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Möchte mich vorstellen

B

Birga
Gast

Hallo,
ich hoffe sehr,dass ich nicht an völlig falscher Stelle gelandet bin,um mich bei Euch vorzustellen.Mein Name ist Birga und ich habe seit ca. 25 Jahren Depressionen.Mal mehr,Mal weniger und zeitweise zusammen mit Panikattacken.Zur Zeit bin ich krank geschrieben,da es mir aktuell sehr schlecht geht.Ich würde mich sehr über einen Austausch mit anderen Menschen (die selbst wissen,wie schlimm diese Erkrankung ist) austauschen zu können.
Liebe Grüße,Birga

x 9 #1


41 Antworten ↓
Pilsum

Pilsum
Mitglied

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Hallo Birga,

Zitat von Birga:
Im Moment weiß ich nicht mehr weiter. Gedanken lassen sich nicht abschalten und seit Jahren ist plötzlich die Angst wieder da.


Deine Aussage habe ich mal in Dein Vorstellungsthema hinüber gezogen.

Da Du manchmal das Gefühl hast, Du kannst nicht mehr abschalten, füge ich hier einmal einen Text von mir ein.

Vielleicht kann Dir diese Sichtweise ein wenig helfen, zu verstehen, wie Du möglicherweise doch besser
lernen kannst "abzuschalten".

Viele Grüße

Bernhard




Ängste und Panikattacken belasten sehr, sehr viele Menschen.
Das führt dazu, dass immer wieder eine der häufigsten Fragen gestellt wird.

Wie stoppe ich das Gedankenkreisen?

Um sich diesem Thema zu nähern, ist es wichtig, zuerst einmal zu verstehen, was
in unserem Gehirn passiert. Wie wir denken und wie wir das Gedankenkreisen
nach und nach stoppen können.

Wir denken immer gleichzeitig mit zwei Bereichen in unserem Kopf.

Das ist einmal unser Unterbewusstsein. Das unterbewusste Denken
Und zum anderen unser Bewusstsein. Das bewusste Denken.
Das erste Wichtige ist.
Unser Unterbewusstsein denkt rasend schnell. Man hat oft das Gefühl, man kann
die Gedanken nicht festhalten.
In unserem Unterbewusstsein entstehen auch unsere Gefühle.
Und somit auch die uns so sehr belastenden Ängste.

Unser Unterbewusstsein kann aber nicht logisch denken.
Deswegen kann es auch keine Entscheidungen treffen.

Und das ist der Grund, warum dort sehr leicht das Gedankenkarussell entsteht.
Und weil das Unterbewusstsein nicht logisch denken kann, sagen viele
Menschen auch oft. Ich weiß, dass es so ist. Ich verstehe es aber nicht.

Unser Unterbewusstsein kann nicht logisch denken und keine Entscheidungen treffen.
Für Logik und Probleme lösen, also für Entscheidungen, haben wir einen ganz
wichtigen zweiten Bereich.
Das ist unser Bewusstsein.
Unser Bewusstsein denkt leider nur extrem langsam, oft wie in Zeitlupe.
Vielleicht ist das auch ein Grund, warum die meisten Menschen lieber viel mehr
fast nur mit ihrem Unterbewusstsein denken. Das geht viel schneller.
Leider sind die Denkergebnisse oft so, dass man immer unzufriedener wird und
auch, dass man seine Ängste nicht verstehen kann und sie auch kaum stoppen kann.

Damit wir im Alltag überhaupt klarkommen, denken wir überwiegend unbewusst und immer nur ein wenig bewusst.
Nur unser Unterbewusstsein kann schnell genug steuern, dass wir beim Gehen nicht umfallen.
Und nur unser Unterbewusstsein kann schnell genug steuern, bei Gefahr richtig zu reagieren.
Nur unser Unterbewusstsein ermöglicht es, das wir lesen können. Wir erkennen unbewusst sofort, was Schrift ist,
was deutsche Schrift ist, welche Bedeutung die Schrift hat, usw.
Unser unbewusstes Denken erledigt somit das Meiste täglich ohne das wir etwas dazutun müssen.
Schwierig wird es für uns, wenn wir glauben, mit unserem unterbewussten Denken
ausreichend alles zu haben um gesund und zufrieden zu sein. Das ist leider
nicht der Fall.

Auf unser unterbewusstes Denken haben wir nur einen sehr begrenzten Einfluss.

Echte Ruhe im Kopf und wirkliche Zufriedenheit, stellt vor allem unser bewusstes
Denken her.
Nun ist das Bewusstsein nur zu einem sehr geringen Teil an unserem alltäglichen
Denken beteiligt.
Zum einen, weil es viel zu langsam denkt.
Und zum anderen, weil wir nicht immer alles neu denken wollen und auch nicht ständig
das durchdenken wollen, was wir ja schon wissen.


Das Bewusstsein hat aber einen besonders großen Vorteil.
Es kann beobachten und teilweise beeinflussen, wie viele Gedanken gleichzeitig aus
dem Unterbewusstsein herausfließen.
Zum Stoppen des Gedankenkreisen, ist das ganz entscheidend.
Und das bewusste Denken kann uns helfen, eine Vorstellung davon zu entwickeln,
wer wir als Mensch sind. Und auch was wir für uns erreichen möchten.
Im „Hier und Jetzt“ sein und „Achtsamkeit leben“ und auch Ruhe im Kopf erzeugen“,
kann man nur mit bewusstem Denken erreichen.

Wie bereits gesagt, entstehen unsere belastenden Ängste in unserem Unterbewusstsein.
Unser Unterbewusstsein kann aber selbst nicht verstehen, ob eine Angst
hilfreich und sinnvoll ist. Nur bewusst denkend kannst Du verstehen, ob eine Angst
wichtig, hilfreich und zu Recht besteht.
Überprüft man das nicht immer wieder mal mit seinem bewussten Denken, kann man
sehr schnell in die Falle geraten. Diese Falle nennen wir „Das Gedankenkreisen“.
Viele Fragen sich oft.
Wie schaffe ich es denn, mehr bewusst zu denken.
Am besten geht das durch Schreiben.

Wer schreibt aktiviert sein bewusstes, langsames Denken. Beim Schreiben wird
fast jeder zumindest ein wenig zur Ruhe kommen. Und Panikattacken werden
kaum auftreten, wenn man etwas aufschreibt. Wer sein bewusstes Denken mit
aufschreiben aktivieren kann, der kann es mit der Zeit auch lernen, sein bewusstes
Denken ohne etwas aufzuschreiben in Bewegung zu setzen.

Die meisten kennen es. Panikattacken treten besonders dann auf, wenn Ruhe
einkehrt. In diesen Momenten erlaubt man seinem bewussten Denken eine
Pause einzulegen. Man glaubt, man schaltet ab.

Auf diesen Moment hat das Unterbewusstsein nur gewartet. Es arbeitet natürlich
weiter und verunsichert uns häufig mit vielen Gedanken und Ängsten.
Das hält so lange an, bis wir wieder mit bewussten Gedanken unserem Unterbewusstsein sagen, dass es uns
im Moment nicht mit belastenden Gedanken und negativen Gefühlen belasten soll.
Wir selbst können und sollten möglichst immer bewusst entscheiden, wann uns unser
unterbewusstes Denken belasten darf.

Viele Menschen versuchen sich mit etwas abzulenken. Dies hilft natürlich kaum.
Denn wenn man seine bewussten Gedanken nicht mehr auf ein anderes Thema
ablenkt, fällt man meistens gleich wieder in das angstbesetzte unterbewusste
Denken zurück. Außerdem kann man sich ja nicht den ganzen Tag ablenken.

Mit bewusstem Denken kann man auch die Angst vor ernsten Krankheiten stoppen.

Und mit einiger Übung kann man damit auch ruhiger schlafen lernen und
eventuell auch unangenehme Träume nach und nach abschwächen.

22.11.2023 17:28 • x 1 #42


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Hallo Birga,

Möchte mich vorstellen

x 3#3


S

Stik
Gast

Zitat von Lost111:
Was heißt schon "eingestellt". Ich habe in meinem bisherigen Leben auch schon viel erleben müssen. Gutes wie Schlechtes.

Ja, natürlich. Das ist richtig. Ein erster Hinweis, dass ich etwas möchte und nicht erst frage, wie erging es Dir?

Meine Freunde und Freundinnen in meinem Leben waren fast immer beeinträchtigt durch ihr Leben.
Wir zogen uns an.

Das war aber Damals.

Ohne Internet, Smartphone etc.

Da gab es diese Komunikation wie jetzt mit Dir noch nicht.
Und mir persönlich wäre es jetzt auch lieber, wir würden in einem Park auf einer Parkbank sitzen und miteinander reden, als hier diese Buchstaben zu tippen.

Da Du aber auch nicht mehr ganz jung bist, hoffe ich Du verstehst mich.

Zitat von Lost111:
Das verstehe ich. Aber im www ist das so. Natürlich kannst du nie wissen, ob ich ein "fake" bin. Aber ich denke, da ich jetzt über 3 Jahre hier bin, sollte zeigen, dass ich doch ein echter Mensch bin. Wenn du verstehst, was ich damit meine.


Ich verstehe was Du meinst.
Aber Menschen wie ich sitzen lieber im Park.

Stik

24.10.2023 01:59 • x 1 #25


Zum Beitrag im Thema ↓

Alle Antworten:


A
Liebe @Birga ,
willkommen im Forum! Schön, dass du hierhergefunden hast!
Liebe Grüße!
Anchi

x 1 #2


Mira13
Herzlich Willkommen @Birga
Ich wünsche dir ein gutes Einfinden und Hilfe 💐

x 2 #3


B
Vielen Dank, für die lieben Begrüßungen.

x 1 #4


111Sternchen222
Herzlich willkommen hier im Forum! Den Austausch den du suchst, findest du bestimmt!
LG Sternchen

x 2 #5


R
Auch von mir ein herzliches Willkommen. 🌷

x 2 #6


aurora333
Auch ich möchte mich dem Willkommensgruss anschliessen. Bestimmt kannst Du von den vielen Möglichkeiten hier mit Deinesgleichen in Kontakt zu kommen profitieren. Viel Erfolg dabei !

x 2 #7


B
Vielen lieben Dank,an Euch.
Nun belastet mich zur Zeit so viel...das ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll...ich glaube das Gefühl, wie gelähmt, sprachlos zu sein, kennen viele von Euch.Ich werde mit Sicherheit erst einmal vieles hier lesen.
Vielen Dank für die liebe Aufnahme Glücklich
Tut schon Mal sehr gut.
L.G.Birga

x 2 #8


S
Guten Abend,

ich habe mich gerade angemeldet.
Ich nenne mich hier Stik (war mal ein Freund aus Norwegen).

Es ist etwas ungewöhnlich für mich, dass ich hier schreibe.
Es ist in dieser Bereitschaft das erste Mal.
Was ich eventuell zu schreiben habe ist nicht angenehm.

Ich komme aus Norddeutschland, bin über 60 Jahre alt (unglaublich) und lebe...ja wie..später schreibe ich vielleicht.

Ich weiß nicht, wie lange ich hier schreiben kann, da ich nicht weiß, wer hier ist und wie man hier ist.

Das " LG Lost111 " so schnell geantwortet hat, hat mich sehr gefreut.

Stik

x 3 #9


Lost111
Zitat von Stik:
Es ist etwas ungewöhnlich für mich, dass ich hier schreibe.
Es ist in dieser Bereitschaft das erste Mal.
Was ich eventuell zu schreiben habe ist nicht angenehm.

Du warst also nie in einem Forum unterwegs? Ist doch ok. Schau dich um, komm in Ruhe an.
Weißt du, wir haben alle unser "Päckchen" zu tragen hier. Von daher kannst du hier loswerden, was dich belastet/beschäftigt.
Aber eins nach dem anderen.

Zitat von Stik:
Ich weiß nicht, wie lange ich hier schreiben kann, da ich nicht weiß, wer hier ist und wie man hier ist.

Sei einfach "du". So, wie du bist.

Zitat von Stik:
Das " LG Lost111 " so schnell geantwortet hat, hat mich sehr gefreut.

Nichts zu danken...

x 2 #10


S
Zitat von Lost111:
LG Lost111


Liebe Lost111,

vielen Dank 👍

Ja, ich würde gerne "ankommen".

aber mein Hindernis ist, ich möchte nirgend wo mehr sein.

Ich weiß, wie widersprüchlich das ist.

Nur, ich bin, glaube ich jedenfalls, schon zu lange zu krank.

Dazu den Umgang mit anderen Menschen nicht mehr gewohnt,

Deshalb bemühe ich mich, hier nicht gleich negativ aufzufallen.

Es soll auch nicht ignorant wirken, wenn ich mir vorher hier nichts von anderen Usern durchgelesen habe.

Das liegt daran, ich musste mich selbst erstmal zusammenreissen, um hier selbst etwas zu verfassen.

Denn ich meine, ich kann überhaupt nach der langen Zeit so etwas wie Hilfe gar nicht mehr annehmen.

Wenn mich also jemand fragt, "was willst du denn hier" - dann habe ich nur die Antwort: "Ist richtig, ich gehöre nirgend wo mehr hin".


@ Lost111 Du weißt gar nicht, wie ich mich gefreut habe für deine Antworten

Lieben Gruß
Stik

x 2 #11


Lost111
Zitat von Stik:
Ja, ich würde gerne "ankommen".

aber mein Hindernis ist, ich möchte nirgend wo mehr sein.

Ich weiß, wie widersprüchlich das ist.

Wenn du "nirgendwo mehr sein möchtest" hättest du dich hier nicht angemeldet. zwinkern

Zitat von Stik:
Nur, ich bin, glaube ich jedenfalls, schon zu lange zu krank.

Dazu den Umgang mit anderen Menschen nicht mehr gewohnt,

Deshalb bemühe ich mich, hier nicht gleich negativ aufzufallen.

Wie gesagt, jeder User hier hat seine ganz eigene Geschichte. Und Viele hier sicherlich nicht erst "seit gestern".
Inwiefern solltest du denn "negativ auffallen"? Sei authentisch, du selbst.

Zitat von Stik:

Denn ich meine, ich kann überhaupt nach der langen Zeit so etwas wie Hilfe gar nicht mehr annehmen.

Wenn mich also jemand fragt, "was willst du denn hier" - dann habe ich nur die Antwort: "Ist richtig, ich gehöre nirgend wo mehr hin".

Woher willst du das denn vorher wissen? Du bist ja gerade mal 2 Stunden hier angemeldet.
Wie gesagt, schau erstmal rum und komm gut an. Alles andere ergibt sich.

x 1 #12


S
@Lost111

Ist für Dich, aber natürlich auch allgemein.

Zitat von Lost111:
Woher willst du das denn vorher wissen? Du bist ja gerade mal 2 Stunden hier angemeldet.


Ich habe schon zu viele Erfahrungen gemacht und habe keine Hoffnung mehr, den Weg nach Draußen zu finden.

Ich kann nicht irgendwo hingehen und sagen: "Hey, hilf mir, ich kann nicht mehr lange".

Ich sage ja, es ist widersprüchlich da ich jetzt mich hier angemeldet habe.

Denn trotzdem hoffe ich irgendwo, dass mich jemand versteht. Auch wenn er mitbekommt, wie sinnlos es mit mir ist, weil ich zu viel erlebt habe.

Aber allein dieser kurzer Austausch mit dir hat mir Mut gemacht zu antworten.

Lieben Gruß
Stik

x 2 #13


Lost111
Zitat von Stik:
Ich kann nicht irgendwo hingehen und sagen: "Hey, hilf mir, ich kann nicht mehr lange".

Wie meinst du das jetzt? Hast du jemals professionelle Hilfe in Anspruch genommen? Und wenn ja, hat das nichts geholfen? Entschuldige, wenn das zu privat sein sollte, so musst du das natürlich nicht beantworten.

Zitat von Stik:
Denn trotzdem hoffe ich irgendwo, dass mich jemand versteht. Auch wenn er mitbekommt, wie sinnlos es mit mir ist, weil ich zu viel erlebt habe.

Je älter wir werden, desto mehr "erleben" wir. Und das ist nicht immer positiv.
Obwohl ich nicht glaube, dass es mit dir "sinnlos ist". OK, ich kenne dich nicht. Aber du scheinst eine ehrliche Haut zu sein. Das ist mein erster Eindruck von dir.

Zitat von Stik:
Aber allein dieser kurzer Austausch mit dir hat mir Mut gemacht zu antworten.

Danke. verlegen Du kannst dich ganz offen mit allen Usern austauschen. Du wirst gesehen und gehört! Nur Mut!

x 2 #14


A


Hallo Birga,

x 4#15


S
Zitat von Lost111:
Wie meinst du das jetzt? Hast du jemals professionelle Hilfe in Anspruch genommen? Und wenn ja, hat das nichts geholfen? Entschuldige, wenn das zu privat sein sollte, so musst du das natürlich nicht beantworten.

Danke dir sehr, dass du noch wach bist und mir antwortest Smile
Vielleicht bin ich noch länger hier und werde auch gerne auch Privates schreiben.

"professionelle Hilfe" - Oh ja. Ich könnte darüber einiges schreiben und vielleicht (natürlich nur vielleicht) würde man (du/andere) verstehen, was es auch Gegenteiliges bewirkt.

Frag mich ruhig. Ich bin hier. (kann eh nicht schlafen)

Vielen Dank
Stik

x 2 #15

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