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Freund schwer depressiv kommt morgen heim wie umgehen?

Füchschen1989

Füchschen1989
Mitglied

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Wie ihr ja wisst ist mein Freund sehr schwer depressiv.ist am freitag ja abgehauen und hat sich heute von alleine gemeldet.er kommt morgen oder am mittwoch heim.kommt drauf an wann das geld seiner oma da ist da er pleite ist.ja 140 euro ausgeben für eine Fahrt zum kumpel 530 km weg.

Wie soll ich jetzt mit ihn umgehen?
Soll ich ihn willkommen heißen?
Soll ich zeigen das ich verletzt bin?

#1


53 Antworten ↓
A

Ani86
Mitglied

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Danke erhalten:
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Hallo,
Ich habe zum ersten mal von dir gelesen. Und ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es mit meinem Mann genau wie dir. Er ist auch schwer depressiv, wobei ich es jahrelang nicht wusste und auch nicht erkannt habe. Wenn ich mir deine Texte durchlese, sehe ich unsere Beziehung, er ist auch regelmäßig einfach gegangen, mal Stundenweise und mal auch übers Wochenende. Ich muss dir ehrlich sagen, ich habe mich zwar immer sehr gefreut wenn er nach hause kam , ihm aber auch gezeigt, wie sehr er mich verletzt hat. Meistens habe ich ihm sofort gesagt, wie ich mich dabei fühle, wenn er ständig einfach geht ohne ein Wort oder vorher einen Streit von Zaun zu brechen. Dann gab er mir im ersten Moment die Schuld und zog sich für 1 bis 2 Tage zurück und kam dann auf mich zu.

Jetzt wo ich mich intensiv damit beschäftige und mir selbst auch Hilfe suche, verstehe ich immer mehr sein Verhalten. Ich persönlich würde meinen Mann aber immer wieder klar machen, dass es mich verletzt auch wenn es für viele vielleicht falsch ist, ich liebe meinen Mann wirklich sehr aber er muss einfach wissen, dass man auch meine Gefühle nicht einfach abschalten kann oder man alles mit mir machen kann.

Gruß Ani

18.12.2018 11:32 • x 3 #13


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A


Hallo Füchschen1989,

Freund schwer depressiv kommt morgen heim wie umgehen?

x 3#3


F

Frederick1
Gast

liebes Füchsen,

also ich bin der Frederick mit Hund. Selbst leide ich auch unter der Depression, und meine liebe Frau hat es auch nicht immer leicht mit mir. So ein Mensch bin ich. Da ist schon auch mal was Gutes in meinem Leben, aber auch eine Menge was nicht so in Ordnung ist. Gerade auch mal in meinen depressiven Gedanken.

Als Kind wurde ja ganz klar entschieden, "die guten Kinder, aber auch die bösen Kinder." Hast du etwas Falsches getan, wurdest du bestraft, hast du etwas Gutes getan, wurdest du belohnt. Diese Gedanken stecken heute noch in unseren Köpfen.

Doch gerade in der Depression ist ein gutes Selbstvertrauen sehr wichtig. Und gerade durch eine bedingungslose Liebe von Menschen, kann es mir helfen, innerlich wieder fester, stärker, stabiler, ausgeglichener zu werden.

So versucht meine liebe Frau, mich bedingungslos anzunehmen, nicht gleich zu streiten und zu schimpfen, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Aber auf Dauer hilft mir es auch nicht, so zu bleiben wie ich bin.

Deshalb schenkt meine Frau erstmal bedingungslose Annahme, damit ich mich wieder selbst in Liebe annehmen kann.

Doch in einer ruhigen Stunde sagt sie mir auch, wo ich wieder einen Fehler gemacht, versagt habe. Aber nicht anklagend, sondern sie versucht mir die Wahrheit ehrlich und in Liebe zu sagen. Umgekehrt versuche ich das auch.

Bedingungslose Liebe und Annahme hilft mir, dass ich wieder echt sein darf, das ich wieder selbst sein darf. Das macht mich frei davon mich ständig zu bemühen, das schöne Bild aufrecht zu erhalten, das ich von mir selbst gemacht habe.

Ich kann aufhören, vor mir selbst und anderen Menschen immer wieder eine bestimmte Rolle spielen zu müssen, immer wieder eine Maske aufsetzen zu müssen...........das kostet sehr viel Kraft. Besser finde ich, das wir uns die Wahrheit in Liebe und Annahme sagen, ich meiner Depression ins Gesicht schaue, sie nicht verheimlichen, verstecken muss.

Wenn ich meine Depression in das Licht stelle, habe ich mehr die Chance, das es besser wird. Im dunklen, im Verdrängen, im nicht rauslassen, bleibt mein Leben dunkel..........................................................................

Manchmal schreibe ich mir solche guten Sätze auf, hänge sie an meine Wand.

zum Beispiel: Wir versuchen uns bedingungslos zu lieben und anzunehmen.

Du sagst JA zu mir, damit auch ich JA zu mir selbst sagen darf.


Damit wir auch unsere ganz persönliche Lebensgeschichte annehmen können, ein JA dazu haben.

Ändern kann ich sie im nach rückwärts sehen nicht mehr, diese ganzen schmerzlichen Erfahrungen.

Gerade das Schwierige, das Schmerzliche, das Leid versuchen immer mehr anzunehmen. Das geht nicht ohne Schmerzen und Trauer.............

Aber du kannst deinen Partner darin sehr helfen.

Nur darfst du dich da nicht selbst überfordern. Wenn du deinen Partner mehr liebst als dich selbst, liebst du ihn eigentlich weniger. Die Liebe und die Annahme zu deinem lieben Partner hängt davon ab, wiviel Liebe und Annahme du für dich selbst hast.


In guten Gedanken für dich und deinen Partner,

viele liebe Grüße,


Frederick

20.12.2018 18:36 • x 2 #25


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Alle Antworten:


U
Ich würde sagen: Lass ihn erst mal reden ...

Wohl möglich dass er 'das mit dem Kumpel' wirklich gebraucht hat.

x 1 #2


Füchschen1989
Wenn er dann mal reden würde.
Er sitzt dann aufm sofa wie ein haufen und hat angst zu reden.
Ich habe ihn noch nie angeschrien runtergemacht oder sonst was
Ich bin so verständnisvoll an ihn rangegangen


Soll ich es wieder machen?
Soll ich schweigen bis er was sagt?
Obwohl das Schweigen mir schwer fällt

#3


Y
Hör doch mal auf dein Bauchgefühl, im allgemeinen ist das ein guter Ratgeber. Als Aussenstehender, der von nichts was weiss, die Fragen zu beantworten, ich glaube, das geht nicht, zumindest für mich.

x 1 #4


Füchschen1989
Mein Bauchgefühl sagt mir immer lass ihn nachhause kommen.nimm ihn im arm und zeige das ich nicht sauer bin sondern nur traurig

x 1 #5


Y
Für mich hört sich das gut an. Ein wenig später könntest du ihm schon mitteilen, was dich an seinem Verhalten so sehr verletzt und das du dir Sorgen machst. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das in " Watte packen ", nichts für mich war. Depressionen verlangen sicher einen anderen Umgang, aber diese Krankheit ist kein Freibrief.

#6


Füchschen1989
Das mache ich auch nicht.
Ich werde einfach auf mein herz hören.
Leider bekomme ich keine Unterstützung von meinen eltern.die sehen ihn als monster.
Als einen schlechten menschen.
Was er definitiv nicht ist

#7


U
Yep, guter Plan.

x 1 #8


Füchschen1989
Ich danke

#9


Pilsum
Zitat von Füchschen1989:

Wie soll ich jetzt mit ihn umgehen?

Soll ich ihn willkommen heißen?
Soll ich zeigen das ich verletzt bin?


Ja, ich würde an Deiner Stelle beides machen.
Das wäre einfach nur ehrlich. Oder nicht?

Lob und Kritik, wenn die Kritik wirklich berechtigt ist, kann einem Depressiven helfen, sich wieder
zu orientieren und ihm das Gefühl geben, hier mag mich jemand.

Viele Grüße

Bernhard

#10


Füchschen1989
Zitat von Pilsum:

Ja, ich würde an Deiner Stelle beides machen.
Das wäre einfach nur ehrlich. Oder nicht?

Lob und Kritik, wenn die Kritik wirklich berechtigt ist, kann einem Depressiven helfen, sich wieder
zu orientieren und ihm das Gefühl geben, hier mag mich jemand.

Viele Grüße

Bernhard



Ich würde nie eine kritik äußern wenn sie nicht gerechtfertigt ist.
Loben in hinsicht das er wieder da ist?

#11


Pilsum
Zitat von Füchschen1989:


Loben in hinsicht das er wieder da ist?


Grundsätzlich ja.

Loben ist da vielleicht nicht das passende Wort.
Ich würde es besser finden, Deine Freude darüber ausdrücken, dass er wieder da ist.

x 1 #12


A
Hallo,
Ich habe zum ersten mal von dir gelesen. Und ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es mit meinem Mann genau wie dir. Er ist auch schwer depressiv, wobei ich es jahrelang nicht wusste und auch nicht erkannt habe. Wenn ich mir deine Texte durchlese, sehe ich unsere Beziehung, er ist auch regelmäßig einfach gegangen, mal Stundenweise und mal auch übers Wochenende. Ich muss dir ehrlich sagen, ich habe mich zwar immer sehr gefreut wenn er nach hause kam , ihm aber auch gezeigt, wie sehr er mich verletzt hat. Meistens habe ich ihm sofort gesagt, wie ich mich dabei fühle, wenn er ständig einfach geht ohne ein Wort oder vorher einen Streit von Zaun zu brechen. Dann gab er mir im ersten Moment die Schuld und zog sich für 1 bis 2 Tage zurück und kam dann auf mich zu.

Jetzt wo ich mich intensiv damit beschäftige und mir selbst auch Hilfe suche, verstehe ich immer mehr sein Verhalten. Ich persönlich würde meinen Mann aber immer wieder klar machen, dass es mich verletzt auch wenn es für viele vielleicht falsch ist, ich liebe meinen Mann wirklich sehr aber er muss einfach wissen, dass man auch meine Gefühle nicht einfach abschalten kann oder man alles mit mir machen kann.

Gruß Ani

x 3 #13


Füchschen1989
Zitat von Ani86:
Hallo,
Ich habe zum ersten mal von dir gelesen. Und ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es mit meinem Mann genau wie dir. Er ist auch schwer depressiv, wobei ich es jahrelang nicht wusste und auch nicht erkannt habe. Wenn ich mir deine Texte durchlese, sehe ich unsere Beziehung, er ist auch regelmäßig einfach gegangen, mal Stundenweise und mal auch übers Wochenende. Ich muss dir ehrlich sagen, ich habe mich zwar immer sehr gefreut wenn er nach hause kam , ihm aber auch gezeigt, wie sehr er mich verletzt hat. Meistens habe ich ihm sofort gesagt, wie ich mich dabei fühle, wenn er ständig einfach geht ohne ein Wort oder vorher einen Streit von Zaun zu brechen. Dann gab er mir im ersten Moment die Schuld und zog sich für 1 bis 2 Tage zurück und kam dann auf mich zu.

Jetzt wo ich mich intensiv damit beschäftige und mir selbst auch Hilfe suche, verstehe ich immer mehr sein Verhalten. Ich persönlich würde meinen Mann aber immer wieder klar machen, dass es mich verletzt auch wenn es für viele vielleicht falsch ist, ich liebe meinen Mann wirklich sehr aber er muss einfach wissen, dass man auch meine Gefühle nicht einfach abschalten kann oder man alles mit mir machen kann.

Gruß Ani



Ich danke dir für deine zeilen.
Ich habe noch keinen freund gehabt mit Depressionen.er war aber von vorne rein ehrlich und hat mir es gesagt und meinte auch er ist nicht immer ganz einfach.
Ich beschäftige mich auch nach und nach mit dem thema. Versuche es soweit wie möglich umzusetzen.
Ich sage ihn auch wie ich mich fühle das ich mir Sorgen mache.
Nun hole ich mir tipps vom Psychologen.
Ich möchte ihn nicht verlieren.

x 1 #14


A


Hallo Füchschen1989,

x 4#15


A
Hallo,
Mein Mann und ich sind bereits 13 Jahre zusammen und die Diagnose Depressionen, kam erst in diesem Jahr, aber so wie es aussieht, kenne ich meinen Mann gar nicht , nicht depressiv.

Nur als evtl. Hilfe, ich habe mir Kontakt zu einem Sozialarbeiter gesucht, bin auf der Suche nach einer Selbsthilfe Gruppe für Angehörige und versuche mich in seine Therapie einbinden zu lassen.

Es ist wirklich ein sehe harter Weg, aber ich gebe nicht auf. Ich wünsche auch dir viel kraft.

Vielleicht könnten wir uns auch über unsere Erfahrungen austauschen, so dass man auch jemanden zu reden hat.

Gruß ani

x 1 #15

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