Depression Verwirrtheit beim Aufwachen am Morgen

Fluglust

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Hall bin neu hier im Forum! Habe seit März 2017 schwere therapieresistente Depresion mit starken Schlafstörungen und kompletter Verwirrtheit am Morgen, die bis Mittag anhalten! Meditation Lithium Elontril trazodon und jetzt auch noch 1mg Tavor! Wer kennt diese Morgenzustände? Psychiater sagt das sei die Depression?! Danke für eure Antworten

31.12.2018 13:38 • #1


Ex-Mitglied

Also komplett verwirrt bin ich nicht am morgen - nur hundemüde und extrem antriebsschwach, das gibt sich dann zum abend.

Ist den Tavor unbedingt nötig? Das macht ja abhängig. Und es gibt doch auch andere Schlaf fördernde Medikamente.
Vielleicht nimmst Du das Tavor auch zu spät am abend ein?

18.01.2019 02:35 • #2


Zwischenwelt

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Guten Morgen und willkommen herzlich,
Bitte beschreibe doch mehr über deine bisherigen Behandlungen, sprich z.b. Klinikaufenthalte, medikamentöse
Therapieversuche usw.
Ich tue mich etwas schwer mit deinen Worten ``schwer therapieresistente Depression``
Trazodon und Elontril sind mir aus Kliniken bekannt, die gerne für Schlafstörungen eingesetzt werden. Die
Ärzte nutzen dabei eine Nebenwirkung der Schläfrichkeit. Hatte ich selbst erfahren. Jetzt noch Tavor und Lithium...
Seltsamer Mix, wie ich finde. Beschreibe doch auch von deiner Depression, eine Manie mit dabei?

lieben Gruß

18.01.2019 10:49 • #3


Fluglust


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Hallo und Danke für deine Antwort! Es begann bei mir mit schweren Schlafstörungen vor zwei Jahren! Daraus entwickelte sich eine mittlere dann eine schwere Depression! Verschiedenste Antidepressiva wurden angesetzt, keines schlug an! Schlafanstossende und antriebssteigernde! Schlaf nur stundenweise möglich! Abruptes Früherwachen mit entsetzlicher Benommenheit, keinerlei Antrieb, keine Tätigkeit möglich! Verzweiflung , Niedergeschlagen, an Arbeit nicht zu denken. Diagnose endogene Depression! Umfeld, Arbeit, Beziehung alles wunderbar gewesen! Als letztes Mittel letztes Jahr im Sommer Lithium angesetzt! Bis jetzt außer Nebenwirkungen keine Wirkung! Elontril als letztes Antidepressiva, macht nur Angdtzustände! Wird abgesetzt! Abends 25 mg Quietiapin und 50 mg Trazodon! Auch bei anderen Schlafstosser wie valdoxan oder perazin oder melporon genau so Benommenheit! Klinik 2 x Psychosomatik 2x stationär Psychiatrie und 2x Tagesklinik! Keine Verbesserung! Deshalb auch wieder 1mg Tavor zum Überleben! Jetzt droht Frühberentung und ich bin austherapiert! Klinik hat mir jetzt noch EKT angeboten! Organisch alles gecheckt: Schlaflabor Schilddrüse EEG MRT usw! Jetzt bin ich am Ende! Das waren meine letzten beiden Jahre! Ach ja Psychotherapie mache ich auch noch aber bei endogener Depression Depression schwierig! Gesprächstherapie und Hypnotherapie! Ach ja Heilpraktiker und Akupunktur leider auch keine Verbesserung! Freue mich über Rückmeldung!

19.01.2019 23:29 • #4


Zwischenwelt

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Oh ja ähnlicher Verlauf wie ich mich darin wieder sehe.
Vom Lithium erwarte keine allzu antidepressive Einstellung. Ich denke du bist vorher darüber vom Doc
beraten worden, die Funktionen des Lithiums. Das liegt auch lange bei mir zurück. Schwierig ist die genaue
Einstellung der Menge.
Ich bin auf einer Warteliste für EKT in Wilhelmshaven. Habe mich dafür entschieden, obwohl ich mir Chancen
gebe auf eine erhebliche Verbesserung ohne diese Behandlung. Mittlerweile gibt es auch ein Verfahren MKT
siehe hier: https://www.ukb.uni-bonn.de/42256BC8002...C400486FA8

Vielleicht bekommst du neue Hoffnung für dich, ich wünsche es dir sehr

p.s. über EKT wird immer viel diskutiert, Neurologen befürworten diese Behandlung, durch großen Erfolg und angeblich
Neubildung vieler Zellen, die Gegner sagen, es sterben Zellen ab.
Ich finde, das dadurch unsere Entscheidungen dadurch noch schwieriger werden. Wissenschaft ist noch weit entfernt.

viel Kraft für dich

20.01.2019 00:06 • #5


Ex-Mitglied

Zitat von Zwischenwelt:
Ich bin auf einer Warteliste für EKT in Wilhelmshaven. Habe mich dafür entschieden, obwohl ich mir Chancen
gebe auf eine erhebliche Verbesserung ohne diese Behandlung.


Es wäre auf jeden Fall schön wenn Du deine Erfahrung später erzählst.
Meine Meinung dazu ist irgendwie zwiegespalten - aber ich tendiere eher zu Ja irgendwann vielleicht - als zu niemals.


Es soll ja ein wenig wie der Reset-Knopf am Drucker sein :-O

20.01.2019 00:54 • #6


Zwischenwelt

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Sehr gerne, obwohl das Vorgespräch im letzten August war. Durchschnitt der Wartezeiten sind etwa 1 Jahr.
Alle Mitpatienten dich ich beobachten und sprechen konnte, habe überwiegend von profitiert. Nur einer in der
MH- Hannover war nach mittlerweile 35 Behandlungen sehr durcheinander. Wir erklärten ihm wo er überhaupt
war. Möglich das eine Nebenwirkung ``Kurzzeitgedächnisverlust`` entstanden ist. Er selbst hatte es als
belastend empfunden.
Ich war schon sehr am Zweifeln. Hatte dort eh nicht stattgefunden. Alle Voruntersuchungen waren positiv verlaufen.
Mich quälten erhebliche Schlafstörungen durch ein Dreibettzimmer. Nach langen Verhandlungen auf Zimmerwechsel,
weiter Absagen. Schlussendlich habe ich mich nach acht Tagen selbst entlassen. War durch Schlafmangel entkräftet
und entwickelte Ängste, eine Psychose davon zu bekommen.
Schade, es gab Alternativen dort ein anderes Zimmer zu bekommen, aber alle Pfleger, Ärzte... blieben stur.
Privatpatienten hätten wohl möglich bessere Chancen. Ich und MHH nie wieder

20.01.2019 01:57 • #7




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