Wenn "Negative" Gedanken einfach so bei seite geschoben werden könnten, wäre die Depression Arbeitslos. Denn die Gedanken sind schließlich nur ein Teil dieser Krankheit - neben Körperlichen Erscheinungen.
Mag sein, das Positives Denken etwas bewirken kann - das will ich nicht beurteilen.
Doch das Monster in mir, konnte ich nur mit Hilfe von außen, reichlich Tabletten, einer Therapie und einer Selbsthilfegruppe in den Griff bekommen und einigermaßen damit Leben. Nur besiegen kann ich es nicht....
•
x 3#16
Lost111 Mitglied
17666
46
5921
Zitat von anir:
Ich hatte mal versucht, in der D. nicht nachdenken über meine Probleme, einfach mal so tun, als wären einfach keine da.
Ja, aber Gedanken lassen sich nicht einfach so wegschieben. Auch wenn es mir mal gelingt, NICHT nachzudenken. Es ist so, wie du sagst - es ist nur von kurzer Dauer.
Zitat von Fritz:
Es sind deine Entscheidungen. Du hast die Wahl! Alles ein bisschen kompliziert, aber nicht unmöglich!
Alles, was mich betrifft, sind meine Entscheidungen, logisch. Aber ich kann mir nicht "sagen" : es ist ein guter Tag ! >>> wenn es sich nicht so anfühlt. Positive Gedanken lassen sich nicht so einfach "produzieren". Hast du wirklich die Wahl?
Zitat von Fritz:
Ich habe auch schon EKT bekommen . Mit der vierten EKT ging es mir richtig gut . Habe dann noch zwei EKT s machen lassen.(Verschrieben wurden 8 EKT s.)
Ich weiß nicht, da traue ich mich nicht ran. Ist mir auch noch nie vorgeschlagen worden. Danke dir für den Link!
•
x 2#17
A
Hallo Lost111,
Ein weiterer neuer Morgen
x 3#3
Lost111 Mitglied
17666
46
5921
Zitat von Grenzgaenger:
Wenn "Negative" Gedanken einfach so bei seite geschoben werden könnten, wäre die Depression Arbeitslos. Denn die Gedanken sind schließlich nur ein Teil dieser Krankheit - neben Körperlichen Erscheinungen.
Ja, es ist immer ein Kampf, dagegen anzukommen. Das gelingt - zumindest mir - meistens nicht.
Zitat von Grenzgaenger:
Doch das Monster in mir, konnte ich nur mit Hilfe von außen, reichlich Tabletten, einer Therapie und einer Selbsthilfegruppe in den Griff bekommen und einigermaßen damit Leben. Nur besiegen kann ich es nicht....
Das habe ich auch alles durch. Und ich denke auch nicht mehr, dass ich meine Dämonen in diesem Leben noch besiegen kann. Das ist ein Trugschluß. Mehr als damit irgendwie versuchen, zu (über-)leben geht nicht.
•
x 2#18
A
anir Mitglied
3307
3
2647
Hallo Lost111 Ich weiß nicht, ob ich es bei dir schon mal angesprochen habe................. Seit August 2022 mache ich Ekt-Therapie. Erst eine Foge von 6 Einheiten. Seither stehts nach 6 Wochen, eine Erhaltungs-Ekt. Seitdem habe ich ein 2. Leben. Ein schönes. Ich bin meinem Psychiater unendlich dankbar dafür. Zur Zeit alle 9 Wochen 1Ekt. Mir hilft es sehr gut.
•
x 2#19
Lost111 Mitglied
17666
46
5921
Zitat von anir:
Ich weiß nicht, ob ich es bei dir schon mal angesprochen habe................. Seit August 2022 mache ich Ekt-Therapie. Erst eine Foge von 6 Einheiten. Seither stehts nach 6 Wochen, eine Erhaltungs-Ekt. Seitdem habe ich ein 2. Leben. Ein schönes.
Ja, das hattest du schon mal erwähnt. Und es freut mich sehr, dass es dir damit besser geht!
Es ist wieder so, dass mir das meiste einfach sowas von egal ist. Ich komme da nicht raus. Perspektiven? Pläne? >>> Null. Quo vadis - Wohin gehst du?
Warum habe ich darauf verdammt nochmal immer noch keine Antwort?!
•
x 2#20
Lobo Mitglied
4651
4
445
@anir Hallo , ich bin am überlegen das EKT zu machen wäre meine letzte Chance. Weil Medikamente mir laut Arzt zu viele Nebenwirkungen haben und es bei mir bei Medikamenten die er mir verschrieben hat nicht anschlägt. Ich bekomme völlig die nervösen Zuckungen am ganzen Körper. Wie ist das mit Gedächtnis verlust, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit? LG @Lobo
•
x 1#21
A
anir Mitglied
3307
3
2647
Hallo Lost111, ja, danke dir. Wenn mir das meiste einfach sowas von egal ist, zeigt es mir für mich, daß ich in tiefer D. bin. Es gibt dann keine Pläne für mich. Ich bin dann planlos. Und ich weiß dann, Stop, erst muß ich aus der D. etwas raus sein, um Pläne machen zu können. Woher geht es bei mir nicht. Das war wichtig für mich zu verstehen, damit ich aufhörte, mir damit auch noch Druck zu machen. Also habe ich ausgehalten, Geduld mit mir gehabt und dann Stück für Stück wieder in mein Leben gefunden. Sehr schwer war es immer. Durch die Möglichkeit der Ekt, hat sich für mich ein neuer Lebenssinn ergeben. Die D. ist geblieben, allerdings weniger oft, weniger tief, weniger lange. Medikamente nehme ich weiterhin in reduzierter Form. Durch die Ekt, habe ich wieder einen besseren Zugang zu mir selbst gefunden. Sonst, war es so: D. kommt, Ich ausgenockt, Geduld haben, im Leben feststecken für ungewisse Zeit............................. Dann, irgendwann D. beendet. Freude, Erleichterung, Arbeiten gehen, das Leben leben...................... Bis zur nächsten Episode. Und täglich grüßt das Murmeltier. Durch die Ekt ist es mir möglich mehr über mein Leben nachzudenken, da die Tiefphasen der D. ausbleiben. Ich konnte aus Situationen ausbrechen, da ich erkannte, daß sie nicht gut sind. Etwas beenden, waß schon lange zu Ende war. Liebe Lost, Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. Rina.
•
x 1#22
A
anir Mitglied
3307
3
2647
Hallo Lobo. Das hier ist die Seite von Lost111 Schau mal bei: Ekt Elektrokramphtherapie Eigene Erfahrungen anir 2.11.22 Depression. Das ist eins meiner Themen. Über diese Seite kannst du gerne deine Fragen stellen.
•
x 2#23
H
Hanku Mitglied
10
1
8
Hallo Lobo ich habe auch schon EKT bekomme. Meine Erfahrungen: bei uns in der Klinik läuft das so ab: Du wirst nach der stationären Aufnahme körperlich untersucht
Es kommt einen Tag vor dem EKT der Narkosearzt um dich über die Kurznarkose aufzuklären, Ich habe den Narkosearzt gebeten mir gleich mit der Narkose etwas gegen die Kopfschmerzen, die bei allen auftretenden , zu geben . Bei uns wird Metamizol 0,5 oder 1 mg eingesetzt. Damit hast du nach dem Aufwachen keine Kopfschmerzen.
Irgendwann kommt eine Schwester um die Kanüle für die Kurznarkose zu setzen. Es empfiehlt sich davor noch einmal duschen zu gehen, da die Kanüle in der Regel bis zum nächsten EKT drinbleibt.
In der Zeit vor dem EKT darfst du nichts Trinken und Essen und du darfst nicht rauchen. Direkt vor dem EKT kommt eine Schwester die dich „vorbereitet“. Bei uns heißt das auch eine Windel anziehen. ( Es hat aber noch nie den Fall gegeben das da etwas drin war). Noch mal pullern gehen und los geht’s. Sie bringt dich in einen Raum mit sehr viel Technik. Wenn die Ärzte Zeit haben und du es möchtest erklären sie dir die Technik. Du legst dich auf eine Liege . Bei uns sagt der Narkosearzt „wir fangen an“. Einer schmiert deine Schläfen und am Kopf mit Paste ein und der Narkosearzt drückt die Spritzen ab. Dann bist du erst mal weg.
Irgendwann wachst du wieder auf . Wir bei uns im Krankenzimmer im eigenen Bett. Es ist immer eine Schwester da die bis dahin deinen Blutdruck kontrolliert hat. Der spielt nach dem EKT erst mal verrückt. (Die durch das nicht trinken dürfen fehlende Flüssigkeit wird über einen Tropf ausgeglichen. ) Ich hatte nach dem Aufwachen keine Übelkeit, kein Erbrechen ,keinen Schwindel und keine Kopfschmerzen. Und das Wichtigste: Ich hatte auch keine Gedächtnisprobleme. Wir dürfen dann erst mal was essen und uns den restlichen Tag so gestalten wie wir es wollen.
Wenn du jetzt noch Fragen haben solltest schreibe mir. Viel Erfolg wünscht dir Hanku.
•
x 1#24
Lobo Mitglied
4651
4
445
@Hanku Ich habe in der Klinik wo ich das dann eventuell machen lassen will am Dienstag einen Vortrag darüber und werde mit meinem Mann hin gehen. Leide seit Februar 2004 an Depression und nach 2004-2019 Fluoxetin, 2019 bis jetzt Elontril/Brupion 300 mg seit 0ktober 2024 auf 150 mg, Sertralin, Atomoxetin (gegen ADHS was nicht half) bin so an der Grenze meinte mein Psychiater, Mitrazapin September 2022- Februar 2023, Venlafaxin 37,5 mg 1 Tag in der Rehaklinik und war am ganzen Körper am zittern sofort am nächsten Tag wieder abgesetzt. Jetzt soll nochmal ein ADHS Test gemacht werden. Stimmung geht runter oder neutral aber wie ein leere Rohr zum durchsuchen. Es macht nichts mehr Spaß die Sonne blauer Himmel, Konzert es passiert nichts, Kopf arbeitet alles schei. ,alles egal,Lebensfreude alles weg. Der Antrieb ist zwar da und ich gehe acj Gesellschaftsspiele machen, zur selbsthilfegruppe aber ich fühle in mir innerlich nur leere totale leere. Mein Mann ist auch schon angesteckt von meiner tristen Stimmung. LG Lobo
•
x 1#25
H
Hanku Mitglied
10
1
8
Hallo Lobo, Ich stecke gerade auch in einer Depriphase. Ich habe da so meine Strategien. Immer wenn ich eine Aufgabe erledigt habe klopfe ich mir selbst auf beide Schultern und sage mir: „Hast du fein gemacht, hast du prima gemacht“. Ich schreibe mir abends auch einen kleinen Zettel,auf dem steht was ich an kleinen Sachen unbedingt am nächsten Tag noch erledigen muss. Habe ich eine dieser Aufgaben erledigt streiche ich sie zusätzlich genussvoll durch. (Es wird gesagt, dass Eigenlob stinkt, ich denke es ist so etwas wie Selbstfürsorge .) Dies behalte ich auch bei ,wenn es mir wieder besser geht. Das ist für mich so eine Art Prophylakse.
Wenn es mir ganz schlecht geht, dann streiche ich mir mit der Hand ein paar mal ganz sanft über den Hinterkopf, so wie eine fürsorgliche Mutter es mit ihrem Kleinkind tut. Dies hilft mir sehr. ( Auch wenn es meine Mutter früher nie bei mir gemacht hat.)
Mein Mann freut sich auch sehr wenn ich zu ihm sage: „Hast du fein gemacht“. Oder wenn ich ihn mal drücke . Meine Freundin hat mir heute früh über WhatsApp ein Foto geschickt. Auf dem steht: „Guten Morgen .Schön,dass es dich gibt“. Da geht doch gleich die Sonne auf.
Schön , dass es euch gibt. Viele Grüße Hanku.
•
x 1#26
Ziva Mitglied
8917
1
7657
Zitat von Hanku:
Hallo Lobo ich habe auch schon EKT bekomme. Meine Erfahrungen: bei uns in der Klinik läuft das so ab: Du wirst nach der stationären Aufnahme körperlich untersucht Es kommt einen Tag vor dem EKT der Narkosearzt um dich über die Kurznarkose aufzuklären, Ich habe den Narkosearzt gebeten mir gleich mit der Narkose ...
Ich hätte mir irgendwie gewünscht, dass das unter einem Trigger-Button versteckt geschrieben wird. Und - wie auch anir schon geschrieben hat, ist das hier das TB von Lost. Was du hier Lobo schreibst, gehört hier nicht her.
•
x 3#27
Dys Mitglied
1921
1
2912
Zitat von Ziva:
Und - wie auch anir schon geschrieben hat, ist das hier das TB von Lost
Hallo zusammen. Auch wenn der Titel es suggerieren mag, dass dies ein Tagebuch sein soll, so wäre es halt auch gut gewesen, den Thread im Bereich Tagebücher zu veröffentlichen. Der Bereich Depression ist eher aber schon ein Diskussionsbereich, wie viele andere auch und da wird nunmal auf Beiträge der Teilnehmer untereinander auch geantwortet.
Bei einem Thread im Bereich Tagebücher empfiehlt es sich meiner Meinung nach aber schon, zu Fragen ob Antworten oder Diskutieren erwünscht ist. Aber das machen auch nicht alle und manchmal müsste dann der TE dies eben dann selbst ansprechen, wie er oder sie es gerne hätte.
Andererseits ist es natürlich nicht verboten in einem Diskussionsbereich ein Tagebuch zu veröffentlichen. Doch dann wäre es praktikabel, gleich am Anfang zu schreiben, dass es eines ist und gegebenenfalls Regeln festzulegen, auf die man dann eben auch hinweisen könnte, sähe man sie verletzt.
Auch ein Tagebuch, dass (versehentlich) im „falschen“ Bereich veröffentlicht wurde, kann durch die Moderation in den Tagebücher Bereich verschoben werden, falls der TE dies wünscht.
•
x 3#28
H
Hanku Mitglied
10
1
8
Sorry an alle die ich jetzt verletzt haben sollte. Ich bin erst seit 5.2.2025 dabei und habe nicht erkannt, dass dies ein Tagebuch ist. Man möge mir meine Naivität verzeihen. Was bitte ist ein Trigger-Button ? Viele Grüße Hanku
•
x 2#29
A
Hallo Lost111,
x 4#15
Dys Mitglied
1921
1
2912
Trigger
Im Editor ist oben ein durchgestrichenes Auge um einen Text zunächst unsichtbar zu machen
Wenn man dann den Trigger Button anklickt, wird der Text angezeigt. Was aber wen triggern könnte, weiß man leider nie so genau.