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Erschöpft wegen anstrengender Arbeit - es zieht mich runter

wozu

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Ich fühl mich nur noch müde und kaputt.
Rutsch ich wieder rein?
Ich kann bald nicht mehr.
wozu

11.11.2021 19:51 • #91


Marylu

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Liebe wozu, ich kann das gut nachvollziehen. In der Kirche geht jeder davon aus, dass du alles gibst und zu jeder Zeit zur Verfügung stehst. Gerade das Zerrissen sein zwischen den vielen Aufgaben erschöpft sehr. LG.

12.11.2021 16:49 • x 1 #92



Hallo wozu,

Erschöpft wegen anstrengender Arbeit - es zieht mich runter

x 3#3


wozu

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Der heutige Tag war nicht gut. Ich war so erschöpft,
dass ich nach 2 Stunden gegangen bin. Hab dann nur noch
auf dem Sofa gelegen und mach das gleich wieder.
Es ist wie ein leerer Tank, der nicht voller wird und ich habe wirklich
Angst, dass ich wieder in eine Depression rutsche.
Aber die Zeit der Wiedereingliederung ist in 2 Wochen vorbei.
wozu

12.11.2021 19:17 • x 1 #93


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Kate

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Zitat von wozu:
Der heutige Tag war nicht gut. Ich war so erschöpft, dass ich nach 2 Stunden gegangen bin. Hab dann nur noch auf dem Sofa gelegen und mach das ...

Ich wünsche Dir, dass Du Dich am Wochenende gut erholen kannst. Ich weiß aber aus Erfahrung, jede Erholung ist weg, sobald man den ersten Tag wieder auf Arbeit ist und dann schleppt man sich wieder nur bis zum Wochenende.
LG Kate

12.11.2021 19:44 • #94


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Lost111

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Zitat von Kate:
Ich weiß aber aus Erfahrung, jede Erholung ist weg, sobald man den ersten Tag wieder auf Arbeit ist und dann schleppt man sich wieder nur bis zum Wochenende.

Das geht mir auch meistens so. Spätestens am Sonntagabend malt man sich das Grauen aus, welches die kommende Woche wieder für Einen bringen wird. Und futsch ist jegliche Erholung.

Liebe @wozu ,

ich wünsche dir auch, dass du am WE etwas Kraft tanken kannst. Aber das sagt sich immer so leicht...

LG Lost111

12.11.2021 20:27 • x 1 #95


wozu

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Hallo,
das Wochenende war echt ruhig. Ich habe lange geschlafen und lange die Zeitung gelesen und
ausgiebig geduscht und eingecremt.
Kate du hast geschrieben: jede Erholung ist weg, sobald man den ersten Tag wieder auf Arbeit ist.
Du hast ja so was von Recht.
Am Montag hatten wir das Martinsgansessen für die Senioren unserer Pfarreien. Am Vormittag habe
ich dann dafür gesorgt, dass genügend Getränke haben, dass die Bestuhlung weit genug
auseinandergestellt ist wegen der Hygienevorschriften, also viel Orga-Kram.
Um 12.00 Uhr kamen dann die Helferinnen um einzudecken und kurze Zeit später waren auch
schon die ersten Senioren da, d.h. dann auf Hygienemaßnahmen hinweisen, Telefonnummern und
Impfstatus erfragen. Hat alles prima geklappt.
Anschließend war dann das Gansessen. Meine Aufgabe war es dann noch, die Leute zu begrüßen und
ein Gebet zu sprechen und dann mit den anderen Helferinnen das Essen aufzutun.
Das lief alles super gut. Danach ging's ans Aufräumen und Lüften. Um 15.00 Uhr habe ich dann
das Büro verlassen um ein wenig Pause zu machen. Wir hatten aber um 19.00 Uhr schon die
nächste Veranstaltung, so dass ich schon um 17.30 zurück ins Büro fuhr, damit wir den Saal
neu stellen können. ( war aber schon passiert, so dass ich nur noch Kleinigkeiten zu tun hatte).
Hätte ich das eher gewusst, wäre ich erst später gekommen.
Danach die Sitzung, die bis um 9.00 Uhr ging, und ihr kennt das ja, nach so einer Sitzung
werden noch kleine Einzelgespräche geführt. Schließlich war ich dann um 21.45 zu Hause, obwohl
ich nur 6 Stunden arbeite.
Heute die Jahresplanung im Team, d.h. Wir haben überlegt, was so im nächsten Jahr ansteht.
Da kam dann auch noch mal so ein Hammer von meinem Vorgesetzten: ich hatte schon vorher
mehrmals gesagt, dass ich aus der Seniorenarbeit aussteige, und wisst ihr was seine Frage war:
Was machst du denn dann noch? - Ehrlich - ich musste heftig schlucken. Mich hat diese Aussage
zutiefst verletzt.
Dann habe ich noch erzählt, dass meine Wiedereingliederung jetzt bald zu Ende geht. Auch da
kam der Wunsch von ihm, dass wir vorher noch ein Gespräch miteinander führen. Ob das nur
eine Sache zwischen mir und der Ärztin wäre ?
Ich weiß nicht, was er mit diesem Gespräch bezwecken will, aber ich bin sehr bedient und
sehne mich, nicht nach dem Wochenende, denn das ist mit Arbeit besetzt.
Im Moment habe ich fast das Gefühl, dass meine Kräfte mehr und mehr schwinden.
wozu

16.11.2021 20:15 • x 1 #96


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Kate

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Zitat von wozu:
Im Moment habe ich fast das Gefühl, dass meine Kräfte mehr und mehr schwinden.

Geht mir auch so. Es ist unerträglich.

16.11.2021 20:43 • #97


Marylu

1816
1999
Liebe wozu, das ist das Blöde an der Gemeindearbeit, es wird viel Einsatz gefordert und die Arbeitszeiten sind quasi immer. Es ist sehr schwer sich abzugrenzen. Ich wünsche dir viel Erfolg

16.11.2021 21:00 • #98


wozu

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Hallo in die Runde,
bin ziemlich platt und habe kaum noch Motivation.
Ich hatte heute 2 Elternabende, da mein Kollege krank ist, habe ich diese allein durchgeführt,
einige der Priester und auch Ehrenamtliche waren dabei, aber deren Part war nur gering.
Ich fühl mich immer noch sehr verletzt durch die Aussagen des Pfarrers mir gegenüber: was machst
du denn eigentlich? Obwohl ich ein ausgiebiges Gespräch mit der APP-Begleiterin hatte, fiel mir
dann gestern Abend nichts anderes ein, als mich zu verletzen.
Vorher hatte ich allerdings versucht, 5 Leute telefonisch zu erreichen, mit denen ich normalerweise
reden kann. Ich habe nur eine erreicht, und die saß gerade in einem digitalen Meeting.
Was kann ich tun, wenn es mir abends schlecht geht und niemanden mehr erreiche? Bitte sagt
mir nicht, Telefonseelsorge. Ich habe schon mehrfach versucht dort anzurufen und hab nur
das Besetztzeichen gehört.
Was haben diese knapp 4 Monate Wiedereingliederung gebracht? - Ich fühl mich am Ende und bin
ziemlich verzweifelt.
wozu

18.11.2021 21:58 • #99


wozu

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Ich habe verk*****t,
nächste Woche Freitag endet meine Wiedereingliederung und ich habe die Zeit, die mir geschenkt
wurde nicht richtig genutzt. Ich spüre, wie es in den letzten Tagen nur noch bergab geht und
habe, für mich ganz neue Gedanken, wo ich mir jetzt unsicher bin, ob ich das hier posten darf.
Es ist keine Suizidankündigung. Vorsichtshalber setze ich mal ein Trigger davor:
Trigger

In den letzten Tagen verspüre ich zunehmend den Drang, mich zu zerstören.
Es fühlt sich anders an als die Suizidgedanken und Impulse, die ich kenne und
verstört mich.
Rational weiß ich, dass das nicht in Ordnung ist , aber ich weiß nicht, ob ihr auch so
einen innerlichen Drang kennt.



Ich fühl mich verloren und wäre dankbar für ein feedback
wozu

19.11.2021 19:33 • #100


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Lost111

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Hallo liebe @wozu ,

ich kenne diesen inneren Drang auch. Und es ist oft sehr schwer, dagegen anzukommen. Du bist nicht alleine.
Warum denkst du, dass du die Wiedereingliederung nicht richtig genutzt hast? So wie du das hier geschrieben hast, hast du verdammt viel geleistet! Ich habe mich eh gefragt, wie du das alles geschafft hast!
Du, wenn es gar nicht anders geht, solltest du in die Notfallambulanz einer Klinik gehen! Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn du niemanden hast, mit dem du darüber reden kannst. Oder die Leute, mit denen du reden kannst, dich nicht auffangen können.
Mit der Telefonseelsorge habe ich gute wie auch schlechte Erfahrungen gemacht - wenn man denn da mal Jmd. erreicht.
Bitte suche dir Hilfe!

LG Lost111

19.11.2021 19:42 • x 1 #101


wozu

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Hallo,
heute habe ich die Wiedereingliederung abgebrochen.
Ich hatte gestern ein intensives und anstrengendes Gespräch mit meiner Therapeutin.
Sie half mir, die für mich verzwickte Situation mit meinem Vorgesetzten noch mal auseinander
zu drüseln und hat mir dringend dazu geraten, mich krank schreiben zu lassen, aus Selbstfürsorge.
Außerdem glaube ich schon, dass sie meine Not gesehen hat, denn sie sagte, dass ich sie anrufen
kann (etwas Neues).
Heute nun war ich bei meiner Psychiaterin mit APP-Begleitung und die hat mich jetzt bis zum 20.12.
krank geschrieben, mit dem Zusatz, dass ich den von mir geplanten Urlaub auch antreten kann, denn
der besteht ja aus Selbstfürsorge. Auch das Gespräch fand ich sehr anstrengend. Ich denke, das
liegt an mir. Ich habe wieder richtiges Chaos im Kopf und es dauert jetzt viel länger, bis ich
reagiere.
Mein Drang, mich zu zerstören ist immer noch enorm groß. Ich fühl mich am Ende
wozu

23.11.2021 19:56 • #102


wozu

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Hallo,
seit Mittwoch bin ich jetzt zu Hause und ich spüre sehr deutlich, wie wenig Kraft in mir ist.
Ich schlafe sehr viel und fühl mich dennoch erschöpft.
In meiner Wohnung gibt es z.Zt. einige Baustellen, die bearbeitet werden müssen, aber das ist sehr
nervig, ich mag im Moment keine Menschen sehen, ist mir einfach zu anstrengend.
Jetzt am Wochenende habe ich die Wohnung etwas geschmückt, aber es kommt irgendwie kein
adventliches Gefühl in mir auf, eher ein Gefühl des Verloren seins (na ja, wenn man es genau
nimmt, ist das auch ein adventlicher Gedanke)
Mein innerlicher Drang, mich zu zerstören ist weiterhin vorhanden, obwohl ich jetzt die Tabletten wieder
einnehme, die ich abrupt abgesetzt hatte.
Kann das noch irgendwie weitergehen? - Ich weiß es nicht.
wozu

Gestern 19:43 • #103


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Lost111

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Hallo liebe @wozu ,

Zitat:
Ich schlafe sehr viel und fühl mich dennoch erschöpft.

So geht es mir auch. Ich kann noch soviel schlafen, ich bin immer müde.
Zitat:
Jetzt am Wochenende habe ich die Wohnung etwas geschmückt, aber es kommt irgendwie kein
adventliches Gefühl in mir auf, eher ein Gefühl des Verloren seins (na ja, wenn man es genau
nimmt, ist das auch ein adventlicher Gedanke)

Wem sagst du das... Es sieht zwar schön aus, aber innerlich lässt es mich kalt. Ich kann mich nicht daran erfreuen.
Es ist mir nicht direkt egal, es ist einfach da. Mmh, schwer zu beschreiben dieses Gefühl, aber vielleicht verstehst du, wie ich es meine.
Zitat:
Mein innerlicher Drang, mich zu zerstören ist weiterhin vorhanden, obwohl ich jetzt die Tabletten wieder
einnehme, die ich abrupt abgesetzt hatte.

Warum hast du deine Tabletten abgesetzt, wenn ich fragen darf?

LG Lost111

Gestern 20:05 • #104



Hallo wozu,

x 4#15


wozu

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Hallo Lost,
du fragst, warum ich die Tabletten abgesetzt habe: es ist ein Weg, meinem inneren Drang, mich
zu zerstören nachzugeben, neben etlichen anderen.
Der Deal mit meiner Ärztin war aber, dass ich sie wieder nehme, ob es dadurch besser wird-
ich zweifle dran.
Heute morgen war ich ganz erstaunt, dass es schon 12.00 war als ich aufgewacht bin.
Ich bin, ähnlich wie du, ziemlich ratlos und weiß nicht wirklich weiter, nur das Gefühl der unendlichen
Schwere in mir bleibt.
wozu

Vor 1 Stunde • #105

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