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Keiner mag mich - fühle mich von allen abgelehnt

Acon
Hallo Cleo,
Dein Anliegen erinnert mich an mein eigenes Erleben. Habe auch vieles versucht mit meiner Wahrnehmungsstörung klar zu kommen. Ich habe alles was passiert negativ auf mich bezogen. Viele Therapien hinter mir, mit mehr oder weniger Erfolg. Eine meiner wichtigsten Erkenntnis war; warten hilft nicht. Dein Leben kannst nur Du in Deine Hand nehmen. Alles andere sind nur Hilfestellungen, nicht weniger aber auch nicht mehr. Mir hat eine Ergotherapie enorm geholfen meine Wahrnehmungsstörung aufzuzeigen und positive Gedanken zuzulassen. Natürlich ist es nicht einfach einen guten Therapeuten zu finden. Auch da kann es passieren, dass es Negativerlebnisse gibt. Habe auch erst kürzlich nach meinem Umzug in eine ganz andere Gegend so eine Erfahrung gemacht. Das ist eben dann so und ist nicht durch Dich verursacht. Also weitersuchen und nicht aufgeben.

Ich wünsche Dir alles Liebe bei Deiner Suche
Acon

28.11.2018 04:14 • x 1 #16


Zitat von CleosEndzeit:
Im Moment sind keine persönlichen Kontakte möglich. Ich werde gemieden als hätte ich eine tödliche Krankheit.


Genau so ist es bei mir auch! Es liegt nicht an mir, ich würde schon Kontakte zu Leute annehmen, aber alle gehen früher oder später auf Distanz. Ok vielleicht liegt es schon an mir, weil ich ja die Krankheit habe, aber was kann ich dafür, ich habe sie schon so lange, es fing an in einer Zeit wo ich noch nichtmal in der Lage war, Hintergründe zu reflektieren... und jahrelang ist es immer nur noch intensiver geworden... ich fühle mich auch teilweise wie mit einer tödlichen Krankheit im Endstadium, zumindest geben mir andere Leute das Gefühl... ich habe immer den Eindruck, sie gehen auf Abstand weil sie Angst haben, sich anzustecken. Es wird ja auch oft gesagt, dass Depressive ihr Umfeld mit runter ziehn, kann sein das darin die Ursache liegt.

Die Therapeuten haben gesagt, es wäre alles wegen meiner durch die Depression negativ verzerrten Wahrnehmung, ich müsste einfach nur meine Einstellung ändern und an meinem Auftreten arbeiten gegenüber anderen...
hört sich zwar in der Theorie logisch an, bringt mir aber nichts.
btw Ich habe Depressionen, keine Wahrnehmunsgstörungen, und mit Verhaltenstherapie kann ich gar nichts anfangen.

Also ich kann auch keinen Tipp dazu geben, aber verstehe diese Problematik, aus eigener Erfahrung.

30.11.2018 00:57 • #17


Pilsum
@Ellis

Hallo Ellis,
Zitat:
Genau so ist es bei mir auch! Es liegt nicht an mir, ich würde schon Kontakte zu Leute annehmen, aber alle gehen
früher oder später auf Distanz. Ok vielleicht liegt es schon an mir, weil ich ja die Krankheit habe, aber was kann ich dafür,


Gut finde ich, wenn Du grundsätzlich bereit bist, Kontakt zu anderen Menschen zu haben.
Nur reicht es nicht, darauf zu warten, dass andere Dich ansprechen.
Hier solltest Du auch auf andere zugehen. Das wirst Du aber vermutlich schwierig finden.
Und Kontakte muss man am Laufen halten.
Das ist wie bei einem Lagerfeuer!
Wenn Du kein Holz ( keine netten Sätze ins Gespräch legst) ins Feuer nachlegst, geht das Feuer nach und nach aus.
Würdest Du auch kein Lagerfeuer am brennen halten können?

Zitat:
ich fühle mich auch teilweise wie mit einer tödlichen Krankheit im Endstadium, zumindest geben mir andere Leute das Gefühl.


Wie glaubst Du, erkennst Du, dass die anderen Menschen Dir ein schlechtes Gefühl geben.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass dies immer so ist.
Zitat:

ich habe immer den Eindruck, sie gehen auf Abstand weil sie Angst haben, sich anzustecken.


Kann es auch sein, dass Dich Dein Eindruck oft täuscht?
Zitat:
Es wird ja auch oft gesagt, dass Depressive ihr Umfeld mit runter ziehn, kann sein das darin die Ursache liegt.


Manchmal ziehen Depressive ihr Umfeld tatsächlich etwas herunter.
Das können sie aber oft selbst verhindern.
Zitat:
Die Therapeuten haben gesagt, es wäre alles wegen meiner durch die Depression negativ verzerrten Wahrnehmung,
ich müsste einfach nur meine Einstellung ändern und an meinem Auftreten arbeiten gegenüber anderen...
hört sich zwar in der Theorie logisch an, bringt mir aber nichts.


Deine Therapeuten werden weitgehend Recht haben. Warum bringt Dir das nichts?
Glaubst Du, Du kannst Dein Auftreten gegenüber anderen nicht etwas verändern?

Zitat:
Also ich kann auch keinen Tipp dazu geben, aber verstehe diese Problematik, aus eigener Erfahrung.


Auch wenn Du keinen Tipp geben kannst. Würdest Du denn einen Tipp annehmen wollen?

Viele Grüße

Bernhard

30.11.2018 02:00 • x 1 #18


@Pilsum

Zitat von Pilsum:




Wie glaubst Du, erkennst Du, dass die anderen Menschen Dir ein schlechtes Gefühl geben.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass dies immer so ist.



Die Frage wurde bereits beantwortet. Wenn Leute (va Freunde) auf Abstand gehen (ohne konkrete Gründe dafür zu nennen) gibt mir das nunmal ein schlechtes Gefühl. Ich würde mal vermuten, dass dies sogar bei den meisten Menschen so ist, unabhängig davon ob man depressiv erkrankt ist oder nicht.


Zitat von Pilsum:
Kann es auch sein, dass Dich Dein Eindruck oft täuscht?


Nein, und ich habe auch kein Interesse daran, dass fremde Personen meine subjektive Auffassung hinterfragen!


Zitat von Pilsum:


Deine Therapeuten werden weitgehend Recht haben. Warum bringt Dir das nichts?
Glaubst Du, Du kannst Dein Auftreten gegenüber anderen nicht etwas verändern?



Wieso sollten die Therapeuten automatisch recht haben, sind die allwissend und unfehlbar? Deiner Meinung nach anscheinend ja, sonst würdest du nicht so spontan eine solche Aussage machen mit derart wenig Hintergrundinformationen.

Es hat absolut nichts mit dem Auftreten zu tun, es liegt ausschließlich an meiner Erkrankung, die zwar für Außenstehende weitestgehend unsichtbar sein mag, dennoch eine immens abschreckende Wirkung hat. Es gibt viele Menschen mit Depressionen, wo je nach Schweregrad die sozialen Kontakte verloren gehen und nein es ist nicht immer nur so, dass der Depressive sich zurück zieht (wg sozialer Phobie zb) ,es geht auch andersrum.
Ich hatte vor Jahren noch einen relativ großen Freundeskreis, als die Krankheit noch nicht so ausgeprägt war wie heute. Je stärker die Depression wurde, desto einsamer wurde ich... für mich besteht da ein eindeutiger Zusammenhang!
Ich weiß ich bin eher ein Einzelfall, was die schwere meiner Symptomatik angeht, ich kenne im echten Leben niemand bei dem es so extrem ist...
Ich war bereits bei etlichen Therapeuten und in Kliniken, es gibt auch Menschen, bei denen die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, denen man mit konventionellen Methoden nicht helfen konnte, und ich bin einer davon...

In der Klinik fand ich Gespräche mit Patienten, denen es zumindest ähnlich geht wie mir, um einiges hilfreicher. Selten waren konkrete Tipps dabei, die ich praktisch nutzen konnte, aber das Gefühl, verstanden zu werden, auch auf emotionaler Basis, kann auch hilfreich sein...
das ist auch erstmal der Grund warum ich mich in diesem Forum angemeldet habe: Erfahrungsaustausch mit Betroffenen

Joa ich nehme Tipps an, eventuell, wenn sie hilfreich sind... aber so Standard-Sprüche wie du sie bringst nein danke sowas brauch ich nicht. Abgesehen davon finde ich es ziemlich dreist, wie du die Ansichten anderer Leute hinterfragst und indirekt als falsch darstellst!

01.12.2018 00:28 • x 1 #19


...

01.12.2018 00:30 • #20


Zitat von Ellis:
Die Therapeuten haben gesagt, es wäre alles wegen meiner durch die Depression negativ verzerrten Wahrnehmung, ich müsste einfach nur meine Einstellung ändern und an meinem Auftreten arbeiten gegenüber anderen...
hört sich zwar in der Theorie logisch an, bringt mir aber nichts.
btw Ich habe Depressionen, keine Wahrnehmunsgstörungen, und mit Verhaltenstherapie kann ich gar nichts anfangen.



Ich denke die negativ verzehrten Wahrnehmungen sind schon ein Grund - aber EINFACH die Einstellung ändern, funktioniert nun einmal leider nicht.
Und ja so geht es mir auch oft - ich denke der oder die hat was gesagt und das hat sie über mich gesagt - weil ich mir den Schuh nur zu gerne anziehe.
Oft hatte das ganze gar nichts mit mir zu tun - ich dachte es einfach, weil es sich so für mich richtig anfühlte.

Oder warum wurde ICH nicht eingeladen aber die anderen.
Naja vermutlich weil ich vorher schon irgendwie gesagt hatte, nö solche Sachen finde ich doof und die dachten, ok wenn es ihr keinen Spaß macht fragen wir sie nicht.
Oft fand ich die Sachen gar nicht so doof, aber ich dachte mir - die laden mich eh nicht ein und so ist es besser, weil ICH ja gar nicht wollte.

Aber da die Einstellung ändern... das ist echt schwer - weil wenn ich es richtig empfinde - muss ja wohl was dran sein - so nach dem Motto - wo Rauch ist, ist auch Feuer.

Ich denke auch nicht das ich das irgendwann mal ganz ablegen kann - aber ein bischen besser ist es schon geworden - aber es ist schwer

01.12.2018 00:56 • x 1 #21


Pilsum
@Ellis

Hallo Ellis,
Zitat:
Wenn Leute (va Freunde) auf Abstand gehen (ohne konkrete Gründe dafür zu nennen) gibt mir das nunmal ein
schlechtes Gefühl. Ich würde mal vermuten, dass dies sogar bei den meisten Menschen so ist, unabhängig davon
ob man depressiv erkrankt ist oder nicht.


Da gebe ich Dir Recht. Gerade auch depressive Menschen gehen wie Du es beschreibst, oft unbewusst auf
Abstand. Dadurch geben sie, wie Du sagst, den anderen ein schlechtes Gefühl.
Folglich ziehen sich andere dann zurück.
Vielleicht ist es bei Dir jedoch anders.

Zitat:
Nein, und ich habe auch kein Interesse daran, dass fremde Personen meine subjektive Auffassung hinterfragen!


Was ist dann Deine Erwartung hier in einem Forum? Miteinander reden heißt, andere Meinungen manchmal zu
bestätigen und oft auch zu hinterfragen.


Zitat:
Wieso sollten die Therapeuten automatisch recht haben, sind die allwissend und unfehlbar?


Ich befürchte Therapeuten haben auffallend oft, auch mal Unrecht.
Zitat:

aber das Gefühl, verstanden zu werden, auch auf emotionaler Basis, kann auch hilfreich sein...das ist auch erstmal
der Grund warum ich mich in diesem Forum angemeldet habe: Erfahrungsaustausch mit Betroffenen


Bestimmt wirst Du hier auch verstanden. Verstanden zu werden darf jedoch nicht bedeuten,
Deine Meinung nicht manchmal auch zu hinterfragen.
Wenn Dich niemand mehr kritisieren darf, dann kannst Du hier den Kern Deiner Depression erkennen.
Du wirst dann nie mehr etwas verbessern können. Weil Du keine Kritik mehr gelten lässt.
Zitat:
Joa ich nehme Tipps an, eventuell, wenn sie hilfreich sind...

Zitat:
Nein, und ich habe auch kein Interesse daran, dass fremde Personen meine subjektive Auffassung hinterfragen!


Wenn Du Dir diese beiden Sätze in einem Text anschaust, dann kannst Du erkennen,
dass Du kaum irgendwelche Tipps annehmen wirst.
Du verbietest anderen, Deine subjektive Auffassung zu hinterfragen.
Damit hast Du jede mögliche Tür für eine hilfreiche Veränderung für immer verschlossen.

Auch wenn Dir das vermutlich sehr weh tut.
Es war nie meine Absicht, Dich zu ärgern oder Dir zu schaden.

Viele Grüße

Bernhard

01.12.2018 12:06 • x 1 #22


Pilsum
@florica

Hallo florica,
Zitat:
Ich denke die negativ verzehrten Wahrnehmungen sind schon ein Grund - aber EINFACH die Einstellung ändern,
funktioniert nun einmal leider nicht.


Warum glaubst Du, Du kannst Deine Einstellungen nicht verändern?
Was würde passieren, wenn Du doch einige Denkweisen und einige Deiner Verhaltensweisen leicht veränderst?

Viele Grüße

Bernhard

01.12.2018 12:13 • #23


Zitat von Pilsum:
Warum glaubst Du, Du kannst Deine Einstellungen nicht verändern?


Wie kommst darauf das ich das glaube?

Zitat von florica:
Ich denke auch nicht das ich das irgendwann mal ganz ablegen kann - aber ein bischen besser ist es schon geworden - aber es ist schwer

01.12.2018 13:23 • x 2 #24


Pilsum
@florica

Zitat:
Wie kommst darauf das ich das glaube?


Weil Du geschrieben hattest:

"aber EINFACH die Einstellung ändern, funktioniert nun einmal leider nicht."

Dies sehe ich völlig anders. Über viele Jahre habe ich in Gesprächen persönlich erlebt,
wie Menschen verhältnismäßig einfach und schnell teilweise ihre Einstellungen verändert hatten.
Der Erfolg, der sich dann eingestellt hat, war mehr als beeindruckend.
Schwierig ist das selten. Allerdings braucht es Monate bis Jahre, bis man es perfekt kann.
Es braucht halt etwas Mut dazu, seine Denkweise zu hinterfragen und einige persönliche
Einstellungen zu verbessern.

Bernhard

01.12.2018 14:02 • x 1 #25


@Pilsum

Sorry das sehe ich total anders. Es freut mich für dich das Du solche Einstellungsänderungen in Gesprächen erlebt hast.
Aber auch wenn du das sicher nicht gerne hörst - einige haben in dem Gespräch nicht ihre Einstellung zu sich geändert - sondern einfach ihre Maske wieder aufgesetzt - weil sie keine Lust mehr hatten zu reden.

Und was bedeutet perfekt? Wer will den perfekt sein?
Die Leute die perfekt sein wollen - habe oft ein Problem damit sich selber anzunehmen.

Und in dem Fall würde ich das "bis man es perfekt kann" so interpretieren das ich mich verstelle um perfekt zu sein.
Klar das können viele von uns schon richtig perfekt - das lächeln aufsetzen und sagen "ja alles prima, mir geht es gut"
aber damit habe ich nicht die Einstellung zu mir geändert.
Denn wie ich denke und fühle kann kein anderer Beurteilen als "ich selber"

Und wenn man ganz einfach eine Einstellung ändern kann - dann dürfte es Phobien gar nicht geben.

Und somit finde ich das
Zitat:
Schwierig ist das selten

schon recht ... mhh ok ich nehme das Wort das mir als erstes in den Kopf geschossen ist
ich finde das sehr arrogant.

01.12.2018 15:12 • x 1 #26


Acon
Hallo alle miteinander,

Es ist schwer als Depressiver seine Einstellung zu ändern. Das setzt aber voraus, das auch zu wollen. Ich verfalle auch nach 18 Jahren in alte Verhaltensmuster, doch ich kann
erkennen, dass es so ist und dann korrigieren. Das bedarf einer Portion Kraft und Mut.
Bei Dir Ellis lese ich in Deinen Zeilen, dass Deine Depression ganz anders und schwierig usw sei. Alle Therapeuten haben unrecht. Sie können Dir nicht helfen. Natürlich können Sie Dir nicht helfen, wenn Du nicht mal ansatzweise über das Gesagte nachdenkst bzw mit den Therapeuten über Deine Ansichten sprichst. Sich hinzusetzen und zu sagen die Krankheit ist Schuld ist sehr einfach und wird oft gemacht. Das ist wie in der Schule, wo dann der Lehrer für die schlechte Note verantwortlich gemacht wird. Tut mir leid, das ich so harte Worte schreibe, aber ich finde es einfach zum K....., wenn immer bei anderen die Schuld gesucht wird. Die Depression ist keine einfache Krankheit, doch sie bedarf der Mithilfe des Erkrankten und auch ein Umdenken, davon sehe ich bei Dir Ellis wenig.
Bitte entschuldige meine harten Worte, aber das müsste ich in dieser Deutlichkeit mal sagen.

Liebe Grüsse
Acon

01.12.2018 21:01 • x 3 #27


Zitat von Acon:
. Sich hinzusetzen und zu sagen die Krankheit ist Schuld ist sehr einfach und wird oft gemacht. Das ist wie in der Schule, wo dann der Lehrer für die schlechte Note verantwortlich gemacht wird. Tut mir leid, das ich so harte Worte schreibe, aber ich finde es einfach zum K....., wenn immer bei anderen die Schuld gesucht wird. Die Depression ist keine einfache Krankheit, doch sie bedarf der Mithilfe des Erkrankten und auch ein Umdenken, davon sehe ich bei Dir Ellis wenig.
Bitte entschuldige meine harten Worte, aber das müsste ich in dieser Deutlichkeit mal sagen.

Liebe Grüsse
Acon


Ich sehe es auch so.
Man kann nur selber die Krankheit in den Griff bekommen, bzw sie als Krankheit annehmen und einen Weg finden mit ihr zu leben.
Ärzte, Bücher, Gespräche... sind hilfreich und unumgänglich um "Wege" zu finden. Das bedeutet an sich arbeiten und schauen welcher der vielen Wege für einen selber der richtige Weg ist.
Und eine Schuldfrage gibt es auch nicht, die Krankheit wurde einem ja nicht von jemanden "angehext"
Es ist ein schwerer Weg - aber ein Weg der einen weiterbringt - aber dazu muss man ihn gehen.

01.12.2018 22:41 • x 2 #28


Pilsum
@florica
Zitat:
Es freut mich für dich das Du solche Einstellungsänderungen in Gesprächen erlebt hast.
Aber auch wenn du das sicher nicht gerne hörst - einige haben in dem Gespräch nicht ihre Einstellung zu
sich geändert - sondern einfach ihre Maske wieder aufgesetzt


Wenn Du das glauben möchtest, dann bleibe dabei.
Zitat:
Und was bedeutet perfekt?


Mit perfekt meinte ich. Sie konnten es nach langer Zeit so gut, dass sie sich gesünder fühlten und nicht mehr
in ihrem früheren Gedankenkreisen festhingen.
Zitat:
mhh ok ich nehme das Wort das mir als erstes in den Kopf geschossen ist
ich finde das sehr arrogant.


Das darfst Du so sehen. Arrogant ist es jedoch nur, wenn Du davon ausgehst, dass ich Unrecht habe.
Ansonsten wäre es nämlich "wissend" oder "schlau".
Zitat:
Klar das können viele von uns schon richtig perfekt - das lächeln aufsetzen und sagen "ja alles prima, mir geht
es gut" aber damit habe ich nicht die Einstellung zu mir geändert.


Habe ich irgendwo geschrieben, Du sollst die Einstellung zu Dir verändern? Falls ja, habe ich das zumindest nicht
so gemeint.
Zitat:
Denn wie ich denke und fühle kann kein anderer Beurteilen als "ich selber"


Warum kann ich nicht erahnen, was Du fühlen wirst, wenn ich etwas Bestimmtes sage?
So schwierig ist das doch gar nicht. Ich bin doch auch ein Mensch.
Zitat:
Und wenn man ganz einfach eine Einstellung ändern kann - dann dürfte es Phobien gar nicht geben.


Eine interessante Aussage von Dir. Man kann sagen, dass Du da zum Teil völlig richtig liegst. Der Grund, warum
ein Mensch trotzdem eine Phobie entwickelt ist sehr vielfältig.
Oft kann derjenige nichts dafür, weil er durch äußeren Druck zu einem bestimmten Verhalten geradezu gezwungen wird.
Wenn dieser äußere Druck aber nachlässt oder sogar ganz wegfällt, dann kann man auch das Verhalten ändern, weil
sich die äußeren Lebensumstände verändert haben.
Folglich benötigt man die alten Strategien nicht mehr.
Man kann sie teilweise durch neues Denken ersetzen.

01.12.2018 22:43 • #29


Acon
@Pilsum
Und das ist das Einfache, dass so schwer zu machen ist, das Erkennen und Willen voraussetzt.

Liebe Grüße
Acon

01.12.2018 22:49 • #30




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