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Mir gehts nur gut, wenn es Dir gut geht! Wie abgrenzen?

ZeroOne
Hi!

Ich hab`s mir nebenbei angehört. Prinzipiell hat der Psycho-Meister (aus meiner ganz persönlichen Sicht) schon größtenteils recht, was Themen wie zu sich zurückfinden, sich wieder erden, der Psyche Platz geben, Intuition wiederfinden, etc. betrifft.

Allerdings springt er nach meiner Meinung zu kurz, wenn er das Problem erst ab den 90er Jahren mit dem Beginn der Digitalisierung beschreibt. Schon klar, dass sich viele Leute in dieser Welt verlieren und u.a. in dem von ihm als "Chaosmodus" bezeichneten Zustand landen.

Aber den Vortrag hätte er auch schon halten können, als das Fernsehen Einzug in die Wohnzimmer hielt, oder Radios.
Oder als sich mit Erfindung des Buchdrucks die ersten "Bücherwürmer" zurückzogen und ihrer Psyche immer weniger Platz gaben.
Oder ganz weit zurück: die Erfindung der Arbeitsteilung. Das war eigentlich die "Digitalisierung" dieser Zeit damals.
Oder noch extremer: als der Mensch sein Essen noch selbst jagen musste und die größte Sorge war, wie man täglich den Bauch voll bekommt und nicht, ob man geerdet ist und die Psyche ausreichend Zeit und Raum hat, um u.a. der Intuition beim Großziehen der Kinder korrekt folgen zu können.

Seine Aussagen bzgl. dem Aufziehen von Kindern teile ich nicht unbedingt, auch wenn er ausgewiesener Fachmann dafür ist. Aber das ist ja auch nicht Thema des Threads.
Wobei er sicherlich nicht Unrecht damit hat, dass viele Eltern den Fehler machen, dass sie "ihr" Kind gerne zu dem modellieren wollen, was oder wie sie selbst gerne gewesen wären.

LG
ZeroOne

09.07.2019 16:03 • x 2 #46


Jedi
Hallo Blume71 !

Ich möcht nur dazu sagen, dass mir auffällt, dass Angst häufig das handeln von Eltern bestimmt.
Angst , dem Kind könnte etwas passieren !
Angst, dass Kind könnte benachteiligt werden !
Angst, dass Kind findet keine Freunde !
Angst, um die Zunkunftsaussichten des Kindes (am besten würde es Arzt, Anwalt od.Manager)
uvm. !
Oft verbergen sich dahinter eigene, manchmal alte Ängste, die nun auf das Kind übertragen werden.

So führt auch veränderte Lebensumstände, Alleinerziehend, Arbeitslosigkeit oder Krankheit dazu, dass Kind als einen Erwachsenen zu betrachten, ihn mit seinen Sorgen u. den Wunsch, sich mit ihm auszutauschen, seine Meinung einzuholen, es schliesslich damit zu überfordern.
Ihn in eine Lebensposition zu bringen, welche nicht Altersgerecht ist.

Später, nicht selten im Heranwachsenden Alter, werden die Kinder wieder wie Kleinkinder behandelt.
Unangenehmes wird ihnen nicht zugemutet, ihnen wird vieles, was zum Erwachsen werden dazugehört, abgenommen u.
es wird oft eine Sprache gewählt, die eher zu einem Kleinkind passen würde.
So erleben Kinder oft ein eher ambivalentes Erziehungsverhalten durch die Eltern.
Wobei es auch zwischen dem Vater od. der Mutter zu ganz unterschiedlichen Verhalten untereinander u.
gegenüber dem Kind kommt.
Dies führt bei manchen Kindern nicht zu einem stabilen Selbstbewusstsein u. einer klaren Orientierung im Leben.
Die ambivalente Verhaltensmuster können wir, so meine Meinug daran erkennen, wenn es probleme gibt,
zu wissen, was sind überhaupt meine Bedürfnisse,
bzw. was will ich im Leben erreichen,
was ist wichtig, was eher unwichtig für mich
was passt zu mir, was passt so gar nicht zu mir u.
wie gehe ich mit Krisen u. Konflikte um.

Auch die Aufforderung schon dem kleinen Kind gegenüber, "Du brauchst Dir nichts gefallen zu lassen", schafft schon im Kindergarten, der Schule, später in der Ausbildung od. an der Uni ungeahnte Probleme u. Krisen.
Eltern verteidigen ihre Kinder oft unreflektiert u. so lernt manches Kind auch nicht, zu seinen Taten, zu seinem Verhalten aufrichtig zu stehn.
So stören wir uns an die heutigen Heranwachsenden Jugendlichen, als die Generation, "ich, icher, am ichesten", Cool, alles ist cool, alles ist Ge.l
Das Kinder zu Narzissten werden, halte ich doch persönlich, als etwas überzogen.
Narzissmus gehört zu der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung, diese wäre Behandlungsbedürftig u. ist heute auch schon gut behandelbar.

So einige hier im Forum wissen um die Wirkung unserer Prägungen, Glaubenssätze u. Konditionierung u. so sollten wir den jungen Menschen eher nicht scholten, sondern , wir als die Eltern einmal selbst unser Verhalten, unser altes Verhaltensmuster prüfen u.
ggfs. uns überlegen, wie wir mit unserem Kind, altersgerecht umgehen wollen u. wie wir es in seinem Selbstbewusstsein u. Ur-Vertrauen stärken können.

LG Jedi

09.07.2019 20:17 • x 2 #47


Blume71
Hallo,

vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

Dr. Michael Winterhoff war in meiner damaligen Mutter-Kind-Kur oftmals ein Thema und seine Bücher wurden damals den Müttern ans Herz gelegt - deshalb bin ich auch auf dieses Video aufmerksam geworden.

Dass jetzt eine ganze Generation zu Narzissen heranwächste, hoffe und denke ich nicht. Jedoch muss ich zugeben, dass auch in meinem Beruf - lt. Ausbilder - Veränderungen hinsichtlich der Auszubildenden feststellbar sind.

Hauptsächlich habe ich dieses Video in diesen Thread gestellt, weil es auch um das Thema "Abgrenzung" ging und weil ich die Tipps, in den Wald oder in die Kirche zu gehen, sehr interessant fand.

Zitat von Jedi:
So einige hier im Forum wissen um die Wirkung unserer Prägungen, Glaubenssätze u. Konditionierung u. so sollten wir den jungen Menschen eher nicht scholten, sondern , wir als die Eltern einmal selbst unser Verhalten, unser altes Verhaltensmuster prüfen u.
ggfs. uns überlegen, wie wir mit unserem Kind, altersgerecht umgehen wollen u. wie wir es in seinem Selbstbewusstsein u. Ur-Vertrauen stärken können.


Da möchte ich Dir Recht geben! Danke Dir!

Lieben Gruß Blume

09.07.2019 21:12 • x 1 #48


ZeroOne
Hi Blume!

Zitat von Blume71:
Hauptsächlich habe ich dieses Video in diesen Thread gestellt, weil es auch um das Thema "Abgrenzung" ging und weil ich die Tipps, in den Wald oder in die Kirche zu gehen, sehr interessant fand.


Ich denke auch, dass das das Wesentliche ist! Egal, ob nun in der Steinzeit, oder im Zeitalter der Digitalisierung.

LG
ZeroOne

10.07.2019 06:49 • x 1 #49


Resi
Zitat von Blume71:

Grenze ich mich ab, stehe ich zu mir und nehme mich wichtig, zeige gleichzeitig dem anderen: Du bist mir auch wichtig, denn ich traue Dir zu, dass Du selbst eine Lösung findest und damit wächst!

Das sollte ich mir unbedingt irgendwohin schreiben, wo ich es jeden Tag sehe, ein sehr guter Satz, Blume.
Denn ich habe es unlängst nicht geschafft, bin wütend auf mich deswegen und war fast zwei Tage völlig neben der Spur, dabei ist es etwas völlig "unspektakuläres" für jemanden anderen: für mich ist es ein Riesenberg, den zu erzwingen meine Kräfte übersteigt.
Zitat von Blume71:
Einer der Gründe ist lt. Herrn Dr. Winterhoff, dass eine Symbiose mit dem Kind besteht. Kinder werden wie kleine Erwachsene behandelt. Es wird ihnen alles Recht gemacht. Abgrenzung findet nicht mehr statt, weil selbst der Erzieher oder Elternteil geliebt werden will (ich hoffe ich gebe das hier richtig wieder)
:

Ich hab das vor etwa 10 Jahren gelesen: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" und war damals ziemlich erschüttert, für mich war es ein Plädoyer für mehr Kindheit und Persönlichkeitsentwicklung.
Ich schau mir gerne das Video die nächsten Tage mal an.

Für mich ist "Abgrenzung" auch ein Thema bei der Arbeit.
Ich schaffe es im Moment nicht, mich da abzugrenzen, und zwar in alle Richtungen.
Es ist gerade Umbruch, eine unsichere Situation für alle, und meine Antennen/Sensoren sind überall, nur nicht bei mir.
Ich versuche, es allen Leuten "recht" zu machen, nur nicht mir- naja, stimmt nicht ganz: ich habe mich in zwei für mich wichtigen Bereichen durchgesetzt und meine nun, den Kopf einzieghen zu müssen und mich klein zu machen.
Es ging mir schlecht die letzten Tage, heute ist es etwas besser.

10.07.2019 07:21 • x 3 #50


Blume71
Liebe Resi,

fühle Dich verstanden!

Zitat von Resi:
Denn ich habe es unlängst nicht geschafft, bin wütend auf mich deswegen und war fast zwei Tage völlig neben der Spur, dabei ist es etwas völlig "unspektakuläres" für jemanden anderen: für mich ist es ein Riesenberg, den zu erzwingen meine Kräfte übersteigt.


Ich kann Dich so gut verstehen. Manchmal fühlt es sich an, wie eine neue Sprache lernen. Ich denke auch hier brauchen wir Geduld, aber WIR SIND AUF DEM WEG

Zitat von Resi:
Ich versuche, es allen Leuten "recht" zu machen, nur nicht mir- naja, stimmt nicht ganz: ich habe mich in zwei für mich wichtigen Bereichen durchgesetzt und meine nun, den Kopf einzieghen zu müssen und mich klein zu machen.


Wie gut ich das kenne. Mir ging es i d. letzten Tagen ähnlich. Ich grenze mich zwar ab bzw. stehe zu mir und dann wird es schwierig. Es setzt nicht gleich ein gutes Gefühl ein, NEIN! Ich warte ängstlich auf die Reaktion des anderen. Fällt sie negativ aus, ist es für mich ganz schwer damit umzugehen und ich bin geneigt beim anderen zurückzurudern. Stelle mich in Frage.
Ich bin dann nicht mehr bei mir und stelle mir wie oft die Frage, ob ich es falsch rüber gebracht habe. (hier geht es aber jetzt nicht um eine Situation mit meinem Kind, sondern mit Erwachsenen). Hätte am liebsten andere Erwachsene oder Thera um Rat gefragt und wenn dann positive Resonanz kommt, bin ich erst sicher
Ich denke aber diese Unsicherheit gilt es dann auszuhalten und wenn der andere anders reagiert, ist das sein gutes Recht.
Wir sind das einfach nicht gewohnt.

Zitat:
Es ging mir schlecht die letzten Tage, heute ist es etwas besser.


Liebe Resi, auch bei mir war es so. Es freut mich, dass es besser ist. Hab Geduld mit Dir - gerade habe ich bei Melody Beattie gelesen, dass das völlig normal ist und zum Heilungsweg dazugehört

Zitat:
Das sollte ich mir unbedingt irgendwohin schreiben, wo ich es jeden Tag sehe, ein sehr guter Satz, Blume.


Dankeschön

10.07.2019 08:52 • x 3 #51


Jedi
Hallo Blume71 !

Zitat von Blume71:
Ich grenze mich zwar ab bzw. stehe zu mir und dann wird es schwierig.

Warum Blume wird es schwierig ?
Was erzählen Dir deine Gedanken dann ?
Du schreibst, dass du dich abgrenzt u. zu dir stehst u. bist Du dir ganz sicher, dass Du dich klar abgegrenzt hast ?

"stehe zu mir", hast du Blume geschrieben, dann dürfte es keine schwierigkeiten geben.
Zitat von Blume71:
Es setzt nicht gleich ein gutes Gefühl ein, NEIN!

Verstehe ich u. deshalb u. bitte nicht böse sein, habe ich geschrieben, "bist Du dir da ganz sicher" !
Zitat von Blume71:
Ich warte ängstlich auf die Reaktion des anderen.

Ich stelle mal eine steile These auf, "kann es sein, dass Du dir nicht sicher bist, dich gut abgegrenzt zu haben" ?
Wenn es so sein sollte, ist eine vermutung, könnte die Angst , die Du beschreibst, villt. nicht gegen Andere gerichtet sein, sondern gegen Dich selbst.
So passiert es dann nicht selten, dass man glaubt damit zu sich zu stehen, aber die Unsichert damit, die eigene Angst
damit stärkt ?
Ist nur eine steile These von mir u. soll nur ein Impuls sein, für Dich, diese Situation da noch einmal genau hinzuschauen, auf deine Gedanken u. Gefühle dabei, wenn Du die noch einmal in Dir aufrufen kannst.
Zitat von Blume71:
Fällt sie negativ aus, ist es für mich ganz schwer damit umzugehen und ich bin geneigt beim anderen zurückzurudern. Stelle mich in Frage.

Auch diese Aussage hat meine These erhärtet, denn es sollte so sein, Du begrenzt Dich, für Dich besteht darin klarheit u.
stehst für dich dazu.
Andere haben diese Grenzen zu beachten, ansonsten kann es kein Miteinander, in welcher Form auch immer geben !
Zitat von Blume71:
Ich bin dann nicht mehr bei mir

Villt. Blume, weil es dir an innerer Überzeugung fehlt !
Und dein Thema könnte heißen, nicht wie abgrenzen, sondern meine innere Überzeugung .
Zitat von Blume71:
Hätte am liebsten andere Erwachsene oder Thera um Rat gefragt

Das meine ich mit innerer Überzeugung.
Wenn du die für dich gefunden hast, dann wird dir das Abgrenzen leeichter fallen, du wirst wissen, wo, wie u. in welcher Situation muss ich mich wie weit meine Grenzen setzen.
dann wirst du voll dahinter stehn, dich wird nicht verunsichern u. Reaktionen Anderer, die für dich nicht akzeptabel sind, kannst du bei ihnen lassen.
Zitat von Blume71:
wenn dann positive Resonanz kommt, bin ich erst sicher

Die benötigst Du dann nicht mehr.
Zitat von Blume71:
ch denke aber diese Unsicherheit gilt es dann auszuhalten und wenn der andere anders reagiert, ist das sein gutes Recht.

Da hast Du dir selbst, genau die richtige Antwort gegeben.
An der Unsicherheit weiter arbeiten, denn, so bin ich überzeugt, tust du es auch schon.
Lerne dabei, deine Begrenzungen kennen u. sie zu gegen jedermann zu vertreten.
Erlaube dann Anderen nicht, deine gesetzten Grenzen zu überschreiten u. lasse was nicht zu Dir gehört, bei dem Anderen.
Zitat von Resi:
Zitat v. Blume
Grenze ich mich ab, stehe ich zu mir und nehme mich wichtig,
zeige gleichzeitig dem anderen: Du bist mir auch wichtig,
denn ich traue Dir zu, dass Du selbst eine Lösung findest und damit wächst!

Eine große Weisheit Blume u. dazu gehört die Selbstsicherheit u. das Vertrauen in Dir Selbst !

Zitat von Resi:
Denn ich habe es unlängst nicht geschafft, bin wütend auf mich deswegen und war fast zwei Tage völlig neben der Spur,

Auch hier, spielt die eigene Unsicherheit eine tiefe Rolle, villt. auch noch Ängste ?
Unsicherheit dadurch, dass wir erlauben, unseren Verstand wieder vollmüllen zulassen, mit den vielen un-wahren Gedanken.
Gedanken von Szenarien, die villt. so nie eintreffen werden, aber unsere Seele in Alarmbereitschaft versetzt
u.
Zitat von Resi:
meine Antennen/Sensoren sind überall, nur nicht bei mir.

dann passiert das !
Zitat von Resi:
Ich versuche, es allen Leuten "recht" zu machen,

Schafft man nicht u. so viel Energie hat kein Mensch !
Weder Du Resi noch Ich u. viele Andere !
Zitat von Resi:
ich habe mich in zwei für mich wichtigen Bereichen durchgesetzt

Das sind die positiven Erfahrungen, die Du in Dir selbst, gut speichern solltest.
Zitat von Resi:
meine nun, den Kopf einzieghen zu müssen und mich klein zu machen.

Nee Resi, gerade jetzt, Kopf hoch. beite Brust machen u. Anderen deine Überzeugung spüren lassen.

Bleibt beide, Blume u. Resi mutig dran !

LG Jedi

10.07.2019 13:20 • x 4 #52


Blume71
Hallo Jedi,

vielen lieben Dank für Deine Antwort!

Zitat von Jedi:
Warum Blume wird es schwierig ?
Was erzählen Dir deine Gedanken dann ?


Ja - was erzählen sie?
- Habe ich gerade die richtigen Worte gefunden?
- Habe ich dem anderen weh getan bzw. vor den Kopf gestossen?
- Fühle ich das wirklich, was ich da gerade geäussert habe?
- War es tatsächlich so, oder habe ich überreagiert?
- Was denkt jetzt der andere von mir? (ich weiß, das sollte mich nicht interessieren )


Zitat von Jedi:
Du schreibst, dass du dich abgrenzt u. zu dir stehst u. bist Du dir ganz sicher, dass Du dich klar abgegrenzt hast ?


Anscheindend nicht. Ich habe nur ein Gefühl gespürt und das habe ich ausgesprochen.

Zitat von Jedi:
Ich stelle mal eine steile These auf, "kann es sein, dass Du dir nicht sicher bist, dich gut abgegrenzt zu haben" ?
Wenn es so sein sollte, ist eine vermutung, könnte die Angst , die Du beschreibst, villt. nicht gegen Andere gerichtet sein, sondern gegen Dich selbst.


Da muss ich nachfragen. Wie meinst Du das?
Angst, dass ich falsch gehandelt habe?

Oder meinst Du diese Angst:

Zitat von Jedi:
Unsicherheit dadurch, dass wir erlauben, unseren Verstand wieder vollmüllen zulassen, mit den vielen un-wahren Gedanken.
Gedanken von Szenarien, die villt. so nie eintreffen werden, aber unsere Seele in Alarmbereitschaft versetzt


Dann habe ich Dich verstanden.

Zitat von Jedi:
Da hast Du dir selbst, genau die richtige Antwort gegeben.
An der Unsicherheit weiter arbeiten, denn, so bin ich überzeugt, tust du es auch schon.
Lerne dabei, deine Begrenzungen kennen u. sie zu gegen jedermann zu vertreten.
Erlaube dann Anderen nicht, deine gesetzten Grenzen zu überschreiten u. lasse was nicht zu Dir gehört, bei dem Anderen.

Zitat von Jedi:
Eine große Weisheit Blume u. dazu gehört die Selbstsicherheit u. das Vertrauen in Dir Selbst !


Danke Dir, Jedi!

10.07.2019 15:06 • x 2 #53


Jedi
Hallo Blume71 !

Zitat von Blume71:
Ja - was erzählen sie?
Und nun könntest Du den nächsten Schritt machen, um diese Gedanken auf die Schliche zu kommen.
- Habe ich gerade die richtigen Worte gefunden?

Was denkst Du heute, "hattest Du die richtigen Worte gefunden ? u. Warum stellen Deine Gedanken dann dies infrage ?

10.07.2019 19:52 • x 1 #54


Jedi
Hallo Blume71 !

Nun die Fortsetzung.
Zitat von Blume71:
- Habe ich dem anderen weh getan bzw. vor den Kopf gestossen?

Ist es realistisch, gar überhaupt möglich, dass Du damit jemanden weh getan haben könntest, gar vor den Kopf zu stoßen ?
Und wer ist dafür verantwortlich, dies so wahrzunehmen ?
Bist Du es Blume od. der Andere ? Wohl gehört dies zu dem Anderen u. er hätte dann auch die möglichkeit dies bei dir anzusprechen oder eben anders zu reagieren.
Die Verantwortung der Bewertung, liegt also nicht bei Dir, Blume, sondern bei dem Anderen.
Zitat von Blume71:
- Fühle ich das wirklich, was ich da gerade geäussert habe?

Nun, die Frage kannst Du Dir nur selbst beantworten.
Du kannst es so prüfen, fühlt es sich für dich stimmig an !
Zitat von Blume71:
- War es tatsächlich so, oder habe ich überreagiert?

"War es tatsächlich so", ist eine gute Frage, die Du dir stellen kannst. Ist auch OK !
"habe ich überreagiert", ist eher überflüssig, da Du damit alles infrage stellst !
Darauf reagieren deine Gefühle u. schüren die Unsicherheit.
Zitat von Blume71:
- Was denkt jetzt der andere von mir?

Damit machst Du dich von Urteilen Anderer abhängig.
Und wieder gibst du dir die richte Antwort Selbst,
Zitat von Blume71:
(ich weiß, das sollte mich nicht interessieren )

Ja, Blume, dann interessiere dich auch nicht mehr dafür

LG Jedi

10.07.2019 20:26 • x 2 #55


Jedi
Was vergessen !

Zitat von Blume71:
Da muss ich nachfragen. Wie meinst Du das?
Angst, dass ich falsch gehandelt habe?

Ja , wie Andere reagieren könnten. Dies ist aber nur ein Gedanke u. könnte aktiviert sein, durch eine innere Angst ?

Zitat von Blume71:
Oder meinst Du diese Angst:

Zitat von Jedi:
Unsicherheit dadurch, dass wir erlauben, unseren Verstand wieder vollmüllen zulassen, mit den vielen un-wahren Gedanken.
Gedanken von Szenarien, die villt. so nie eintreffen werden, aber unsere Seele in Alarmbereitschaft versetzt

Ja, durch die Unsicherheit, die spürbar wird u. die wird meist auch durch eine innere Angst geschürt, wo die Angst völlig sinnfrei auftritt !
Kenne ich so auch von mir, bis ich gelernt habe, woher diese Angst kommt u. bei mir die Unsicherheit auslöst u. zugleich mit der Frage, nach der Bewertung Anderer u. warum machte ich mich davon abhängig.

LG Jedi

10.07.2019 20:42 • x 1 #56


Blume71
Dankesehr @Jedi
Du hast mir sehr geholfen!

Ich bleibe dran

10.07.2019 20:56 • x 1 #57


Blume71
Guten Morgen,

noch ein paar Gedanken zum Thema:


Klarheit - ganz wichtig bei diesem Thema, wenn nicht sogar das Wichtigste!

Danke noch einmal @Jedi !

Was will ich?
Bin ich davon überzeugt?
Stehe ich dahinter?
Tue ich es aus wahrer Überzeugung?
Fühle ich es?
Bisher tat ich es viel, weil es zu meinem Heilungsweg nötig ist, ich versuchte es sozusagen umzusetzen, aber ich fühlte es nicht.

Wenn ich es fühle, bin ich klar und die Abgrenzung klappt.

Zitat von Jedi:
Das meine ich mit innerer Überzeugung.
Wenn du die für dich gefunden hast, dann wird dir das Abgrenzen leeichter fallen, du wirst wissen, wo, wie u. in welcher Situation muss ich mich wie weit meine Grenzen setzen.
dann wirst du voll dahinter stehn, dich wird nicht verunsichern u. Reaktionen Anderer, die für dich nicht akzeptabel sind, kannst du bei ihnen lassen.


Danke

Das ist wahrscheinlich der 1. und allerwichtigste Schritt beim Thema Abgrenzung.

Nicht so, wie ich es oft gehandhabt habe: Grenzen gesetzt, weil ich wußte, es dient der Heilung - der Kopf wusste es bzw. hat es verstanden, aber gefühlt habe ich es nicht. Da kamen dann Zweifel und Unsicherheiten. Der andere spürt eine Schwammigkeit - das kann es anstrengend machen.

Besser ist es, vorher in sich zu gehen es zu fühlen.
Da steht mir oftmals meine Impulsivität im Weg (alte Gefühle?). Das In-sich-Ruhen was wunderbares und wünschenswertes, welches mein schönstes Ziel wäre.

Ich muss nicht immer sofot Grenzen ziehen, ich kann auch signalisieren, dass ich eine Entscheidung treffe und mich dann erneut melden kann.
Den anderen bei sich belassen, den ich bin mir nah - klingt schön!

Das will ich so versuchen. Es fühlt sich an, wie eine neue Sprache lernen - ich findes es sehr schwer!

Es ist ein Weg und er dauert noch an, aber ich möchte ihn gehen!

Lieben Gruß, Blume!

27.07.2019 11:14 • x 4 #58


Jedi
Hallo Blume, Hallo an Euch, ihr Mitleser !

"Mir geht es nur gut, wenn es Dir gut geht" !

Zitat von Blume71:
Klarheit - ganz wichtig bei diesem Thema

Ich würde sogar Klarheit duch Bewusstheit ersetzen.
Wenn mir etwas voll im Bewusstsein ist, dann finde ich eher den Zugang zu meinen Gefühlen.
Es ist nicht nur mein Verstand aktiv, sondern unsere Gefühle u. Emotionen folgen unseren Gedanken.

Gedanken bestimmen unsere Gefühle u. Emotionen !
Wenn ich denke, "ich bin nicht genug, ich muss besser sein", dann zeigt sich das, wie wir uns fühlen.
Wir werden nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen.
Da wir dann auch schon einmal gerne dazu neigen, den Anderen besser zu bewerten, werden wir ihnen auch ihre oftmals versuchte Übergriffigkeit (ihr Grenzverletzendes Verhalten) unbewusst erlauben !

Wenn wir zbspl. mal mehr als einen kompromis eingehen, diese Entscheidung voll bewusst so entschieden haben, dann werden kaum negative Gefühle bei uns spürbar werden.
Dann sind wir mit dem Anderen in einem ganz anderen kontakt.
Diese bewusste Entscheidung , verhindert das Andere übergriffig werden.
Sollte wir doch einmal merken, da wird eine Grenze bei uns gerade verletzt, werden uns unsere Gefühle gleich entsprechende Signale schicken, die könnten sein,
wir empfinden Ärger,
Wut kommt in uns auf,
Blutdruck erhöht sich u. Puls fängt an zu rasen,
wir werden missmutiger, unsere Laune sinkt u. wir werden aggressiver

Hat bestimmt jeder schon einmal feststellen können, wenn ein Anderer unsere Grenzen verletzt, Übergriffig geworden ist, uns Manipulieren wollte.
Unsere Bewusstheit schützt uns dann u. wir können darauf entsprechend reagieren.

Je unbewusster wir mit unseren Entscheidungen umgehen, gar unsere Grenzen nicht achten, werden auch dies unsere Gefühle es uns mitteilen,
traurigkeit,
schuld- u. schamgefühle,
wir fühlen uns schlapp, lustlos,
ohnmächtig, gar der situation ausgeliefert !
Die Opferrolle lässt dabei grüßen !

Dies wäre so meine persönliche Erklärung dazu, was Blume richtigerweise geschrieben hatte,
Zitat von Blume71:
Klarheit - ganz wichtig bei diesem Thema, wenn nicht sogar das Wichtigste!


Zitat von Blume71:
Nicht so, wie ich es oft gehandhabt habe: Grenzen gesetzt, weil ich wußte, es dient der Heilung - der Kopf wusste es bzw. hat es verstanden, aber gefühlt habe ich es nicht.

Verstandesgemäß können wir uns jede Art von Grenzen ausdenken, was dazu gehört, unsere innere Überzeugung, diese sich dann in unseren Gefühlen ausdrückt.
Selbstsicherheit wird spürbar in uns, nicht die Schwammigkeit, die Andere manchmal gerne zum Anlass nehmen, unsere Grenzen als nicht wichtig zu beurteilen !
Zitat von Blume71:
Besser ist es, vorher in sich zu gehen es zu fühlen.

Eine gute Möglichkeit, deine Überzeugung spürbar u. in deinem fühlen erlebbar werden zu lassen.
Zitat von Blume71:
Da steht mir oftmals meine Impulsivität im Weg

Auch in der Impulsivität ist es möglich, dass du dir deiner Überzeugung bewusst bist.
Zitat von Blume71:
Das In-sich-Ruhen was wunderbares und wünschenswertes,

Aber auch der Impulsivere Mensch kann seinen Überzeugungen folgen u. es ist nicht immer nötig, In-sich-Ruhend zu sein.
Zitat von Blume71:
welches mein schönstes Ziel wäre.

Auch Du Blume wirst dieses Ziel erreichen können ! Ganz bestimmt !
Zitat von Blume71:
Es ist ein Weg, aber ich möchte ihn gehen!

So wird, so kann es funktionieren !
Dran bleiben

Lg Jedi

27.07.2019 15:05 • x 2 #59


Jedi
Hallo Blume !

Noch etwas zum Thema, "Grenzen" !

"Wenn Dir jemand sagt,
Das geht nicht !
Dann mache Dir bewusst dabei,
Es sind Seine Grenzen u. nicht Deine" !

LG Jedi

27.07.2019 20:36 • x 3 #60




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