34794

Der "Ich stelle fest-Thread"

Wuslchen
Ich stelle fest, dass ich am Ende wieder zu kämpfen hatte mit dem Essen, weil es einen Ticken zu viel war. War aber sooooo lecker, dass ich es essen wollte.
Ich stelle fest, dass ich es deswegen ok finde. Mr. Green

x 3 #3871


Jedi
Zitat von Kate:
Hofft man da nicht nur, dass es sich von selbst regelt?


Genau @Kate u. das kann ordentlich in die Hose gehen !
Besser ist Bewusstheit - bewusst Vergeben u. Loslassen, so gewinnt man wieder an Selbstbestimmung !

x 3 #3872


A


Hallo Anchiwa4964,

Der "Ich stelle fest-Thread"

x 3#3


Kate
Zitat von Jedi:
bewusst Vergeben u. Loslassen, so gewinnt man wieder an Selbstbestimmung !

Na ich weiß nicht. Relativiert man damit nicht Ungerechtigkeiten?

x 4 #3873


E
Zitat von Jedi:
Besser ist ... - bewusst Vergeben u. Loslassen, so gewinnt man wieder an Selbstbestimmung !


Zitat von Kate:
Na ich weiß nicht. Relativiert man damit nicht Ungerechtigkeiten?


Liebe @Kate , ja, ich würde dir zustimmen. Ich empfinde es als Relativierung von Ungerechtigkeiten, wenn man Personen vergibt, ohne, dass sie um Verzeihung bitten und deutlich sagen und/oder zeigen, dass Sie das künftig nicht mehr tun.

Um trotzdem Frieden zu finden, habe ich einen anderen Weg gefunden. Ich habe meinem "Schicksal" verziehen.
Und gehe Menschen, die mich schlecht behandeln, aus dem Weg. Menschen, die nur ihre Meinung zulassen und keine Rücksicht auf mich und meine Gefühle nehmen wollen.

Lieber @Jedi , mich würde interessieren, wie du das noch genauer beschrieben meinst.

x 6 #3874


Ylva
Zitat:
Ich habe meinem "Schicksal" verziehen.


Diesen Ansatz finde ich sehr gut, liebe Joline! daumen hoch

Unbewusst habe ich es mit der Beziehung zu meiner Mutter so gemacht.
Dadurch konnte ich dieses sehr oft präsente und für mich immer wieder schmerzhafte Thema abhaken und es irgendwo tief in meinem Hinterkopf "verstauen".
Und dort ist es seitdem auch brav geblieben.

x 5 #3875


ZeroOne
Ich stelle fest, dass es mir gesundheitlich (physisch) heute noch ein Stück schlechter geht, als gestern. Augen rollen
Ist wohl an der Zeit, mal wieder die Hausärztin zu tyrannisieren... Cool

LG
ZeroOne

x 5 #3876


Ylva
Ich stelle fest, dass es mir (noch) sehr schwer fällt, auf den ausführlichen Beitrag von Wuslchen in meinem TB, zu antworten.
2x habe ich es schon versucht, aber nach einigen Zeilen alles wieder gelöscht. weinen

Tut mir so leid, liebes @wuslchen! verlegen

x 3 #3877


Jedi
Zitat von ZeroOne:
Ist wohl an der Zeit, mal wieder die Hausärztin zu tyrannisieren..

Nein Nein @ZeroOne - nicht tyrannisieren, Ärzte wollen Dir doch nur helfen Arzt (u. Geld verdienen haha rofl )

Dir weiter gute Besserung freunde
LG Jedi

#3878


Jedi
Hi @joline u. @Kate


Zitat von joline:
Liebe @Kate , ja, ich würde dir zustimmen.
Ich empfinde es als Relativierung von Ungerechtigkeiten, wenn man Personen vergibt, ohne, dass sie um Verzeihung bitten und deutlich sagen und/oder zeigen,

Ich kann gut verstehen, wie ihr es meint !
Das wäre natürlich die beste Möglichkeit zu vergeben u. dann loslassen zu können, wenn diese andere Person
od. Personen, sich Entschuldigen u. um Verzeihung bitten würden - könnten.

Leider habe ich durch die Gewalterfahrung u. Verwahrlosung durch meine Eltern, auch nie diese Erfahrungen
mit Ihnen klären können. Geschweige wären sie niemals auf die Idee zu kommen, mit mir, als der schon Erwachsene,
sich da mit mir darüber zu unterhalten.
Noch fanden sie bis zuletzt es vollkommen richtig, seine Kinder so zu behandeln, denn sie glauben, dass man nur durch
diese harte Erziehung, Lebensfähig würde u. wurden auch aus dem Familienumfeld auch noch darin bestärkt.

So wäre es niemals dazu gekommen, dass meine Eltern sich mit ihren Taten auseinandergesetzt oder
mal um Verzeihung gebeten hätten.
Lange habe ich mich als Opfer betrachtet u. die Opferhaltung gab mir Sicherheit - was schon paradox ist !
In der Therapie habe ich dann gelernt, dass mein Selbsthass immer etwas mit Schuld zu tun hat,
obwohl man daran keine Schuld trägt.
Nun war ich damals nicht in einer Traumatherapie, sondern hatte einen TP gefunden, der Spezialisiert war,
auf die "innere Kind" Arbeit.

So habe ich gelernt, dem Kind, was ich damals war, als der heutige Erwachsene, Verständnis, Mitgefühl, Liebe,
Aufmerksamkeit u. Schutz zugeben, was es damals dringend gebraucht hätte !
So konnte ich dann auch die Opferrolle verlassen u. habe so Selbstbestimmung darüber gewonnen,
dass ich von der Macht der Eltern u. den grausigen Erfahrungen loslassen konnte.
Selbstbstimmung hat die Ketten gesprengt u. mich von den damaligen Erlebnisse befreit !

So habe ich gelernt einseitig meinen Eltern zu vergeben u. konnte so auch loslassen von der Vergangenheit.
(Hass auf die Eltern oder Rachegelüste, machen einen nur selbst krank - so meine pers. Erfahrung)
------------------------------
Zitat von joline:
Ich habe meinem "Schicksal" verziehen.

Ist sicher auch eine Möglichkeit.

Nur wenn Eltern ihre Kinder misshandeln u. vernachlässigen, dann sehe ich das nicht als mein Schicksal, sondern
ich empfnde es ist ein Verbrechen u. so war für mich, durch die damilige Hilfe, der "innere Kind" Arbeit,
der richtige Weg !
Ich wünsche, dass Jeder muss u. sollte, was immer Er/ Sie erlebt oder erlebt hat, seinen Weg finden,
um nicht das ganze Leben, der/ die Gefangene von den damaligen Personen oder den Umständen zu bleiben.
-------------
Zitat von joline:
mich würde interessieren, wie du das noch genauer beschrieben meinst.

Villt. erklärt es sich jetzt für Dich, wie ich es gemeint hatte besser !

LG Jedi

x 2 #3879


Kate
Ich stelle fest, das ich mich nach gestern immer noch elendig fühle. Nie wieder Zahnarzt.

x 2 #3880


Jedi
Zitat von Kate:
Nie wieder Zahnarzt.


Ich denke, dass schlimmste hast Du mit gestern überstanden !
Jetzt sicher noch die Anprobe der Kronen u. einsetzen.
Das ist aber auch nicht mehr so schlimm freunde

x 2 #3881


E
Lieber @Jedi
danke für deine ausführliche Beschreibung. Bei dir ist es offenbar ein bisschen anders verknüpft vom Verständnis und der Wirkung, also das einseitige Verzeihen mit Loslassen.
Ich kann nur verzeihen, in dem ich die andere Person gleichzeitig aus der Schuld lasse, und das möchte ich nur, wenn der andere einsieht, welchen Schmerz er verursacht hat. Denn das hat der/diejenige ja getan. Und solange die Einsicht fehlt, muss ich jederzeit befürchten, dass mir das wieder angetan wird. Also bleibt die Schuld (lasse ich bei der/demjenigen, gehört zu dem "Täter") und die Möglichkeit der Wiederholung stehen (da bin ich wachsam, um eine Wiederholung zu verhindern, abzuwehren).

Zitat von Jedi:
Das wäre natürlich die beste Möglichkeit zu vergeben u. dann loslassen zu können, wenn diese andere Person od. Personen, sich Entschuldigen u. um Verzeihung bitten würden - könnte.
...
Leider habe ich durch die Gewalterfahrung u. Verwahrlosung durch meine Eltern, auch nie diese Erfahrungen mit Ihnen klären können.

Das ist wahrscheinlich zu schön um wahr zu sein. Dazu gehört wohl viel Größe, Stärke. Schade, hätte ich dir gewünscht.
Aber das scheint in meiner Familie auch hoffnungslos zu sein.
Darf ich dichbfragen, ob du noch Kontakt zu deinen Eltern hast?

Zitat von Jedi:

So habe ich gelernt, dem Kind, was ich damals war, als der heutige Erwachsene, Verständnis, Mitgefühl, Liebe,
Aufmerksamkeit u. Schutz zugeben, was es damals dringend gebraucht hätte !
So konnte ich dann auch die Opferrolle verlassen u. habe so Selbstbestimmung darüber gewonnen,
dass ich von der Macht der Eltern u. den grausigen Erfahrungen loslassen konnte.

Gut, dass du das gelernt hast!
Zitat von Jedi:
Nur wenn Eltern ihre Kinder misshandeln u. vernachlässigen, dann sehe ich das nicht als mein Schicksal, sondern
ich empfnde es ist ein Verbrechen

Da stimme ich dir zu, das das ein Verbrechen ist!
Deshalb tue ich mich auch so schwer mit "Verzeihen" und "Vergeben".
Allerdings sehe ich im Wort Schicksal auch Lebenserfahrungen, die man sich nicht aussuchen kann, die einem widerfahren, ohne dass man selber tatsächlich das mitgestaltet oder verantwortet hat. Wie Schicksalsschläge, die passieren, und das Unglück in eine "schlimme" Familie hineingeboren zu werden.

Ich hörte immer wieder von der heilsamen Wirkung des Verzeihens, Vergebens und habe mich deshalb damit beschäftigt. Darüber dass ich dem "Schicksal" verzieh, konnte ich mich aus dem großen Thema der Schuld für die die Verursacher keine Verantwortung übernehmen und die unglückliche Verbindung dadurch lösen. Dazu war für mich sehr wichtig zu lernen, was ich alles tun konnte, um zu verhindern, dass mir Dinge wieder geschehen. Und das war neben dem liebevollen, tröstenden, selbstfürsorgenden und schützenden Umgang mit mir selber, das Erleben der Selbstwirksamkeit. Der Wehrhaftigkeit, Entwickeln von Haltung und Stärke, Einsatzbereitschaft für mich und meine Belange. Ich muss diesen Seelen- und Psyche-Zerstörenden Umgang nicht mehr ertragen und hinnehmen. Das ist Persönlichkeitsvernichtend. Ich darf das ablehnen, zurückweisen, massiv wenn nötig, und sehr krassen Menschen den Kontakt mit mir verwehren. Ich suche mir jetzt aus, wer in meinem Leben mitspielt.
Nämlich nur noch die, die positive, interesierte, annehmende Umgangsweisen mit mir zeigen. Und Fehler sind erlaubt, entschuldigen geht auch immer. Aber es muss mehr postiv und schön sein als negativ, unangenehm, schwierig.

Zitat von Jedi:
Ich wünsche, dass Jeder muss u. sollte, was immer Er/ Sie erlebt oder erlebt hat, seinen Weg finden,
um nicht das ganze Leben, der/ die Gefangene von den damaligen Personen oder den Umständen zu bleiben.

ja, das denke und wünsche ich mir auch Glücklich

x 3 #3882


hlena
@joline
Da gebe ich dir vollkommen recht.
Ich verzeihe auch nur, wenn der andere Einsicht zeigt.
Sonst kann ich kein Vertrauen haben aus dem von dir genannten Grund.

x 3 #3883


F
liebe hlena,

so habe ich auch lange gedacht. Bis ich viele Gedanken des Hasses bekam, zu Menschen und auch zu mir selbst.

Besser, so habe ich mir gedacht ist, wenn ich vergebe, auch wenn der andere Mensch gar nicht daran denkt.

Aber mit diesem Hass muss der andere Mensch selbst klar kommen. Selbst habe ich mich davon befreit, und mir

tut das gut,


liebe, leise Grüße,

Frederick

#3884


A


Hallo Anchiwa4964,

x 4#15


Jedi
Hi @joline

Zitat von joline:
Ich kann nur verzeihen, in dem ich die andere Person gleichzeitig aus der Schuld lasse, und das möchte ich nur, wenn der andere einsieht, welchen Schmerz er verursacht hat.

Kann Dich da absolut verstehen !
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Zitat von joline:
Darf ich dichbfragen, ob du noch Kontakt zu deinen Eltern hast?

Beide Elternteile sind schon verstorben u. dieses Thema, was ich erlebt hatte, blieb unausgesprochen.
---------------------
Zitat von joline:
Deshalb tue ich mich auch so schwer mit "Verzeihen" und "Vergeben".

Glaube mir, dass ist ein sehr schwieriges Thema, wo jeder nur seinen Weg - seinen Umgang mit finden muss !
----------------------
Zitat von joline:
Ich hörte immer wieder von der heilsamen Wirkung des Verzeihens, Vergebens und habe mich deshalb damit beschäftigt.

Ja, dass habe ich auch immer u. immer wieder in meiner Therapie gesagt bekommen.
Sich selbst zu Verzeihen u. zu Vergeben, aber dies auch mit Menschen u. Ereignisse , gar Umstände zu tun,
wäre sehr wichtig für die Heilung u. eine seelische Balance !
--------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von joline:
Ich suche mir jetzt aus, wer in meinem Leben mitspielt.

Das ist auch sicher richtig u. kann vor Enttäuschungen schützen.

x 1 #3885

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