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Mir gehts nur gut, wenn es Dir gut geht! Wie abgrenzen?

Blume71
Hallo,

mich beschäftigt etwas:

Neulich hatte ich ein Gespräch mit einer Bekannten, welche 8 Wochen in einer psychosomatischen Klinik war.
Sie sagte, sie habe dort sehr viel Material mitgebracht, zB das 12 Punkteprogramm .
Alles bzw. vieles würde auf sie zutreffen, z.B. die Co-Abhängigkeit.

Menschen mit Co-Abhängigkeit würden nach den Grundsatz leben:

Wenn es Dir gut geht, geht es mir auch gut (hoffentlich richtig wieder gegeben)

Ich muss sagen, das hat total bei mir angedockt.

Ich erlebe es ganz oft (vor allem bei meiner Tochter), dass mein Gefühlsleben davon beeinflusst wird, wie es mir nahestehenden Personen geht.

Ich leide sozusagen mit, so als wäre es mein Leid.

Sicher ist Abgrenzung da die Lösung. Theoretisch weiß ich das, aber wie setze ich es praktisch um?

Indem ich mir sage: "Das ist Dein Leben und das ist meins" - mir sozusagen geistig innerlich eine Wand aufbaue?

Vielleicht sollte meine Frage lauten:
Wie grenze ich mich richtig ab?
Wie macht Ihr das? (in der Praxis)

Bei sich bleiben, ist sicher die Lösung, aber wie?

Bei Arbeitskollegen gelingt mir das, aber bei nahestehenden Personen gerate ich doch an meine persönlichen Grenzen, d. h. meine eigenen Grenzen sind nicht klar.

Vllt. ist das bei der Tochter auch noch einmal ein anderes Thema. Aber ich frage mich, wie ich Kraft haben soll, wenn ich jedes Leid zu meinem mache - das zehrt. Lieber wäre ich die ruhige Person im Hintergrund, die vermittelt: Das wird schon wieder - und das auch glaubt.

Es wäre schön, wenn mir jemand Nachhilfeunterricht bei dem Thema Abgrenzung gäbe!

Vielen Dank!

Blume!

04.07.2019 14:34 • x 5 #1


maya60
Liebe Blume, mein "inneres Kind" grüßt dich und fragt höflich an, wie viele Tage Zeit du hättest zum Lesen seiner Antwort. Ein ganz fettes zentrales Thema in Sachen innerer Familienaufträge!
Aber nicht mehr heute, heute war das Ärztethema schon genug für´s maya-Kindlein und für mich selbst, was dem "inneren Kind" dazu schon alles einfällt, oh ja!

Liebe Grüße! maya

04.07.2019 14:47 • x 2 #2


Blume71
Liebe Maya!

Ich mag Dich - das musste jetzt mal raus

Lass Dir Zeit und schreibe, wenn Dir danach ist. Ich finde klasse, wie Du für Dich sorgst!

Die Antwort läuft nicht davon.

Gutes Ausruhen!

04.07.2019 15:01 • x 2 #3


maya60
Zitat von Blume71:
Liebe Maya!

Ich mag Dich - das musste jetzt mal raus

Lass Dir Zeit und schreibe, wenn Dir danach ist. Ich finde klasse, wie Du für Dich sorgst!

Die Antwort läuft nicht davon.

Gutes Ausruhen!


dito

04.07.2019 15:02 • x 1 #4


Mayke1
Liebe Blume, dein Thema ist absolut auch meines!
Ich blicke zurück auf die vielen Wochen, die unsere Tochter nun bei uns wohnt, und kann sagen, dass ich bei jeder ! Begegnung sofort versuche, ihr Befinden zu erfassen. Geht es S. gut, bin auch ich heiter, fast ausgelassen und glücklich. Aber wehe, es liegt Kummer an!
Je näher mir die Person steht, desto stärker reagiere ich.
Meist bekomme ich auch Angst vor dem nächsten Zusammentreffen oder ich gehe ihm aus dem Weg. So habe ich schon vor Jahren mit meinen Eltern reagiert.
Ich glaube, in diesem Thread kommen noch viele Beiträge zusammen!

04.07.2019 15:17 • x 2 #5


ZeroOne
Hi zusammen!

Mich persönlich tangiert dieses Thema nicht, habe es im Rahmen einer Gruppentherapie bei anderen jedoch schon mit erarbeiten dürfen.

Ausgenommen von Co-Abhängigkeiten, wie sie z.B. bei Alk., chronischen Erkrankungen von Angehörigen, etc. vorkommen können, war dabei eine zentrale Aussage, dass eine Co-Abhängigkeit häufig auch ein Selbstschutzmechanismus sein kann. Selbstschutz dahingehend, dass man sich nicht an seine eigenen Probleme herantraut. Sich also bewusst die Probleme eines anderen (nahestehenden) zu eigen machen, um sich nicht mit seinen eigenen auseinandersetzen zu müssen, oder diese herunterstufen zu können.

Vielleicht kann ja auch ein Blick in diese Richtung den Horizont erweitern? Falls nicht, einfach vergessen. Wie gesagt: das Thema ist nicht meine "Kernkompetenz".

LG
ZeroOne

05.07.2019 13:36 • x 3 #6


maya60
Hallo Blume, ich weiß nicht, wie ich erkennen kann, wo die Grenzen von "normalen" Mitfühlgrenzen gegenüber Angehörigen sind. Wenn ich die ganzen Helikoptereltern heute sehe und dass Kinder solch ein Statusprojekt für die Eltern geworden sind, dass jeder Pups begleitet und problematisiert wird, dann sehe ich nirgendwo die "ruhig begleitenden" Eltern.

Die waren zum Teil noch viel durchgedrehter als ich und zwar bei Lapalien oder bei unglaublich forderndem Zeug: Bitte ebnen sie den Garten des Kindergartens ein, meine Tochter ist dreimal gestolpert. Hä?

Da würde ich an deiner Stelle mal meine Therapeutin fragen oder gibt es da klare Richtlinien in den Unterlagen deiner Freundin dazu?

Ich bin in meiner Kindheit ja sozusagen drauf gedrillt worden, für alle Ängste und Sorgen der ganzen Familie persönlich zuständig zu sein und jede kleinste Regung sicherheitshalber rechtzeitig mitzukriegen und zu besänftigen, damit nicht ein Donnerwetter sondergleichen von meiner Mutter losbrach.

Also, ich bin vollgesaugt von Mitfühlen und kann mich so in Konflikte meines Sohnes innerlich reinsteigern als ginge es um den Weltuntergang. Was mir aber denn doch auch wieder Abstand gibt, ist, dass mein "inneres Kind" gleichzeitig innerlich genervt und bockig reagiert: "Schon wieder einer, den ich retten soll!" Und diese beiden Emotionen sind gleich stark und zügeln sich gegenseitig, so dass am Ende dann doch was weniger Dramatisches rauskommt.

Diese Mischung hat glaube ich gemacht, dass unser Sohn doch recht selbständig und angstfrei wurde.

Bist du vielleicht auch gleichzeitig genervt wie auch mitfühlend? Die beiden Seiten einigen sich dann schon!

05.07.2019 13:59 • x 3 #7


Blume71
Guten Nachmittag,

Zitat von maya60:
Bist du vielleicht auch gleichzeitig genervt wie auch mitfühlend? Die beiden Seiten einigen sich dann schon!


Maya, Du sprichst mir ja so aus der Seele! Genauso ist es. Obwohl mir das Genervtsein auch schon mal ein schlechtes Gewissen beschert.

Zitat von ZeroOne:
dass eine Co-Abhängigkeit häufig auch ein Selbstschutzmechanismus sein kann. Selbstschutz dahingehend, dass man sich nicht an seine eigenen Probleme herantraut. Sich also bewusst die Probleme eines anderen (nahestehenden) zu eigen machen, um sich nicht mit seinen eigenen auseinandersetzen zu müssen, oder diese herunterstufen zu können.


Danke Dir für diesen Hinweis @ZeroOne
Dieses Thema hatten wir neulich. Bei einer Freundin ist mir aufgefallen, dass sie sich sehr sehr um andere bemüht, sobald es diesen schlecht geht. Mein Gegenüber sagte dann, dass sie bei sich selbst aber gar nicht richtig hingucken würde und es geht ihr gerade selbst gar nicht gut.

Wir hatten dann auch die Vermutung, dass es Ihr vllt. zu weh tut. Meinen Eindruck nach, geschieht dies aber bei meiner Freundin unbewusst und nicht bewusst, wie Du es beschrieben hast.

Wenn ich mich jetzt reflektiere, glaube ich nicht, dass ich ein Helfersyndrom habe bzw. habe ich schon imens dazu gelernt.

Danke Dir @Maya für den Tipp. Ich werde meine Thera auch noch einmal auf dieses Thema ansprechen

Eine große Portion Mitgefühl, welche nicht in Mitleid endet, das wäre wünschenswert!

Danke für Eure Rückmeldungen!

05.07.2019 14:49 • x 1 #8


maya60
Hallo Blume, ich hatte auch immer ein schlechtes Gewissen, wie sehr mir mein Sohn auf den Nerv ging. Aber jetzt, in deinem Thema, habe ich was dazugelernt: Das war unterm Strich ein wichtiges Korrektiv wie auch das zu große Mitleiden ein Korrektiv für die Genervtheit war. Die machten das schon gut miteinander aus.
Nachdem ich mein inneres Kind entdeckt hatte, war ich eh über mein Genervtsein nicht mehr irritiert, aus seiner Sicht war das mehr als klar. Mein inneres Kind hatte eine klare Einstellung: Familie saugt dich immer aus, halt dich davon fern.

Aber ich habe auch von vielen anderen Müttern, die ihr ganzes vorheriges Leben durch ihre Kinder verloren haben und nun zwischen Windeln und Sandeimern Aggressionen hatten, ähnliches gehört: Wieso hat mir niemand gesagt, wie langweilig und nervig das Ganze ist und dass ich dauermüde sein werde und selber nur noch auf Vorschulebene denke?

Darüber machen sie sich auch Schuldgefühle, finden aber ihr Genervtsein auch berechtigt und sind trotzdem Helikoptermütter! Also, das Muttersein in D ist sowieso irgendwie eine total neurotische Geschichte, wenn du mich fragst!


Liebe Grüße! maya

05.07.2019 15:02 • x 2 #9


Blume71
Hallo,

Zitat von maya60:
Also, das Muttersein in D ist sowieso irgendwie eine total neurotische Geschichte, wenn du mich fragst!


Ich glaub, ich weiß was Du meinst und man muss so aufpassen, dass man nicht mit hinein gerät in diesen Strudel. Aber ganz ehrlich? Wäre ich nicht krank geworden, würde mich diese Thema noch mal ganz anders tangieren.
Erst durch mein BO habe ich gelernt auf mich zu achten und meine Grenzen zu wahren, bzw. erst einmal kennen zu lernen.

Um mich herum sind noch so viele Mütter, die alles höher, weiter, besser machen wollen. Da sind mir die doppelt symphatisch, die am Boden geblieben sind und ich hoffe, dass ich mir das immer wieder selbst sage.

Kinder sind heute leider zu einem Statussymbol geworden.
Kinder sind aber sie selbst und nicht auf der Welt um allen zu zeigen, wie toll ihre Mama oder ihr Papa KInder erziehen können. Sie haben ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse und sind nicht auf der Welt um für die Eltern irgend etwas zu kompensieren.

So, jetzt schweife ich in meinem eigenen Thema ab

Nochmal zurück, zur Ausgangsfrage:
Wenn meine Kleine nachts Beinweh hatte, oder von anderen Kindern ausgeschlossen wird, merke ich , dass es mich mit belastet, dass dann die Sonne nicht mehr ganz so hell strahlt, wie an anderen Tagen.
Wenn sie aber stattdessen ganz selbstversunken ins Spiel vertieft ist und laut dabei vor sich hinsingt, gehts mir auch gut.
Ich denke, ein Stück weit kennt das fast jedes Elternteil.

Ich werde das noch einmal mit meiner Thera besprechen, vielleicht bin auch mal wieder an einer Stelle unsicher, wo ich es gar nicht bräuchte.

Danke Euch

05.07.2019 15:14 • x 2 #10


ZeroOne
Hi Blume!

Zitat von Blume71:
Wir hatten dann auch die Vermutung, dass es Ihr vllt. zu weh tut. Meinen Eindruck nach, geschieht dies aber bei meiner Freundin unbewusst und nicht bewusst, wie Du es beschrieben hast.


Uuuuupppps! Sorry! Fehler g'macht!

Ich meinte natürlich unbewusst! Bewusst würde ja gar keinen Sinn machen! Ausgerechnet an einer Stelle geistig abwesend gewesen und verschrieben, wo´s wichtig gewesen wäre. Nochmals Sorry!

LG
ZeroOne

05.07.2019 15:43 • x 1 #11


Jedi
Hallo Blume71 !

Zitat von ZeroOne:
das Thema ist nicht meine "Kernkompetenz".

Auch wenn dies nicht seine Kernkompetenz ist, doch mit dem, was er in seinen Beitrag beschrieben hat,
hat er aber den Kern richtig benannt,
Zitat von ZeroOne:
Selbstschutzmechanismus

Zitat von ZeroOne:
dass man sich nicht an seine eigenen Probleme herantraut.

Zitat von ZeroOne:
also bewusst die Probleme eines anderen (nahestehenden) zu eigen machen, um sich nicht mit seinen eigenen auseinandersetzen zu müssen,
oder diese herunterstufen zu können.

Zitat von Blume71:
Menschen mit Co-Abhängigkeit würden nach den Grundsatz leben:

Wenn es Dir gut geht, geht es mir auch gut

Ja u. dieser Logig folgend, halten sie oft den Abhängigen in seine Sucht, weiter in seiner Abhängigkeit !
Oft ist dem Co-Abhängigen klar, dass es dem Abhängigen nicht gut in seiner Abhängigkeit geht, also müsste es ihnen selbst dann ja auch nicht gut gehen, wenn der Satz stimmt, "geht es dir gut, dann geht es mir auch gut" !
Aber da setzt bei dem CO-Abhängigen die Verschiebung von der Realität ein.
Meist erschaffen sich CO-Abhängige von ihrem Menschen, der in der Abhängigkeit sich befindet, ein eigenes Bild von diesem Menschen u. von ihrem eigenen, bzw. gemeinsamen Leben.
Dabei wird die Abhängigkeit verklärt, es wird sich die Vorstellung erschaffen, dass das alles doch gar nicht so schlimm ist u. die schwüre des Abhängigen, bald aufhören zu können, mit der Sucht, nährt diese falsche Vorstellung.
ZeroOne hat es richtig benannt,
Zitat von ZeroOne:
Sich also bewusst die Probleme eines anderen (nahestehenden) zu eigen machen, um sich nicht mit seinen eigenen auseinandersetzen zu müssen,

Das bedeutet, Ablenkung von den Tatsachen, Verdrängen der Realitäten, Verschiebung von Wahrheiten !

Und so ist dieser Satz, "Geht es dir gut, dann geht es mir auch gut", so falsch, wie er nur falsch sein kann, denn einem Abhängigen geht es nicht gut, sonst wäre er nicht abhängig, weil er damit ja etwas kompensiert.
So unternehmen eine ganze Reihe von CO-Abhängige, oft über Jahre hinweg alles, um es dem Abhängigen "Partner" ? u. sich es angenehm zu machen, um das eigene Gefühl, des Wertvollseins u. der heilen Welt nach außen damit zu dokumentieren.
Für den Abhängigen ist es eher ein Fluch, denn so kann seine Sucht sich immer weiter steigern u. verfestigen.
Doch je früher ein Abhängiger den Weg zur Hilfe findet, umso eher die Chance, von der Sucht wegzukommen u. ein Selbstbestimmtes Leben zu führen.
Wer süchtig u. damit abhängig ist, lebt nicht Selbstbestimmt, somdern er wird vondem, was ihn abhängig gemacht hat beherrscht.

Zitat von Blume71:
Ich leide sozusagen mit, so als wäre es mein Leid.

Damit hilfst du niemanden, auch nicht deiner Tochter, sondern damit lernt deine Tochter, sich mit dem Leid zu identifizieren.
denn ein Kind spürt, dass wenn Mutter auch leidet, dass dies Leid eine Wichtigkeit hat.
Zitat von Blume71:
Indem ich mir sage: "Das ist Dein Leben und das ist meins" - mir sozusagen geistig innerlich eine Wand aufbaue?

Du brauchst dir keine Wand aufzubauen, so ist es !
Jeder hat sein Leben u. es gibt keine Verschmelzung.
So ist es auch mit den eigenen Kindern, sie haben ihr Leben u. wir Eltern, versuchen sie durch unsere Erziehung, zu lenenstüchtigen, mal Erwachsenen Menschen zu machen.
Menschen, die für sich einstehen werden, die mit Krisen umgehen können, die ein Ur- Vertrauen in sich tragen, die Scheitern aushalten können, uvm. !
Zitat von Blume71:
Ich erlebe es ganz oft (vor allem bei meiner Tochter), dass mein Gefühlsleben davon beeinflusst wird, wie es mir nahestehenden Personen geht.

Das hat für mich etwas mit eigenen Grenzen nicht kennen zu tun.
Es ist eine schöne Charakterliche Eigenschaft von dir, dass dir andere Menschen u. wie es ihnen geht nicht egal ist, aber du solltest da auch deine Grenzen kennen u. wo das Mitgefühl hilfreicher sein kann, wie das Mit-Leiden.
Zitat von Blume71:
Vielleicht sollte meine Frage lauten:
Wie grenze ich mich richtig ab?

Die Frage ist richtig gestellt Blume !
Davon habe ich gerade geschrieben !
Zitat von Blume71:
Wie macht Ihr das?

Sich bewusst machen, "Was gehört davon zu mir, was gehört davon zu dem Anderen " !
Zitat von Blume71:
Bei sich bleiben, ist sicher die Lösung, aber wie?

Allein durch die Bewusstmachung !
Zitat von Blume71:
Aber ich frage mich, wie ich Kraft haben soll, wenn ich jedes Leid zu meinem mache - das zehrt.

Das verstehe ich gut u. damit raubst du dir sehr viel Energie, die dir woanders fehlen wird.

LG Jedi

05.07.2019 15:49 • x 3 #12


ZeroOne
Zitat von maya60:
Also, das Muttersein in D ist sowieso irgendwie eine total neurotische Geschichte, wenn du mich fragst!


Der war gut, Maya! Ich konnte herzlich lachen!

Aber ich würde eher sagen psychotisch - nicht neurotisch! Denn ich glaube, die meisten Mütter (und auch Väter) steuern gnadenlos an der Realität vorbei, denken sie wären die Übereltern und haben keinerlei Einsicht, was wirklich gut für den Nachwuchs wäre.

LG
ZeroOne

05.07.2019 15:53 • x 2 #13


Jedi
Zitat von ZeroOne:
steuern gnadenlos an der Realität vorbei, denken sie wären die Übereltern

Ja ZeroOne, "Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht" !

05.07.2019 16:04 • x 2 #14


maya60
Zero, ist das nicht irgendwas Zwangsneurotisches, dieser außer Rand und Band geratene selbstwertentscheidende Perfektionismus der Helikoptereltern? Da verspüre ich genau das, was Resi beim Wort Achtsamkeit verspürt, direkt daneben erstmal laut kreischend in eine Matschpfütze zu springen!

Mein inneres Kind schlug mir dann ab und an vor, bei edlen Kindergarten- oder Schul-Sommerfesten in genug Sicherheitsabstand, aber durchaus sichtbar, erstmal eine Zig. zu rauchen. Wenn schon, dann richtige Regression in Teenyprotestverhalten! Seltsamerweise standen dann etliche andere regredierend kurz danach bei mir und endlich konnten wir mal lachen. (Was jetzt keinen Vorbildscharakter hat, aber mein inneres Kind hat nichts anderes im Repertoire, flöt.
Sohni rief dann: "Mama, du sollst doch nicht rauchen. Rauchen ist ungesund." "Stimmt, Schatz!" "Ach Mama, wie oft soll ich dir das denn noch sagen?" Sohni ist Nichtraucher geblieben wie mein Mann und im Gegensatz zu uns Eltern mag er bis heute auch keinen Alk.. Und das ist mein Sohn, ist das gut oder ist das gut?

05.07.2019 17:18 • x 2 #15




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