STOßLÜFTENIst ja interessant, was so an neuen "Pflichten" zum Glück auch schöne Begleiterscheinungen haben.
Die Sache mit dem Stoßlüften regelmäßig habe ich ja für uns wegen Is-nicht-umsetzbar gestrichen. In unserer minimalistischen Familienwelt mache ich es aber, wenn ich mich stark dafür fühle.
Und vorhin habe ich hier oben in meinem Stockwerk mein Dachlauben-Fenster und das Badfenster weit geöffnet, also Stoßlüften mit Durchzug!
Und weil ich es nur kurz mache, blieb ich neben den Fenstern stehen und schaute in Richtungen, in die ich sonst nie aus dem Fenster schaue, weil die Badfenster geschlossene Lamellen haben innen und weil auch Nachbarhäuser zu nah sind.
Jetzt stellte ich mich aber so, dass ich keinen Blickwinkel hatte, bei dem ich Nachbarn in die Räume glotzen würde, aber einen weiten Blick durch bunt gewürfelte Hausfassaden und Gärtlein mit hellblauem "Frühlingshimmel" mit Schleierwölklein drüber.
Und dieses "Über-die-Dächer-Schauen" und dabei soviel individuell gestaltete Hausfassaden und Hausseiten und Gärtlein vorne, hinten, seitlich zu sehen und keine langweiligen gleichen Reihenhäuser, obwohl die meisten neueren Häuser mittlerweile Doppel- oder Reihenhäuser sind, aber von unterschiedlichen Bauherren in unterschiedlichen Stilen, soweit erlaubt, in den letzten 20 Jahren ca errichtet, das mochte ich.
Das kam mir vor wie die Stadt, über die der Kleine Hävelmann mit seinem Bettlein flog in der Kindergeschichte! Nur war das bei ihm nachts.
Aber ich mochte diese Aussicht! Und die heimelige Nähe-Distanz-Nachbarschaftlichkeit, die für mich stimmt!
Sowas hilft mir Depressiver in CoronaZeiten!
Liebe Grüße! maya, die jetzt von Sohni nach unten gerufen wurde für sein Corona-Tagebuch, in dem wir seine Sorgen und Ängste an bunte Ballons binden, die zu Jesus steigen. Das hilft ihm sehr! Und seine Therapeutin ist momentan im Elternurlaub, also kratzt maya ihr ganzes KnowHow zusammen.
