wir allenfalls auf Ihre Veranlassung hin tätig würden." WAS IST DAS ???


Ich glaub dir dass du zornig bist, denke aber, dass dies einfach nur die Klarstellung ist, dass sie dir dies nicht von selbst abnehmen, sondern abwarten was du möchtest und dann entsprechednd an den VdK herantrittst und ihn beauftragst.

Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen die gleichstellung zu beantragen. Achte dabei darauf dass du die Ursachen für eine Gefährdung deines Arbeitsplatzes mit der Behinderung begründest.

Gruß, Margret

29.04.2008 15:03 • #27


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Hallo Annett,

jetzt muß ich sogar mal den VdK in Schutz nehmen:

Zitat:
Sollten Sie mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sein, könnten Sie Einspruch einlegen. Die Frist hierfür läuft am 23.05.08 ab. Bitte wenden Sie sich ggf. rechtzeitig vor Ablauf der Frist an uns. Der Fristablauf wird von uns nicht überwacht, so dass wir allenfalls auf Ihre Veranlassung hin tätig würden." WAS IST DAS ???

Ich glaub dir dass du zornig bist, denke aber, dass dies einfach nur die Klarstellung ist, dass sie dir dies nicht von selbst abnehmen, sondern abwarten was du möchtest und dann entsprechednd an den VdK herantrittst und ihn beauftragst.


Es ist so, wie Margret geschrieben hat. Sie möchten von Dir wissen, was Du willst. Sie können es nicht terminlich überwachen, da ihnen dafür die Ressourcen fehlen. Ist schließlich 'ne Organsiation, die weitestgehend vom Ehrenamt lebt.

Mache also bei ihnen einen Termin aus und bespreche die Erfolgsaussichten. Beantrage gleichzeitig die Gleichstellung bei der AA, weil diese idR wesentlich schneller geht als ein Widerspruch beim Versorgungsamt. Das Eine hat auf das Andere keinerlei Einfluß, die tauschen auch keine Akten oder so aus, da die Kriterien absolut unterschiedlich sind. Was Du für den Gleichstellungsantrag benötigst, findest Du im entsprechenden Spezialthread.

Alles Gute

29.04.2008 17:15 • #28


Eini95


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Hallo Margret und hallo Wolfgang!

DANKE für eure Antworten!!!

Ich bin insgesamt enttäuscht. Das hat mit dem VdK weniger zu tun.

Meine Freundin hat mir einen Rentenberater benannt, bei dem sie alles hat machen lassen. Bei dem habe ich vorhin angerufen und er würde für mich das Widerspruchsverfahren machen. Das kostet 166 Euro. Ich wollte mir das jetzt überlegen. Zum VdK habe ich nicht mehr so viel Vertrauen. Ich hatte nämlich vom Rentenversicherungsträger eine Aufforderung bekommen, eine Kontenklärung zu machen. Ich fuhr zum VdK, es wurde von dem Anwalt schnell alles ausgefüllt, ich musste nur noch unterschreiben und für Fragen meinerseits war leider keine Zeit. Der Anwalt meinte, er mache das schon, ich brauch mir keine Sorgen zu machen. Trotzdem - es geht ja auch um meine Sachen - da hätt ich schon gern ein paar Infos. Jetzt kam jedenfalls die Kontenklärung vom Rentenversicherungsträger zurück, ich hab alles kopiert und dem VdK hingeschickt, mit der Bitte um Klärung bestimmter Punkte und um schriftliche Antwort. Gleich 1 Tag später - Brief muss gerade erst angekommen sein - rief der VdK mich an und sagte, es sei alles in Ordnung. Das wollten Sie mir mündlich mitteilen. Ich fragte daraufhin, ob ich dies noch schriftlich erhalte und der VdK meinte, nein so ginge es schneller. Ich bin da momentan sehr misstrauisch!!! Es geht hier definitiv um wichtige Sachen und um mich und da bräuchte ich schon ein verständnisvolles Gegenüber. Und das Gefühl habe ich beim VdK momentan nicht. Vielleicht täusche ich mich auch!

Wenn ich besser drauf bin, kümmer ich mich um die Gleischstellung.

DANKE euch 2 !!!

An alle im Forum: Was für Erfahrungen habt ihr mit dem VdK gemacht?

LG von Annett

29.04.2008 19:28 • #29


Eini95


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Hallo!

Ich habe jetzt mit Hilfe eines Rentenberaters Widerspruch gegen den Bescheid des Versorgungsamtes eingelegt. Ich war 90 Minuten bei ihm und wurde sehr gut beraten. Er hat sofort dieses Buch (Anhaltspunkte für die gutachterliche Tätigkeit - oder so) hervorgeholt und die einzelnen Diagnosen mit mir besprochen und gleichzeitig gesagt, wieviel % die jeweilige Krankheit hat. Heute kam der formulierte Widerspruch von dem Rentenberater per Post bei mir an und er hat einen sehr guten Einspruch geschrieben - auch super begründet. Ich habe mich viel besser als beim VdK gefühlt. Dieser Rentenberater ist mir empfohlen worden und ich bin erstmal sehr zufrieden und mache mir nicht so viel Sorgen. Ich muss ihn zwar bezahlen, aber das ist nun mal so. Das Widerspruchsverfahren kostet 166 Euro. Wenn es zur Klage kommen sollte, brauch ich es nicht bezahlen, da ich rechtschutzversichert bin. Außerdem sagte mir der Rentenberater, wenn wir mit dem Widerspruch Erfolg haben, bekomme ich meine 166 Euro wieder. Also die ganze Handhabung und Beratung bei ihm war top!!!

Sofern ich was weiß, gehts weiter hier.

LG von Annett

17.05.2008 22:22 • #30




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