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Mir gehts nur gut, wenn es Dir gut geht! Wie abgrenzen?

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maya60

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P.S.: Uuuuuups, was hab ich falsch gemacht? Mein Sohn hat gar keine Depressionen.

05.07.2019 21:52 • x 1 #31


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Jedi

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Hallo maya60 !

Zitat von maya60:
Uuuuuups, was hab ich falsch gemacht? Mein Sohn hat gar keine Depressionen

Ich kann dir sagen was du falsch gemacht hast , Du hast Dich um deine Erkrankung gekümmert u. hast daran gearbeitet !

Dpressionen können innerhalb der Familie gehäuft auftreten, es wird auch davon gesprochen gar von einer Generation, auf die Andere vererbt werden, wenn sie von den betroffenen Personen unbehandelt bleibt !
Das weiß man aus Studien die gemacht wurden, wo es darum ging, inwieweit sich eine Depressions-Erkrankung innerhalb einer Familie weiter gegeben wird.
Da wo betroffene Personen sich in Behandlung begeben haben, wurde festgestellt, dass das Risiko einer Depression weiter zu geben, deutlich geringer ausfiel.
Hängt sicherlich von dem Umgang mit dieser Erkrankung zusammen, welches dann eher weniger Negativ auf, zbpl. die eigenen Kinder ausstrahlt.
So verhält es sich auch in der Partnerschaft, wenn einer der Partner von einer Depressionserkrankung betroffen ist u. sich behandeln lässt, hat dies eher einen positiven Gewinn für diese Paarbeziehung, als wenn der betroffene Partner, sich nicht behandeln lässt.

So meine Erfahrung damit !
Eine Depression braucht auch kein Mensch u. dein Sohn erst recht nicht.

LG Jedi

06.07.2019 12:51 • x 3 #32


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maya60

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Liebe Jedi, genauso denke ich auch, ich danke dir!

Liebe Grüße! maya

06.07.2019 13:54 • x 2 #33


Blume71

Blume71

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Hallo, ich hätte noch ein paar Gedanken zu diesem Thema:


Zitat von Jedi:
Andere schätzen es oftmals, dass, Wer sich abgrenzen kann, klarer, authentischer u. vertrauensvoller erscheint.
So auch unsere Kinder ! Wir zeigen ihnen unsere u. ihre Begrenzung u. damit geben wir ihnen Orientierung für ihr Verhalten u. ihr Leben !


Wenn ich in mich gehe wird mir bewusst, dass ich ganz klar lieber mit Menschen Umgang habe, die sich ganz klar abgrenzen. Sicher macht der Ton die Musik und die Art und Weise ist entscheidend, aber solche Menschen sind mir um einiges lieber. Sie zeigen Selbstverantwortung für sich und sind in keinster Weise schwammig, sondern klar.

Sicher ist eine Portion Mitgefühl dabei wichtig.

Und wie handhabe ich es selbst? Den Blick auf den anderen gerichtet und ratz fatz nicht klar definiert, was mir wichtig ist. Aus Rücksichtnahme auf den anderen, sozusagen, meine eigenen Grenzen nicht wahrgenommen. Dann kann es schon einmal passieren, dass, ich meine Grenzen zu einem späteren Zeitpunkt mit aller Wucht durchsetze (impulsiv sozusagen), weil ich vorher nicht in der Lage war, sie ruhig zu kommunizieren und der andere fällt dann aus allen Wolken.

Ich bewundere Menschen, die das können. Eine Arbeitskollegin kann das sehr einfühlsam und trotzdem klar.
Das wünsche ich mir auch, aber wie gesagt, die Bewusstseinsmachung ist der 1. Schritt.

Meine Eltern sind beide bis heute keine großen Meister beim Thema Abgrenzung.
Daher ist es um so wichtiger, dass ich dieses Thema jetzt für mich und meine Tochter angehe.

Ich mag diese Eigenschaft nicht an mir, dass ich immer erst den Blick auf andere habe und wenig auf mich. Sicher hat das BO dazu geführt, dass sich da schon einiges geändert hat, aber der Weg geht noch eine Weile.

Wenn ich mir immer vor Augen führe, wie toll das diese eine Arbeitskollegin macht, das könnte klappen.

Eigentlich bin ich ein grundehrlicher Mensch, allerdings fühle ich mich nicht ehrlich, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer verleugne und das ist auch nicht ehrlich sich selbst und dem anderen gegenüber.

Sicher ist es auch ein Prozess dann manch negative Reaktion auszuhalten, aber das gehört dazu und trennt die Spreu vom Weizen.

Grenze ich mich ab, stehe ich zu mir und nehme mich wichtig, zeige gleichzeitig dem anderen: Du bist mir auch wichtig, denn ich traue Dir zu, dass Du selbst eine Lösung findest und damit wächst!


So, meine Gedanken noch einmal dazu!

Lieben Gruß Blume

06.07.2019 16:10 • x 4 #34


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Jedi

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Hallo Blume71 !

Ich konnte sehr viel richtiges in deinem Beitrag lesen.
Toll !
Zitat von Blume71:
Grenze ich mich ab, stehe ich zu mir und nehme mich wichtig,

Richtig so !
Zu mir zustehen u. mich wichtig zu nehmen, hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern, es hilft einem Selbst im Leben Orientierung zu finden u. gibt Anderen damit Orientierung, in unserem gemeinsamen Umgang miteinander.
Stelle Dir nur einmal vor, wir hätten keine Verkehrsschilder, die unserem Verhalten im Straßenverkehr, Orientierung gibt.
Durch diese mögliche Orientierung kommt es zu einer Rücksichtnahme (wenn auch nicht immer) nicht nur im Straßenverkehr, sondern, durch unsere Klarheit unserer Grenzen, führt dies auch zu einem verbesserten Miteinander.
Zitat von Blume71:
ich traue Dir zu, dass Du selbst eine Lösung findest und damit wächst!

Und dieses damit verbundene Vertrauen, ist wichtig für eine gesunde "Ich" Entwicklung u. lernbar !
sich Selbst wahrzunehmen, man nennt es auch ein reales Selbstbild entwickeln,
seine Bedürfnisse wahrzunehmen u. zu kennen,
so ist lernbar, Anderen zu vertrauen u. kann Andere lassen, wie Sie sind u. wir können uns besser annehmen, wie Wir sind.

Unsere Kinder brauchen in den ersten Lebensmonaten, eine liebevolle Spiegelung, inspirirende Angebote, Vorbilder u. sehr wichtig spielt die Resonanz, damit sich ein gesundes Selbst entwickeln kann !

Ein Kind, dass in einer sicher u. liebevollen Umgebung hineinwachsen kann, so wird in ihm ein bedeutsames Anti-Stress-Gen aktiviert, was später deutlich das Risiko für eine Depression zu entwickeln mindert !
Kinder dagegen, denen es an Ur-Vertrauen mangelt, emotional unterversorgt werden oder gar vernachlässigung erfahren, entwickeln u. dies konnte in Studien nachgewiesen werden, ein schwaches Selbstbewusstsein, ein falsches Selbstbild, werden oft zu Einzelgänger, weil sie schlecht in kontakt mit anderen Menschen kommen, ihnen fehlt es an emotionaler Bindungsfähigkeit u. fühlen sich oftmals innerlich einsam !
Erschwerend kommen Abhängigkeits- u. Suchttendenzen u. zuletzt sind sie stark gefährdet, im laufe ihres Lebens an einer Depression zu erkranken.

Zitat von Blume71:
allerdings fühle ich mich nicht ehrlich, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer verleugne und das ist auch nicht ehrlich sich selbst und dem anderen gegenüber.

So ist es !
Wer "Ja" sagt, aber innerlich "Nein" meint, brauch sich nicht wundern, dass er Unzufrieden mit sich Selbst wird, sich auch noch dafür Selbst verurteilt u. Andere spüren auch oft unsere Zwiespältige Resonanz darauf !
Wer lange Zeit u. immer wieder gegen seine innere Wahrheit lebt, wird krank dadurch !
So meine ganz persönliche Erkenntnis !
Zitat von Blume71:
Daher ist es um so wichtiger, dass ich dieses Thema jetzt für mich und meine Tochter angehe.

Diesen Satz finde ich sehr stark
Ich empfehle Dir , im Umgang mit diesem Thema, beginne mit einer sanften Abgrenzung, mache es Dir nicht zu kompliziert,
bleibe mit Dir u. deiner Tochter dabei geduldig, aber bleibe konsequent an dem Thema dran !
Erlaube Dir auch, dass Du mal in alte Verhaltensmuster dabei zurückfällst.
Je mehr Du damit Erfahrung machen wirst, umso sicherer wirst Du einen guten Umgang damit finden können.

Zitat von Blume71:
Ich bewundere Menschen, die das können.

Blume, wenn Du an dem Thema dran bleibst, wirst Du dich bald selbst bewundern können.

LG Jedi

06.07.2019 18:17 • x 3 #35


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Jedi

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Hallo

Eine Frage dieses Thread´s von Blume lautet, "Wie abgrenzen" ?
Villt, eine sehr persönliche, vereinfachte Erklärung meinerseits !
In dem Wort, "abgrenzen" steckt Grenze drin.
Wir stellen uns vor, einen Zaun an unserem Grundstück aufzustellen.
Nun hat der Zaun eine Innenseite u. eine Außenseite.
Die Innenseite zeigt zu unserem Grundstück, die Außenseite zeigt zur Sraße oder zum Nachbarsgrundstück.
So verhält es sich auch mit unseren Grenzen, es gibt unsere innere Grenze, die wir zuvor entwickeln, kennen u. gegen Andere auch so vertreten sollten.
Somit kann unser Gegenüber, unsere Grenze wahrnehmen, daran Orientierung finden u. sollte sie nicht überschreiten.
Kinder müssen Begrenzung u. Regeln erst lernen, damit sie sich in der Familie, der Gemeinschaft, in ihrem Leben orientieren können.
Es wird immer Menschen geben, die unsere Grenzen nicht beachten u. Übergriffig werden.
Diesen sollten ganz klar u. unmissverständlich unsere Grenzen aufgezeigt werden.
Das bedarf Mut, aber nur so kann ein gutes, miteinander funktionieren.

Die Menschen, die es nicht gut schaffen, Anderen klar ihre Grenzen aufzuzeigen, fühlen sich oft als Opfer der Umstände, gar der anderen Menschen u. verhalten sich zunehmend passiv.
Kinder, die ihre Eltern so erleben, werden ein geringes Selbstvertrauen entwickeln u. werden das Tun Anderer, immer höher bewerten, als das Ihre.

Behalten wir das Bild des Zauns im Kopf, so können wir lernen, wie es mit dem Abgrenzen lernen klappen könnte.

LG Jedi

06.07.2019 19:03 • x 3 #36


Blume71

Blume71

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Guten Abend,

Zitat von Jedi:
Diesen Satz finde ich sehr stark
Ich empfehle Dir , im Umgang mit diesem Thema, beginne mit einer sanften Abgrenzung, mache es Dir nicht zu kompliziert,
bleibe mit Dir u. deiner Tochter dabei geduldig, aber bleibe konsequent an dem Thema dran !
Erlaube Dir auch, dass Du mal in alte Verhaltensmuster dabei zurückfällst.
Je mehr Du damit Erfahrung machen wirst, umso sicherer wirst Du einen guten Umgang damit finden können.


Zitat von Jedi:
Blume, wenn Du an dem Thema dran bleibst, wirst Du dich bald selbst bewundern können.


Ich danke Dir, Jedi!

Das habe ich so vor, Jedi. Jedoch finde ich es schwer, immer gleich zu spüren, was ich selbst möchte. Über 48 Jahre lebe ich so und habe erst seit meinem BO gelernt, langsam umzudenken. Manchmal gelingt es - manchmal zu spät und dann impulsiv - manchmal gar nicht.

Ganz sicher falle ich noch oft in alte erlernte Verhaltensmuster zurück. Die Antennen müssen noch viel mehr geschärft werden bzw. sollte der Kopf ausgeschaltet und dem Bauch mehr Gehör gegeben werden.

Mir ist es schon öfter passiert, dass es sich gut angefühlt hat (vllt weil es alte bekannte vertraute Verhaltensmuster waren) und im nachhinein habe ich erste gemerkt, dass irgend etwas nicht mehr stimmig ist.

Ich glaube tatsächlich, es erfordert Übung und immer wieder in sich hinein horchen, wie sich etwas anfühlt.

Und meine persönliche Aufgabe ist dann noch, die richtigen Worte zu finden. Da habe ich imensen Übungsbedarf. Das ist mir noch nie leicht gefallen. Da hat man schneller mal "ja" gesagt, als für ein "nein" sich zu rechtfertigen.
Obwohl es gar nicht immer einer Rechtfertigung bedarf - man muss ja nicht immer dem anderen alles auf die Nase binden - finde ich. Bei sich bleiben!
Muss ich mich immer erklären? Nein - ist natürlich situationsbedingt und personanabhängig. (Kindern natürlich schon)

Ein sehr spannendes Thema!

06.07.2019 20:39 • x 3 #37


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Jedi

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Hallo Blume71 !

Zitat von Blume71:
meine persönliche Aufgabe ist dann noch, die richtigen Worte zu finden.

Möchte Dir einmal Beispiele an Hand deines Beitrags geben, wie du deine Selbstansprache freundlicher führen kannst.

Zitat von Blume71:
Jedoch finde ich es schwer, immer gleich zu spüren, was ich selbst möchte.

"Mir ist es nie so leicht gefallen, spüren zu können, was ich selbst möchte.
Doch werde ich künftigt versuchen, mehr darauf zu achten, was meine Bedürfnisse sind, damit es mir mit der Zeit leichter fallen wird, wahrzunehmen u. zu benennen, was ich selbst möchte".
Zitat von Blume71:
Manchmal gelingt es - manchmal zu spät und dann impulsiv - manchmal gar nicht.

"Manchmal gelingt es mir u. das macht mir ein gutes Gefühl u. dann versuche ich, dieses Gefühl in mir zu bewahren.
"Es passiert auch mal zu spät, weil ich es nicht richtig wahrnehmen konnte, weil ich villt. von Anderem abgelenkt war.
Auf meine Impulsivität dabei, darauf kann ich mehr acht geben".
Manchmal gelingt es gar nicht, aber auch das darf sein u. brauch mich nicht dafür selbst zu verurteilen, sondern weiß aus meiner Erfahrung, dass es manchmal gelingen wird".
Zitat von Blume71:
Ganz sicher falle ich noch oft in alte erlernte Verhaltensmuster zurück.

Ich weiß, dass es nicht leicht ist, alte gewohnte u. gut vertraute Verhaltensmuster zu verändern, es braucht seine Zeit u. die gebe ich mir u. so werde ich meine Gewissheit stärken, meine alten Verhaltensmuster schneller zu identifizieren u. überwinden zu können".
So etwa, wollte ich dir einmal meinen Impuls dalassen, wie eine wohlwollende Selbstansprache für die nötige Erkenntnis u. Motivation sorgen kann.
Zitat von Blume71:
Mir ist es schon öfter passiert, dass es sich gut angefühlt hat (vllt weil es alte bekannte vertraute Verhaltensmuster waren) und im nachhinein habe ich erste gemerkt, dass irgend etwas nicht mehr stimmig ist.

Das liest sich doch recht wohlwollend, Prima !
Zitat von Blume71:
Muss ich mich immer erklären? Nein

"Nein" Blume ! da stimme ich dir absolut zu !
Zitat von Blume71:
(Kindern natürlich schon)

Da würde ich sagen, Nicht grundsätzlich, denn, dass ist natürlich auch Alters abhängig, denn man Kinder mit zu viel Erklärungen auch überfordern.
Da sollte man sich auch schon mal die Zeit gönnen u. vorher gut abwägen !

LG Jedi

06.07.2019 22:17 • x 3 #38


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Mandinka

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Daß man junge Kinder mit Erklärungen und ähnlichem auch überfordern kann, muß ich bestätigen. Wenn man denkt, eine Begründung gegenüber dem Kind wäre jetzt doch unbedingt nötig, sollte sie kurz und nachvollziehbar ausfallen. Viele Kinder, die ständig mit Erklärungen etc. bombardiert werden von ihren Eltern, schalten nämlich irgendwann auf Durchzug oder fangen erst recht an, zu rebellieren, meiner Erfahrung nach.

Zum Thema Abgrenzung noch mal kurz:
Ich arbeite ständig weiter daran und bin erst seit relativ kurzer Zeit spürbar in der Lage dazu. Aber ich muß sagen, je öfter ich es schaffe, mich abzugrenzen, um so besser geht es mir - um so weniger depressive Stimmungen kommen auf. Im Gegenteil. Manchmal gibt es Situationen, wo ich doch kurz davor bin "umzukippen", d.h. dem Drängen einer anderen Person z.B. nachzugeben, obwohl ich gar nicht will. Und in letzter Zeit schaffe ich es dann fast immer, mich in diesen Situationen zu stabilisieren und doch noch "Nein" zu sagen. Mitunter klopfe ich mir hinterher dann selber auf die Schulter und fühle mich richtig gut und erleichtert, es geschafft zu haben, Nein zu sagen bzw. mich abzugrenzen - und zwar ohne schlechtes Gewissen und ohne die andere Person vor den Kopf zu stoßen, wie mir das früher auch öfters passiert ist, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühlte.

07.07.2019 10:42 • x 4 #39


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Resi

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Zitat von Blume71:
Neulich hatte ich ein Gespräch mit einer Bekannten, welche 8 Wochen in einer psychosomatischen Klinik war. Sie sagte, sie habe dort sehr viel Material mitgebracht, zB das 12 Punkteprogramm . Alles bzw. vieles würde auf sie zutreffen, .

Ich kann das bestätigen, und weiß zudem, daß das 12 -Schritte-Programm bei allen psychischen Störungen/Erkrankungen angewandt werden kann- es ist absolut phantastisch und lohnenswert, wenn man es sich mal erarbeitet hat- und es tut einfach gut.
Dazu kann ich wirklich gute Zusatz-Bücher empfehlen, z. B. "Mut zur Unabhängigkeit- Wege zur Selbstfindung und inneren Heilung" von Melody Beattie.
Danke, Blume, daß du mir das in Erinnerung gerufen hast- warum hab ich das nur so lange so schleifen lassen.

Zitat von Mandinka:
Nein zu sagen bzw. mich abzugrenzen - und zwar ohne schlechtes Gewissen und ohne die andere Person vor den Kopf zu stoßen, wie mir das früher auch öfters passiert ist, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühlte.

Oh, super, Mandinka
Ich schaffe es meistens, mich abzugrenzen, aber ich muß dann auch (noch!) das schlechte Geissen ertragen, wobei es besser wird.
Aber kürzlich bin ich wieder "hereingefallen", wurde quasi überrumpelt und hab zu schnell eine Zusage gegeben, von der ich weiß, daß sie mich überfordert.
Aber es wird mir eine Lehre sein.

Im Job gelingt mir das immer mehr, und -ganz komisch- neulich sagte mir eine Kollegin, ich würde viel entspannter wirken.
Meine Abgrenzung bedeutet auch: manche Dinge gehen mich einfach nichts an!

Und wenn meine eine Kollegin stöhnt und seufzt, frage ich sie, ob sie sich schlecht fühlt oder ich ihr helfen kann.
Wenn sie sagt "alles gut" und weiter stöhnt und seufzt ist es nicht mein Problem.
Wenn meine Vorgesetzte hektisch durch den Raum läuft und kurz angebunden ist (da geht dann schon meine Augenbraue mal hoch), ist das nicht mein Problem- es sei denn, sie wendet sich an mich.

Es darf mir gutgehen, auch wenn es jemand anderem schlecht geht.

07.07.2019 11:04 • x 3 #40


Blume71

Blume71

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Hallo,

Zitat von Jedi:
Hallo Blume71 !


Möchte Dir einmal Beispiele an Hand deines Beitrags geben, wie du deine Selbstansprache freundlicher führen kannst.


"Mir ist es nie so leicht gefallen, spüren zu können, was ich selbst möchte.
Doch werde ich künftigt versuchen, mehr darauf zu achten, was meine Bedürfnisse sind, damit es mir mit der Zeit leichter fallen wird, wahrzunehmen u. zu benennen, was ich selbst möchte".

"Manchmal gelingt es mir u. das macht mir ein gutes Gefühl u. dann versuche ich, dieses Gefühl in mir zu bewahren.
"Es passiert auch mal zu spät, weil ich es nicht richtig wahrnehmen konnte, weil ich villt. von Anderem abgelenkt war.
Auf meine Impulsivität dabei, darauf kann ich mehr acht geben".
Manchmal gelingt es gar nicht, aber auch das darf sein u. brauch mich nicht dafür selbst zu verurteilen, sondern weiß aus meiner Erfahrung, dass es manchmal gelingen wird".

Ich weiß, dass es nicht leicht ist, alte gewohnte u. gut vertraute Verhaltensmuster zu verändern, es braucht seine Zeit u. die gebe ich mir u. so werde ich meine Gewissheit stärken, meine alten Verhaltensmuster schneller zu identifizieren u. überwinden zu können".
So etwa, wollte ich dir einmal meinen Impuls dalassen, wie eine wohlwollende Selbstansprache für die nötige Erkenntnis u. Motivation sorgen kann.

Das liest sich doch recht wohlwollend, Prima !

"Nein" Blume ! da stimme ich dir absolut zu !

Da würde ich sagen, Nicht grundsätzlich, denn, dass ist natürlich auch Alters abhängig, denn man Kinder mit zu viel Erklärungen auch überfordern.
Da sollte man sich auch schon mal die Zeit gönnen u. vorher gut abwägen !

LG Jedi


Vielen Dank Jedi!

Zitat von Mandinka:
Mitunter klopfe ich mir hinterher dann selber auf die Schulter und fühle mich richtig gut und erleichtert, es geschafft zu haben,


Ja - das Gefühl kenne ich auch. Es fühlt sich wie warmer Honig an, der die Seele runterläuft Ein gutes, warmes Gefühl, welches stärkt. Man hat seine eigenen Gefühle wahrgenommen und die Kraft gehabt, dafür einzustehen.

Zitat von Resi:
Dazu kann ich wirklich gute Zusatz-Bücher empfehlen, z. B. "Mut zur Unabhängigkeit- Wege zur Selbstfindung und inneren Heilung" von Melody Beattie.


Danke Dir, Resi. Von dieser Autorin habe ich auch ein Buch, welches einmal jemand aus dem "BOF" empfohlen hatte. "Kraft zum Loslassen", es beinhaltet tägliche Meditationen - ein sehr gutes Buch.

Lieben Gruß Blume

07.07.2019 16:52 • x 3 #41


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Jedi

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Hallo Mandinka !

Zitat von Mandinka:
schalten nämlich irgendwann auf Durchzug oder fangen erst recht an, zu rebellieren,

So ist es, weil Kindern u. heranwachsenden junge Menschen es eben an der nötige Erfahrung fehlt, die Erklärungen der Erwachsene richtig einordnen u. interpretieren zu können.
Zitat von Mandinka:
ich muß sagen, je öfter ich es schaffe, mich abzugrenzen, um so besser geht es mir - um so weniger depressive Stimmungen kommen auf.

Ja Mandinka so geht es nur !
Erfahrung machen ist der Weg u. je mehr positive Erfahrung du machen wirst, umso sicherer u. stabiler wird dein Umgang mit Abgrenzung.
Zitat von Mandinka:
mich in diesen Situationen zu stabilisieren und doch noch "Nein" zu sagen


Zitat von Mandinka:
Mitunter klopfe ich mir hinterher dann selber auf die Schulter und fühle mich richtig gut und erleichtert, es geschafft zu haben

Das sind die positiven Erfahrungen, von denen ich geschrieben habe u. die beeinflussen unsere Denken !
sich selbst dann auch dafür loben, gehört umbedingt dazu !
Zitat von Mandinka:
zwar ohne schlechtes Gewissen

Sehr wichtig dabei !
Zitat von Mandinka:
ohne die andere Person vor den Kopf zu stoßen

Brauch man ja auch gar nicht.
Aber der Andere kann sich indem Miteinander, besser an uns orientieren !

LG Jedi

07.07.2019 21:01 • x 3 #42


Blume71

Blume71

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Guten Abend,

soeben habe ich einen guten Vortrag des Kinderpsychiaters Michael Winterhoff bei Youtube gesehen.
Ich weiß nicht, ob ich ihn hier verlinken darf.
Es geht darum, warum so viele Kinder zu Narzissten werden und was man als Lehrer, Erzieher und Eltern anders machen kann.

In Kurzform:
Einer der Gründe ist lt. Herrn Dr. Winterhoff, dass eine Symbiose mit dem Kind besteht. Kinder werden wie kleine Erwachsene behandelt. Es wird ihnen alles Recht gemacht. Abgrenzung findet nicht mehr statt, weil selbst der Erzieher oder Elternteil geliebt werden will (ich hoffe ich gebe das hier richtig wieder)
Ein weiterer Punkt ist die Digitalisierung. Der Erwachsene kommt nicht mehr zu sich, ist dauergestreßt und die Psyche kann sich nicht erholen - so dass dann Abgrenzung auch schwer fällt.

Sein Ratschlag ist, damit sich die Psyche erholen kann und im nachhinein besser Abgrenzung passieren kann, mindestens (und das ist die Bedingung) 4-5 Stunden allein - ohne Handy - durch den Wald spazieren zu gehen. Nach 2-3 Std. kommt man runter und dann fängt die Psyche an, sich zu erholen. Der Umgang mit den Kindern (bzw. mit einem selbst) ist danach ein völlig anderer.
Dr. Winterhoff geht selbst alle paar Wochen allein im Wald spazieren, damit er geerdet ist.
Als andere Möglichkeit schlägt er vor, dass man für 3 Wochen sich jeden Tag 1/2 Std. in eine Kirche setzt - ganz allein. Die erste Woche ist man froh, wenn die 1/2 Std. vorbei ist. In der 2. Woche ändert sich jedoch schon etwas und irgendwann setzt der gleiche Effekt ein, wie beim Waldspaziergang. Die Psyche erholt sich und der Mensch ist wieder geerdet und kann sich u. a. besser abgrenzen. Bei sich bleiben.

Ich fand diesen Vortrag sehr interessant und wollte ihn einfach mal hier weitergeben.

Lieben @forenleitung - ich hoffe, das ist so in der Form gestattet, andernfalls bitte löschen!

Vielen Dank und allen einen schönen Abend!

08.07.2019 21:58 • x 3 #43


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Forenleitung

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Hallo,

ja, Du kannst den Link des Videos hier einfach reinkopieren. Die URL wird dann in die Videoansicht umgewandelt.

Liebe Grüße

09.07.2019 09:03 • x 4 #44


Blume71

Blume71

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Vielen Dank!

09.07.2019 14:24 • x 1 #45


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ZeroOne

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Hi!

Ich hab`s mir nebenbei angehört. Prinzipiell hat der Psycho-Meister (aus meiner ganz persönlichen Sicht) schon größtenteils recht, was Themen wie zu sich zurückfinden, sich wieder erden, der Psyche Platz geben, Intuition wiederfinden, etc. betrifft.

Allerdings springt er nach meiner Meinung zu kurz, wenn er das Problem erst ab den 90er Jahren mit dem Beginn der Digitalisierung beschreibt. Schon klar, dass sich viele Leute in dieser Welt verlieren und u.a. in dem von ihm als "Chaosmodus" bezeichneten Zustand landen.

Aber den Vortrag hätte er auch schon halten können, als das Fernsehen Einzug in die Wohnzimmer hielt, oder Radios.
Oder als sich mit Erfindung des Buchdrucks die ersten "Bücherwürmer" zurückzogen und ihrer Psyche immer weniger Platz gaben.
Oder ganz weit zurück: die Erfindung der Arbeitsteilung. Das war eigentlich die "Digitalisierung" dieser Zeit damals.
Oder noch extremer: als der Mensch sein Essen noch selbst jagen musste und die größte Sorge war, wie man täglich den Bauch voll bekommt und nicht, ob man geerdet ist und die Psyche ausreichend Zeit und Raum hat, um u.a. der Intuition beim Großziehen der Kinder korrekt folgen zu können.

Seine Aussagen bzgl. dem Aufziehen von Kindern teile ich nicht unbedingt, auch wenn er ausgewiesener Fachmann dafür ist. Aber das ist ja auch nicht Thema des Threads.
Wobei er sicherlich nicht Unrecht damit hat, dass viele Eltern den Fehler machen, dass sie "ihr" Kind gerne zu dem modellieren wollen, was oder wie sie selbst gerne gewesen wären.

LG
ZeroOne

09.07.2019 17:03 • x 2 #46


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Jedi

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Hallo Blume71 !

Ich möcht nur dazu sagen, dass mir auffällt, dass Angst häufig das handeln von Eltern bestimmt.
Angst , dem Kind könnte etwas passieren !
Angst, dass Kind könnte benachteiligt werden !
Angst, dass Kind findet keine Freunde !
Angst, um die Zunkunftsaussichten des Kindes (am besten würde es Arzt, Anwalt od.Manager)
uvm. !
Oft verbergen sich dahinter eigene, manchmal alte Ängste, die nun auf das Kind übertragen werden.

So führt auch veränderte Lebensumstände, Alleinerziehend, Arbeitslosigkeit oder Krankheit dazu, dass Kind als einen Erwachsenen zu betrachten, ihn mit seinen Sorgen u. den Wunsch, sich mit ihm auszutauschen, seine Meinung einzuholen, es schliesslich damit zu überfordern.
Ihn in eine Lebensposition zu bringen, welche nicht Altersgerecht ist.

Später, nicht selten im Heranwachsenden Alter, werden die Kinder wieder wie Kleinkinder behandelt.
Unangenehmes wird ihnen nicht zugemutet, ihnen wird vieles, was zum Erwachsen werden dazugehört, abgenommen u.
es wird oft eine Sprache gewählt, die eher zu einem Kleinkind passen würde.
So erleben Kinder oft ein eher ambivalentes Erziehungsverhalten durch die Eltern.
Wobei es auch zwischen dem Vater od. der Mutter zu ganz unterschiedlichen Verhalten untereinander u.
gegenüber dem Kind kommt.
Dies führt bei manchen Kindern nicht zu einem stabilen Selbstbewusstsein u. einer klaren Orientierung im Leben.
Die ambivalente Verhaltensmuster können wir, so meine Meinug daran erkennen, wenn es probleme gibt,
zu wissen, was sind überhaupt meine Bedürfnisse,
bzw. was will ich im Leben erreichen,
was ist wichtig, was eher unwichtig für mich
was passt zu mir, was passt so gar nicht zu mir u.
wie gehe ich mit Krisen u. Konflikte um.

Auch die Aufforderung schon dem kleinen Kind gegenüber, "Du brauchst Dir nichts gefallen zu lassen", schafft schon im Kindergarten, der Schule, später in der Ausbildung od. an der Uni ungeahnte Probleme u. Krisen.
Eltern verteidigen ihre Kinder oft unreflektiert u. so lernt manches Kind auch nicht, zu seinen Taten, zu seinem Verhalten aufrichtig zu stehn.
So stören wir uns an die heutigen Heranwachsenden Jugendlichen, als die Generation, "ich, icher, am ichesten", Cool, alles ist cool, alles ist Ge.l
Das Kinder zu Narzissten werden, halte ich doch persönlich, als etwas überzogen.
Narzissmus gehört zu der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung, diese wäre Behandlungsbedürftig u. ist heute auch schon gut behandelbar.

So einige hier im Forum wissen um die Wirkung unserer Prägungen, Glaubenssätze u. Konditionierung u. so sollten wir den jungen Menschen eher nicht scholten, sondern , wir als die Eltern einmal selbst unser Verhalten, unser altes Verhaltensmuster prüfen u.
ggfs. uns überlegen, wie wir mit unserem Kind, altersgerecht umgehen wollen u. wie wir es in seinem Selbstbewusstsein u. Ur-Vertrauen stärken können.

LG Jedi

09.07.2019 21:17 • x 2 #47


Blume71

Blume71

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Hallo,

vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

Dr. Michael Winterhoff war in meiner damaligen Mutter-Kind-Kur oftmals ein Thema und seine Bücher wurden damals den Müttern ans Herz gelegt - deshalb bin ich auch auf dieses Video aufmerksam geworden.

Dass jetzt eine ganze Generation zu Narzissen heranwächste, hoffe und denke ich nicht. Jedoch muss ich zugeben, dass auch in meinem Beruf - lt. Ausbilder - Veränderungen hinsichtlich der Auszubildenden feststellbar sind.

Hauptsächlich habe ich dieses Video in diesen Thread gestellt, weil es auch um das Thema "Abgrenzung" ging und weil ich die Tipps, in den Wald oder in die Kirche zu gehen, sehr interessant fand.

Zitat von Jedi:
So einige hier im Forum wissen um die Wirkung unserer Prägungen, Glaubenssätze u. Konditionierung u. so sollten wir den jungen Menschen eher nicht scholten, sondern , wir als die Eltern einmal selbst unser Verhalten, unser altes Verhaltensmuster prüfen u.
ggfs. uns überlegen, wie wir mit unserem Kind, altersgerecht umgehen wollen u. wie wir es in seinem Selbstbewusstsein u. Ur-Vertrauen stärken können.


Da möchte ich Dir Recht geben! Danke Dir!

Lieben Gruß Blume

09.07.2019 22:12 • x 1 #48


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ZeroOne

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Hi Blume!

Zitat von Blume71:
Hauptsächlich habe ich dieses Video in diesen Thread gestellt, weil es auch um das Thema "Abgrenzung" ging und weil ich die Tipps, in den Wald oder in die Kirche zu gehen, sehr interessant fand.


Ich denke auch, dass das das Wesentliche ist! Egal, ob nun in der Steinzeit, oder im Zeitalter der Digitalisierung.

LG
ZeroOne

10.07.2019 07:49 • x 1 #49


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Resi

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Zitat von Blume71:

Grenze ich mich ab, stehe ich zu mir und nehme mich wichtig, zeige gleichzeitig dem anderen: Du bist mir auch wichtig, denn ich traue Dir zu, dass Du selbst eine Lösung findest und damit wächst!

Das sollte ich mir unbedingt irgendwohin schreiben, wo ich es jeden Tag sehe, ein sehr guter Satz, Blume.
Denn ich habe es unlängst nicht geschafft, bin wütend auf mich deswegen und war fast zwei Tage völlig neben der Spur, dabei ist es etwas völlig "unspektakuläres" für jemanden anderen: für mich ist es ein Riesenberg, den zu erzwingen meine Kräfte übersteigt.
Zitat von Blume71:
Einer der Gründe ist lt. Herrn Dr. Winterhoff, dass eine Symbiose mit dem Kind besteht. Kinder werden wie kleine Erwachsene behandelt. Es wird ihnen alles Recht gemacht. Abgrenzung findet nicht mehr statt, weil selbst der Erzieher oder Elternteil geliebt werden will (ich hoffe ich gebe das hier richtig wieder)
:

Ich hab das vor etwa 10 Jahren gelesen: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" und war damals ziemlich erschüttert, für mich war es ein Plädoyer für mehr Kindheit und Persönlichkeitsentwicklung.
Ich schau mir gerne das Video die nächsten Tage mal an.

Für mich ist "Abgrenzung" auch ein Thema bei der Arbeit.
Ich schaffe es im Moment nicht, mich da abzugrenzen, und zwar in alle Richtungen.
Es ist gerade Umbruch, eine unsichere Situation für alle, und meine Antennen/Sensoren sind überall, nur nicht bei mir.
Ich versuche, es allen Leuten "recht" zu machen, nur nicht mir- naja, stimmt nicht ganz: ich habe mich in zwei für mich wichtigen Bereichen durchgesetzt und meine nun, den Kopf einzieghen zu müssen und mich klein zu machen.
Es ging mir schlecht die letzten Tage, heute ist es etwas besser.

10.07.2019 08:21 • x 3 #50


Blume71

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Liebe Resi,

fühle Dich verstanden!

Zitat von Resi:
Denn ich habe es unlängst nicht geschafft, bin wütend auf mich deswegen und war fast zwei Tage völlig neben der Spur, dabei ist es etwas völlig "unspektakuläres" für jemanden anderen: für mich ist es ein Riesenberg, den zu erzwingen meine Kräfte übersteigt.


Ich kann Dich so gut verstehen. Manchmal fühlt es sich an, wie eine neue Sprache lernen. Ich denke auch hier brauchen wir Geduld, aber WIR SIND AUF DEM WEG

Zitat von Resi:
Ich versuche, es allen Leuten "recht" zu machen, nur nicht mir- naja, stimmt nicht ganz: ich habe mich in zwei für mich wichtigen Bereichen durchgesetzt und meine nun, den Kopf einzieghen zu müssen und mich klein zu machen.


Wie gut ich das kenne. Mir ging es i d. letzten Tagen ähnlich. Ich grenze mich zwar ab bzw. stehe zu mir und dann wird es schwierig. Es setzt nicht gleich ein gutes Gefühl ein, NEIN! Ich warte ängstlich auf die Reaktion des anderen. Fällt sie negativ aus, ist es für mich ganz schwer damit umzugehen und ich bin geneigt beim anderen zurückzurudern. Stelle mich in Frage.
Ich bin dann nicht mehr bei mir und stelle mir wie oft die Frage, ob ich es falsch rüber gebracht habe. (hier geht es aber jetzt nicht um eine Situation mit meinem Kind, sondern mit Erwachsenen). Hätte am liebsten andere Erwachsene oder Thera um Rat gefragt und wenn dann positive Resonanz kommt, bin ich erst sicher
Ich denke aber diese Unsicherheit gilt es dann auszuhalten und wenn der andere anders reagiert, ist das sein gutes Recht.
Wir sind das einfach nicht gewohnt.

Zitat:
Es ging mir schlecht die letzten Tage, heute ist es etwas besser.


Liebe Resi, auch bei mir war es so. Es freut mich, dass es besser ist. Hab Geduld mit Dir - gerade habe ich bei Melody Beattie gelesen, dass das völlig normal ist und zum Heilungsweg dazugehört

Zitat:
Das sollte ich mir unbedingt irgendwohin schreiben, wo ich es jeden Tag sehe, ein sehr guter Satz, Blume.


Dankeschön

10.07.2019 09:52 • x 3 #51


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Jedi

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Hallo Blume71 !

Zitat von Blume71:
Ich grenze mich zwar ab bzw. stehe zu mir und dann wird es schwierig.

Warum Blume wird es schwierig ?
Was erzählen Dir deine Gedanken dann ?
Du schreibst, dass du dich abgrenzt u. zu dir stehst u. bist Du dir ganz sicher, dass Du dich klar abgegrenzt hast ?

"stehe zu mir", hast du Blume geschrieben, dann dürfte es keine schwierigkeiten geben.
Zitat von Blume71:
Es setzt nicht gleich ein gutes Gefühl ein, NEIN!

Verstehe ich u. deshalb u. bitte nicht böse sein, habe ich geschrieben, "bist Du dir da ganz sicher" !
Zitat von Blume71:
Ich warte ängstlich auf die Reaktion des anderen.

Ich stelle mal eine steile These auf, "kann es sein, dass Du dir nicht sicher bist, dich gut abgegrenzt zu haben" ?
Wenn es so sein sollte, ist eine vermutung, könnte die Angst , die Du beschreibst, villt. nicht gegen Andere gerichtet sein, sondern gegen Dich selbst.
So passiert es dann nicht selten, dass man glaubt damit zu sich zu stehen, aber die Unsichert damit, die eigene Angst
damit stärkt ?
Ist nur eine steile These von mir u. soll nur ein Impuls sein, für Dich, diese Situation da noch einmal genau hinzuschauen, auf deine Gedanken u. Gefühle dabei, wenn Du die noch einmal in Dir aufrufen kannst.
Zitat von Blume71:
Fällt sie negativ aus, ist es für mich ganz schwer damit umzugehen und ich bin geneigt beim anderen zurückzurudern. Stelle mich in Frage.

Auch diese Aussage hat meine These erhärtet, denn es sollte so sein, Du begrenzt Dich, für Dich besteht darin klarheit u.
stehst für dich dazu.
Andere haben diese Grenzen zu beachten, ansonsten kann es kein Miteinander, in welcher Form auch immer geben !
Zitat von Blume71:
Ich bin dann nicht mehr bei mir

Villt. Blume, weil es dir an innerer Überzeugung fehlt !
Und dein Thema könnte heißen, nicht wie abgrenzen, sondern meine innere Überzeugung .
Zitat von Blume71:
Hätte am liebsten andere Erwachsene oder Thera um Rat gefragt

Das meine ich mit innerer Überzeugung.
Wenn du die für dich gefunden hast, dann wird dir das Abgrenzen leeichter fallen, du wirst wissen, wo, wie u. in welcher Situation muss ich mich wie weit meine Grenzen setzen.
dann wirst du voll dahinter stehn, dich wird nicht verunsichern u. Reaktionen Anderer, die für dich nicht akzeptabel sind, kannst du bei ihnen lassen.
Zitat von Blume71:
wenn dann positive Resonanz kommt, bin ich erst sicher

Die benötigst Du dann nicht mehr.
Zitat von Blume71:
ch denke aber diese Unsicherheit gilt es dann auszuhalten und wenn der andere anders reagiert, ist das sein gutes Recht.

Da hast Du dir selbst, genau die richtige Antwort gegeben.
An der Unsicherheit weiter arbeiten, denn, so bin ich überzeugt, tust du es auch schon.
Lerne dabei, deine Begrenzungen kennen u. sie zu gegen jedermann zu vertreten.
Erlaube dann Anderen nicht, deine gesetzten Grenzen zu überschreiten u. lasse was nicht zu Dir gehört, bei dem Anderen.
Zitat von Resi:
Zitat v. Blume
Grenze ich mich ab, stehe ich zu mir und nehme mich wichtig,
zeige gleichzeitig dem anderen: Du bist mir auch wichtig,
denn ich traue Dir zu, dass Du selbst eine Lösung findest und damit wächst!

Eine große Weisheit Blume u. dazu gehört die Selbstsicherheit u. das Vertrauen in Dir Selbst !

Zitat von Resi:
Denn ich habe es unlängst nicht geschafft, bin wütend auf mich deswegen und war fast zwei Tage völlig neben der Spur,

Auch hier, spielt die eigene Unsicherheit eine tiefe Rolle, villt. auch noch Ängste ?
Unsicherheit dadurch, dass wir erlauben, unseren Verstand wieder vollmüllen zulassen, mit den vielen un-wahren Gedanken.
Gedanken von Szenarien, die villt. so nie eintreffen werden, aber unsere Seele in Alarmbereitschaft versetzt
u.
Zitat von Resi:
meine Antennen/Sensoren sind überall, nur nicht bei mir.

dann passiert das !
Zitat von Resi:
Ich versuche, es allen Leuten "recht" zu machen,

Schafft man nicht u. so viel Energie hat kein Mensch !
Weder Du Resi noch Ich u. viele Andere !
Zitat von Resi:
ich habe mich in zwei für mich wichtigen Bereichen durchgesetzt

Das sind die positiven Erfahrungen, die Du in Dir selbst, gut speichern solltest.
Zitat von Resi:
meine nun, den Kopf einzieghen zu müssen und mich klein zu machen.

Nee Resi, gerade jetzt, Kopf hoch. beite Brust machen u. Anderen deine Überzeugung spüren lassen.

Bleibt beide, Blume u. Resi mutig dran !

LG Jedi

10.07.2019 14:20 • x 4 #52


Blume71

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Hallo Jedi,

vielen lieben Dank für Deine Antwort!

Zitat von Jedi:
Warum Blume wird es schwierig ?
Was erzählen Dir deine Gedanken dann ?


Ja - was erzählen sie?
- Habe ich gerade die richtigen Worte gefunden?
- Habe ich dem anderen weh getan bzw. vor den Kopf gestossen?
- Fühle ich das wirklich, was ich da gerade geäussert habe?
- War es tatsächlich so, oder habe ich überreagiert?
- Was denkt jetzt der andere von mir? (ich weiß, das sollte mich nicht interessieren )


Zitat von Jedi:
Du schreibst, dass du dich abgrenzt u. zu dir stehst u. bist Du dir ganz sicher, dass Du dich klar abgegrenzt hast ?


Anscheindend nicht. Ich habe nur ein Gefühl gespürt und das habe ich ausgesprochen.

Zitat von Jedi:
Ich stelle mal eine steile These auf, "kann es sein, dass Du dir nicht sicher bist, dich gut abgegrenzt zu haben" ?
Wenn es so sein sollte, ist eine vermutung, könnte die Angst , die Du beschreibst, villt. nicht gegen Andere gerichtet sein, sondern gegen Dich selbst.


Da muss ich nachfragen. Wie meinst Du das?
Angst, dass ich falsch gehandelt habe?

Oder meinst Du diese Angst:

Zitat von Jedi:
Unsicherheit dadurch, dass wir erlauben, unseren Verstand wieder vollmüllen zulassen, mit den vielen un-wahren Gedanken.
Gedanken von Szenarien, die villt. so nie eintreffen werden, aber unsere Seele in Alarmbereitschaft versetzt


Dann habe ich Dich verstanden.

Zitat von Jedi:
Da hast Du dir selbst, genau die richtige Antwort gegeben.
An der Unsicherheit weiter arbeiten, denn, so bin ich überzeugt, tust du es auch schon.
Lerne dabei, deine Begrenzungen kennen u. sie zu gegen jedermann zu vertreten.
Erlaube dann Anderen nicht, deine gesetzten Grenzen zu überschreiten u. lasse was nicht zu Dir gehört, bei dem Anderen.

Zitat von Jedi:
Eine große Weisheit Blume u. dazu gehört die Selbstsicherheit u. das Vertrauen in Dir Selbst !


Danke Dir, Jedi!

10.07.2019 16:06 • x 2 #53


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Jedi

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Hallo Blume71 !

Zitat von Blume71:
Ja - was erzählen sie?
Und nun könntest Du den nächsten Schritt machen, um diese Gedanken auf die Schliche zu kommen.
- Habe ich gerade die richtigen Worte gefunden?

Was denkst Du heute, "hattest Du die richtigen Worte gefunden ? u. Warum stellen Deine Gedanken dann dies infrage ?

10.07.2019 20:52 • x 1 #54


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Jedi

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Hallo Blume71 !

Nun die Fortsetzung.
Zitat von Blume71:
- Habe ich dem anderen weh getan bzw. vor den Kopf gestossen?

Ist es realistisch, gar überhaupt möglich, dass Du damit jemanden weh getan haben könntest, gar vor den Kopf zu stoßen ?
Und wer ist dafür verantwortlich, dies so wahrzunehmen ?
Bist Du es Blume od. der Andere ? Wohl gehört dies zu dem Anderen u. er hätte dann auch die möglichkeit dies bei dir anzusprechen oder eben anders zu reagieren.
Die Verantwortung der Bewertung, liegt also nicht bei Dir, Blume, sondern bei dem Anderen.
Zitat von Blume71:
- Fühle ich das wirklich, was ich da gerade geäussert habe?

Nun, die Frage kannst Du Dir nur selbst beantworten.
Du kannst es so prüfen, fühlt es sich für dich stimmig an !
Zitat von Blume71:
- War es tatsächlich so, oder habe ich überreagiert?

"War es tatsächlich so", ist eine gute Frage, die Du dir stellen kannst. Ist auch OK !
"habe ich überreagiert", ist eher überflüssig, da Du damit alles infrage stellst !
Darauf reagieren deine Gefühle u. schüren die Unsicherheit.
Zitat von Blume71:
- Was denkt jetzt der andere von mir?

Damit machst Du dich von Urteilen Anderer abhängig.
Und wieder gibst du dir die richte Antwort Selbst,
Zitat von Blume71:
(ich weiß, das sollte mich nicht interessieren )

Ja, Blume, dann interessiere dich auch nicht mehr dafür

LG Jedi

10.07.2019 21:26 • x 2 #55


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Jedi

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Was vergessen !

Zitat von Blume71:
Da muss ich nachfragen. Wie meinst Du das?
Angst, dass ich falsch gehandelt habe?

Ja , wie Andere reagieren könnten. Dies ist aber nur ein Gedanke u. könnte aktiviert sein, durch eine innere Angst ?

Zitat von Blume71:
Oder meinst Du diese Angst:

Zitat von Jedi:
Unsicherheit dadurch, dass wir erlauben, unseren Verstand wieder vollmüllen zulassen, mit den vielen un-wahren Gedanken.
Gedanken von Szenarien, die villt. so nie eintreffen werden, aber unsere Seele in Alarmbereitschaft versetzt

Ja, durch die Unsicherheit, die spürbar wird u. die wird meist auch durch eine innere Angst geschürt, wo die Angst völlig sinnfrei auftritt !
Kenne ich so auch von mir, bis ich gelernt habe, woher diese Angst kommt u. bei mir die Unsicherheit auslöst u. zugleich mit der Frage, nach der Bewertung Anderer u. warum machte ich mich davon abhängig.

LG Jedi

10.07.2019 21:42 • x 1 #56


Blume71

Blume71

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Dankesehr @Jedi
Du hast mir sehr geholfen!

Ich bleibe dran

10.07.2019 21:56 • x 1 #57


Blume71

Blume71

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Guten Morgen,

noch ein paar Gedanken zum Thema:


Klarheit - ganz wichtig bei diesem Thema, wenn nicht sogar das Wichtigste!

Danke noch einmal @Jedi !

Was will ich?
Bin ich davon überzeugt?
Stehe ich dahinter?
Tue ich es aus wahrer Überzeugung?
Fühle ich es?
Bisher tat ich es viel, weil es zu meinem Heilungsweg nötig ist, ich versuchte es sozusagen umzusetzen, aber ich fühlte es nicht.

Wenn ich es fühle, bin ich klar und die Abgrenzung klappt.

Zitat von Jedi:
Das meine ich mit innerer Überzeugung.
Wenn du die für dich gefunden hast, dann wird dir das Abgrenzen leeichter fallen, du wirst wissen, wo, wie u. in welcher Situation muss ich mich wie weit meine Grenzen setzen.
dann wirst du voll dahinter stehn, dich wird nicht verunsichern u. Reaktionen Anderer, die für dich nicht akzeptabel sind, kannst du bei ihnen lassen.


Danke

Das ist wahrscheinlich der 1. und allerwichtigste Schritt beim Thema Abgrenzung.

Nicht so, wie ich es oft gehandhabt habe: Grenzen gesetzt, weil ich wußte, es dient der Heilung - der Kopf wusste es bzw. hat es verstanden, aber gefühlt habe ich es nicht. Da kamen dann Zweifel und Unsicherheiten. Der andere spürt eine Schwammigkeit - das kann es anstrengend machen.

Besser ist es, vorher in sich zu gehen es zu fühlen.
Da steht mir oftmals meine Impulsivität im Weg (alte Gefühle?). Das In-sich-Ruhen was wunderbares und wünschenswertes, welches mein schönstes Ziel wäre.

Ich muss nicht immer sofot Grenzen ziehen, ich kann auch signalisieren, dass ich eine Entscheidung treffe und mich dann erneut melden kann.
Den anderen bei sich belassen, den ich bin mir nah - klingt schön!

Das will ich so versuchen. Es fühlt sich an, wie eine neue Sprache lernen - ich findes es sehr schwer!

Es ist ein Weg und er dauert noch an, aber ich möchte ihn gehen!

Lieben Gruß, Blume!

27.07.2019 12:14 • x 4 #58


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Jedi

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Hallo Blume, Hallo an Euch, ihr Mitleser !

"Mir geht es nur gut, wenn es Dir gut geht" !

Zitat von Blume71:
Klarheit - ganz wichtig bei diesem Thema

Ich würde sogar Klarheit duch Bewusstheit ersetzen.
Wenn mir etwas voll im Bewusstsein ist, dann finde ich eher den Zugang zu meinen Gefühlen.
Es ist nicht nur mein Verstand aktiv, sondern unsere Gefühle u. Emotionen folgen unseren Gedanken.

Gedanken bestimmen unsere Gefühle u. Emotionen !
Wenn ich denke, "ich bin nicht genug, ich muss besser sein", dann zeigt sich das, wie wir uns fühlen.
Wir werden nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen.
Da wir dann auch schon einmal gerne dazu neigen, den Anderen besser zu bewerten, werden wir ihnen auch ihre oftmals versuchte Übergriffigkeit (ihr Grenzverletzendes Verhalten) unbewusst erlauben !

Wenn wir zbspl. mal mehr als einen kompromis eingehen, diese Entscheidung voll bewusst so entschieden haben, dann werden kaum negative Gefühle bei uns spürbar werden.
Dann sind wir mit dem Anderen in einem ganz anderen kontakt.
Diese bewusste Entscheidung , verhindert das Andere übergriffig werden.
Sollte wir doch einmal merken, da wird eine Grenze bei uns gerade verletzt, werden uns unsere Gefühle gleich entsprechende Signale schicken, die könnten sein,
wir empfinden Ärger,
Wut kommt in uns auf,
Blutdruck erhöht sich u. Puls fängt an zu rasen,
wir werden missmutiger, unsere Laune sinkt u. wir werden aggressiver

Hat bestimmt jeder schon einmal feststellen können, wenn ein Anderer unsere Grenzen verletzt, Übergriffig geworden ist, uns Manipulieren wollte.
Unsere Bewusstheit schützt uns dann u. wir können darauf entsprechend reagieren.

Je unbewusster wir mit unseren Entscheidungen umgehen, gar unsere Grenzen nicht achten, werden auch dies unsere Gefühle es uns mitteilen,
traurigkeit,
schuld- u. schamgefühle,
wir fühlen uns schlapp, lustlos,
ohnmächtig, gar der situation ausgeliefert !
Die Opferrolle lässt dabei grüßen !

Dies wäre so meine persönliche Erklärung dazu, was Blume richtigerweise geschrieben hatte,
Zitat von Blume71:
Klarheit - ganz wichtig bei diesem Thema, wenn nicht sogar das Wichtigste!


Zitat von Blume71:
Nicht so, wie ich es oft gehandhabt habe: Grenzen gesetzt, weil ich wußte, es dient der Heilung - der Kopf wusste es bzw. hat es verstanden, aber gefühlt habe ich es nicht.

Verstandesgemäß können wir uns jede Art von Grenzen ausdenken, was dazu gehört, unsere innere Überzeugung, diese sich dann in unseren Gefühlen ausdrückt.
Selbstsicherheit wird spürbar in uns, nicht die Schwammigkeit, die Andere manchmal gerne zum Anlass nehmen, unsere Grenzen als nicht wichtig zu beurteilen !
Zitat von Blume71:
Besser ist es, vorher in sich zu gehen es zu fühlen.

Eine gute Möglichkeit, deine Überzeugung spürbar u. in deinem fühlen erlebbar werden zu lassen.
Zitat von Blume71:
Da steht mir oftmals meine Impulsivität im Weg

Auch in der Impulsivität ist es möglich, dass du dir deiner Überzeugung bewusst bist.
Zitat von Blume71:
Das In-sich-Ruhen was wunderbares und wünschenswertes,

Aber auch der Impulsivere Mensch kann seinen Überzeugungen folgen u. es ist nicht immer nötig, In-sich-Ruhend zu sein.
Zitat von Blume71:
welches mein schönstes Ziel wäre.

Auch Du Blume wirst dieses Ziel erreichen können ! Ganz bestimmt !
Zitat von Blume71:
Es ist ein Weg, aber ich möchte ihn gehen!

So wird, so kann es funktionieren !
Dran bleiben

Lg Jedi

27.07.2019 16:05 • x 2 #59


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Jedi

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Hallo Blume !

Noch etwas zum Thema, "Grenzen" !

"Wenn Dir jemand sagt,
Das geht nicht !
Dann mache Dir bewusst dabei,
Es sind Seine Grenzen u. nicht Deine" !

LG Jedi

27.07.2019 21:36 • x 3 #60

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