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Erschöpft wegen anstrengender Arbeit - es zieht mich runter

wozu

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Liebe Lost, vielen Dank, ein Schritt nach dem anderen.
Aber:
I C H K A N N N I C H T M E H R.
Ich fühl mich noch kaputter als vor der Klinik und verletze mich jetzt jeden Tag, auch die Suizidgedanken
tauchen wieder auf.
Ich will mich ja an den Plan halten, aber es wäre gut, wenn ich auch etwas Positives spüre.
wozu

29.08.2021 18:28 • #61


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Lost111

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Liebe @wozu ,

das hört sich alles nicht gut an. Du, sprich doch nochmal mit deiner Ärztin. Weiß sie von deinen Gedanken?
Auf die Arbeit bzw. WE wirst du dich so wohl kaum konzentrieren können.
Kannst du dir vorstellen, eine kleine Sache am Tag aufzuschreiben, die positiv war/ist?

LG Lost111

30.08.2021 18:44 • x 1 #62



Hallo wozu,

Erschöpft wegen anstrengender Arbeit - es zieht mich runter

x 3#3


wozu

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Liebe Lost und alle, die mich vielleicht lesen,
jetzt bin ich in der 3. Woche der Wiedereingliederung. Am Wochenende habe ich außer schlafen und
essen nichts auf die Reihe bekommen.
Gestern war wieder die APP da und wir haben einen Wochenplan aufgestellt. Ich denke, er kann mir helfen
für mich eine zur Zeit passende Tagesstruktur zu finden.
Wobei das Leben oder die Umstände ja ständig dazu zwingen, flexibel zu sein. Heute
z.B. kam ein Handwerker, sodass der Vormittag blockiert war und ich erst mittags zur Arbeit
gehen konnte. Aber ich habe es geschafft, PMR zu machen und etwas zu lesen. Das sind
denke ich wirklich 2 positive Sachen. PMR war mir etwas zu kurz, da werde ich beim nächsten
Mal die längere Version wählen.
Danach dann die Arbeit, von 12.15 bis 14.15. das war furchtbar anstrengend, wir hatten ein
Vorbereitungstreffen für ein großes Ereignis Ende September. .
Nach dem Treffen habe ich noch ein Gemeindemitglied getroffen, die mich dann gefragt hat: Geht's
gut? Da war ich erst geplättet, habe dann aber ehrlich geantwortet: nein, und nach einer
kurzen Pause aber jeden Tag ein bisschen besser. Vielleicht ist der Wunsch Vater des
Gedanken. Aber darauf muss ich auch bedacht sein, dass ich nicht nur Leute aus meinem
Team treffe, sondern auch andere und mir da auch noch passende Antworten überlegen.
Und- was ich mir schon am Entlassungstag aus der Klinik vorgenommen habe , heute endlich
konnte ich es umsetzen. Ich habe mir ein halbes Hähnchen geholt und gegessen. Der hatte bis
heute Urlaub. Auch das was Schönes.
Danach habe ich nur noch geschlafen.
Aber, leider hat sich das noch nicht geändert, ich habe mich wieder verletzt. Und die Flächen
werden größer und tiefer. Aber, es ist wie es ist.
wozu

01.09.2021 21:40 • #63


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Lost111

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Liebe @wozu ,

Zitat:
Aber ich habe es geschafft, PMR zu machen und etwas zu lesen. Das sind
denke ich wirklich 2 positive Sachen. PMR war mir etwas zu kurz, da werde ich beim nächsten
Mal die längere Version wählen.

Das sind definitiv 2 positive Sachen! Gut gemacht! :
Ich glaube dir, dass auch 2 Stunden Arbeit sehr anstrengend sein können. Deshalb die WE. Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen.
Aber ich denke, dass du auf einem guten Weg bist, trotz aller Widrigkeiten. Lass dich nicht unterkriegen!
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft!

LG Lost111

01.09.2021 22:19 • x 1 #64


wozu

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So, die nächste Woche steht bevor. In dieser Woche habe ich sehr schmerzlich erfahren, wie blöd
es ist, die Vorlagen meiner Ärztin einzuhalten. Sie sagt ja, keine Abendtermine und keine
Wochenendtermine. Am Mittwoch hätte ich eine Sitzung mit einer Gruppe gehabt, ich habe aber
schweren Herzens abgesagt. Und am Freitag haben wir eine Veranstaltung für einen Samstag geplant .
Inhaltlich habe ich das jetzt mit vorbereitet und werde auch die Materialien besorgen, aber
durchführen kann ich das jetzt nicht und das fühlt sich echt doof an.
Erschöpft und müde bin ich immer noch, habe aber auch gemerkt, dass etwas für sich tun
sehr anstrengend ist. So ist morgen Mittag erst mal der Besuch bei der Psychiaterin angesagt,
meine APP-Begleiterin möchte gern dabei sein und morgen Nachmittag habe ich eine
Therapiestunde in der Nachbarstadt. Diese Termine (auch die Begleitung durch APP ) empfinde
ich als sehr anstrengend.
Was mich auch etwas beunruhigt sind die körperlichen Symptome : mein Juckreiz ist wieder
total stark und macht mich fast wahnsinnig, Übergeben und Durchfall wechseln sich ab und ich
habe einen enormen Schneidedruck (das ist jetzt täglich), ich stelle aber fest, dass ich anscheinend
auf das Pflaster allergisch reagiere, die Haut ist total rot und mit kleinen Bläschen belegt.
Am liebsten möchte ich schreien: ich kann und will nicht mehr - aber ich kenn mich und tu
es nicht
wozu

05.09.2021 19:01 • #65


wozu

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Das ist jetzt aber blöd. Ich hatte einen Text geschrieben und der ist
nicht erschienen, ich weiß nicht, ob ich ihn so wieder auf die Reihe kriege.
Gestern hatte ich Mittags Arztbesuch und nachmittags Therapie in der Nachbarstadt (ca. 50 min Fahrt)
Es ging auch um Suizidalität, die Therapeutin hat mich gefragt, wie der letzte Versuch war, was
ich gemacht habe und mich gefragt, wie es zur Zeit bei mir aussieht, weil sie wahrgenommen hat, das ich mich an den
Handgelenken verletzt habe. Ich habe zwar entschieden gesagt, dass ich jetzt nicht suizidal
bin. - aber ich weiß es nicht mehr.
Natürlich haben wir auch über die WE gesprochen. Und mir wurde jetzt, in der Therapiestunde, so
richtig bewusst, dass ich beeinträchtigt bin. Das macht mich unendlich traurig.
Auf der Rückfahrt schwirrten tausende Gedanken und Fragen durch meinen Kopf:
bin ich wirklich nicht suizidal, kann ich so eingeschränkt leben, und auch die Frage nach meinem Wert
(ich weiß, jeder Mensch ist wertvoll an sich und ich will das niemanden absprechen!),
aber ich hole mir meine Wertschätzung über die Arbeit, sie ist mein Leben.
Ich kann so nicht weiterleben
wozu

07.09.2021 18:57 • #66


wozu

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Kann ich noch aktiv gegen die Suizidalität angehen?
Ich glaub ich brauch Hilfe.
wozu

07.09.2021 22:23 • #67


wozu

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Hallo, da bin ich mal wieder,
ich habe noch mal ein intensives Gespräch mit meiner Psychiaterin gehabt und auch von der APP werde
ich engmaschig begleitet. Zur Zeit ist es so, dass die Suizidgedanken nicht mehr so
drängend sind und falls etwas sein sollte, gibt es einen Notfallplan.
Ich hoffe, ich habe durch meine Äußerungen niemanden getriggert. Es tut mir leid, wenn doch.
Ja. und wie geht's mir jetzt?
Es ist noch immer alles ziemlich schwer, ich bin so erschöpft und müde. Meine neuesten
körperliche Symptome sind: geschwollene, rote und brennende Augenlider, das ist sehr unangenehm
Abends habe ich ein fiebriges Gefühl, das Gesicht fühlt sich heiß an.
Ich hatte das auch in der Klinik und war beim Augenarzt, dort hieß es ist ein Lidphlegmone,
das eigentlich mit Antibiotika behandelt wird, aber das habe ich nicht bekommen. Jetzt muss
ich schon wieder mal zum Arzt um das abklären zu lassen und davon habe ich auch die
Nase voll.
LG
wozu

22.09.2021 18:52 • #68


wozu

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Ich weiß nicht, ob noch jemand hier liest, trotzdem möchte ich ein kleines update geben.
Die letzten 2 Wochen waren sehr aufwühlend für mich und beschäftigen mich noch immer.
Ich habe schon mal gesagt, dass ich gläubige Christin bin und in der kath. Kirche arbeite. Nun
wurde vor kurzem die Studie zur S. Gewalt in unserem Bistum veröffentlicht. Der
verstorbene Bischof stand auch unter Verdacht, das aber nicht nachgewiesen werden konnte, wohl
aber, dass etliche Täter geschützt wurden und dass kaum auf die Opfer gesehen wurde.
Mir kam das K------ zen, obwohl ich nicht viel anderes erwartet habe.
Am Tag nach der Veröffentlichung hatten wir dann eine Sitzung mit Priestern und anderen
pastoralen Mitarbeitern. Jede(r) sollte erzählen, was ihn/sie gerade bewegt. Und ich habe genau
dies gesagt, dass es nicht darum gehen kann, die Täter zu schützen. Dass die Priester
sich wirklich mit ihrer Macht auseinandersetzen müssen u.a.m.
Einige fühlten sich sehr angepisst und meinten, ich habe ein Priesterfeindbild, auch mein Vorgesetzer,
der mir das schon mehrfach vorgeworfen hat.
Da ich aber selbst S. Gewalt durch meinen Bruder erfahren habe, finde ich diese
verlogenen Aussagen, wie sie dann am Tag drauf vom Papst kamen, in Bezug auf den Erzbischof
von Hamburg, kaum zum Aushalten.
Ich frage mich wirklich findet da ein Umdenken statt?
Inzwischen arbeite ich 3 Stunden die Woche und habe auch noch 2xWoche APP.
Manchmal werden es mehr Stunden, so z.B. gestern, wo der Weihbischof zur Visitation da
war, aber letztlich auch nur Schall und Rauch war.
Ich werde langsam wütend auf mich, weil ich keine Fortschritte sehe und ich Angst bekomme,
dass ich nicht wieder auf die Beine komme.
Hauptsächlich richtet sich diese Wut gegen mich, indem ich mich verletze, aber es ist auch
gegen die Institution.
Traurig machte mich die Äußerung meines Vorgesetzten mit dem Priesterfeindbild, ich habe so
oft betont, dass ich gerne hier bin und mit allen zusammen arbeite.
In der APP wurde mir geraten, den Blick auf das Positive zu lenken, aber ich nehme nichts wahr-
und weiß auch, dass ich in keinem guten Zustand bin.
wozu

08.10.2021 18:47 • x 2 #69


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Lost111

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Liebe @wozu ,

Zitat:
Am Tag nach der Veröffentlichung hatten wir dann eine Sitzung mit Priestern und anderen
pastoralen Mitarbeitern. Jede(r) sollte erzählen, was ihn/sie gerade bewegt. Und ich habe genau
dies gesagt, dass es nicht darum gehen kann, die Täter zu schützen. Dass die Priester
sich wirklich mit ihrer Macht auseinandersetzen müssen u.a.m.

Es ist nun mal Fakt, dass Priester diese Taten auch begangen haben. Und das hat nichts mit einem Priesterfeindbild zu tun. Du darfst zu deiner Meinung stehen. Die Frage ist nur, inwiefern man für einen solchen Verein noch arbeiten möchte, aber das muss Jeder für sich selbst entscheiden. Fühlst du dich mit der Arbeit dort denn ansonsten noch wohl?
Zitat:
Ich werde langsam wütend auf mich, weil ich keine Fortschritte sehe und ich Angst bekomme,
dass ich nicht wieder auf die Beine komme.

Geduld heißt das Zauberwort... Ich weiß, dass das so schwer ist, bin ich selbst doch auch total ungeduldig. Das sagt sich immer so einfach. Gibt es etwas, was du gerne machst?

LG Lost111

08.10.2021 19:36 • #70


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Silbermond64

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Wie passt es denn zusammen , das sogenannte Gläubige , Kinder Missbrauchen ? und das ganze dann Kirche nennen

08.10.2021 19:42 • #71


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Silbermond64

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Es soll doch alles nur vertuscht werden ,darum geht es, Hauptsache der Schein bleibt bestehen

08.10.2021 19:49 • #72


wozu

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Eins muss ich unserer Kirche (ja, ich identifiziere mich noch damit) ja lassen,
sie versucht den Missbrauchsskandal wirklich aufzuarbeiten und bei uns im Bistum sind das
auch keine Kirchenleute, die das gemacht haben. Denn seien wir ehrlich, S. Gewalt gegen
Kinder oder auch Erwachsene fand (findet) in vielen Verbänden, Unternehmen und noch viel
mehr in Privathäusern statt.
Aber - und da hört mein Verständnis dann auf, wir sind zu wenig bei den Opfern und @ Silbermond es
wird glaub ich noch viel vertuscht.
Es gibt seit ca. 10 Jahren Präventionsmaßnahmen im Bistum, jeder der sich engagiert muss daran
teilnehmen, egal ob ehrenamtlich tätig, oder Priester oder pastorale Mitarbeiter*innen. DAs
finde ich wichtig und gut, denn auch heute noch gilt es, die Augen offen zu halten.

Irgendwie lässt mich das nicht los und blockiert auch mein anderes Handeln. Ich fühl mich ohnmächtig
und auch irgendwie ausgeliefert - das Gefühl wie damals,

@ Lost - was ´mache ich gerne? - normalerweise würde mir schon was einfallen, aber jetzt habe
ich große?
Am Dienstag muss ich wieder zur Ärztin, wahrscheinlich wird sie mir auch sagen, ich muss
Geduld haben.
Vielen Dank für euer Feedback
wozu

09.10.2021 17:33 • x 1 #73


wozu

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Gestern war ich nun bei meiner Psychiaterin. Über 1 1/2 Stunden musste ich warten.
Ich konnte ihr erzählen, wie ich mich fühle, dass ich wütend auf mich selbst bin, weil
ich zu wenig Fortschritte sehe und auch meinen Ärger mit der Institution Kirche.
Was verwunderlich für mich war, sie hat mich positiv wahrgenommen. Meine Augen seien lebendiger
und insgesamt wirke ich wacher.
Was stimmt nun Selbstwahrnehmung oder Fremdwahrnehmung?
Ich weiß es nicht.
Ich wollte gerne auf ein anderes Anitdepressivum umsteigen, aber das wollte sie nicht.
Jetzt meine Frage an euch:
Kann es sein, dass es einem schon besser geht, obwohl ich das selbst gar nicht wahr nehme?
Ich bin irritiert.
wozu

13.10.2021 18:55 • x 1 #74


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Kate

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Zitat von wozu:
Kann es sein, dass es einem schon besser geht, obwohl ich das selbst gar nicht wahr nehme?

Ich denke, dass kannst nur du selbst einschätzen. Sofern du ehrlich und kritisch auf Dich schaust, was Du erreicht hast und was noch nicht etc. kannst Du Dir ganz gut ein Bild machen.
Feedback von außen ist natürlich auch wichtig. Man kann zusammen anschauen was gut ist, worauf man alleine womöglich nie gekommen wäre.
Ich höre auch oft, gut siehst du aus, warst du im Urlaub? Nein ich komme von der Therapie und zermetzel mich gerade innerlich.
Von daher weißt tatsächlich nur Du wie Du Dich fühlst.

13.10.2021 19:06 • x 2 #75


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Lost111

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Hallo liebe @wozu ,

Zitat:
Ich konnte ihr erzählen, wie ich mich fühle, dass ich wütend auf mich selbst bin, weil
ich zu wenig Fortschritte sehe und auch meinen Ärger mit der Institution Kirche.
Was verwunderlich für mich war, sie hat mich positiv wahrgenommen.

Das ist doch wirklich positiv! Wut ist eine starke Emotion. Und das bedeutet, dass du immer noch Kampfgeist besitzt.
Ich kann verstehen, dass dich ihre Sichtweise erstmal irritiert hat.
Die Selbstwahrnehmung kann sich sehr wohl von der Fremdwahrnehmung unterscheiden. Oft ist es so: wir stecken so tief in den depressiven Emotionen, dass wir gar nicht sehen (können), dass da doch noch was an produktiver Energie vorhanden ist. Verstehst du, was ich damit sagen will?
Wie hast du dich denn gefühlt, als du ihr wütend über die Kirche und über dich erzählt hast? Du warst sicherlich erleichtert.
Und das ist auch gut und richtig so. Und somit hast du dich (wahrscheinlich) auch ein Stückweit besser gefühlt.

LG Lost111

13.10.2021 19:21 • x 1 #76


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Ylvi13

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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Selbstwahrnehmung nicht unbedingt mit der Realität übereinstimmt.
Die Depression lässt es oft nicht zu, positive Veränderungen wahrzunehmen.

13.10.2021 19:57 • x 1 #77


Marylu

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Ich schreibe mir viel auf, so kann ich nachschauen, wie es vor einer Weile ging.

13.10.2021 20:01 • #78


wozu

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Zitat von Ylvi13:
Die Depression lässt es oft nicht zu, positive Veränderungen wahrzunehmen.

Vielen Dank Ylvi 13, ich denke du hast recht und ist ja eigentlich auch ein Symptom der Depression.
Auch dir Marylu möchte ich danken, das Aufschreiben kann mir sicher helfen, eine (meine eigene Einschätzung)
zu finden
@lost, du schreibst, wir spüren in der Depression nicht, was an produktiver Energie noch in uns ist.
dem kann ich nur zustimmen, aber manchmal blitzt diese Energie doch hervor.
Wie ich mich gefühlt habe, nachdem ich das gesagt habe: ich glaub, ich habe das eher sachlich
rübergebracht.
Aber da hatte ich heute noch ein Erlebnis: Meine Begleiterin der APP hat mich heute angerufen
und noch mal erzählt, wie sie das Gespräch mit mir und der Psychiaterin wahrgenommen hat und
hatte einen sehr positiven Eindruck davon. Nicht nur von der Ärztin auch von mir. Das tat mir auch gut.
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.
wozu

14.10.2021 18:29 • x 2 #79


wozu

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Hallo,
ich hab da mal ne Frage und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Vor ca. 1 1/2 Jahren hatte ich eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen, die dann operiert
wurde. Bis ich wieder arbeitsfähig war hat das einige Wochen gedauert.
Nun habe ich wieder diese Schmerzen im Ellenbogen (ich war noch nicht beim Arzt),
und habe auch Angst. Was passiert, wenn ich jetzt wieder eine Schleimbeutelentzündung habe
und nicht mehr arbeiten kann, ich befinde mich ja noch in der Wiedereingliederung.
Ziemlich ratlose Grüße
wozu

18.10.2021 18:28 • #80


Marylu

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Tut mir leid, liebe wozu, da habe ich keine Ahnung, würde wieder zum Arzt gehen. LG.

18.10.2021 19:44 • #81


wozu

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Hallo,
es ist schon eine Weile her, als ich das letzte Mal hier geschrieben habe.
Mein Juckreiz und die Ellenbogenschmerzen sind noch da. Auch meine Erschöpfung
ist noch ziemlich präsent, jedoch nicht mehr so wie am Anfang meiner Wiedereingliederung
und das sehe ich als positives Zeichen. Aber auch als Zeichen um zu überlegen, ob
ich einen vollen Arbeitstag wirklich schaffe. Das wird sich ziemlich bald zeigen, denn dann
fangen die Abendtermine wieder an.
Ende November ist meine Wiedereingliederung beendet, und wisst ihr, was ich dann machen werde?
Endlich Urlaub!
Und nicht nur ein paar Tage, sondern mind. 4 Wochen. Ich habe noch 10 Tage vom letzten Jahr und
den gesamten Urlaub von diesem Jahr (35 Tage, da ich schwerbehindert bin).
Im Moment ist es so, dass ich mich durch die Tage schleppe und ich erhoffe mir, dass ich dann
wirklich etwas Erholung und Entspannung schöpfen kann.
och so, was ich noch sagen wollte: bei den körperlichen Symptomen ist noch eins hinzugekommen:
in der Klinik hatte ich das schon und war beim Augenarzt, die haben mir dort ein beginnendes
Lidphlegmone gestellt und ich musste das mit Salbe behandeln, dort verschwand es dann auch.
Jetzt aber ist es wieder da an beiden Augen.
Das macht mich auch gereizt, ständig körperliche Symptome.
So, das wär's erst mal.
wozu

30.10.2021 17:36 • #82


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Lost111

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Hallo liebe @wozu ,

Zitat:
Mein Juckreiz und die Ellenbogenschmerzen sind noch da. Auch meine Erschöpfung
ist noch ziemlich präsent, jedoch nicht mehr so wie am Anfang meiner Wiedereingliederung
und das sehe ich als positives Zeichen. Aber auch als Zeichen um zu überlegen, ob
ich einen vollen Arbeitstag wirklich schaffe. Das wird sich ziemlich bald zeigen, denn dann
fangen die Abendtermine wieder an.

Das hast du bis jetzt doch ganz prima gemacht! Kannst du nicht deine Stunden reduzieren? Dann hättest du nicht diesen ständigen Druck, den ganzen Tag wuppen zu müssen. Ich weiß ja nicht, inwieweit das bei dir machbar ist.
Immerhin hast du bald Urlaub, das ist doch auch ein Lichtblick! Vllt. hast du dir was Schönes vorgenommen? Oder du entspannst erstmal in Ruhe, um Kraft zu tanken. Das ist so nötig.
Zitat:
Jetzt aber ist es wieder da an beiden Augen.
Das macht mich auch gereizt, ständig körperliche Symptome.

Damit solltest du dringend zum Augenarzt gehen.
Ja, die körperlichen Symptome können wirklich vielfältig sein. Ich verstehe deine Gereiztheit gut, kenne ich das von mir doch auch. Manchmal ärgert mich die Fliege an der Wand. Aber lass dich nicht unterkriegen! Ich wünsche dir die Kraft dafür.

LG Lost111

01.11.2021 20:17 • x 1 #83


wozu

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Hallo in die Runde,
diese Woche war für mich sehr anstrengend.
Schon während der 4-stündigen Arbeitszeit wurde ich total müde
und hätte mich am liebsten hingelegt. Nach 2 Stunden war keine
Energie mehr da.
Ich fühl mich schlapp und spüre sehr deutlich, wie sehr ich
diese Mittagspause gebrauche, wo ich mich hinlegen kann. Eigentlich
habe ich ja auch noch Glück, ich kann mir meine Arbeitszeit fast
einteilen.
Ich habe aber auch ein bisschen Sorge vor nächster Woche, da habe
ich mehrere Abendtermine, für die ich auch verantwortlich bin, hoffentlich
klappt das.
Ich wünsche allen einen schönen Abend
wozu

05.11.2021 19:45 • #84


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Lost111

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Zitat von wozu:
diese Woche war für mich sehr anstrengend.
Schon während der 4-stündigen Arbeitszeit wurde ich total müde
und hätte mich am liebsten hingelegt. Nach 2 Stunden war keine
Energie mehr da.

Liebe @wozu ,

ich hoffe, du kannst am WE etwas Kraft tanken. Mach was schönes, nur für dich, vllt. findest du da was. Tu dir was Gutes!
Du kannst dir deine Arbeitszeit weitestgehend einteilen? Das ist doch auch von Vorteil.
Ich stelle es mir echt anstrengend vor, abends/nachts arbeiten zu müssen. Gerade jetzt im Herbst/Winter.
Ich habe mir heute z.B. ein tolles neues Buch gekauft - ich wollte mich einfach mal selbst belohnen!

LG Lost111

05.11.2021 20:33 • x 1 #85


wozu

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Hallo,
ich war an diesem Wochenende in meiner alten Heimat auf Verwandtenbesuch. Vorher musste ich noch
die Wohnung wischen und ich war mit der Treppe dran (ich mag das gar nicht).
Dann bin ich losgefahren, als ich schon fast da war, waren fast alle Straßen gesperrt und mein Navi
lotste mich immer wieder auf diese gesperrte Bundesstraße. Ich hab dann völlig entnervt
bei meinen Verwandten angerufen, um nach den richtigen Weg zu fragen, was dann ja auch
geklappt hat.
Nach 2h. 45 min war ich dann endlich da und so was von kaputt. Ich hätte mich am liebsten
hingelegt, hab mich dann aber doch nicht getraut. Es kamen auch die Kommentare, die ich in
letzter Zeit so oft gehört habe: was bist du dünn geworden, siehst aber gut so aus.
Ja, es sind ja immerhin 3 Kleidergrößen weniger.
Am Nachmittag waren wir dann noch zum Friedhof spaziert zur Gräbersegnung. Meine
Mutter liegt auf dem Friedhof. Eine Freundin, mit der ich im Studium war hat die Andacht
gehalten, ich habe mich gefreut, sie mal wiederzusehen.
Anschließend gab es ein spontanes Kaffee trinken.

Die Atmosphäre war echt gut und es tut auch gut, mal in Familien zu schauen, wo Mitmenschlichkeit
auch gelebt wird, nicht so bei mir, meine Brüder haben mir erzählt, sie wollen mit
ihrer Familie nichts mehr zu tun haben.

Heute Mittag fuhr ich dann nach Hause, ich bin echt fertig .
wozu

07.11.2021 19:40 • #86


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Lost111

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Hallo liebe @wozu ,

da hast du ja ein anstrengendes WE hinter dir! Auch Verwandtenbesuche können einen ganz schön schaffen...
Aber letztendlich warst du doch froh, sie alle mal wieder zu sehen. Nun ja, man muss ja auch nicht ständig aufeinander hocken. Auch wenn es dich ermüdet hat, so hast du doch auch positives daraus mitgenommen.
Zitat:
Am Nachmittag waren wir dann noch zum Friedhof spaziert zur Gräbersegnung. Meine
Mutter liegt auf dem Friedhof. Eine Freundin, mit der ich im Studium war hat die Andacht
gehalten, ich habe mich gefreut, sie mal wiederzusehen.

Was ist das? Gräbersegnung? Ein kath. Brauch?
Tut mir leid, wenn ich dumm frage, aber das sagt mir so gar nichts.
Ich hoffe, es war nicht allzu schlimm für dich. Ah herrjeh, komm her, ich drück dich mal.

Die Familie kann man sich leider nicht aussuchen. Man wird da einfach rein geworfen. Hast du denn noch Kontakt zu deinen Brüdern, wenn ich fragen darf? Dazu musst du aber auch nichts weiter sagen, wenn du das nicht möchtest.

Ich wünsche dir noch einen gute N8.

LG Lost111

08.11.2021 23:15 • #87


wozu

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Hallo Lost,
Gräbersegnung ist tatsächlich ein katholischer Brauch. Zum Fest Allerseelen (2. Nov), heute ist es
meist das Wochenende drauf, werden die Gräber geschmückt und mit Kerzen versehen. Man denkt dabei
an die eigenen Verstorbenen. Manchmal kommen Erinnerungen, wie es war, als sie noch lebten, und
das ist auch gut so. Ich habe aber daran gedacht, dass ich auf diesem Friedhof auch mal beerdigt
werde, wann das sein wird, das weiß ich noch nicht. Aber letztendlich ist es auch schön zu wissen,
an einem Platz zu landen, wo ich nicht ganz in Vergessenheit gerate.
Auf dem Friedhof gibt es einen kurzen Gottesdienst, wo auch die Namen der Verstorbenen des
letzten Jahres genannt werden und an alle Verstorbenen gedacht wird. Danach werden die Gräber
gesegnet.

Heute war ein sehr anstrengender Tag. Ich bin noch ziemlich aufgewühlt und wäre eigentlich schon
längst im Bett, komme aber nicht zur Ruhe.
Heute morgen hatten wir die große Dienstbesprechung, d.h. alle Mitarbeiterinnen der Verwaltung und
der Pastoral. Dort werden die anstehenden Termine des nächsten Monats besprochen und
auch die neuesten Bestimmungen, die es z.B. in der Verwaltung gibt oder auch allgemein Infos,
die für alle gelten.
Danach ging es gleich weiter zur Vorbereitung eines gemeinsamen Sonntags für beide
Pfarreien. Ich hatte im Vorfeld schon einiges dafür vorbereitet, doch der Vorschlag wurde ziemlich
zerrissen und zum Teil auch runtergemacht. Das tut dann schon echt weh. Alle anderen hatten
aber nichts vorbereitet. Dazwischen kam dann auch der schwelende Konflikt zwischen mir und
meinem Vorgesetzten wieder durch, er meinte wieder, dass ich Priesterfeindlich bin, ich kann
mich gegen diese Äußerungen bald nicht mehr wehren, wenn er etwas wahrnimmt, was
überhaupt nicht so gemeint ist. So langsam habe ich das Gefühl, ich kann überhaupt nichts
mehr sagen ohne dass es mir nachteilig ausgelegt wird.
Wobei ich schon noch nachgefragt habe, weshalb er so angepisst ist.

Wir haben dann noch etwas zustande bekommen, was sicherlich auch gut machbar ist, aber
insgesamt war ich schon geknickt.
Dann war es schon Mittag und meine 4 Stunden Arbeitszeit waren schon längst vorbei.
Heute Abend von 18.00, für mich hieß es dann 17.15 (letzte Vorbereitungen treffen) waren
dann noch 2 Informationsveranstaltungen für die Erstkommunionvorbereitung angesetzt. Auch
diese hatte ich im Vorfeld alleine vorbereitet. Bei solchen Veranstaltungen muss ich auch die
Hygienevorschriften wegen Corona bedenken, deshalb auch 2 und kein Treffen im Pfarrheim,
sondern in der Kirche.
Wir bieten unterschiedliche Wege für die Erstkommunionfamilien an, die sie sich selbst
aussuchen können.
Beim 2. Mal merkte ich schon, wie meine Konzentration in den Keller ging und ich total müde
wurde. Das zeigt mir, dass ich doch noch nicht die alte Kraft habe, die Alternative wäre aber
gewesen, dass an 2 Abenden zu gestalten, da wir aber in der anderen Pfarrei auch noch
2 Infoveranstaltungen haben, hieße das, sich 4 x mal aufzumachen.
Die Abende sind nach meinem Gefühl ganz gut gelaufen, aber ich weiß nicht mehr, ob
meine Wahrnehmung auch stimmt. Das macht mir zu schaffen, ist meine Wahrnehmung
richtig oder liege ich da falsch. Ich bin verunsichert.
Ja, wie war nun der Tag, es überwiegt das Gefühl des Versagt zu habens , nur wie komme
ich da raus?
wozu

10.11.2021 01:28 • x 1 #88


Marylu

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1999
Liebe wozu, machst du die Arbeit mit Kindern in der Gemeinde? Ich habe jahrelang als Gemeindepädagogin in der evang.Kirche gearbeitet. LG.

10.11.2021 16:32 • #89



Hallo wozu,

x 4#30


Avatar

Lost111

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Hallo liebe @wozu ,

danke für die Erklärung. Ich finde das einen schönen Brauch.

Da bist du arbeitsmäßig ja schon wieder ganz schön eingespannt. Ich kann nur ahnen, wie anstrengend das sein muss.
Du hast es nicht einfach, dich da zu behaupten. Vllt. wäre ein klärendes Gespräch mit deinem Vorgesetzten hilfreich? Aber du hast ja schon nachgefragt, was kam denn als Antwort? Ist es überhaupt noch ein Job, den du gerne machst?
Du hast die Infoveranstaltungen sicherlich gut gemeistert, auch wenn dir deine Wahrnehmung was anderes sagen will.

Leider habe ich auch keinen guten Tipp parat, wie man Versagensgefühle ausschalten kann. Vllt. würde es helfen, sich klar zu machen, was man kann. Und sich nicht auf das konzentrieren, was man nicht kann / was nicht gut gelaufen ist. Aber das ist nicht einfach.

LG Lost111

10.11.2021 19:52 • #90

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