Zitat von nofretete:...
Auf der anderen Seite schrieb er in der vorletzten Mail was von Vergangenheit vergessen und in der Zukunft eine schöne Freundschaft haben,
verstehen tue ich das nicht....
....will er noch, will er nicht?
Du hast schon recht, so kann ich nicht abschließen und ich mache mir immer noch Hoffnung!
Liebe Grüße von Nofretete
Hallo liebe Nofretete,
vor einigen Jahren hatte ich ein ähnliches Erlebnis mit jemanden, den ich sehr liebte und nicht gehen lassen wolle und konnte. Auch wir schrieben uns zuletzt nurnoch e-mails und zwischendurch kam dann auch mal so eine ähnliche e-mail von ihm. Ich habe ihn letztlich doch gehen lassen müssen, was mir damals das Herz zerriß, aber tatsächlich habe ich nicht ganz ein Jahr später jemanden kennen gelernt, der nun mein geliebter Mann ist.
Was ich damit ausdrücken will ist - e-mails geben nicht wirklich wieder was der andere wirklich denkt und fühlt, es sind oft nur Momentaufnahmen, vielleicht ein spontaner Versuch zu trösten oder sich selbst was einzureden, aber nie eine Konstanz von dem was wirklich im Kopf des anderen vorgeht. Man interpretiert auch unglaublich viel in diese Dinger herein, weil man mit der Glut des Herzens liest was der andere schreibt und hoffen möchte. Manchmal verrennt man sich gerade aus dieser Glut heraus und hält sich an Formulierungen fest, die der andere aber nie wirklich als so wichtig betrachtet hatte.
Tu dir nicht weh in dem Du seine Worte immer wieder und wieder liest. Sie sind kein Versprechen an Dich, so leid es mir tut. Wäre es anders, würde jede E-mail so aussehen und er würde sich über Anrufe freuen. Du schreibst selbst, er nimmt nicht ab wenn er Deine Nummer sieht. Das ist kein Freundschaftsversprechen, das klingt leider sehr nach ernst gemeinter Distanz und Trennung. Es tut mir unendlich leid, da ich weiß wie sehr es einem das Herz zerfetzt. Aber schlimmer als der letzte Schnitt ist das Hin und Her, das Hoffen und Bangen, das ängstliche Fiebern auf jede geschriebene Zeile und die Schläge in die Magengrube wenn wieder nur Ablehnung zu erkennen ist, wo man sich sehnlichst Zuneigung wünscht. Auch wenn Du es jetzt nicht fühlen kannst, aber es gibt auch ein Leben ohne ihn. Es ist möglicherweise sogar eines das Dich irgendwann mit tiefem Glück erfüllt, so wie es bei mir war.
Herzliche Grüße
Petra