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Neuer User - Erschöpft/Unsicher

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Leon2026
Mitglied

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Hallo,

Ich heiße Leon bin 23 Jahre alt.

Ich weiß jetzt nicht genau wie ich anfangen soll.
Ist für mich ein schweres Thema möchte mich aber Vorstellen bzw. Mal beschrieben wieso ich jetzt hier bin bzw. meine Geschichte.

Ich habe seit dem ich mit 18 Jahren meine Ausbildung abgebrochen habe berufliche eher keinen Grünen Zweig erreicht.

Zurzeit habe ich zwar seit zwei Jahren Arbeit bei einer Leihfirma was eigentlich läuft.

Jetzt war letztes Jahr richtig Schlimm wo mein Vater schwer Krank wurde und ins Pflegeheim musste.
Und ich mit meiner Mutter allein Zuhause bin,Finanziell mit allem war letztes Jahr furchtbar.

Ich neigen dazu seit ein paar Jahren immer in Depressivezustände bzw. schlechte Phasen zu haben wenn es viel stress und alles Hoffnungslos scheint,diese Phasen sind mal mehr mal weniger intensiv.

Am 20.10.2025 habe ich dann den Schlimmsten Tiefpunkt auf dem Weg zur Arbeit morgens gehabt weiss nicht mehr wieso ich etwas versucht/gemacht und was das genaue Ziel war.

Seit dem habe ich kein Auto mehr und bin auf Fahrgemeinschaften, BUS Fahrrad etc. Angewiesen.


Seit dem geht alles nur noch zäh,alles was ich anfange dauerte länger wie gedacht, wird nicht so wie gewollt und häufig fehlt die Motivation weiter zumachen/anzufangen.

Ich habe jetzt zuhause keinen Ansprechpartner da meine Mutter nicht dafür ein offenes Ohr hat und ich sie damit nicht belasten will,sie glaubt das es damals ein normaler Unfall war.

Auch mein Hausarzt ist eher ungeeignet im dem Thema.

Freundeskreis ist eigentlich Null,ein paar online Kontakte.

Zu erwähnen.
Seit meiner Aktion die "Offiziell"ein Unfall war habe ich aber die Gewissheit das ich mich scheinbar nicht immer unter Kontrolle habe wenn ich diese Phasen habe.

Das nagt seit dem an mir und ich weiß nicht wie oder mit wem ich Gespräche führen soll weil ich seit dem in einer längeren Downphase bin.
Ich bin an einem Punkt wo mich das Komplett blockiert mit Auswirkungen auf meiner Arbeit,eine Art Leere im inneren.

Vor allem weil mir auch die Perspektive für die Zukunft fehlt die Fragen nach dem "Sinn" und ob es sich "lohnt" bzw. Ob ich noch gebraucht werde kommen Regelmäßig auf.

Habe auch im inneren irgendwo Angst wenn mein Roller repariert ist oder ich wieder ein Auto habe ich mich in einer Solchen Phase wider nicht im griff habe.
Habe auch Angst vor mir Selbst.

Es ist gerade alles nicht so einfach.

Hoffe der Text ist so OK,ich lese mich mal hier etwas durch hätte gerne unter besseren Umständen/Gründen hier her gefunden.

Grüße Leon

x 3 #1


Kate
Hallo Leon und willkommen,
mein erster Gedanke wäre ja jetzt, geh am besten zu einem Therapeuten. Das wird wahrscheinlich nicht ganz einfach, da es mittlerweile fast überall Wartelisten gibt, aber wenn Du beim Vorgespräch von Deinem Unfall erzählst kann’s auch schneller gehen.
Ich denke, da selbst wieder rauszukommen wird schwer. Vielleicht käme auch ein stationärer Aufenthalt in Frage, dort fällt erstmal alles ab, die Arbeit, die Verantwortung zu Hause und man bekommt die Gelegenheit sich mit anderen auszutauschen.
Vielleicht ist das ja ne Idee?
LG Kate

x 2 #2


A


Hallo Leon2026,

Neuer User - Erschöpft/Unsicher

x 3#3


LittleWing
Hallo Leon,

zunächst einmal: hab keine Angst,es ist alles in Ordnung mit Dir,Du hast halt einiges erlebt und bist nun niedergeschlagen und verunsichert,was die Zukunft angeht.
Dies kann sich aber schnell wieder ändern,wenn Du Dir Hilfe holst.

Was Du jetzt tun kannst:

- Googel mal nach einem Sozialpsychiatrischen Dienst in Deiner / oder der nächst gelegenen grösseren Stadt.
Dort kann Dir in allen Belangen geholfen werden.

- Es gibt bestimmt Selbsthilfegruppen in Deiner Nähe,die Du besuchen kannst.
Dort sind Leute,mit denen Du Dich austauschen kannst und die Dich mit ihrer Erfahrung unterstützen können.
Vor allem bist Du dann nicht mehr alleine

- Und lass Dich - trotz ggf. langer Wartezeiten - auf Listen von Verhaltenstherapeuten setzen.
Die Adressen bekommst Du von Deiner Krankenkasse und dann spricht man dort auf deren Anrufbeantworter und lässt sich auf die Liste setzen.

Und wenn es mal gar nicht mehr geht,kann man auch die Telefonseelsorge anrufen,dort sind rund um die Uhr Menschen,die Dir Rat und Unterstützung geben können:
https://www.telefonseelsorge.de/

#3


Fritz
Hi Leon2026
Auch von mir ein herzliches willkommen!
Ich glaube, dass du durch einen Unfall dein Auto verloren hast.
Eine Selbsthilfegruppe, dass könnte ich mir bei dir gut vorstellen.
Dazu eine therapeutische Begleitung, das wäre doch super.
Da kannst du dir mal alles von der Seele quatschen.
Vor allem, egal was du in der Zukunft machst, bleibe im mer ehrlich und verständnisvoll.
Bedenke, alles, was du säst, kommt wieder zu dir zurück.
Also bist du selber deines Glückes Schmid.
Das ist eine psychische Gesetz.
Es ist aber einfacher geschrieben als getan.
Servus

x 1 #4


Nuance
Du befindest Dich eindeutig in einer (Sinn-) Krise und bist deprimiert bzw. depressiv.
Du bist noch sehr jung und hast dennoch geschafft, Dich hier - anonym - zu öffnen.

Ich hoffe, Du kannst diese Krise überwinden. Alleine scheint das sehr wahrscheinlich nicht möglich.
Ich würde mir so schnell wie möglich, einen Psychotherapeuten suchen.
Und Du könntest froh sein, wenn Du dazu noch die Kraft hast.
Sie zu erreichen, ist schwierig. Ein Therapieplatz ist oft erst nach einigen Monaten zu haben. Und man könnte
feststellen, dass man mit dem Therapeuten nicht zurecht kommt.
Alles recht frustrierende Aussichten.

Insofern könnte es besser sein, sich auf die Suche nach einem passenden Hausarzt zu machen.
Probiere einfach mehrere aus. Das wird ziemlich sicher belohnt werden.
Du wirst sehen, dass sie alle sehr unterschiedlich sind.
Ich würde versuchen, in eine psychosomatische Klinik zu kommen.
Raus aus der Umgebung, in ein anderes Umfeld und sofortige psychologische Unterstützung.
Ein engagierter Arzt wird schnell einen Platz für Dich finden.

Vlt. ist es der falsche Job. Der kranke Vater. Alleinsein - Einsamkeit?... Fehlende tiefe Freundschaften? Kein Vertrauter?
Keine Partnerschaft?
Es wäre ideal, jemanden zu haben, der Dir interessiert zuhört und Ideen für Dich hat.

Du könntest auch zu einem Psychiater gehen. Vlt. gibt es einen, der auch Gesprächstherapien anbietet oder einen Psychologen in der Praxis hat.
Dennoch - ich würde vor Psychiatern eher warnen. Sie hören nicht wirklich zu - ihre Lösung besteht in Medikamenten.
Und das wäre in Deinem Alter nicht ideal.

Hier ein Link zu einem Video eines jungen Mannes, der durch die Einnahme von wenigen Tabletten schwer geschädigt ist.
Es ist ein YT Kanal eines Psychiaters, der vor Psychopharmaka warnt und beim Absetzen hilft. Viele schaffen nicht, loszukommen...
Viele haben unter und nach der Einnahme kaum noch Gefühle - weder negative - und viel schlimmer: Keine positiven mehr...
Es ist ein Risiko und Du bist jung.

#5


bones
Zitat:
Du könntest auch zu einem Psychiater gehen. Vlt. gibt es einen, der auch Gesprächstherapien anbietet oder einen Psychologen in der Praxis hat.
Dennoch - ich würde vor Psychiatern eher warnen. Sie hören nicht wirklich zu - ihre Lösung besteht in Medikamenten.
Und das wäre in Deinem Alter nicht ideal.

Hier ein Link zu einem Video eines jungen Mannes, der durch die Einnahme von wenigen Tabletten schwer geschädigt ist.
Es ist ein YT Kanal eines Psychiaters, der vor Psychopharmaka warnt und beim Absetzen hilft. Viele schaffen nicht, loszukommen...
Viele haben unter und nach der Einnahme kaum noch Gefühle - weder negative - und viel schlimmer: Keine positiven mehr...
Es ist ein Risiko und Du bist jung.


Nun man kann das so nicht sehen. Man kann doch nicht jed Psychiater in eine Schublade stecken. So ist es nicht. Definitiv nicht. Es gibt gute. Die verschreiben nicht nur tbl , sondern hören auch zu und begleiten dich bei jed Schritt. Nur weil man das erlebt hatte , heißt es noch lange nicht, dass alle so sind. Das ist falsch.

Bzgl. Der Medikamente, auch hier muss ich zum größtenteils widersprechen. Es gibt wie überall Menschen, die schlimmes erfahren haben. Ist nicht nur bei Psychopharmaka. Der Großteils verträgt sie gut. Natürlich sollte man immer zuerst versuchen ohne Medikamente das hinzubekommen. Wenn das Leiden aber zu schwer sind, macht eine Einnahme schon Sinn. Oft ist es so, dass erst durch die Medikamente einem ermöglicht wird, erfolgreich sich behandeln zu lassen sei es mit Psychotherapie oder was auch immer.
Ich halte von YouTube kanäle wenig, wo Menschen versuchen allen davor zu warnen weil ein Bruchteil leider betroffen sind. Wenn man das schon macht, dann sollte mmn auch die andere Seite zeigen.

x 2 #6


Dys
Hallo @Leon2026,

ich sehe das ähnlich wie bones. Aber da Du auch nicht explizit nach Empfehlungen oder einer Diagnosenstellung gefragt hast, ist es vielleicht auch garnicht nötig auf Verallgemeinerungen einzugehen. Wie schnell man in einer Bubble hängen bleiben kann, darauf wird auch in den sozialen Medien mittlerweile des öfteren hingewiesen. Da ist man am Ende selbst gefragt, wie ausgewogen man sich informiert.

Persönlich bin ich jemand, der bei den unterschiedlichen Erkrankungen die einen treffen können, lieber zu Fachärzten geht um mir deren Meinung einzuholen. Ob ich etwaige Vorschläge dann umsetzen will, liegt trotzdem nur bei mir. Allgemeinmediziner weisen in der Regel darauf hin, dass man sich von einem Facharzt beraten lassen sollte und überweisen dann auch üblicherweise an einen, wenn sie selbst nur eine Verdachtsdiagnose stellen oder zwar eine gesicherte Diagnose stellen, aber wissen, dass ein Facharzt effizienter Behandeln kann.

Du hast Deine Probleme hier eingebracht und ich hoffe, dass Dir das in irgendeiner Weise gut getan hat, denn manchmal ist es ja auch schon gut, mal einfach nur was loszuwerden. LittleWing hat Dir auch schon Anlaufstellen genannt, die in einer akuten Krise hilfreich sein können und an die man sich wenden kann. Bei akut suizidalen Gedanken kann man auch direkt in einer Psychiatrie vorstellig werden und nur wenn man eine akute eigen oder fremd Gefährdung darstellt, würde man zunächst in eine geschützte (geschlossene) Station aufgenommen. Ob man sich zu diesem Schritt entschließt, liegt aber auch hier nur bei einem selbst, denn man müsste halt äußern, dass man sich vor seinen Handlungsmöglichkeiten schützen lassen möchte.

x 1 #7

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