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Sind das Anzeichen einer Depersonalisation / Derealisation?

Kyoshi
Guten Tag liebes Forum.

Mein Name ist Kyoshi und ich bin 25 Jahre alt. Mit 17 wurde bei mir Borderline diagnostiziert, sowie eine mittelgradige Depression. Über die Jahre hatte ich gelernt mit beiden gut umgehen zu können. Ich habe meine Ausbildung abgeschlossen und einen festen Freundeskreis aufgebaut.
Doch Anfang dieses Jahres sind einige Dinge schief gelaufen und ich musste wieder in die Klinik. In laufe das Aufenthaltes sind Symtome aufgetreten, die ich so noch nicht kannte. Dissoziationen hatte ich bereits häufig erlebt aber dies unterscheidet sich davon. Ich hab jetzt seit knapp zwei Monaten ununterbrochen das Gefühl kein Teil meiner Umwelt zu sein, ich nehme meinen Körper nicht mehr als Teil von mir war, es fühlt sich an als würde ich eine Puppe steuern. Ich habe habe eine Art Schleier vor den Augen wie bei zu niedrigen Blutdruck. Ich habe mittlerweile keine Verbindung mehr zu meinen Erinnerungen, vergesse viel und habe das Gefühl von Orientierungslosigkeit.
Außerdem fällt es mir schwer noch einen klaren Gedanken zu fassen.

Nach dem was ich gelesen hab, können diese Symtome zu einer D/D-Störung passen. Nun bin ich am Überlegen mich bei einer Klinik in Mainz vorzustellen die darauf spezialisiert sind vorzustellen.
Wollte aber vorher nochmal hören was andere betroffene dazu sagen können.

Schon mal vielen Dank im vorraus für eure Antworten.

07.08.2019 14:37 • #1


Lara2019
Hallo Kyoshi,

herzlich willkommen im Forum.
Ich selber leide u.a. an Derealisation, weniger an Depersonalisation.
Deiner Beschreibung nach zu urteilen, könnte es das bei dir sein.
Aber um ganz sicher zu gehen, ist die Diagnose eines Facharztes wichtig.
Daher ist die Idee gut, dich in der Klinik in Mainz vorzustellen.

08.08.2019 07:29 • x 1 #2


Ich kenne beide Phänomene, Depersonalisation und Derealisation.
Es ist eine Schutzfunktion deines Körpers, einer Sit., die du nicht aushalten kannst, zu entfliehen.

Bei mir fühlt sich die Depersonalisation so an, als wäre ich nur noch mein "Ich", was durch meine Augen schaut und der Rest meines Körpers fühlt sich an, wie ferngesteuert. Manchmal kribbeln meine Hände.
Bei der Derealisation habe ich das Gefühl, dass irgendwas in meiner Umgebung nicht "passt", es fühlt sich alles fremd an. Der Gedanke, dass es vielleicht nur eine Parallelwelt ist und die Verzweiflung, nie rauszufinden, ob das so stimmt.
Als Kind/Jugendliche konnte ich das aktiv steuern, mich in schlimmen Situationen quasi "wegbeamen". Das hat mich sehr oft gerettet. Problematisch wurde es, als es mir immer schwerer fiel, "zurückzukommen".

Manchmal setze ich diese Methode auch heute noch ein, wenn ich eine Sit. nicht aushalte, diese aber auch nicht verlassen kann. Die Gefahr dabei ist halt nur, dass man evtl. ohne extremen Reiz nicht mehr rauskomme.

Wenn dieses Phänomen auftritt, dann i.d.R. nicht ohne Grund, sondern weil dein Geist dich schützen will.

Vor 5 Minuten • #3




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