Depersonalisation Test - Leide ich unter Derealisation?

morgentau

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Hallo Ihr Lieben.
Leute die mich kennen, wissen ja, dass ih schon ne weile mit depressionen zu kämpfen habe: Aber nun haben sich völlig neue Gefühle eingeschlichen.
Begonnen hat alles mit der Geschichte meiner ehemaligen Bekannten, die ich hier "jana" nenne. Sie driftet total in die Esotherik ab, und verhält sich überhaupt ziemlich seltsam. Seit ich das mit bekommen habe, verhalte ich mich aber auch komisch. Mein Umfeld meint, ich bin in Ordnung, ausser meine Ängste und ebendie Depression.
Ich jedoch fühle mich so, als würde ich langsam durchdrehen. Meine Umwelt kommt mir vor, als wär sie weit weg, auch wenn ich mittendrin bin. Ich sehe plötzlich sehr schlecht und auch das Licht, ob nun Künstlich oder natürlich kommt mir dann sehr intensiv vor. ich fühlee mich einfach, als sei ich ein traum. eine person ohne substanz. so stark hatte ich das noch nie.
In meiner Depression hat sich das thema wut, S. und vor allem abnabelung vom elternhaus herauskristalisiert.

Meine frage nun: kann es sein, dass ich evtl. mich nun wirklich innerlich abnabel und mein innerstes dies jedoch so schwer ertragen kann, dass ich dann gleich garnichts mehr spüre. das mein unterbewusstes die Depersonalisation - Derealisation benutzt, um diesen prozess zu ertragen. Denn in der Therapie arbeiten wir sehr stark an meiner abhängigkeit vom elternhaus.

Das leben scheint mir so komisch, plötzlich. ich hab keine selbst******gedanken, das nicht (gott sei dank), aber es scheint mir so fremd. alles ist so fremd. ich hab angst,dass die leute um mich rum meinen ich dreh durch. ich hab angst, durchzudrehen.

was mir auch aufgefallen ist, ist das meine sprache sich etwas verändert hat. war ich bis vor einpaar wochen ein sprachakrobat, brauch ich heut echt länger um die richtigen worte zu finden.

kann mir bitte jemand die angst nehemen???
kann das körperliche ursachen haben???
unterzucker, vielleicht.

was ist los mit mir?

05.01.2009 20:51 • #1


java223

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Also die Angst nehmen, das ist so eine Sache.
Das was du beschreibst mache ich auch gerade durch. Depression, die fast abgeklungen ist und die DP die noch ordentlich arbeitet.
Der Aspekt "Abnablung vom Elternhaus" das mache ich ebenso durch, es tut weh sich seiner Wahrheit bewusst zu werden, altes zu bearbeiten,zu verzeien und sich neu zu definieren.
Die Angst kann ich dir nicht nehmen nur sagen das der Weg, auch wenn es nur kleine Schritte sind, der richtige ist.
Ich versuche die meiste Zeit meine Aufmerksamkeit von mir zu lenken, mache Musik, gehe mit dem Hund eine große Runde, fahre ins Schwimmbad. Oder halt Gefühle,wenn sie mal kommen, zu bedenken, etwas dazu aufzuschreiben und einen Gedanken finden der mich dann abschließen lässt.

Die Ängste habe ich mit einer kleinen Hilfe wegbekommen, sprich es aber mit deinem Psychotherapeuten ab falls du einen hast. Das heißt die 30sec Überprüfung. da überprüfst du 30 sec. lang ob deine Befürchtung eingetroffen ist in den 30 sec. und dann wenn nicht, machste einen strich auf einem zettel.diesen trägste immer bei dir, jedes mal wenn die angst kommt,dann diese technik,einen strich wenn du nicht verrückt geworden bist und dann lässt sich dies etwas händeln.
diese neue wahrnehmung von dir und der umwelt mag dich beängstigen, aber dein Hirn gewöhnt sich mit der zeit daran und du bist dann auch nicht mehr so beunruhigt. bei mir war es zumindest so.habe auch gelesen und gelernt, ich studiere soziale arbeit mit dem schwerpunkt klinische sozialarbeit das diese Angst verrückt zu werden im Rahmen einer Erkrankung an Depression mit DP als Symptom nicht selten ist.
Also ich hatte auch diesen schlimmen Befürchtungen verrückt zu werden, manchmal immer noch aber damit und einem strukturierten TAges-und Aktivitätsplan kann man das Wohlbefinden unterstützen...

also wenn du fragen hast, frag ruhig.

10.01.2009 22:18 • #2


steenie

Hallo morgentau,
was Du schilderst, klingt schon nach einer Derealisation. Da brauchst Du aber keine Angst vor zu haben. Das ist nichts Gefährliches. Es ist unangenehm und - weil man das nicht einzuschätzen weiß - macht es meist Angst. Eine Derealisation tritt im Rahmen verschiedener Erkrankungen mal mit auf. So kann sie auch bei Depressionen mit auftreten. Wenn man dann die Depression behandelt, gehen auch die Derealisationszustände wieder zurück.

Du schreibst, Du bist in Therapie. Erzähl Deinem Therapeuten mal davon, damit er das weiß. Du brauchst keine Angst zu haben, daß er Dich dann für verrückt hält. Denn so etwas hat überhaupt nichts mit Verrücktsein zu tun. Und das wird er wissen.

Manchmal kann man es schaffen, so einen Zustand zu durchbrechen. Man kann z.B. einen kleinen Stein in den Schuh legen und darauf gehen, so daß er drückt/etwas wehtut. Man kann es auch mit ganz kaltem Wasser versuchen, kalt duschen oder vielleicht reicht auch schon kaltes Wasser auf Hände/Arme/Gesicht laufen zu lassen. Solche kleinen, aber deutlichen Reize können einem manchmal da wieder raushelfen.

Liebe Grüsse
von steenie

13.01.2009 17:19 • #3


morgentau


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Danke euch vielmals...
ich erlebe den ausstieg aus der depression wirklich als sturm.. wow... da kommen solche DP´s wahrscheinlich einfach auf.
habe das jezt lange nicht gehabt, weil ich einfach entschieden habe, nicht verrückt zu sein und es wirklich geschafft habe, das zu ignorieren.
jedenfalls, merke ich wie ich aussteige aus der depression... das is auch nich einfach... fühlt sich an wie ein haus ausmisten...

heute habe ich mit einer alten bekannten von mir gesprochen, nach 5 jahren zum ersten mal. sie kommt aus dem selben land wie ich und wir waren immer sehr vertraut.
sie erkrankte 2007 an einer reaktiven depression. ich erzählte ihr meine geschichte... smilie_frech_122.gif war wohl ein fehler... ich fühle sie langsam wiederkommen...die depression und auch DP... smilie_sonst_025.gif
hab es wohl versäumt, mein innerstes zu beschützen und war viel zu offen ...

nun ja... ich hoffe ich lerne daraus...

lg
dani

27.01.2009 22:32 • #4


bones

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Da dieser thread passt, möchte ich nicht extra ein neues erstellen.

Ich erlebe in letzter Zeit oft die Wahrnehmung meiner Umgebung als fremd wahr. Oft steh ich da und wundere mich wieso ich dort dann bin . Als gutes bspl ist, dass ich die Tage meine Tochter bei ihrer Oma abholen wollt. Ich weiss,dass sie in der 2. Etage ihrer Wohnung haust. Doch an dem Tag ging ich die Treppen hoch und merkte dann dass ich plötzlich nicht weiter hoch gehen könnte.hab mich völlig irritiert ,da ich ja 2 Etagen hoch musste. Als ich mich dann genau umsah ,stellte ich fest,dass ich in dem Augenblick die höchste Etage längst erreicht hatte. Auch kam mir da die Umgebung fremd vor. Ist nur ein bspl von zig anderen Erlebnissen.
Habe mit meiner Psychiaterin darüber unterhalten und ich leide neben Depressionen auch unter derealisation.

Da ich in ca 2wochen zur Tagesklinik geh, wollt ich Mal fragen, wer von euch damit auch zu kämpfen hat und was für Methoden ihr dagegen tut, um damit umzugehen zu können?

In dieses Sinne allen ein guten Rutsch ins neue Jahr.

31.12.2017 13:46 • #5




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