15

Freundschaft beendet weil mir keiner glaubt

Yvenn93

Yvenn93

7
2
11
Mir geht es schlecht. Im Grunde sogar mies, ich lebe seit Jahren in einer Manipulativen und Unterdrückenden Ehe, mein Mann Manipuliert mich im Alltag, mit unseren Kindern, und auch bei meinen Freundschaften. Er spricht mir meine Emotionen und mein Verlangen ab, ich habe anscheinend darauf kein Recht mehr seit Beginn unserer Ehe.

Heute kam es zu einer Situation die sich fast regelmäßig abspielt: unsere jüngste Tochter weinte im babybett, ich wollte zu ihr und sie hoch nehmen, mein Mann verneinte dies aber vehement mit fester Stimme.
Also ging ich wiedereinmal von ihr weg und ließ ihn machen. (Er kann sie nicht hochnehmen da er keine arme hat). Bevor ich so nieder war und wortlos einfach von meiner Tochter ablasse gab es schon mehrere Szenarien wonach versuche mit Körperlichkeiten (ihn beiseite schieben zb) zu ihr zu gelangen. Aber dies gelang mir nicht,immerhin war er mal Profisportler in Leichtathletik, somit hat er einfach zuviel Kraft in den Beinen als das ich ihn einfach weg schieben könnte.

Jetzt fragte mein bester Freund mich wieso ich zornig auf meinen Mann wäre, als ich ihm die Situation erklärte meinte er nur er könne sich das ja so nicht vorstellen, denn mein Mann ist ja so nett.

Prima, er denkt wirklich ich lüge ihn an. Ich, seine angeblich beste Freundin würde ihn anlügen. Als ich ihm meine Enttäuschung zeigte darüber das er denkt ich lüge, und er mir nicht glaubt, meinte er die Freundschaft zu beenden.
Jetzt sitz ich hier und fühl mich echt betäubt, ich würde glaube ich gerne weinen, aber das darf ich hier nicht. Das mache ich nur wenn alle schlafen. Heimlich. Ich weiß nicht wie ich reagieren soll, kann, darf. Warum glaubt mir denn niemand?

Denken denn wirklich so viele das körperlich behinderte immer super lieb sind? Ist das so? Das hat schon so viele angebliche Freundschaften zerstört, weil es immer wenn ich mich öffnete hieß: nein; das glaube ich nicht, er ist doch immer so freundlich.

Na schönen Dank auch.
Ich bin am Boden. Dort bleibe ich jetzt erstmal liegen, bis ich mich wieder aufrappeln kann.

Falls das irgendwer liest;
Lieben Gruß
Yvenn

05.04.2020 20:25 • x 1 #1


traumaland

Wenn Freunde nicht an einen glauben, ist es schlimm. Sehr sogar.
Ich verstehe auch nicht, wieso er dich nicht an euer Kind lässt.

Menschen, die einem alles absprechen, mag ich auch nicht besonders. Sich da jetzt aber rauszuwinden, ist nicht so leicht, wenn das Wort Ehe mit drin hängt. Das verkompliziert alles. Und auch noch, wenn Kinder im Spiel sind.

Unter anderen Umständen wäre es leichter, so kann ich leider auch nicht viele Ratschläge geben, aber es gibt hier immer jemandem, der ein paar Vorschläge im Ärmel hat.
Die werden sicher noch kommen.

06.04.2020 09:16 • x 2 #2


Yvenn93

Yvenn93

7
2
11
Er lässt mich nicht zu ihr weil er (sein wortlaut) keine Lust darauf hat das sie nachts stundenlang auf ist. Aber wenn muki Schmerzen hat dann will ich sie doch trösten und kuscheln.

Dieser Mann war nicht von Anfang an so, dieses Verhalten kam nach und nach, nachdem wir geheiratet hatten und unsere erste gemeinsame Tochter unterwegs war.

06.04.2020 09:36 • #3


traumaland

Das ist immer problematisch, wenn Menschen anfangen, sich zu verändern oder anfangen, ihr wahres Ich zu zeigen.
Das lässt sich auch nie voraussehen.
Man sitzt dann vor vollendeten Tatsachen.

Dein Verlangen ist auch normal und eventuell, rein spekulativ, beneidet er dich darum, dass du eure Tochter halten kannst und er nicht. Vielleicht nagt das an ihm. Hast du ihn mal darauf angesprochen?

06.04.2020 09:56 • x 2 #4


Yvenn93

Yvenn93

7
2
11
Natürlich habe ich das. Er verneint vehement das er neidisch darauf sei das ich die muki hochnehmen kann und er eben nicht, aber ihn würde es halt nerven wenn muki std lang wach wäre nachts dann.

Ich verstehe das alles nicht und kann damit nicht mehr lange umgehen. Immerhin ist es wie Herz raus reißen jedes mal.

Hätte ich gewusst wie dieser Mann sich entwickelt hätte ich ihn weder geheiratet noch kinder mit ihm bekommen.

06.04.2020 10:01 • x 1 #5


Avatar

ZeroOne

524
3
1225
Hi @Yvenn93 !

Zitat von Yvenn93:
Als ich ihm meine Enttäuschung zeigte darüber das er denkt ich lüge, und er mir nicht glaubt, meinte er die Freundschaft zu beenden.


Nach meiner persönlichen Meinung ist jemand, der so reagiert, kein wirklicher Freund und schon gar nicht der "beste". Es tut sehr weh, so eine Enttäuschung zu erleben, aber andererseits fällt es auch leichter, solche Menschen dann gehen zu lassen und zu vergessen, da sie keine wirkliche Bereicherung waren und kein Verlust sein werden.

Zitat von Yvenn93:
Dieser Mann war nicht von Anfang an so, dieses Verhalten kam nach und nach, nachdem wir geheiratet hatten und unsere erste gemeinsame Tochter unterwegs war.


Leider entwickeln sich viele Beziehungen früher oder später so - oft auch unabhängig vom Geschlecht, oder einer Behinderung. Aber nach meiner Meinung gehören auch immer zwei dazu: einer, der sich so präsentiert und ein anderer, der das so annimmt.

Man kann andere Menschen nicht ändern, aber sich selbst - so zumindest meine Erfahrung. Und Behinderungen sind zwar schlimm, aber dennoch kein Freifahrtschein für jedes Verhalten anderen gegenüber.

LG
ZeroOne

06.04.2020 10:12 • x 2 #6


Avatar

Pilsum

1356
5
1461
Hallo Yvenn,

bestimmt ist es enttäuschend, wenn Dir ein guter Freund nicht glaubt.

Schlimm finde ich jedoch, weil Dein Mann versucht Macht über Dich auszuüben.
So etwas darf nicht sein. Ihr könnt natürlich in vielen Dingen unterschiedliche Ansichten
haben. Und wie andere auch, könnt ihr euch auch heftig streiten.
Allerdings solltet ihr euch danach wieder vertragen.

Sobald Du Angst vor Deinem Mann hast, läuft zwischen euch etwas wichtiges schief.
Vielleicht fragst Du ihn mal, ob er glaubt, dass Du das lange mitmachst, wenn er anfängt,
über Dich zu bestimmen.


Viele Grüße

Bernhard

06.04.2020 10:15 • x 2 #7


Avatar

buddl1

156
195
. es ist dein Recht,
euer Kind zu beschützen, es zu trösten, es in den Arm zu nehmen,
egal ob er es kann oder eben nicht.
er überträgt damit seine Behinderung auf dich, will mehr als er zu geben bereit ist und

es ist dein Recht zu weinen, wenn dir danach ist!
ja, du musst um jedes kleine stück der eigenen Freiheit in einer Ehe kämpfen,
erst recht wenn der andere in Selbstmitleid zu ertrinken droht.
nimm euer Kind wenn es danach schreit, bring es ihm und bitte ihn sich darum ebenso zu kümmern wie er es dir versagt,
es ist euer beider Leben und was er nicht kann du durchaus beistehen darfst,
gemeinsam geben was eure geschaffenes Leben brauch,
Liebe.
nur weil er keine Arme hat, kann er es trösten, lieb haben, Nähe geben.
lass nicht zu, dass du nur tust was er anordnet, das Leben verlangt mehr .

und lass Freunde ziehen, die dir nicht das Vertrauen, den Glaube an dich haben,
du siehst hier, was wir darüber denken.
buddl1,

06.04.2020 11:03 • x 1 #8


Yvenn93

Yvenn93

7
2
11
Ja, ich muss irgendwo Kraft her nehmen um wieder Stimme zu erlangen. Aber das geht schon so lange, als wär es schon immer so.
Ich lasse ihn sich genauso kümmern um die kleinen "fürze", die kids lieben auch ihren Vater, aber er will eben dann keine Hilfestellung oder mal ablassen und zugeben das er jetzt nicht der Held der kids ist.

Aber er könne doch mein Held in solchen Situationen sein. Reicht denn sowas nicht mehr? Es ist so wenig gemeinsam geworden. Ich wünsche nur das wir es für die kleinen fürze und uns wieder hinbekommen.

Mit meinem Freund habe ich nach seinem Verhalten den Kontakt gebrochen, ich habe ihn blockiert. Immerhin will ich nicht Gefahr laufen das er mich nochmal so auflaufen lässt.

Zerstören kann ich mich auch ohne verletzende Freundschaften. Auch wenn es gerade weh tut.

Danke für eure Anteilnahme und eure Worte!

06.04.2020 11:09 • x 3 #9


Avatar

Dani82a

1112
1
1041
Hallo Yvonne,

wirklich kein leichtes Los, was du da hast.

Was ich toll finde ist, dass du nicht aufgibst!
Das finde ich stark.
Andere Menschen schmeissen alles hin und das war es.

Das Gegenüber war halt nicht immer so. Das ist der Punkt.
Und wenn Kinder im Spiel sind, kann man nicht mal eben den Koffer packen.
Trotzdem nagt es gewaltig an einem selbst.

Ich finde es traurig, dass er dich von deinem Kind in gewisser Weise "abkanzelt" (ist das das richtige Wort?).

Darf ich fragen, seit wann er mit seiner Behinderung zu tun hat?

06.04.2020 12:31 • #10


Avatar

buddl1

156
195
er bleit auch weiterhin der Held, für sich, dem Kind und dir gegenüber,
er muss es nur zulassen, dafür brauch man weder Arme noch Beine,
es ist Vater und auch Ehemann.
Gemeinsam, so wie in guten auch in schlechten Zeiten, füreinander da sein,
so gab man sich einst das Wort.
manchmal muss man den einen oder anderen auch daran erinnern,
zeig ihn auch was er noch kann, ihn aufbauen wenn er mit euren kindern spielt,
sich beschäftigt, dass er ebenso wertvoll ist wie jeder von Euch.
so eine Selbstbestätigt schwächt den Argwohn, den Neid, dass der eine mehr kann, oder weniger Verdient.
es ist keine Hilfestellung, sondern gemeinsames Handeln, jeder hat seine Stärken und auch Schwächen,
sich diesen bewusst und zu eigen machen, er wieder sehen lernen muss.
ihr dadurch als Familie verbunden seit, dass ist die Stärke und der Sinn einer selbigen.

ich weiß,
nicht alles geht sofort,
aber wenn er in sich versinkt,
Kinder haben da auch ein Gespür für, unterstütze sie,
das sie ihn in seine väterliche Pflicht nehmen.
buddl1,

06.04.2020 13:20 • x 1 #11

Pfeil rechts




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag