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Ein weiterer neuer Morgen

Lost111

Lost111
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Wieder ein neues Jahr. Neues Jahr, alles besser? Weit gefehlt! Mr. Green
Ok, ich weiß, das sagt man halt so.

Und wozu Vorsätze haben, wenn ich eh mehr oder weniger nur von Tag zu Tag lebe?!

Ich hatte in einem anderen Thread bereits berichtet, dass ich am 06.01. bei meiner
Psychiaterin war.
Eine Mitarbeiterin von der APP hat mich gestern kontaktiert und sie
wird am Donnerstagnachmittag bei mir aufschlagen. Ich höre mir mal an, welche Art von
Hilfe ich da konkret erwarten kann. Auch wenn mir das wieder eine schei. macht!
Ich versuche es.

Aber ich habe es (noch) nicht geschafft, in der TK anzurufen.

Nun fängt wieder eine neue Woche an. Keine Ahnung, was ich davon halten soll.

Mein Empfinden (wenn ich überhaupt noch eins habe): alles scheint zu (ver-)schwinden.
Immer wieder Gehirnnebel. Mein Gedächtnis lässt nach.

Ich bin ein "Zuschauer" meines Lebens. Wieder einmal mehr.

Und wieder wird es hell. Ob ich will oder nicht.

x 4 #1


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Dys

Dys
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Zitat von Ziva:
Und - wie auch anir schon geschrieben hat, ist das hier das TB von Lost

Hallo zusammen.
Auch wenn der Titel es suggerieren mag, dass dies ein Tagebuch sein soll, so wäre es halt auch gut gewesen, den Thread im Bereich Tagebücher zu veröffentlichen.
Der Bereich Depression ist eher aber schon ein Diskussionsbereich, wie viele andere auch und da wird nunmal auf Beiträge der Teilnehmer untereinander auch geantwortet.

Bei einem Thread im Bereich Tagebücher empfiehlt es sich meiner Meinung nach aber schon, zu Fragen ob Antworten oder Diskutieren erwünscht ist. Aber das machen auch nicht alle und manchmal müsste dann der TE dies eben dann selbst ansprechen, wie er oder sie es gerne hätte.

Andererseits ist es natürlich nicht verboten in einem Diskussionsbereich ein Tagebuch zu veröffentlichen. Doch dann wäre es praktikabel, gleich am Anfang zu schreiben, dass es eines ist und gegebenenfalls Regeln festzulegen, auf die man dann eben auch hinweisen könnte, sähe man sie verletzt.

Auch ein Tagebuch, dass (versehentlich) im „falschen“ Bereich veröffentlicht wurde, kann durch die Moderation in den Tagebücher Bereich verschoben werden, falls der TE dies wünscht.

09.02.2025 13:30 • x 3 #28


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A


Hallo Lost111,

Ein weiterer neuer Morgen

x 3#3


H

Hanku
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Hallo Lobo ich habe auch schon EKT bekomme. Meine Erfahrungen: bei uns in der Klinik läuft das so ab:
Du wirst nach der stationären Aufnahme körperlich untersucht

Es kommt einen Tag vor dem EKT der Narkosearzt um dich über die Kurznarkose aufzuklären, Ich habe den Narkosearzt gebeten mir gleich mit der Narkose etwas gegen die Kopfschmerzen, die bei allen auftretenden , zu geben . Bei uns wird Metamizol 0,5 oder 1 mg eingesetzt. Damit hast du nach dem Aufwachen keine Kopfschmerzen.

Irgendwann kommt eine Schwester um die Kanüle für die Kurznarkose zu setzen. Es empfiehlt sich davor noch einmal duschen zu gehen, da die Kanüle in der Regel bis zum nächsten EKT drinbleibt.

In der Zeit vor dem EKT darfst du nichts Trinken und Essen und du darfst nicht rauchen.
Direkt vor dem EKT kommt eine Schwester die dich „vorbereitet“. Bei uns heißt das auch eine Windel anziehen. ( Es hat aber noch nie den Fall gegeben das da etwas drin war). Noch mal pullern gehen und los geht’s.
Sie bringt dich in einen Raum mit sehr viel Technik. Wenn die Ärzte Zeit haben und du es möchtest erklären sie dir die Technik. Du legst dich auf eine Liege . Bei uns sagt der Narkosearzt „wir fangen an“. Einer schmiert deine Schläfen und am Kopf mit Paste ein und der Narkosearzt drückt die Spritzen ab. Dann bist du erst mal weg.

Irgendwann wachst du wieder auf . Wir bei uns im Krankenzimmer im eigenen Bett. Es ist immer eine Schwester da die bis dahin deinen Blutdruck kontrolliert hat. Der spielt nach dem EKT erst mal verrückt. (Die durch das nicht trinken dürfen fehlende Flüssigkeit wird über einen Tropf ausgeglichen. ) Ich hatte nach dem Aufwachen keine Übelkeit, kein Erbrechen ,keinen Schwindel und keine Kopfschmerzen. Und das Wichtigste: Ich hatte auch keine Gedächtnisprobleme. Wir dürfen dann erst mal was essen und uns den restlichen Tag so gestalten wie wir es wollen.

Wenn du jetzt noch Fragen haben solltest schreibe mir. Viel Erfolg wünscht dir Hanku.

08.02.2025 15:19 • x 1 #24


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Fritz
Hi Lost111
Bedanke dich für jeden Tag, heiße den Morgen willkommen!
Vermutlich weißt du eh darüber Bescheid.
Du bist der Schmid deines eigenen Glückes!
Anfangs glaubst du, was soll den das!
Wieder so ein Spruch!
Bedenke: Wenn sich die Seele sich nicht wohlfühlt, dann macht sie den Körper krank!
In einem depressiven Loch fühlts du dich einfach <Schei....<
Nichts funktioniert und du denkst, es kann nie mehr besser werden.
Das ist verständlich und menschlich.
Aber, für ein glückliches Leben, bist du allein verantwortlich.
Ich weiß, es ist einfacher geschrieben als getan.
Da brauchst du viel Geduld und Wissen.
Servus

x 2 #2


A
Hallo Lost 111.
Guten Morgen.
Vorsätze habe ich keine,
damit nehme ich mir Streß aus meinem Leben.
Das heißt nicht, daß ich mir nichts vornehme.
Doch, ich nehme mir Dinge vor.
Ohne Druck.
Das macht mehr Spaß
und ich binde mich weniger an die Einhaltung.
Entschuldige ich habe nicht genau auf meinem Schirm,
was du so erlebt hast.
Ich lese hier im Forum stehts von verschiedenen Menschen
und bringe auch schon mal was durcheinander.
In der tiefen D. bin ich auch zu nix fähig.
Mein Heilmittel war die EKT.
Und seit 2,4 Jahren und vielen Erhaltungs-EKTs,
Geht es mir gut.
Ja, die D. kommt weiterhin,
allerdings weniger oft und weniger tief,
d.h. ich bin sehr viel handlungsaktiver geworden.
Für mich eine gute Entscheidung in meinem Leben.
Dir wünsche ich alles Gute,
Rina.

x 4 #3


Dys
Für mich ist der Jahreswechsel nie etwas gewesen, wo sich für mich etwas ändern sollte oder müsste, dass sich ohne mein zutun nicht ändern kann. Somit ändert sich primär erstmal nur das Datum.

Wenn ich einen „guten Vorsatz“ hegen will, ist jeder Tag im Jahr genauso geeignet oder eben nicht. Druck bringt wenn überhaupt nur etwas, wenn eine gewisse Bereitschaft gegeben ist und nichts von Außen mich tatsächlich daran hindert, etwas anzugehen.
Nur Druck alleine, würde zwangsläufig in Scheitern und Frust münden. Aber ohne einen gewissen Druck, etwas dass ich wirklich will und bei dem ich mich trotzdem nicht aufraffe, geht natürlich nichts voran. Da ist aber der Druck eher ein Beweggrund, es mal anzugehen.

Neue Tage werde ich immer wieder erleben, bis ich tot bin. Letztlich entscheide ich nur, wie ich sie erlebe und lebe. Natürlich entsprechen sie nicht immer meinen Vorstellungen, aber solange ich neue Tage erlebe, habe ich natürlich eine gewisse Chance, dass davon doch meinen Vorstellungen entsprechen kann, oder zumindest nahe kommt. Mit oder ohne mein Zutun.

x 1 #4


EmptyLife
Liebe @Lost111 ,
ich kann so gut nachvollziehen, was du schreibst. Grade bin ich wieder in so einer Phase, wo ich mich frage, warum ich das alles überhaupt noch mache. Nicht mal das, was meinen Tag normalerweise erträglich macht, gibt mir in dieser Zeit etwas.
Jeden Sonntag würde ich die Zeit am liebsten auf Samstag zurückdrehen, damit es bloß nicht Montag wird. Schrank
Aber die Zeit läuft leider ohne Rücksicht auf uns weiter...

Zitat von Lost111:
Eine Mitarbeiterin von der APP hat mich gestern kontaktiert und sie
wird am Donnerstagnachmittag bei mir aufschlagen. Ich höre mir mal an, welche Art von
Hilfe ich da konkret erwarten kann. Auch wenn mir das wieder eine schei. macht!
Ich versuche es.

Ich finde es toll, dass du diesen Schritt wagst! Einfach mal was anderes versuchen. Was hast du schon zu verlieren? Entweder bleibt alles wie vorher oder es wird ein wenig besser. Wünschenswert wäre natürlich letzteres, auch wenn es im aktuellen Fühlen vermutlich nicht greifbar für dich ist.
Ich drücke dir die Daumen für Donnerstag. Smile

Liebe Grüße
Empty

x 4 #5


Lost111
Zitat von Fritz:
Ich weiß, es ist einfacher geschrieben als getan.
Da brauchst du viel Geduld und Wissen.

So ist es!
Ich habe schon sooo lange Geduld. Aber ohne geht es halt nicht. unwissend

Zitat von anir:
Vorsätze habe ich keine,
damit nehme ich mir Streß aus meinem Leben.
Das heißt nicht, daß ich mir nichts vornehme.
Doch, ich nehme mir Dinge vor.

Hallo Rina,

ja, eben, das macht sonst unnötigen Druck.

Zitat von anir:
Entschuldige ich habe nicht genau auf meinem Schirm,
was du so erlebt hast.
Ich lese hier im Forum stehts von verschiedenen Menschen
und bringe auch schon mal was durcheinander.

Ach, das kann ich total verstehen. Ich habe da auch manchmal so meine Schwierigkeiten mit.

Zitat von anir:
Mein Heilmittel war die EKT.

Das bekommt man aber nicht so einfach verschrieben? Mir hat das noch kein Psychiater vorgeschlagen.
Aber super, wenn dir das hilft, aktiver zu werden! Freut mich ehrlich für dich!

Zitat von Dys:
Aber ohne einen gewissen Druck, etwas dass ich wirklich will und bei dem ich mich trotzdem nicht aufraffe, geht natürlich nichts voran. Da ist aber der Druck eher ein Beweggrund, es mal anzugehen.

Das ist klar. Deshalb versuche ich halt auch nochmal, etwas zu (ver-)ändern. Keine Ahnung, wohin der Weg mich führen wird. Mir ist es nicht wirklich egal, aber nahe dran.

Zitat von EmptyLife:
ich kann so gut nachvollziehen, was du schreibst. Grade bin ich wieder in so einer Phase, wo ich mich frage, warum ich das alles überhaupt noch mache. Nicht mal das, was meinen Tag normalerweise erträglich macht, gibt mir in dieser Zeit etwas.

Liebe @EmptyLife,

danke. Ich drück dich mal ganz fest. knuddel
Wenn auch das dir kein gutes Gefühl gibt, was du sonst gerne gemacht hast, erscheint alles sinnlos.

Zitat von EmptyLife:
Jeden Sonntag würde ich die Zeit am liebsten auf Samstag zurückdrehen, damit es bloß nicht Montag wird.
Aber die Zeit läuft leider ohne Rücksicht auf uns weiter...

Das ist der Lauf der Welt.

Zitat von EmptyLife:
Ich finde es toll, dass du diesen Schritt wagst! Einfach mal was anderes versuchen. Was hast du schon zu verlieren? Entweder bleibt alles wie vorher oder es wird ein wenig besser. Wünschenswert wäre natürlich letzteres, auch wenn es im aktuellen Fühlen vermutlich nicht greifbar für dich ist.
Ich drücke dir die Daumen für Donnerstag.

Danke dir! Ja, es ist ein Versuch wert. Auch wenn ich - wie immer vor allem neuen - Angst habe.
Mehr als Abwarten kann ich halt nicht.

Die Zeit läuft weiter. Unaufhaltsam.
Ich fühle mich unsichtbar. Wie meistens. Vllt. bin ich ein Geist?! Hyaenen

x 2 #6


Grenzgaenger
Zitat von Lost111:
Die Zeit läuft weiter. Unaufhaltsam.

Ich fühle mich unsichtbar. Wie meistens. Vllt. bin ich ein Geist?!

Die Zeit - und da hat jeder immer die selbe Chance aus seiner Zeit etwas zu machen - läuft natürlich weiter...
Und Unsichtbar?
Nein - Vielleicht sind die Lichtverhältnisse manchmal ungünstig, oder man steht gerade ungünstig an der Falschen stelle....
Doch wirklich unsichtbar - oder unerreichbar - ist in Wahrheit NIEMAND! Schrank Glaskugel

x 1 #7


Dys
Zitat von Grenzgaenger:
Doch wirklich unsichtbar - oder unerreichbar - ist in Wahrheit NIEMAND

Auch daran kann man selbst arbeiten, wenn man es sein will. Unerreichbar schaffe ich nicht, aber nicht erreichbar klappt bisweilen gut und verschafft mir die Ruhe, die ich haben will. Unsichtbar wäre ich manchmal gerne, aber das gelingt leider nicht.
Nicht sichtbar sein finde ich auch nicht unbedingt schlimm.
Übergebühr sichtbar sein und nicht gewollt, wäre etwas, worüber ich mir Gedanken machen würde.

#8


Grenzgaenger
Zitat von Dys:
Auch daran kann man selbst arbeiten, wenn man es sein will...

Das steht völlig außer Frage - nur ist es eben anders wenn man es nicht will.... krank

#9


Lost111
Und wieder dämmert ein neuer Morgen - warum?
Ich habe so viel erlebt und gesehen. ZU VIEL.
Irgendwann ist halt ein Ende. Ob willentich gewollt oder nicht.

NO ONE hears you cry...

x 1 #10


A
Hallo Lost 111
Ja.
ZU viel von allem.
Wie lange denn eigentlich noch?
Duchhalten und Aushalten.
Wozu?
Und doch vielleicht die Hoffnung,
bald,
vielleicht am nächstenTag,
oder schon heut am späteren Tag
verändert es sich,
einen Schritt zum Guten hin.
Ich wünsche es dir.

x 4 #11


Lost111
Zitat von anir:
Und doch vielleicht die Hoffnung,
bald,
vielleicht am nächstenTag,
oder schon heut am späteren Tag
verändert es sich,
einen Schritt zum Guten hin.
Ich wünsche es dir.

Ich danke dir. Es gibt einige wenige seltene Stunden, da geht es mir - ich sage es mal so - "ok".
Das hält aber nie lange an.

Ich weiß gar nicht mehr, was ich noch schreiben soll. unwissend

x 2 #12


A
Hallo Lost 111
Ich hatte mal versucht,
in der D. nicht nachdenken über meine Probleme,
einfach mal so tun,
als wären einfach keine da.
Manchmal half es mir,
daß es mir kurzweilig besser ging.
Ich wünsche dir alles Gute.

x 2 #13


Fritz
Hi Nochmal ich.
Es liegt an euch, welche Gedanken ihr für den neuen Tag habt.
Ihr könnt den negativen Blickwinkel benutzen, oder den positiven.
Z. B. positiv, hallo, neuer Tag, was wird denn heut so alles passieren?

Oder, den negativen Blickwinkel, schei.., schei.
Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon wieder da.

Es sind deine Entscheidungen.
Du hast die Wahl!
Alles ein bisschen kompliziert, aber nicht unmöglich!
Servus

x 2 #14


A


Hallo Lost111,

x 4#15


H
Hallo hier ist Hanku, ich bin neu in der Gruppe.
Ich habe auch schon EKT bekommen . Mit der vierten EKT ging es mir richtig gut . Habe dann noch zwei EKT s machen lassen.(Verschrieben wurden 8 EKT s.)
Diese werden Stationär durchgeführt. Nicht jede Klinik hat dies im Angebot.
Nebenwirkungen: es gibt das Risiko welches eine Kurznarkose mit sich bringt.
Man kann sich dabei die Zähne kaputtmachen ( wichtig für Ältere, die Ärzte können aus irgend einem Grund den Kaumuskel nicht lahmlegen.)
Ich habe mir bei den EKT s die Innenseite der Unterlippe wund gebissen und daraufhin die EKT s abgebrochen. Man muß auch psychisch damit klarkommen ,dass durch einen Stromfluß durchs Gehirn ein Epileptischer Anfall ausgelöst wird. Dies fiel mir sehr schwer.

Ich habe noch eine Internetseite wo steht,wie man mit negativen Gedanken umgehen kann.
mentalwohl.com / negative-gedanken-loswerden

x 1 #15

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