Komme nicht von einer Person los - wie loslassen?

kompers

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Zitat von Katie:
Hallo Kompers,

zum Übergang habe ich noch einen Tipp, mit dem du evtl. etwas anfangen kannst.

ich nutze bei meinen Gesprächen seit einiger Zeit gern die Hilfe, die ich in dem Buch "Interaktives SkillsTraining für Boderline-Patienten" von Martin Bohus und Martina Wolf aufgezeigt fand. Es beinhaltet nämlich auch eine Cd. Manchmal greife ich selbst auch darauf zurück, wenn ich zu viele Emotionen aufgenommen habe und mich irgendwie "erden" möchte, jedoch nicht mehr die Energie habe, mich auf etwas wirklich zu konzentrieren.


katie, bei welchen gesprächen nutzt du diese cd?

darf ich auch mal nachfragen warum du in diesem forum unterwegs bist? ich hab zwar in einem beitrag von dir gelesen das du diesen schlimmen unfall hattest und dadurch gelähmt bist, aber du hast noch eine familie gegründet und hilfst anderen betroffenen denen es ähnlich ergeht wie dir . wie kam es zu dem weg in dieses forum?

viele grüße

25.11.2012 18:04 • #31


Katie

Katie

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Hallo Kompers,

ich will zumindest kurz deine Fragen beantworten.

Zunächst über die Cd: und dazu möchte ich wörtlich zitieren, was auf dem Einband des dazu gehörigen Buches "Interaktives SkillsTraining für Boderline-Patienten" von Marin Bohus u. Martina Wolf verfasst wurde:

"Die interaktive CD-ROM beinhaltet eine Fülle praxisrelevanter Materialien, die auch ausgedruckt und direkt für die therapeutische Arbeit
genutzt werden können.
M. Linehan entwickelte das >>Skillstraining<< als Komponente der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) für Patienten mit Borderline Störung. Auf dieser
Basis konzipierten M. Bohus und M. Wolf in enger Kooperation mit M. Linehan das interaktive Skillsgruppentraining. Die ursprünglichen Inhalte wurden völlig
neu aufbereitet, überarbeitet und erweitert. Somit kann das Training über die Borderline-Störungen hinaus für alle Störungen der Emotionsregulation
effektiv eingesetzt werden." Zitat Ende

Der letzte Satz, dass das Trainung für "alle Störungen der Emotionsregulation effektiv eingesetzt werden kann", ist meine Basis, warum ich in Gesprächen innerhalb der Schlaganfall-Selbsthilfe-Gemeinschaft, in der ich mich seit 2005 auch ehrenamtlich als psychologische Beraterin
( mit einer kurzen Unterbrechung)
zur Verfügung stelle, auf die hilfreiche Unterstützung daheim während einer Psychotherapie hinweise. Vielen ist diese Möglichkeit nicht bekannt,
und so können sie ihren behandelnden Therapeuten daraufhin ansprechen. Die Termine für Therapien sind bekanntlich rar und Wartezeiten sind grad in emotionsbeladenen Phasen nach einer Entlassung aus der Klinik ins häusliche Umfeld möglichst gut zu überbrücken.
In dieser Hinsicht ist diese CD meiner Meinung nach ein Schatz und ich bin bemüht, das etwas bekannter zu machen.
Sie lenkt von den vielen Ängsten ab, die auch die Angehörigen leicht in ein GedankenKarussell stürzen.
Es wirkt entschärfend.

Natürlich sprechen wir über die eine oder andere Erfahrung mit Skills dann unter uns. Besonders gut ist, dass eigene Skills der Betroffenen auch mit
erwähnt werden und wir hoffen, etwas ähnliches für uns in dieser Richtung zu entwickeln.

Es war geplant, dass ich eine Buchreihe verfasse, speziell für das Pflegepersonal der Stroke Unit.
Sie trägt den Titel "Das Pinoccio Modell". Wie man fühlt, wenn man nicht fühlt und auch das soll eine Gemeinschaftsarbeit werden, bei der Erfahrungen
der einzelnen eingebracht werden.
Die seelische Komponente, urplötzlich und unwiderruflich aus seinem Leben heraus gerissen zu sein, ließe sich jetzt kurzerhand am einfachsten veranschaulichen mit dem Bild "Der Schrei".
Erlebe das, begleite ähnlich Betroffene unter ärztlicher Absprache, verfasse dazu Literatur, dann weißt du die Antwort:

Zitat:
darf ich auch mal nachfragen warum du in diesem forum unterwegs bist?


Ich hatte nach dem ersten Band diese Arbeit abgebrochen, weil in mir selbst vieles hoch kam, ich nahe am Burn out lebe, manches Mal.
Im kommenden Monat will ich diese Arbeit aber möglichst wieder aufnehmen.

Zitat:
aber du hast noch eine familie gegründet und hilfst anderen betroffenen denen es ähnlich ergeht wie dir . wie kam es zu dem weg in dieses forum?

Das ist eine schwierige Frage, die ich jetzt nicht umfassend beantworten kann.
Eine Familie zu gründen, heißt nicht, auf "Wolke 7" zu schweben. Es bedeutet vielmehr - und gerade in der heutigen Zeit, die uns weit von dem entfernt
hat, was für uns Menschen gesund und natürlich wäre - die Last der anderen mit zu tragen.
Eine Familie zu haben, fordert in erster Linie. In meinem engsten Umfeld sind zudem Symptome der Boderlinestörung bei mehreren Personen vorhanden.
Therapien bestehen bei einigen und mich interessiert sehr, in welchem Maß eine erbliche Vorbelastung gegeben sein kann.
Ich bin also auch hier, um zu lernen, wie andere es schaffen, möglichst konstruktiv in jeder Hinsicht zu leben.
Aber ich kann in diesem Bereich weder eine Klinik empfehlen, noch sonst etwas. Da kenne ich mich nicht genügend aus.

Alles Gute für Dich.

25.11.2012 22:01 • #32


kompers


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hallo katie,

"emotionsregulation" , die bewältigung von diskreten emotionen wie angst, wut und trauer erkenne ich dank deiner information immer mehr als hauptproblem bei mir. genau dieser schwachpunkt ist die stelle an der ich mich stärken kann (..und an der mich andere geschwächt haben). ich bin immer noch sehr schnell aus der fassung zu bringen, aber ein totales verzweifelungsgefühl wie ich es hatte als ich anfing hier zu schreiben habe ich nicht mehr, dank der "zusammenarbeit" hier mit dir und den anderen die mir geschrieben haben.

leider war es die verzweifelung die mich hierher verschlagen hat und nicht das vertrauen in leidensgenossen, denn grade an einer von "uns" hatte ich jenes vertrauen verloren.

es ist für mich interessant zu lesen das auch jemand wie du, die so vieles bewerkstelligt und auch noch für andere da ist, sich am rande des burnout bewegt. das zeigt mir das auch ein sinnvolles, konstruktives leben trotz nervlicher belastungen gut möglich ist.
familie, also eigene kinder geben doch einen grossen halt was man ebenso vom partner erwarten sollte; ist doch die eigene familie der vertrauenvollste und vertrauteste anker der seele. wobei ich selbst seit längerer zeit auch der meinung bin das man im sinne rogers (der neue mensch), wenn ich ihn richtig verstanden habe, dieses vertrauen auch in anderen beziehungen finden kann, wenn es einem denn vergönnt ist. {z.b. finde ich hier z.zt. unvergleichbar viel mehr gehöhr und verständnis als in meinem gesamten umfeld incl. partnerschaften und therapeuten innerhalb der letzten fünf jahre}, und das nahezu anonym. auch wenn ich mich wiederhole, es geht mir ein ganzes stück weit besser.

da wir uns selbst versuchen zu finden, therapieren, analysieren erkennen wir natürlich irgendwann die probleme der anderen in unserem umfeld , auch in der familie. dies kann ganz sinnvoll sein; doch sind jene oft nicht im ansatz in der lage unsere blinden flecken vorzulegen; warum auch-dort geht es ja scheinbar immer wieder weiter.

die cd habe ich inzwischen schon bei ebay "verfolgt";allerdings hat mein budget da noch etwas mitzureden; bin schon sehr gespannt auf die skills. hab auch schon gegoogelt, aber noch nicht so richtige rezepte zur emotionsregulation gefunden. ich arbeite dran.

dir auch alles gute!

27.11.2012 14:56 • #33


Katie

Katie

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Hallo Kompers,

wie erfreulich, dass du dieses Forum als hilfreich empfindest.
Du kennst wahrscheinlich bereits den Thread:
SVV- Skills - Analyse nach SVV

Falls noch nicht: es könnte sich lohnen solange du noch keinen Termin bei deinem Psychiater wahrnehmen und /oder auf die CD zurückgreifen kannst.
Zitat:
also eigene kinder geben doch einen grossen halt


Du hast auch einen Sohn und weißt, wovon du sprichst.

Ja, meine Kinder waren wirklich (salopp formuliert) die Chance, mein Leben auch aus anderen Perspektiven und mit anderen Möglichkeiten zu sehen.
Allerdings gehören auch die Steine dazu, die auf jedem Lebensweg liegen.
Nehme ich die auch in Kauf und versuche ich, verständnisvoll ihre Situation zu sehen, als würde ich "mit ihren Augen sehen"?
*Und* bewahre ich die Verantwortung, die Übersicht zu behalten, ohne sie dahin zu lenken, wohin ich gewollt hätte?
*Und* ganz wichtig: bewahre ich diese wunderbare Zeit als eine Facette meines Lebens? Denn eines ist sicher und auch wünschenswert.
Kinder gehen in *ihr* Leben, genau wie ich meine Eltern hinter mir ließ. So lässt man eigentlich alles hinter sich, alles wandelt sich und ich meine,
die Zeit mit den Kindern sollte nicht alleiniger Sinn des eigenen Lebens bleiben.
Man bedankt sich insgeheim immer für alles Gute, das man hatte und bleibt auf diese Weise friedlich verbunden und offen für das Leben.

In Bezug auf den Wandel einer Partnerschaft haben wir doch ein prominentes, ehrliches und offenes Beispiel an Joachim Gauck. Wertvoll ist es,
wenn Partnerschaften sich wandeln, dass aus ehemaligen Ehepartnern, echte Freunde werden. Darauf darf man stolz sein.

Zitat:
das zeigt mir das auch ein sinnvolles, konstruktives leben trotz nervlicher belastungen gut möglich ist.


Absolut. Ich mag besonders gern den Thread "Raus aus dem Loch". Da fand ich viel Ermutigung.

Alles Gute!

28.11.2012 03:31 • #34


kompers


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hallo katie,

wenn aus einem ehepartner ein echter freund wird ist das ein tolles ergebnis. und da bin ich schon bei einem punkt der mir schwierigkeiten bereitet, denn nach deinem hinweis auf den thread mit den skills bin ich an etwas dort hängengeblieben. [im übrigen ist der hinweis zu den skills hier im forum sehr wertvoll für mich. danke dafür, ich hatts noch nicht gelesen. als ich mir das durchlas erkannte ich sofort mich selbst in der ganzen sache. "na super" dachte ich; "passe da ja voll rein". ]

und zwar bei der verhaltensanalyse punkt " 7. Gegebenenfalls Wiedergutmachung
Welche Möglichkeiten der Wiedergutmachung haben Sie?"

warum ist das wichtig?
bei der vielgenannten "bekannten" wollte ich auch eine wiedergutmachung. eine möglichkeit zur aussöhnung. sie stimmte dem nicht zu . ich frage mich noch immer ob sie diesen umstand genauso absichtlich herbeigeführt hat , oder ob ich selbst schuld bin einen grund zu haben etwas wieder gut machen zu wollen.

warum gibt es bei der verhaltensanalyse die frage wegen der wiedergutmachungsmöglichkeit? geht allen hochspannungsgefühlen eine tat vorraus?

viele grüeße

28.11.2012 13:32 • #35


Katie

Katie

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Hallo Kompers,

deine Fragen kann ich dieses Mal wohl nicht beantworten, weil manche Hintergründe, oder tieferen Gründe vielleicht durch einen Therapeuten
herausgearbeitet werden müssten.

Zu anderen Fragen können dir höchstwahrscheinlich diejenigen, die die Verhaltensanalyse in der Klinik kennengelernt haben, ausführlicheres
sagen. Ich "leihe" mir solche Ansätze ja sozusagen nur aus, um sie als Gedankenanstoß für den nächsten Termin beim Therapeuten mit zu geben.
Viele Angehörige sagen zum Beispiel, der Patient habe sich völlig verändert, sei reizbar, aggressiv und/oder depressiv. Da hilft - wenn überhaupt
zumutbar - solch ein Ansatz auch immer, um konstruktivere Gespräche erst einmal in Gang zu bringen. Darum halte ich es für so wichtig, die
Ansätze der DBT auch woanders mit einzubeziehen.

Soulmate88 schrieb:
Zitat:
sondern bei allen möglichen Situation, wo man sein Verhalten als unangemessen einschätzt. Fragen beantworte ich gern...


Zitat:
7. Gegebenenfalls Wiedergutmachung
Welche Möglichkeiten der Wiedergutmachung haben Sie?

Zu deiner Frage nun ein Gedanke, den ich bedenkenlos verallgemeinern kann:
Zitat:
warum ist das wichtig?


Die Sorge, oder gar die Angst eines Menschen, aus einer wichtigen Bezugsgruppe ausgeschlossen zu sein, ist eine Urangst des Menschen,
weil man früher ja nur in einer Gruppe überleben konnte. Das steckt also noch in jedem von uns.

Nun geht deine Frage aber möglicherweise in die Richtung, dass man sein Verhalten selbst als unangemessen einschätzt und darum
Wiedergutmachung anstrebt.
Das wäre darum wichtig, weil dadurch kleinere Verletzungen, oder Kränkungen im großen Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen
wieder ausgeglichen würden. Man könnte auch sagen, dass Schäden repariert werden.
Das bedarf logischerweise einem Gefühl der Anstrengung , weil man dann seine Last ab"gearbeitet" im Sinne von abgesühnt hat und sich
dadurch wieder leichter und frei fühlen kann. Niemandem geht es gut, der sich ein Leben lang schuldig fühlt, ohne dies auszugleichen und
eine Versöhnung anzunehmen.

Du beschreibst deine Problematik ja auch in diesem Sinn, wenn ich dich recht verstehe.

An diesem Punkt würde ich dir aber doch sehr die Hilfe eines Therapeuten empfehlen. Viele Menschen fühlen sich nämlich unnötig schuldig,
oder zu leicht schuldig. Die Problematik liegt dabei in der frühen Kindheit.
Ein Beispiel von vielen nur zur Verdeutlichung:
Wenn Eltern sich so streiten, dass ein kleines Kind Gewalt miterlebt, ist es nicht in der Lage, dieses Verhalten zu verarbeiten.
Das Kind ist von Vater und Mutter abhängig und wegen dieser Abhängigkeit hat es nur die eine Option: beide Elternteile zu lieben.
Um die Diskrepanz zu überwinden, jemanden zu lieben, der gewalttätig ist, sucht das Kind die "Schuld" bei sich, manifestiert in
sich, es selbst sei schlecht und habe es nicht anders verdient. Das ist ein "Erklärungsmodell" für ein kleines Kind und es nimmt dies
mit in sein Leben.
Das Kind wird dadurch leicht beeinflussbar bleiben, und eine Aufarbeitung wäre unverzichtbar.

Alles Gute!

29.11.2012 02:04 • #36


kompers


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so, nun muss ich doch nochmal hier schreiben.

da es mir ja nachdem ich mich hier schriftlich ausgetauscht hatte ein ganzes stück weit besser ging, und zwar so gut das ich hier ja ne ganze weile nichtmal mehr reingeschaut habe.

einen termin bei dr. psych hatte ich für 07.01. hab aber noch einen bei einer anderen frau dr. psych angenommen, und zwar für morgen. mann, bin ich froh das ich da morgen den termin hab. zur selbsthilfegruppe hab ich mich nicht getraut, und es ging mir ja wie oben beschrieben schon so weit besser das ich die bekannte weit von mir weg hatte.

doch seit ein paar tagen werd ich rückfällig. hammer!!!! obwohl einige dinge inzwischen besser laufen hab ich schon wieder mal das gefühl das sich viele erwachsene in meinem umfeld wie kleine kinder benehmen. insbesondere die, auf die ich mich gerne verlassen würde. meine geschwister sind sowas von wechselhaft das ich den kontakt meide. bis auf meine schwetser- bei der wohn ich ;aber ich find sie mega-unberechenbar-muss überall ihre finger zwischen haben. mann, mann und das sozialgericht lässt sich richtig schön zeit wegen meiner eigenen wohnung. das macht mich sowas von krank.

und dann noch meine freundin die alles andere ist als eine stütze - kaum lass ich sie aus den augen, fängt sie um zig ecken per sms und internet an mir ständig metaphern zu übersenden in form von text und foto. nur weil ich nicht mehr frage was sie wann mit wem macht. ich will garnicht mehr wissen was sie macht wenn ich nicht mit ihr zusammen bin.

okay,okay, ich bin erwachsen und mich dürfte das alles nicht erschüttern, aber ich kann diesen zirkus momentan überhaupt nicht gebrauchen.

jetzt bin ich so schwach, das ich seit einigen tagen auch wieder oft an die seltsame "bekannte" denke:

"bitte, bitte hilf mir doch!!! nur einmal sehen und zusammensein. nicht reden . bring jemanden mit ; du musst nicht alleine kommen. egal wo. in deinem betrieb, im cafe, irgendwo. was ist denn daran so schrecklich mir einmal im monat deine aufmerksamkeit zu schenken, nur für eine halbe stunde. ich habe niemanden geschlagen oder finanziell geschadet. wir hatten garnix miteinander. nichts. ein einziges mal in den arm genommen. nichts mehr. ich bin dir nicht zu nahe gekommen. -ich lad dich ein. ich bezahl dir die zeit. behandel mich doch nicht wie einen verbrecher! gesagtes.....nein, geschriebenes kann man doch aussöhnen. wir haben doch gleiche probleme. kann man denn nicht gemeinsam dran arbeiten? ich quäle mich so sehr ohne dich/sie"

sowas denke ich und bin kurz davor es ihr zu schreiben oder sagen zu wollen. eine qual das versprechen einzuhalten das ich es nicht tue.

gott sei dank morgen der termin! ---normal ist das ja alles nicht! hammer!

so, wieder ein wenig ausgejammert. danke für die aufmerksamkeit.

16.12.2012 20:29 • #37


kompers


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so, heute der langersehnte termin:

ca . 25 min gespräch bei der psychologin. es gab ein rezept mit fluoxetin und nem beruhigungsmittel damit ich morgens nicht von panikattacken geweckt werde.

dazu die aussage das patienten mit panikstörung garnicht von irgendeiner klinik aufgenommen werden. dafür der hinweis das ich mir ruhig ne arbeit besorgen soll. nicht arbeiten zu gehen wäre vermeidungsverhalten von mir.

ansonsten brauch ich eine einzeltherapie ->verhaltenstherapie .

tja, klingt alles palusibel; und da das alle ärzte zu mir sagen , wird auch was wahres dran sein.

also: tabletten einwerfen, rauf auf die warteliste, und bewerbungen schreiben. (für panikattacken am arbeitsplatz gibt es keine lösungen.)

ich berichte dann wieder . bis später

17.12.2012 13:25 • #38


monty

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Toll, dass du für dich sorgen konntest!
Ich hoffe, dass dir nun geholfen ist, dass die Medis dir etwas Stabilität vermitteln.
Und ich wünsche dir viel Erfolg bei der Therapeutensuche.
Manchmal hat man Glück, dass man im richtigen Moment anruft. Ich hatte das Glück bei meiner Therapeutin, die gar keine Warteliste führt, dass gerade ein Platz frei wurde.
Und nun stehe ich auf der Warteliste bei einem Verhaltenstherapeuten, der mir für Januar einen Platz angekündigt hat. Warten wir’s ab.
Viel Glück!

17.12.2012 13:44 • #39


kompers


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Zitat von monty:
Toll, dass du für dich sorgen konntest!
Ich hoffe, dass dir nun geholfen ist, dass die Medikamente dir etwas Stabilität vermitteln.
Und ich wünsche dir viel Erfolg bei der Therapeutensuche.
Manchmal hat man Glück, dass man im richtigen Moment anruft. Ich hatte das Glück bei meiner Therapeutin, die gar keine Warteliste führt, dass gerade ein Platz frei wurde.
Und nun stehe ich auf der Warteliste bei einem Verhaltenstherapeuten, der mir für Januar einen Platz angekündigt hat. Warten wir’s ab.
Viel Glück!


damit hast du recht. manchmal ergeben sich schnell die richtigen dinge. ich werd mein glück versuchen.

17.12.2012 17:33 • #40


Sarah

Sarah

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1
Zitat von kompers:
dazu die aussage das patienten mit panikstörung garnicht von irgendeiner klinik aufgenommen werden.


Das halte ich persönlich für ausgesprochenen Unsinn, da meine Zimmergenossin in der Klinik auch in erster Linie unter Panikattacken litt. Genauso wie mindestens eine weitere Patientin bei uns auf der Station.

24.12.2012 09:25 • #41


Martina

Martina

1979
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Panikstörungen sind eine ernst zu nehmende Erkrankung, warum sollte dies nicht in einer Klinik behandelt werden?
Bist du dir sicher, dass du das richtig verstanden hast?
Zitat von kompers:
(für panikattacken am arbeitsplatz gibt es keine lösungen
Es gibt für ALLES eine Lösung, mit der richtigen Therapie wirst du sie finden. :g020:

24.12.2012 10:40 • #42


kompers


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Zitat von Sarah:
Zitat von kompers:
dazu die aussage das patienten mit panikstörung garnicht von irgendeiner klinik aufgenommen werden.


Das halte ich persönlich für ausgesprochenen Unsinn, da meine Zimmergenossin in der Klinik auch in erster Linie unter Panikattacken litt. Genauso wie mindestens eine weitere Patientin bei uns auf der Station.


ja!!!!....ich fand die aussage auch seltsam. ich bin auch der meinung mich zu erinnern fernsehbeiträge gesehen zu haben in denen angstpatienten in kliniken behandelt werden.

dann ihre aussage das fluspi kein geeignetes mittel für mich wäre weil es für schizophrenie patienten wäre , aber nich tfür mich. sie verschreibt mir quetiapin:ein mittel für schizopatienten.

ebenso machte sie mir vorwürfe diazepam einzunehmen : ich würde mitmenschen im strassenverkehr gefährden. bekomme aber aufs rezept fluoxetin; damit darf ich auch nicht fahren.

warum sagt sie das?

29.12.2012 14:10 • #43


kompers


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Zitat von Martina:
Panikstörungen sind eine ernst zu nehmende Erkrankung, warum sollte dies nicht in einer Klinik behandelt werden?
Bist du dir sicher, dass du das richtig verstanden hast?
Zitat von kompers:
(für panikattacken am arbeitsplatz gibt es keine lösungen
Es gibt für ALLES eine Lösung, mit der richtigen Therapie wirst du sie finden. :g020:


ja sicher. ich hab sie doch extra gefragt ob ich nicht in eine klinik könnte. andere ärzte hatten das auch schon empfohlen. diese hier sagte aber eben das mich mit panikstörung keine klinik aufnimmt und ich lieber mal versuchen soll arbeiten zu gehen. kann ja sein das sie es gut meint und mich nicht in die klinikschiene schieben will. aber ich weiss ganz genau was passiert wenn ich einen job annehme. erst läuft alles super, dann kommen die zusammenbrüche......

und welcher chef akzeptiert sowas?

29.12.2012 14:14 • #44


kompers


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es ist in den letzten monaten auch so das ich einfach keine lust mehr habe . ich weiss , das klingt kindisch, aber ich hab kein bock mehr. bin auch grade etwas frustriert. aber ich bin so deprimiert das ich mich nirgends durchsetzen kann. nirgendwo! jeder um mich herum macht was er will. im privaten bereich gibt es genug leute denen ich gerne einen gefallen tun kann oder nach dessen pfeife ich tanzen darf. allein schon meine forderung nach einer eigenen wohnung vor dem sozialgericht: der anwalt sagt mir das ich wohl abwarten müsse. das jobcenter spricht nicht mehr mit mir. ich wohne bei meiner schwester in einer 45 qm wohnung , schlafe auf ner matratze aufm boden. sie meckert wenn ich dusche; warmes essen kann ich mir nicht machen weil sie keine küche hat, und eine mikrowelle darf ich mich aufstellen. als meine freundin zu besuch war wurde sie eifersüchtig.

meine freundin hat 3 kinder, ist seit 10 monaten krank geschrieben weil sie psychisch krank ist. sie kümmert sich um ihre 3 kinder , pflegt täglich ihre kranke mutter. aber sie bezeichnet mich als zigeuner weil ich wohnungslos bin. sie verachtet mich immer mehr und hat immer weniger zeit für mich. weil ich genau wie sie krank bin.

meinen sohn kann ich auch eben deswegen nicht auf besuch bekommen.

ich hab im sommer 50 bewerbungen geschrieben. es kam eine einzige einladung. am ende des gut verlaufenden bewerbungsgesprächs bekomme ich so eine lähmende , blindmachende panikattacke. super!

ich will in eine klinik: frau doktor sagt :nein!

ganz ehrlich.....was soll das alles? selbst das probleme wegsaufen macht keinen spass mehr. echt nicht!

ich verstehe manche leute die sich umbringen!!! ich selbst werde das ganz sicher nicht tun! ich hab viele zu viel angst vorm tod und hänge am leben weil ich mir auch sehr viel schöne momente bereite. aber wirklich! ich verstehe das ganze nicht. alles hängt daran ob man arbeiten geht und wieviel geld man verdient. und wenn man ganz unten ist, treten die, die auch ganz unten sind , auf einen ein.

so , genug selbstmitleid. smilie_frech_122.gif :huh:

29.12.2012 14:32 • #45




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