33

Soziale Kontakte trotz Corona

Sunshine45

Sunshine45

62
6
97
Mich interessiert mich es brennend, wie ihr es handhabt mit älteren Menschen und chronisch Kranken in dieser Situation
Ich denke einfach mal an meine Mutter.
Sie ist 79 Jahre alt, alleine und kann aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen sowieso nicht mehr viel machen.
Wir wollten morgen Abend Pizza zusammen essen. Einfach so, ein bißchen quatschen, mal andere Themen wie Musik, Kunst, Garten oder Tiere ansprechen zur Ablenkung.
Es ist sowieso so bedrückende Stimmung und ich wollte meine Mutter ein wenig ablenken.
Einkaufen tue ich auch für sie. Unser großes Einkaufszentrum macht auch ab morgen zu.
Ansonsten hat meine Mutter nur eine Haushaltshilfe die 2x im Monat vorbei kommt.
Muss ich mir jetzt Gedanken machen, wenn wir morgen mal ein paar Stunden zusammen sitzen.
Ich bin gesund. Habe weder Fieber, noch Schnupfen, trockenen Husten oder Halsschmerzen.
Meine Mutter hat keine Lungenkrankheit oder andere Immunerkrankungen nur Osteoporose und Arthrose. Sie nimmt auch kein Kortison.
Deswegen gehört sie nur wegen ihres Alters zur Risikogruppe.
Würdet ihr euch auch wenigstens 1 mal die Woche mit eurer Oma/Mutter treffen?
Das tut ja auch der Seele gut.
Sonst telefonieren wir fast jeden Tag. Wir wohnen nur 2 km auseinander.
Ich freue mich über eure Meinungen

Liebe Grüße

sunshine45

17.03.2020 00:18 • x 3 #1


Avatar

Mayke1

8057
14
8396
Liebe Sunshine,
wir halten es so, dass wir ab und zu ein Familienmitglied treffen. Wenn es das Wetter erlaubt, sitzen wir im Garten. Letztes Wochenende waren wir bei meinem Sohn, wo dann als Überraschung für mich die ganze Familie zusammenkam. Es achtete jeder nur darauf, nicht schon mit Krankheitszeichen angereist zu sein.
Es wird sich nicht vermeiden lassen, Menschen zu begegnen. Schließlich muss man ja auch zum Einkaufen oder zum Arzt aus Gründen, die mit Corona nichts zu tun haben.
Beobachtet euch und denkt nach, wo ihr euch die letzten Tage aufgehalten habt und macht euren Besuch.
Ich treffe mich auch morgen mit unserer Tochter.
Selber gehöre ich auch zur Risikogruppe, leide in diesen Tagen besonders unter meiner Angsterkrankung und freue mich über ein winziges Stück Normalität und Zuspruch.
Liebe Grüße von Mayke

17.03.2020 09:34 • x 4 #2


Avatar

mutmacher

470
14
655
Bei uns läuft das Familienleben ab, wie sonst auch. Ich als Oma hab` bis jetzt Fahrdienste für die Enkel gemacht und gehe, wann immer es wichtig ist, zu meinen Kindern und Enkeln- oder umgekehrt.
Das Leben läuft weiter wie bisher.
Die Enkel kriegen übrigens ihre Hausaufgaben über Youtube

17.03.2020 11:23 • x 4 #3


Frederick1

liebe Sunshine,

schlauerweise macht mir dieses Corona überhaupt keine Angst. Weil wir einen Hund haben, jeden Tag raus gehen, sind wir "abgehärtet". Klar, die schlechten Nachrichten im Fernsehen nerven schon. DU aber wenn wir jeden Tag genug zum Essen und zum Trinken haben, das genügt doch.

Doch ich respektiere Menschen die gerade viele Ängste haben, versuche zu ermutigen, gemeinsam sind wir stark.

Und ich denke an die armen Mensche bei Aldi usw. die jetzt den ganzen Stress abkriegen. Menschen die vorher auf cool gemacht haben, zeigen jetzt ihr ungeschminktes Gesicht.


viele liebe Grüße an dich,

Frederick

17.03.2020 11:41 • x 4 #4


Avatar

Blume71

2183
5
2892
Hallo,

wir schränken (soweit möglich) den Kontakt zu Oma u Opa ein, zumal mein Kind derzeit ziemlich erkältet ist, wie viele aus ihrer Klasse.

Sie spielt draußen mit ihrer Freundin (kleines Dorf).

Zur Arbeit muss ich (bis jetzt) mitten rein ins tägliche Geschehen, in die Innenstadt.

Andere Kontakte pflegen wir derzeit nicht.

Zu ihrem Papa fährt sie natürlich, da hat sie dann Kontakte zu anderen Kindern und Oma.

Jeder Tag ist anders und wieder neu.

Alles Gute!

17.03.2020 12:50 • x 2 #5


Avatar

Mandinka

210
1
335
Mein Freund gehört zu einer Risikogruppe, und ich habe den persönlichen Kontakt zu ihm bereits seit über einer Woche unterlassen. Wir telefonieren aber jeden Tag mehrmals. Ich muss jeden Tag raus und zur Arbeit. Ich würde es mir nie verzeihen, wenn ich ihn anstecken würde. Er würde es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht überleben. Es handelt sich um keine "harmlose" Grippe, wie manche anscheinend glauben.

17.03.2020 12:59 • x 3 #6


Avatar

Lilly-18

625
2
777
Ich persönlich meide meine Mama und meinen Stiefvater. Beide sind sehr krank und immungeschwächt. Auch meine Töchter dürfen nicht hin.
Wenn deine Mutter aber keine krankheitsbedingten Risiken hat und du völlig gesund bist und auch nicht in einem Risikogebiet warst oder Kontakt mit infizierten Personen hattest, kannst du - meiner Meinung nach - zu deiner Mutter gehen.

17.03.2020 16:00 • x 2 #7


Avatar

Ilse77

615
2
959
Meine Mama mit vielen Vorerkrankungen und dem entsprechenden Alter lebt bei uns und wir kümmern uns um sie. Küsschen und Umarmung gibts erstmal nicht, und wir selbst bleiben ausser der Arbeit so gut es geht zuhause, achten auf die Hygiene und laden auch erstmal niemanden ein. Mehr können wir nicht tun.

17.03.2020 16:18 • x 2 #8


Sunshine45

Sunshine45

62
6
97
Ich freue mich dieses Thema hier zu teilen
Es tut mir enorm gut eure Meinungen zu lesen.
Normalität kann in dieser schwierigen Situation so wohltuend sein.
@frederick: Ein Haustier zu haben ist so bereichernd!
Genug zu essen und zu trinken haben wir.
Jetzt rücken wir alle zusammen
Ich war gerade bei meiner Mutter und habe ihr ein Opium Pflaster auf die Haut geklebt, gegen ihre starken Rückenschmerzen.
Dann hat sie wieder mehr Lebensqualität, der Wirkstoff wird dann langsam frei gesetzt und sie wird weniger Schmerzen haben.
Heute Abend hole ich sie ab und wir bestellen Pizza.
Auf Küsschen und Umarmungen wird verzichtet.
Unser Sohn (17 Jahre) handhabt das auch so.
Wir fühlen uns gesund.
Passen trotzdem auf uns auf!
Bei der Berufsschule muss lediglich der Praktikumsbericht und eine Präsentation bis vor den Ferien gemacht werden.
Ansonsten gibt es kein "Home Schooling" via Youtube oder Ähnliches.
Der Gesundheit unseres Sohnes kommt es zu Gute, dann kann er seine Reste vom Pfeifferschen Drüsenfieber auskurieren.
Die Jungs gehen jetzt bei dem schönen Wetter zum Bolzplatz.
Der ist zum Glück noch nicht geschlossen.
Ich wünsche euch allen viel Kraft.

Ganz liebe Grüße
Sunshine45

17.03.2020 16:57 • x 2 #9


Sunshine45

Sunshine45

62
6
97
Mein Mann muss jetzt vermehrt auf sich aufpassen. Mit Diabetes gehört er auch zur Risikogruppe wegen Corona.
Wir hatten heute einen schönen Abend. Meine Mutter und ich haben "Bohemian Rhapsody" auf DVD geschaut.


Gute Nacht.

LG Sunshine45

18.03.2020 01:14 • x 1 #10


Avatar

mrsrobot

207
5
260
Ich halte Abstand zu älteren Menschen . Im Haus die Nachbarin ist fast 100, da halte ich Abstand zu den a Angehörigen. Meine Oma ist 90, die rufe ich immer an, die ist ansonsten aber fit. Meine Eltern sind Risikopatienten, da habe ich aufgehört was zu sagen.

Meine Mutter hatte einen Verdacht auf Corona und hat sich nicht an die quarantäne gehalten. War munter einkaufen, mein Vater ebenfalls und beschwert sich über die Leute, die nicht Abstand halten. Das Enkelkind hat wie immer da noch an den ersten Tagen geschlafen. Meine Schwester flippt aus, weil sie keine Ruhe hat, da unsere Eltern sonst immer auf die Kleine (3( aufpassen. Jetzt will sie sich mit unserer Mutter in der Fußgängerzone treffen mit der kleinen. Meine Mutter hält es nicht aus ohne ihr Enkelkind.
Da meine Schwester nicht nein sagen kann und froh ist, ihre Ruhe zuhaben, wird sie das auch machen.

Ich halte Abstand zu meinen Eltern, ich möchte mich nicht mit corona oder sonst was anstecken.

Die Eltern von meinem Mann sind da vernünftiger zum Glück. Die gehen spazieren und sonst nicht viel raus. Die telefonieren untereinander und auch halten mit meinem Mann über Handy Kontakt.

Wir haben viel Kontakt mit den Nachbarn und Bekannten und man unterhält sich mit Abstand. Das funktioniert ganz gut.

17.04.2020 18:24 • x 2 #11


Avatar

Resi

1621
3
4053
Ich habe mehr soziale Kontakte als sonst- vom Auto bis zur Haustür habe ich eben eine Dreiviertelstunde gebraucht- Luftlinie 10 Meter, erst kam ein Nach bar von links, dann eine von oben , schließlich rief noch der von gegenüber und so haben wir uns gut amüsiert.
Zu meiner alten Tante gehe ich einmal die Woche für ein paar Stunden, wenn gutes Wetter ist, dann sitze ich im Garten und sie im Wintergarten, so machen es auch Nachbarn und eine ihrer Freundinnen- sie ist nicht mehr allein als sonst, aber daß sie selbst nicht raus kann schlaucht sie gewaltig.

Ich finde es gut, daß ihr das sorgfältig abwägt und dann aber auch so entscheidet, daß es für alle ok ist .

17.04.2020 18:30 • x 1 #12


Jaguar

gsdg dsf dfg asdfg dasfg gasdfg agfsdg dgdfg

22.04.2020 01:19 • #13


Avatar

mrsrobot

207
5
260
Zitat von Resi:
Ich habe mehr soziale Kontakte als sonst- vom Auto bis zur Haustür habe ich eben eine Dreiviertelstunde gebraucht- Luftlinie 10 Meter, erst kam ein Nach bar von links, dann eine von oben , schließlich rief noch der von gegenüber und so haben wir uns gut amüsiert.
Zu meiner alten Tante gehe ich einmal die Woche für ein paar Stunden, wenn gutes Wetter ist, dann sitze ich im Garten und sie im Wintergarten, so machen es auch Nachbarn und eine ihrer Freundinnen- sie ist nicht mehr allein als sonst, aber daß sie selbst nicht raus kann schlaucht sie gewaltig.

Ich finde es gut, daß ihr das sorgfältig abwägt und dann aber auch so entscheidet, daß es für alle ok ist .


Das finde ich eine gute Lösung für die Tante!

22.04.2020 12:46 • x 2 #14


Sunshine45

Sunshine45

62
6
97
Der letzte Beitrag ist ja nun ca. 1 Monat her.

Hat sich bei euch durch die Lockerungen etwas verändert?
Mein Mann gehört ja mit seiner Stoffwechselerkrankung zur Risikogruppe.
Ich gehe nach wie vor für meine Familie und meine Mutter 1-2 pro Woche einkaufen.

Auf Essen gehen, habe ich, unter diesen Bedingungen, nicht so viel Lust.
Stattdessen haben wir uns Essen von unserem Lieblings Italiener abgeholt.

Shoppen gehen und nach Klamotten oder Schuhen schauen, habe ich auch keine Lust.

Ich habe auch Probleme, bei den Mitmenschen mit Maske zu erkennen, ob sie es ernst meinen oder freundlich sind usw.
Die Gestik und Mimik zu erkennen, finde ich echt schwierig. Nach dem Lebensmittel Einkauf, ist das Entfernen der Mund/Nase Maske vor der Tür wie eine Befreiung. Ich freue mich dann enorm, wieder zu Hause zu sein und etwas Normalität zu haben.

Eine positive Seite hat diese Kontaktbeschränkung ja, es gibt 1-2 Bekannte, die immer etwas nervig und penetrant waren. Diese Kandidaten bleiben mir jetzt erspart
Ich habe bemerkt, dass es einige wenige Menschen gibt, die ich nicht wirklich vermisse. Große Menschenmengen habe ich schon vor Corona vermieden und lieber kleinere Partys bzw. Treffen vorgezogen

Vor zwei Wochen habe ich meine beste Freundin getroffen, wir sind zusammen spazieren gegangen, das hat sehr gut getan

Meinen Vater habe ich gestern auch mal wieder besucht. Den habe ich seit 3 Monaten nicht mehr gesehen.

Den Rest handhabe ich auch über WhatsApp oder ich rufe die Menschen an, die ich vermisse.

Bei der Arbeit ist alles wieder relativ normal. An unseren Schreibtischen sind nur Trennscheiben aus Plexiglas.
Den Sicherheitsabstand kann man mit so vielen Menschen im Großraumbüro leider nicht einhalten.
Wir haben das Glück, dass in unserem Landkreis in Niedersachsen sehr wenige Corona Fälle vorhanden sind.

Allgemeine Verunsicherung, Zukunftssorgen und gewisse unterschwellige Aggressionen/Rebellion spüre ich unter meinen Kollegen/Kolleginnen und auch wenn ich einkaufen gehe. Wir wissen ja alle nicht, wie es weiter geht.

Wie ist es bei euch weiter gegangen?

Liebe Grüße

sunshine45

22.05.2020 18:24 • x 1 #15

Pfeil rechts




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag