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Mir gehts nur gut, wenn es Dir gut geht! Wie abgrenzen?

Mandinka
Als ich durch meine Therapie lernte, mich abzugrenzen bzw. mehr auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten und ihnen auch nachzugeben, ging es mit meiner Ehe rasend schnell Berg ab. Mein Mann kam damit gar nicht klar. Ich denke, wir waren ein typisches co-abhängiges Paar.
Am Ende stand dann die Scheidung.

Als Mutter fällt mir die Abgrenzung auch sehr schwer. Ich mache im Moment eine schwierige Phase mit meinem Sohn durch. Er ist ein sehr lieber Kerl und verhält sich mir gegenüber vollkommen in Ordnung. Die Schwierigkeiten haben mit seiner Ausbildung zu tun etc.
Die Sorgen um seine Zukunft und mein Drang, ihm vieles abzunehmen und zu unterstützen, brachten mich die Tage wieder hart an meine Grenzen. Es gab leider Momente, in denen ich mich nicht mehr zusammenreißen konnte und mir die Tränen kamen und er das blöderweiße mitbekam. Ich weiß, daß ihn das belastet und ich versuche dann immer, ihm die Schuldgefühle wieder zu nehmen. Ich glaube fast, sich gegenüber dem eigenen Kind bzw. den Nöten des eigenen Kindes abzugrenzen, ist von Mutter Natur nicht wirklich vorgesehen.

05.07.2019 17:24 • x 4 #16


maya60
Hallo Mandinka, das hat nichts mit der Natur zu tun, sobald das Kind nicht mehr ein hilfloses Baby oder Kleinkind ist. Es gibt ja noch gar nicht lange die "Kindheit" in der Menschheitsgeschichte, der eigene Gedanken gelten, erst seit der Industrialisierung, also vor 200 Jahren, seit die Familien kleiner wurden und ab da auch nur für bürgerliche Familien.

Die meiste Zeit waren Kinder kleine Erwachsene oder liefen einfach mit und viele von ihnen starben früh. Noch bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts dachte man, Säuglinge spüren noch gar keinen Schmerz. Die Kinder wurden vor dem 2. Weltkrieg viel von älteren Geschwistern, den Großmüttern in Familien mit 10 Kindern in Arbeiter- oder Bauernfamilien mitversorgt und Schule war Glückssache, je nachdem, wie die Ernte fiel, trotz Schulpflicht. Bei den Reichen waren es Kindermädchen und Hauslehrer.
Und sobald wie möglich ging´s in den Städten als Jugendliche mit in den Bergbau, so ist einer meiner Großväter noch aufgewachsen. Harte Arbeit ganz früh. Wasser holen von einer Quelle schon als Kind.
Die Eltern waren nicht sehr gefühlig, Kinder waren Arbeitskräfte. Nur in den bürgerlichen Familien nicht. Aber auch dort strenge und harte Erziehung, militärische Tugenden. Und die Eltern waren oft nicht besonders bekannt.
In der Familie meines Mannes gibt es eine Geschichte, wo die Familie am Esstisch sitzt und das jüngste Kind kommt herein und der Hausvater fragt ganz jovial: Na, kleiner Kerl, und wer bist denn du?

Nicht dass dieses Aufwachsen empfehlenswert wäre.

Aber da hat unsere Zeit schon was Komisches herangezüchtet, das mit Natur nicht zu erklären ist.

Aber wir hier im Forum meinen ja auch mit Blumes Thema eine besondere Überidentifikation mit den Schmerzen unserer Kinder durch unsere (eigene Biografie, die zu) Depressionen (führte), oder?

05.07.2019 17:40 • x 4 #17


Blume71
Hallo,

Zitat von maya60:
Aber wir hier im Forum meinen ja auch mit Blumes Thema eine besondere Überidentifikation mit den Schmerzen unserer Kinder durch unsere (eigene Biografie, die zu) Depressionen (führte), oder?


Ja - so war das gemeint. Das Hinterfragen des eigenen Verhaltens, inwieweit es i.O. ist und ab wann man aufpassen muss, dass der Bogen nicht überspannt wird - beim Mitleiden bzw. Mitfühlen.

Wie war das mit den Wurzeln und den Flügeln?

Danke Euch, für die vielen Einträge

05.07.2019 17:57 • x 2 #18


Mandinka
Hallo Maya, das, was du aufzählst, war tatsächlich so. Aber ich bin zum Teil noch in ähnlicher Konstallation aufgewachsen. Meine Eltern gehörten der Kriegsgeneration an, die selbst noch unter mehreren, zum Teil sehr vielen Geschwistern aufgewachsen war. Ich selbst bin ein Kind aus einer Großfamilie. Meine Mutter hat acht Kinder zur Welt gebracht. Klar war die Erziehung meiner Eltern lässiger. Wenn abends im Sommer andere Kinder von ihren Eltern hineingerufen wurden oder gar persönlich gesucht wurden, damit sie endlich nach Hause kämen, weil wir Kinder immer draußen spielten, war ich in der Regel das einzige Kind, das nicht gerufen wurde. Meine Eltern wußten, ich würde spätestens dann eintrudeln, wenn alle anderen Kinder heim mussten.
Trotzdem fragt mich meine über 80jährige Mutter noch heute bei jedem Anruf nach meinem Bruder, der vor Jahren den Kontakt abbrach, weil sie glaubt, er wäre mir über den Weg gelaufen oder ich wüßte etwas über ihn. Sie sorgt sich immer noch um alle Kinder in gewissem Maße. Sie ging zwar anders in unserer Kindheit mit uns um, als viele Eltern heutzutage, aber die Sorge und die Gedanken um ihre Kinder ist trotz allem selbst in ihrem hohen Alter ungebrochen.


Doch sicher wird es schon so sein, daß die wir auch aus reinem Selbstschutz die Gabe haben, uns gegenüber unseren Kindern in gewisser Weise abzugrenzen. Die Frage ist nur, in welchem Maße der Einzelne das schafft bzw. schaffen will, denke ich.
Meine Mutter mußte als blutjunge Frau den Tod mehrer Kinder im Säuglingsalter verkraften. Ich vermute, daß dies ihr eine Art Abgrenzung abverlangte, um darüber hinweg zu kommen. Ich weiß, daß man damals viel pragmatischer und kühler mit diesen Dingen umging. Das Leben mußte weitergehen. Ihr Umfeld verlangte von ihr regelrecht, sich "abzugrenzen" gegenüber ihren toten bzw. sterbenden Kindern.

05.07.2019 18:02 • x 3 #19


Blume71
Zitat:
Sich bewusst machen, "Was gehört davon zu mir, was gehört davon zu dem Anderen " !

Allein durch die Bewusstmachung !



Danke Dir @jedi. Es klingt fast einfach - aber es hilft mir gerade sehr.

Zitat von Mandinka:
Als ich durch meine Therapie lernte, mich abzugrenzen bzw. mehr auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten und ihnen auch nachzugeben, ging es mit meiner Ehe rasend schnell Berg ab. Mein Mann kam damit gar nicht klar. Ich denke, wir waren ein typisches co-abhängiges Paar.


Das kommt mir sehr bekannt vor.

Lieben Gruß Blume

05.07.2019 18:10 • x 1 #20


Jedi
Hallo Mandinka !

Zitat von Mandinka:
Es gab leider Momente,

Warum Mandinka "Leider" ?
Wenn Du schreibst "Leider", dann stellst Du für einen solchen Moment fest, dass es sich um kein natürliches Verhalten handelt.
Damit erzeugst Du bei Dir Schuldgefühle u. überträgst dann durch dein Verhalten, deine Schuldgefühle auf dein Kind.
Zitat von Mandinka:
ich versuche dann immer, ihm die Schuldgefühle wieder zu nehmen.

Das meine ich damit !
Dein Kind nimmt wahr, durch deine Erklärungen oder wie immer Du es dann machst, ihm die Schuldgefühle zu nehmen, dass es sich um etwas handelt, dass so nicht erwünscht, gewollt ist.
Zitat von Mandinka:
mir die Tränen kamen und er das blöderweiße mitbekam.

Es ist gut, wenn ein Kind deine Tränen mitbekommt, so lernt es, dass es solche Gefühle gibt, wo wir weinen, dass es etwas natürliches ist, dieses Gefühl auch zeigen zu dürfen, dass es OK ist, diese Gefühle zu haben u. sie zuzulassen.

Ansonsten lernen Kinder, dass traurig sein, nicht sein darf u. wenn ein Kind, seine Eltern nie traurig erleben darf, dann entwickelt es ein Selbstbild, Gefühle zu haben, gar zu zeigen, hat man zu verbergen.
Denn Kinder bekommen sehrwohl die Traurigkeit der Eltern mit.
Zitat von Mandinka:
Ich weiß, daß ihn das belastet

Ich glaube nicht daran, dass es Kinder belastet, wenn man einen vernunftorientierten Umgang damit findet.
Belastend ist es, wenn man die Kinder mit der Elterlichen Traurigkeit allein damit lässt oder versucht ihnen, irgendein Schuldgefühl nehmen zu wollen, wo es gar kein Schuldgefühl zu geben hat !

Wenn Du traurig bist u. du weinen musst, dann nimm dein Kind in den Arm u. sage ihm, dass du gerade traurig bist u. sich die traurigkeit indem Weinen äußert u. das es auch wieder vorbei geht u. es dir dann besser geht.
So lernt dein Kind einen normalen Umgang mit Gefühlen u. der Traurigkeit umzugehen.
Zitat von Mandinka:
Ich glaube fast, sich gegenüber dem eigenen Kind bzw. den Nöten des eigenen Kindes abzugrenzen, ist von Mutter Natur nicht wirklich vorgesehen.

Viele Mütter denken so u. ich möchte das auch nicht verurteilen, doch dem Kind in seiner Not, mit Mitgefühl zu begegnen, schafft eben einen normalen Umgang mit solchen Situationen.
Ansonsten erziehen wir unsere Kinder dazu, ihre Gefühle zu verbergen, um Mutter nicht traurig zu machen.
Wieviele Jungs haben gehört, "ein Indianer kennt kein Schmerz" oder "hör auf zu heulen, bist doch kein Mädchen", uvm.
Und eine ganze Reihe von Ehefrauen beklagen sich darüber, dass ihr Mann, keine Gefühle zeigen kann, nicht über Gefühle sprechen kann u. weinen, erst recht nicht !

Dir Mandinka wünsche ich, dass du deinem Kind zeigst, Gefühle zu haben u. zu zeigen, es ist etwas völlig normales u. das, wenn man weinen muss, dies nicht zu verstecken braucht !

LG Jedi

05.07.2019 18:27 • x 3 #21


Mandinka
Jedi, Danke für deine Denkanstösse. Ich glaube, die Anzahl der Eltern, die ihren Jungs sagt, daß er nicht weinen darf, ist wesentlich geringer heutzutage, als das früher der Fall war. Aber ich denke, dass wir diese Haltung, ohne so etwas konkret auszusprechen, trotzdem immer noch sehr oft nonverbal und vielfach unbewußt weitergeben. Eben auch deshalb, weil es uns selbst noch so anerzogen wurde - auch mir als Mädchen. Meine Mutter mochte überhaupt keine "Gefühlsduselei" wie Rührung zu zeigen oder jemanden zu umarmen und zu drücken usw. Zu herzhaften Zärtlichkeiten wie einer Umarmung oder kleinen Schmuserei ließ sie sich nur bei kleineren Kindern hinreißen. Und da ich das als Kind ganz scnell begriff, hütete ich mich davor und empfand es bereits als Kind als sehr peinlich, wenn ich z.B. bei anderen ein "Gerührtsein" bemerkte. Heute ist das anders, aber auch nur, weil ich meinen Verstand gebrauche. Rein spontan meldet sich bei mir immer noch ganz oft als erstes die Abwehr in solchen Situation.
Die Programmierung läßt sich eben leider Gottes nicht so leicht überschreiben.

05.07.2019 18:52 • x 3 #22


Jedi
Hallo Blume71 !

(Zitat v. Blume)
Es wäre schön, wenn mir jemand Nachhilfeunterricht bei dem Thema Abgrenzung gäbe!

Also Nachhilfeunterricht kann ich Dir nicht geben, aber ich schreibe Dir gerne einmal, was meine persönliche Meinung dazu ist.
Wer sich nicht Abgrenzen kann, von den Nöten, den Schmerzen, den Kummer, den ein Anderer (auch das eigene Kind) hat,
der hat ein tiefes Bedürfnis nach, geliebt zu werden, geliebt zu sein, nach Aerkennung u. Wertschätzung.

- sich nicht gut Abgrenzen zu können, dahinter steht für eine Reihe von Menschen die Angst, dass sie den Kontakt zu Anderen verlieren könnten, das sich mein Kind von mir distanziert, ggfs. abwendet,

- wer sich nicht abgrenzen kann, besitzt oft ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen u. glaubt, für die Bedürfnisse Anderer verantwortlich zu sein,

- wer sich nicht abgrenzen kann, spürt oft Schuldgefühle in sich, weil er sich für die Gefühle Anderer verantwortlich fühlt.

Natürlich haben wir auch einfluss auf die Gefühle Anderer, aber wir sind zuerst, für unsere eigenen Gefühle verantwortlich u. zweitrangig sind die Gefühle Anderer zu betrachten.

Dabei können wir oftmals feststellen, dass genau das gegenteil davon eintritt.
Andere schätzen es oftmals, dass, Wer sich abgrenzen kann, klarer, authentischer u. vertrauensvoller erscheint.
So auch unsere Kinder ! Wir zeigen ihnen unsere u. ihre Begrenzung u. damit geben wir ihnen Orientierung für ihr Verhalten u. ihr Leben !
Kinder lernen dabei etwas über Gefühle u. das Mitgefühl !

So ist es eben auch wichtig zu erkennen, "was geört von den Nöten, den Kummer, den Schmerzen zu mir u. was gehört zu dem Anderen, zu meinem Kind.

Wir Eltern können die Nöte, den Kummer, die Schmerzen unserer Kinder oder gar anderer Menschen, ihnen so nicht abnehmen, was wir aber können, mit Mitgefühl ihnen eine Schulter anbieten u. ihnen beim ertragen, ihrer Not, ihres Kummers,
ihrer Schmerzen, zur Seite zu stehen.
Dies hat etwas mit Verantwortung zu tun, denen die in Not sind, Kummer oder Schmerzen haben, ihnen ihre eigene Verantwortlichkeit u. Selbstbestimmung nicht zu nehmen.
Kinder können einen Umgang mit solchen Situation lernen u. macht sie stark u. stärkt ihr Vertrauen , später angemessen mit den verschiedensten Lebenssituationen umgehen u. sie bewältigen zu können.

Also Eltern, sich zurückzunehmen ist manchmal besser, lehrreichen für unsere Kinder u. mindert euren eigenen Stress !

Zitat von Blume71:
Es klingt fast einfach

Es ist auch einfach !
Versuche Dir immer mal wieder bewusst zu machen,
"Warum tue ich etwas so, wie ich es gerade tue" ?,
"Wie steht es mit meinem Vertrauen meinem Kind u. anderen Personen gegenüber u. zu mir Selbst" ?
"Was sind meine Befürchtungen, wenn ich mich Abgrenze" ?

LG Jedi

05.07.2019 19:22 • x 2 #23


Jedi
Hallo Mandinka !

Zitat von Mandinka:
Aber ich denke, dass wir diese Haltung, ohne so etwas konkret auszusprechen, trotzdem immer noch sehr oft nonverbal und vielfach unbewußt weitergeben.

Da stimme ich dir zu !
Zitat von Mandinka:
weil es uns selbst noch so anerzogen wurde

Ja, so scheint es tatsächlich auch zu sein !
Zitat von Mandinka:
Rein spontan meldet sich bei mir immer noch ganz oft als erstes die Abwehr in solchen Situation.

Das erstaunt mich nicht u. kann diese abwehrende Haltung gut nachvollziehen.
Zitat von Mandinka:
Die Programmierung läßt sich eben leider Gottes nicht so leicht überschreiben.

Gott hat damit weniger zu tun, aber du hast absolut recht damit, unsere alte Konditionierung abzulegen, dass bedeutet harte Arbeit, diese zu verwandeln.

LG Jedi

05.07.2019 19:37 • x 1 #24


Jedi
Hallo

Interessantes u. intensives Thema, was Du Blume uns hier serviert hast
Dazu kann noch sicherlich so viel mehr geschrieben werden !

Danke Blume für dieses Thema.

LG Jedi

05.07.2019 19:41 • x 1 #25


Blume71
Dankeschön @jedi!

Dein Text zu diesem Thema macht es mir gerade leichter auch die Menschen in meinem nahen Umfeld besser zu verstehen.

Bewusstseinmachung (hinschauen) ist so wichtig und kann einem im wahrsten Sinne die Augen öffnen. Ich bin gerade gerührt über Deine Worte!

Zitat von Jedi:
Andere schätzen es oftmals, dass, Wer sich abgrenzen kann, klarer, authentischer u. vertrauensvoller erscheint.


Ja - dem ist so - ich habe es selbst mehrfach erfahren. Man weiß sofort woran man ist.

Meine Tochter ist erst sechs und gerade fängt der neue Lebensabschnitt Schule an. Der Austausch hier wird mir auch dabei sehr helfen. Danke! Wenn man sich bei seinen Kindern abgrenzt, signalisiert man ja auch gleichzeitig, dass man dem anderen zutraut, dass er mit dem Problem allein zurecht kommt, bzw. eine Lösung findet.

Obwohl es noch einmal bißchen anders ist, wenn das eigene Kind Schmerzen hat bzw. krank ist, aber auch da muss man sich abgrenzen, sonst hat man nicht genug Kraft. Auch wenn man sich dort abgrenzt, signalisiert es ja, dass man daran glaubt, dass es schnell wieder gut ist.

Zitat:
wer sich nicht abgrenzen kann, spürt oft Schuldgefühle in sich, weil er sich für die Gefühle Anderer verantwortlich fühlt.


Auch das, dockt bei mir sofort an und trifft sicher ins Schwarze!

Ich werde noch eine Weile über Deinen Text nachdenken, er gibt mir viel. Danke Dir!

05.07.2019 19:46 • x 2 #26


Blume71
Zitat von Jedi:
Danke Blume für dieses Thema.


Das Danke kann ich zurückgeben. Danke fürs Dabeisein!

05.07.2019 19:48 • x 2 #27


maya60
Was auch ganz wichtig ist, ist sich fernzuhalten von denjenigen Müttern, Verwandten, Bekannten und Freunden, die ich immer die Müttermafia genannt habe, die jeden cm an jedem Kind hysterisch kommentieren und zwar als Versagen der Mutter dieses Kindes. Du kommst nichtsahnend deines Weges und bekommst gleich 5 Rechtfertigungsfragen, wieso dein Kind dies und das und jedes macht und dies und das und jenes nicht hat und dies und das und jenes hat und dies und das und jenes nicht macht.

Wenn du dann antwortest, suchen sie gleich die Schwachstelle darin. Wenn du nicht antwortest, bist du überführt.

Sowieso bist du überführt: Du hast ja Depressionen. Das kann ja dem Kind nur schaden. Und jede psychische, emotionale und überhaupt Regung deines Kindes, womit es Probleme hat, kommt von deinen Depressionen!

Jahaaaaa, du hast keine Chance, nutze sie! Nach dem Motto giften und giften diese hysterischen Mafiosi ständig rum.

Ich bin ja immer offen mit meinen Krankheiten umgegangen und kam dann echt ins Grübeln: Mein Sohn ist verloren, weil ich Depressionen habe. Ich bin verloren, weil meine Mutter Depressionen hatte, die, weil ihr Vater Depressionen hatte, der, weil meine Uroma Depressionen hatte. Weiter zurück weiß ich nicht, aber es spricht sehr viel dafür, dass Adam oder Eva depressiv waren.

Wir haben uns von Anfang an fern von der Müttermafia gehalten und das hat sehr gut getan, auch rigoros Verwandte und Bekannte danach sortiert.

05.07.2019 20:06 • x 4 #28


Jedi
Zitat von Blume71:
Meine Tochter ist erst sechs und gerade fängt der neue Lebensabschnitt Schule an.

Aber jetzt geht es darum, dass Selbstvertrauen bei deiner Tochter zu fördern.
Ihr mal etwas zuzutrauen, mal ohne immer diese Absicherung, der Mama.
Ist bestimmt nicht einfach, aber probiere es mal aus !
Zitat von Blume71:
Obwohl es noch einmal bißchen anders ist, wenn das eigene Kind Schmerzen hat bzw. krank ist,

Da geht es um Unterstützung, Betreuung u. Pflege, aber nicht um Mitzuleiden, den selben Schmerz zu spüren.
Zitat von Blume71:
auch da muss man sich abgrenzen,

Zumindestens gegenüber dem Kind nicht die Signale aussenden, wie schlimm es für Dich ist u. wie Du schrecklich leidest.
Zitat von Blume71:
signalisiert es ja, dass man daran glaubt, dass es schnell wieder gut ist.

Ja u. so lernt dein Kind, dass Schmerzen u. Krankheit zum Leben auch dazugehört u. auch das wieder Gesund werden können.

LG Jedi

05.07.2019 20:25 • x 2 #29


Blume71
Hallo nochmal,

Zitat von maya60:
Ich bin ja immer offen mit meinen Krankheiten umgegangen


Ich nicht so aber geredet wird sowieso!

Zitat:
Weiter zurück weiß ich nicht, aber es spricht sehr viel dafür, dass Adam oder Eva depressiv waren.


Maya - Du bist echt der Knaller!

Könnte aber tatsächlich so gewesen sein, auch bei uns liegt es in den Genen! Leider

Zitat:
Wir haben uns von Anfang an fern von der Müttermafia gehalten und das hat sehr gut getan, auch rigoros Verwandte und Bekannte danach sortiert.


Das ist ein guter Tipp - aber ich brauche erst einmal eine Weile - bis ich sie erkenne, die Damen von der Müttermafia - aber eigentlich muss man nur seiner Intuition trauen

Zitat:
Aber jetzt geht es darum, dass Selbstvertrauen bei deiner Tochter zu fördern.
Ihr mal etwas zuzutrauen, mal ohne immer diese Absicherung, der Mama.
Ist bestimmt nicht einfach, aber probiere es mal aus !



Ja - das tue ich @Jedi . Beim Thema Abgrenzung lebt sie mir gerade schon was vor. Macht sie besser als ich

LG Blume

05.07.2019 20:46 • x 2 #30




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