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Regelmäßig duschen bei psychischen Erkrankungen für Minimalisten

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Ylva

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Ich vermute mal, dass du dich auch nicht mit täglichen To-Do-Listen herumquälst . . .

14.09.2020 11:26 • #91


maya60

maya60

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nein, pläne klappen bei kreativen chaotinnen wie mir nicht.

genauso wie einkaufszettel. ich starre nur völlig entortet drauf und werde richtig konfus.

aber viele leute arbeiten s e h r gut mit plänen und wecker-intervallen für arbeitseinheiten und ihr hirn hat damit wirklich erfolge zum abspeichern!

liebe grüße! maya

14.09.2020 11:32 • x 2 #92



Hallo maya60,

Regelmäßig duschen bei psychischen Erkrankungen für Minimalisten

x 3#3


maya60

maya60

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Minimalismus-Erfolge in Sachen Nagelpflege habe ich mir auch ausgekaspert! Dabei kenne ich 3 Problemhürden, nämlich einmal die allbekannte Schwere und Schwäche hinsichtlich der Körperpflege als depressives Symptom und nichts anderes!
Und zweitens kenne ich die depressiven Muskelverspannungen oder Gelenkschmerzen oder das Ganze altersbedingt und wenn dann auch noch die Altersweitsichtigkeit, drittens, dazukommt, also

Schwäche/Antriebsstörung
Ungelenkigkeit
Sehschwäche

Macht alles nichts, wenn man sich wie meine Freundin früher vor Corona die Nagelpflege nachhause bestellte, entweder eine medizinische oder eine kosmetische! Natürlich eine Möglichkeit! Auch dort hingehen als Wellnessprogramm ist möglich, wenn man sich dazu aufraffen kann.

Aber minimalistisch ohne diese Nagelpfleger oder die Hilfe von anderen, nahestehenden Personen, die ja auch schnell zu nah und zu peinlich wird, ist es sehr gut umsetzbar, jede Stunde mal an einem Tag oder in noch größeren Abständen sich selber einfach nur immer jeweils 1 -3 einzelne Nägel vorzunehmen und sie zu schneiden und zu feilen oder was man so macht und möchte. Spielerisch geht viel, perfektionistisch ist hierbei fehl am Platze als Depressive/r!

So gelangt man erst gar nicht an die frustige Oberhürde des Wildwuchses oder des Blutes im Schuh !

Liebe Grüße! maya60

13.04.2021 12:45 • x 2 #93


maya60

maya60

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Advents-Minimalismus

Beim Advents-Minimalismus geht es sogar um noch viel mehr als darum, die krankheitsbedingte Antriebsschwäche umzuwandeln in einen Erfolg durch Minimalismus.

Beim Advents-Minimalismus geht es überhaupt darum, ob ich den Adventszauber durch Minimalismus in mir aufsteigen und herstellen kann oder ob ich im allgemeinen Corona-Weltuntergang oder zwischen lauter Advents-Traditions-Trubel im Stress verkomme.

Dass ich, egal, wie wenig Adventszauber mir meine Familien in der Vergangenheit schenkten, trotzdem immer diese tiefe Sehnsucht in mir nach der Kinderweihnacht und dem Kinderadvent in mir durch die Jahrzehnte trug, zeigt ja, dass ich diesen Kindheitszauber, auch wenn er da draußen gar nicht stattfindet, in mir selber kenne. Was ich nicht kenne, würde ich nicht vermissen.
Von sich aus sagen einem Advents-Symbole als Kulturfremder gar nichts. Es sei denn, dieses kollektiv menschliche Wissen wohnt in uns, was damit gemeint ist.

Darum kamen meine angeheirateten irischen Familienmitglieder, die ihr irisches Weihnachten ohne Advent lieben, hier nach Deutschland in die Weihnachtsmärkte vor Jahrzehnten und sagten aus tiefstem Herzen: Ja. Das ist das Richtige! Und als ich nach einem Weihnachtfest in Irland dann wieder Weihnachten daheim blieb, sagte Schwiegermutter: Ja. Wer richtige deutsche Weihnachten kennt, will niemals woanders feiern.

RICHTIG daran erscheint ihnen die Kälte draußen, die Dunkelheit, all die Lichter darin - menschliche Urerfahrung, denn das christliche Weihnachten besetzte ja einfach heidnische Lichterfeste, die es schon lange zuvor gab in Lebensgefahr der Winterzeit in Kälte und Dunkelheit, wenn man mit den Lichterfeiern in Gemeinschaft die Überlebensgeister beschwor und die lebensfeindlichen Einflüsse hinauswarf für eine Weile des Zaubers, der Wärme in Gemeinschaft, des Beschenktwerdens damit und dabei.

Adventskranz und Weihnachtsbaum sind heidnische Sitten aus fernen Vorzeiten. Und das Wissen und das Herbeisehnen liegt genauso in uns allen tief im kollektiven Unbewussten wie auch das Erschaffen von Adventszaubern.

Denn auch wenn wir selber ganz krank und leer sind, können wir es für unsere kleinen Kinder, wir wissen, wie es geht.

Denn die Menschen erschufen diese Lichterfeste der Fülle nicht aus Reichtum, Gesundheit, Sattsein und Mangellosigkeit, sondern als Überlebenshilfe in Armut, Hunger, Kranksein, Schwachsein, Kälte, Dunkelheit und Angst.

Weil wir Menschen aber schöpferische Wesen sind, können wir uns und anderen den Adventszauber herbeibringen.

Als erschöpfte und Novemberschwache reicht da täglich ein kleiner Duft nach Advent, der Farben hat wie Advent, der Geschmack hat wie Advent, der den Zauber herbeibringt und gar nicht anstrengt. Es ist sogar Bedingung, dass er gar nicht anstrengt. Und das sich davon Erzählen ist Advent, auch hier im Forum.

27.11.2021 18:56 • x 1 #94


maya60

maya60

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Das bedeutet konkret bei mir, egal, wie ungeduscht und verschlafen und schlapp ich bin, irgendwas geht. Heute bin ich zum Beispiel aufgewacht erst um halb drei am Nachmittag und dachte geraume Zeit, ich hätte den 1. Advent fast verpennt und Sohni und Göga auch. Ich dachte, es sei schon morgen, Sonntag, und der 1. Advent hätte mich überrumpelt.

Na und?

Als ich dann mit dem Wissen, dass es doch erst Samstag ist, verschlafen nach unten stolperte, empfing mich der saubere Duft unseres gestern Abend noch vollgerumpelten Küchenbereiches, welch eine Überraschung, Sohni war fast schon fertig, die Küche duftete und glänzte mit Freiflächen und das hatte ich gar nicht erwartet, denn wir alle 3 sind derzeit schlapp und hängen viel schlapp herum und das passt so auch.

Sohni, der wusste, was gut für ihn ist, nötigte mich so erstmal zu ausgiebigsten Wiederholungen des Lobes für ihn, so wie es als Kind für ihn als Waisenhauskind zum Überleben wichtig war.
Dieses Loben und Loben machte auch meine Freude immer größer.

Und so taumelte ich vor Kaffee und Frühstück in den Keller, zog unseren total echt aussehenden großen und dichten unechten Adventskranz unter lauter Winterkleidung hervor, räumte das Couchtischchen frei und deponierte ihn dort. Auf schöner Adventsdecke. Göga assisitierte vom Sofa aus, auf dem er lag und las.

Dann fand ich noch 4 dicke rote Kerzen und entschied mit Sohni, in diesem Jahr rote und goldene Kugeln dazu zu legen (Sohni: Das ist wie Gryffindorfarben!), die roten Kerzen auf die 4 goldenen Kerzenschalen des Adventskranzes gesteckt und fertig war´s! Jedes Jahr sieht der Kranz in Kerzen- und Kugelfarben anders aus, manchmal auch ganz bunt und jede Kerze und Kugel andersfarbig oder unsymmetrisch angeordnet. Nie gleich.

Fehlt dabei nur der Tannenduft eines echten Kranzes, ja, aber alles andere ist da und die echtenTannenzweige für die Vase kaufe ich noch. Oder nicht.

So ist alles bereit und war nicht anstrengend!

27.11.2021 19:16 • x 1 #95


Hexe4269

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Das mit dem Duschen ist bei mir momentan auch schwierig…schäm…
Es fällt mir total schwer…

23.12.2021 12:28 • x 1 #96


Hexe4269

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@Ylva
Du sprichst mir aus der Seele. Ob das jemals wieder normal wird?….

23.12.2021 12:31 • x 1 #97


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Oli

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Hallo, Maya!

Herzlichen Dank für diesen Thread!
Ich bin neu hier und habe die Beiträge zum hier behandelten Thema mit Interesse gelesen.

Mir geht es so, dass ich auch den Eindruck habe, pro Tag ein bestimmtes Kraftkontingent zur Verfügung zu haben und ich mich entscheiden muss, ob ich die Wäsche von der Leine nehme oder mit meiner Tochter auf den Spielplatz gehe.

Insgesamt drehen sich meine Fragen im Moment darum, wie ich in meinen Therapien über den Punkt hinauskomme, dass ich auch von Profis Aufgaben gestellt bekomme, die mir das Gefühl verleihen, dass eine Genesung letztlich Willenssache sei.

Kürzlich habe ich in einer Therapiesitzung mein Problem der Körperpflege mit meinem Therapeuten besprochen, der es in kleinere Teilprobleme zerlegt hat bis er mir dann mitgeteilt hat, dass meine Schilderung, ich schaffe den Schritt in die Duschwanne nicht, eine Ausrede sei, denn ich sei ja nicht gehbehindert.

Da war ich einigermaßen bedient, habe ich doch bei einem Klinikaufenthalt relativ mühsam gelernt, dass der depressive Anteil in mir eben auch ein Teil von mir ist - und der gute Gründe für sein Verhalten habe.

Viele Grüße
Oli

08.01.2022 16:30 • x 2 #98


maya60

maya60

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Zitat von Oli:
Kürzlich habe ich in einer Therapiesitzung mein Problem der Körperpflege mit meinem Therapeuten besprochen, der es in kleinere Teilprobleme zerlegt hat bis er mir dann mitgeteilt hat, dass meine Schilderung, ich schaffe den Schritt in die Duschwanne nicht, eine Ausrede sei, denn ich sei ja nicht gehbehindert.

Da war ich einigermaßen bedient, habe ich doch bei einem Klinikaufenthalt relativ mühsam gelernt, dass der depressive Anteil in mir eben auch ein Teil von mir ist - und der gute Gründe für sein Verhalten habe.


Hallo Oli und Herzlich Willkommen im Forum!

Dieselben Fragen, die du hier beschreibst, würde ich genau so auch meinem Therapeuten stellen.

Liebe Grüße! maya60

08.01.2022 18:28 • #99


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Jana7

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Hallo Maya,

der Thread ist interessant. Ich habe Deinen ersten Post gelesen und habe fremde Beiträge teilweise überflogen.
Ich verstehe sehr gut, was Du da beschreibst.
Auch Oli's Beitrag vor meinem.

Mich überrascht die Aussage des Therapeuten schon - das mit der fehlenden Gehbehinderung. So stelle ich mir die Antwort von Laien vor, die noch nie (mittlere/schwere) Depressionen hatten. Und da die fast jeder im Laufe des Lebens bekommt, stelle ich mir vor, dass man diese Antwort von eher jungen Menschen befürchten müsste.

Ich verstehe auch, dass Dich Antworten von Leuten, die dieses Problem nicht haben, antworten.
Aber so ist das in Foren. Man hat ja auch ein Mitteilungsbedürfnis.

Ich persönlich spüre genau, was mir gut tut und was nicht. Wenn man um Rat fragt, ein Thema eröffnet - es besteht die Gefahr, missverstanden zu werden - auch verletzt und somit destabilisiert zu werden.
Foren haben - für mich - deutliche Schattenseiten.

Ich schreibe vllt. vor allem, weil mich eine Aussage erstaunte:
Du beschreibst die Antriebslosigkeit in Bezug auf Duschen und erwähnst irgendwann sinngemäß:
Man nimmt seine Tabletten und legt sich wieder hin.

Ich fragte mich - warum nimmt sie Tabletten, die ihr - offensichtlich - nicht helfen...
Ich bin noch nicht lange im Forum, sehe einzelne Namen häufiger auftauchen. Keinesfalls kenne ich Deine Geschichte.
Aber auch ohne sie zu kennen, ist es verwunderlich.

Man kann im Regelfall sowieso nicht zu Behandlungen gezwungen werden...
Ich selbst habe - aus gutem Grund - großen Respekt vor Medikamenten. Insbes. bei Langzeiteinnahme.
Und trotzdem - ich lese wissenschaftliche Studien. Suche im Internet, bekomme auch Newsletter über neues.

Es gibt so eine große Vielfalt verschiedener Medikamente und ich verspüre eine gewisse Neugier.
Es geht so weit über diese üblichen SSRI hinaus. Mir tun Männer leid, die es bei dieser Med.gruppe erwischt, die dauerhaft unter erektiler Dysfunktion leiden.

09.01.2022 13:10 • x 1 #100


maya60

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Zitat von Jana7:
Ich schreibe vllt. vor allem, weil mich eine Aussage erstaunte:
Du beschreibst die Antriebslosigkeit in Bezug auf Duschen und erwähnst irgendwann sinngemäß:
Man nimmt seine Tabletten und legt sich wieder hin.

Ich fragte mich - warum nimmt sie Tabletten, die ihr - offensichtlich - nicht helfen...

Doch, zu manchen schwersten Deprizeiten war die regelmäßige Medieinnahme zum Frühstück schon ein großer erfolgreicher Tagespunkt, also Aufstehen, Frühstück bereiten, essen. Das ging durch die Medieinnahme und war dann schon viel und ein erster großer Erfolg und danach war die Kraft weg und ich musste wieder ins Bett.
Und ganz langsam und stetig ließ die schwerste Phase nach immer mehr, ohne Medis undenkbar, wie ich das überlebt hätte, wiederholt und öfter im Leben.
Insgesamt sind Medis natürlich nicht alles, aber dann in diesen Zeiten ist alles nichts ohne sie bei mir.

So wie ich auch heute und immer Medikamente brauche, damit es stabil bleibt ohne Rückfall.

10.01.2022 14:11 • x 1 #101


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Oli

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Hallo, Maya,

zunächst vielen Dank für diesen Thread und das Willkommenheißen hier im Forum!

Das Problem der Körperpflege ist eines, vor dem ich bei mir immer wieder verwundert stehe. Rasieren ist bei mir oft kein Problem. Das finde ich manchmal sogar angenehm. Aber Duschen finde ich einfach nur anstrengend bis unmöglich.

Komischerweise geht es auswärts manchmal besser als zu Hause, erstrecht wenn ich in einer ebenerdigen Dusche duschen kann. Ich kann da nur den Kopf über mich schütteln, was denn an diesem Schritt in die Wanne so ein Problem für mich darstellt.

Viele Grüße
Oli

16.01.2022 16:40 • x 1 #102


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Oli

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Zitat von Jana7:
Mich überrascht die Aussage des Therapeuten schon - das mit der fehlenden Gehbehinderung. So stelle ich mir die ...

Hallo @Jana7!

Mich hat das auch überrascht, aber ich frage mich natürlich, ob an den Aussagen etwas dran ist, wenn jemand, der Heilpraktiker ist und selbst Depressionen hatte, zu solch einer Meinung kommt.

Als ich ihm berichtet habe, dass das Aufhängen von Wäsche für mich ein riesiges Problem sein kann, ich lange benötige, um anzufangen und dann immer wieder Pausen mache, in denen ich einfach nur auf dem Boden sitze und Anlauf nehme für das nächste Wäschestück, hat er geantwortet, dass er Wäscheaufhängen auch nicht möge. Ich frage mich immer wieder, wozu diese Provokation dienen sollte und ob er wirklich nur einen graduellen Unterschied sieht zwischen seiner Unlust, Wäsche aufzuhängen und meinem Riesenproblem.

Grüße
Oli

16.01.2022 17:02 • x 1 #103


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Oli

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Gestern fragte mich eine Bekannte, als ich meine Mütze auszog, ob ich Bad-Hair-Day hätte. Als ich mich heute im Spiegel gesehen habe, dachte ich, dass es wohl eher Bad-Hair -Week wäre oder gar Bad-Hair-Month.
Das war mir doch peinlich.

01.02.2022 01:06 • x 1 #104


maya60

maya60

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In besonders kraftraubenden Zeiten(-wenden) wie jetzt mit Corona, Krieg, Klimaerwärmungs-Wetterkatastrophen und deren wirtschaftlichen und psychischen Folgekosten (nicht nur finanziell gemeint), gilt es für mich, die zwar oft eine deutliche kleine Extrakraft hat, aber auch schon wieder mahnende psychosomatische Stress-Symptome, mich wieder sehr auf den Alltags-Minimalismus zu besinnen!

Weniger ist mehr!

Und die Sorgen loslassen!

Davon wieder mehr Berichte in nächster Zeit, denn ich bin wirklich gestresst, so geht es nicht weiter und die äußeren Umstände gehen aber so weiter!

09.07.2022 17:16 • x 5 #105


maya60

maya60

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Hier aus einem anderen Thema mein Beitrag kopiert, denn der ist hier im Thema fast noch wichtiger:

Bei mir ist es so, dass wenn ich so MigräneHexenschuss Auskotzdeprizeiten hab wie letzte und diese Woche, dass ich einerseits Null Kraft habe, mich auch noch schön aufzubrezeln!

ABER im Spiegel auch noch auszusehen wie das laufende Elend zieht mich ja noch mehr runter!

Darum habe ich andererseits innerhalb meiner MINIMALISMUS-Minischritte über Jahre mir nach und nach soviel schöne Kleidung, die nicht nach Schlafkleidung aussieht, aber durchaus als solche fungieren kann, zugelegt, dass ich immer gut aussehe, auch in Sachen Brillengestellefrohsinn und Haarlook

Ungeschminkt und ungeduscht und barfuß im leichten schönen bügelfreiem Sommerkleid und mit schönem Haarschnitt mit Strähnchen drin überstehen auch fettige Haare besser im Spiegellook!

12.07.2022 14:52 • x 4 #106


maya60

maya60

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Und mit dem regelmäßigen Duschen klappte es diese Woche nämlich auch nicht. . .

Zitat von maya60:
Also, diese Woche war und ist eine Durchhängewoche bei mir und ich kann nicht sagen, ob als Reisenachwirkung oder Hitzefolge oder aus beidem.
Zum Glück zeigten sich Migränesymptome nur ganz leicht im Hintergrund jetzt vorgestern, gestern und heute, glaube ich. . . , es sei denn, ich habe an den Tagen was anderes erlebt, .

Nur bleibt soviel liegen. Soviel, was eh schon immer das Nötigste ist, was ich mache.

Aber in den Stunden, wo es noch kühl genug für Garten- und Hausarbeit ist in der Früh, bin ich ein Zombie, weil ich natürlich bei der Hitze soooo früh nun auch nicht einschlafe und in den Stunden mit den angenehmeren Temperaturen einfach meinen Schlaf brauche.

Da merke ich dann einfach die schmalere Komfortzone meiner chronischen Krankheit und einfach mal raus aus meiner Komfortzone wie Jahrzehnte meines Lebens, weil ich ja sonst aus dem Alltag gefallen wäre, dazu reicht die Kraft nun im Alter nicht mehr und das rächt sich ganz furchtbar.

Also bewährte es sich diese Woche wieder, wenn Angst und Scham und Versagensgefühle aufkommen wollten vor sich türmendem Wäscheberg, vor Staub und uneingeräumter Spülmaschine, dann habe mir sofort wie früher, als ich mir das depressive Grübeln abgewöhnte, immer meine Tolkienbücher diese Woche geschnappt und mich abgelenkt und dort eingelesen oder hier im Forum gelesen und geschrieben, denn aus Krankheitsgründen musste ich ja schon lange Leistungsaspekte und inneren Frieden voneinander entkoppeln.

Denn, wenn ich sie nicht entkoppelte, lebte ich im ständigen Selbstvorwurf, in ständiger Selbstabwertung und das schwächte noch mehr und sorgte für noch mehr Krankheit und noch mehr Versagen und noch mehr Stillstand.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, diese Devise habe ich schon lange im Klo entsorgt, denn dann käme ich zu nix und ewig schlecht ginge es mir auch noch.

Gestern 16:35 • x 3 #107


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Kitten

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Liebe @maya60
Ich drück dich einfach mal!
Habe deine neuesten Beiträge im TB soeben gelesen. Vieles davon berührt mich echt gerade!

Gestern 21:51 • x 1 #108



Hallo maya60,

x 4#19


maya60

maya60

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Zitat von Kitten:
Liebe @maya60 Ich drück dich einfach mal! Habe deine neuesten Beiträge im TB soeben gelesen. Vieles davon berührt mich echt gerade! ...

Danke dir von Herzen!

Vor 49 Minuten • #109

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