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Aufräumen - Wie schafft Ihr es euch zu motivieren?

MelodieSyren

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AUFRÄUMEN

Es ist als würde das Wort in riesigen Lettern immer vor mir her schwirren.
Meine Wohnung ist das reinste Chaos - durch meine Depressionen hatte ich absolut keinen Antrieb mehr aufzuräumen. Mit der Depression fühle ich mich momentan besser, aber das Aufräumen klappt einfach nicht. Ich finde keinen Antrieb irgendwas zu machen.

Sobald ich denke: "Oh ich müsste die Wäsche waschen", denke ich im nächsten Moment gleich: "Das Bett müsste ich auch frisch beziehen" und "die Küche muss auch aufgeräumt werden".

Und dann fallen mir immer mehr Dinge ein die gemacht werden müssen und ich fühle mich als ob es mich erschlagen würde, was dann dazu führt dass ich gar nichts mache. Dabei will ich wirklich aufräumen. Ich will das es hier wieder ordentlich aussieht.

Ich hab schon mal den Tipp bekommen, alles Stück für Stück zu machen immer nur ein kleiner Teil. aber keine Ahnung, wenn ich nur daran denke, denke ich nein ich muss sofort alles machen.


Kennt die Problematik jemand?
Könnt ihr mir bitte bitte Tipps geben wie ich es schaffe endlich aufzuräumen und Ordnung zu halten?

15.04.2019 11:26 • x 3 #1


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Juju

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ja,,-. das kenne ich.
Ich hatte das mal ganu extrem. Allerdings habe ich es immer auch alles gemacht und war total gestresst.
Ich habe mir dann eine Liste für jeden Tag gemacht und nur das erledigt, was ich machen musste. Vielleicht 3 Punkte.und nur die.
1.Tag
1. Wäsche waschen.
2. Wäsche aufhängen
3. Toilette sauber machen
2. Tag
Geschirr spülen. oder Geschirrspüler ausräumen
Küche grob abwaschen
Küchenboden wischen
3.Tag
Bett frisch beziehen
staubsaugen
.usw usw

Vielleicht magst Du das mal ausprobieren?

Heute habe ich kaum noch Aufgaben, aber auch die überfordern mich manchmal, weil ich immer alles fertig haben möchte.

Aber ich komme mental damit klar mittlerweile.

15.04.2019 12:49 • x 2 #2


Fleischreisser

Das Problem kenne ich.

Ich musste mir angewöhnen alles sofort und gleich wegzuräumen. Dadurch hat sich schon fast ein Zwang entwickelt. Wenn ich schlafen gehe, werfe ich die Wäsche die gewaschen werden muss auf den Boden neben das Bett um am nächsten Morgen stört mich das bereits derart dass ich sie zum Wäschekorb mitnehme. Ergebnis: Keine Schmutzwäsche im Zimmer.

Das hat bei mir aber nur geklappt, weil ich mir ein paar kleine Plätze gelassen habe, wo Unordnung herrschen darf. Auf der Linken Seite meines Schreibtischs, gleich neben dem Kalender zum Beispiel. Oder in einem bestimmten Ordner im Schrank. Vielleicht hilft dir das auch? So hast du nicht den Zwang absolut alles in Ordnung zu halten.

15.04.2019 13:41 • x 2 #3


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Flocon_de_Neige

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Hallo MelodieSyren,

vielleicht hilft es, wenn Du räumlich aufteilst?

Ein Raum nach dem anderen. Als Beispiel fängst Du mit dem Schlafzimmer an. Nimmst Dir die Zeit, die Du brauchst für diesen einen Raum. So ist der Druck nicht da, daß Du alles an einem Tag schaffen mußt, was Du schaffst, das schaffst Du, was nicht, kommt am nächsten Tag dran, der gleiche Raum, bis er fertig ist. Dann beginnst Du mit dem nächsten Raum, z.B. das Wohnzimmer. Wäre das eine zu realisierende Variante für Dich?

Viel Erfolg und Alles Gute.

LG

15.04.2019 13:54 • x 1 #4


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Kleeblatt3

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Hier wurde eigentlich schon alles erwähnt was ich auch schreiben würde. Mir hilft manchmal Musik ganz gut. Kopfhörer müssen es bei mir unbedingt sein, weil ich musik im Raum beim Aufräumen, als auf mich einschlagend wahrnehme. Manchmal klappt es so und manchmal reicht es tatsächlich auch nicht aus.

15.04.2019 15:44 • x 2 #5


MelodieSyren

MelodieSyren

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Vielen vielen Dank für eure Antworten und Tipps!

Ich werde wirklich versuchen mir eine Liste zu machen und dann nach und nach alles abzuarbeiten.

Aber wie schaffe ich es überhaupt anzufangen? Es ist für mich sehr schwer mich dazu zu überwinden was zu machen leideer.

15.04.2019 19:52 • #6


Fleischreisser

Meine Motivation ist Ekel. Unaufgeräumtheit löst in mit Ekelgefühle aus und wenn diese zu schlimm werden, dann muss ich aufräumen, bzw. putzen.

Wenn du meinst, dass dir das auch helfen könnte, schau dir zum Beispiel Bilder von Messie-Wohnungen oder ähnliches an. Mit Gedanken wie "Wenn ich jetzt nichts tu, schaut es bei mir bald auch so aus!", kannst du deine Ekelgefühle steigern und dich so vielleicht zum Aufräumen motivieren.

15.04.2019 20:29 • x 2 #7


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Eis

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Ich mache mir eine schöne Musik an und suche mir aus, dass ich heute z.B. die Wäsche mache. Alles andere blende ich aus und ich nehme mir nur vor, anzufangen und solange zu machen, wie es meine Kraft erlaubt und ich Lust habe. Aber definitiv OHNE den Vorsatz fertig zu werden. Wenn ich merke ich brauche eine Pause, dann nehme ich mir die Zeit dafür. Wenn es nach der Pause nicht besser ist höre ich auf. Manchmal sind es 10 Minuten, manchmal der ganze Tag, aber immer langsam und ohne Stress. Wenn ich heute nicht fertig werde ist auch morgen noch ein Tag. Ich muss dann aber auch immer ausblenden, was alles sonst noch zu erledigen wäre, und sage mir bewusst jetzt ist nur die Wäsche dran. Musste ich auch erst lernen (Psychotherapie seit 1,5 Jahren), aber das klappt ganz gut.

16.04.2019 23:20 • x 4 #8


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Mandinka

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Der Tip mit der Musik ist z.B. sehr gut. Musik, die mich mitreist und bei der ich nicht still sitzen bleiben kann, ist da für mich immer gut geeignet.
Ich versuche jeden Tag ein paar grundlegende Dinge zu tun, da sonst der Staub und Mist sich so festsetzt, daß es dann erst recht in Arbeit und Schrubberei ausartet, wenn ich es zu lange nicht tue. Lieber jeden Tag ein bisschen tun, als einen riesigen Berg anwachsen lassen.

Wenn ich mich sehr schwer aufraffen kann, hilft es mir manchmal auch, mir auf youtube irgendwelche Putzvideos anzuschauen. Da gibt es ja tatsächlich Youtuber, die sich bei ihrer Putzroutine filmen. Mir hilft es aber tatsächlich, Motivation zu bekommen, wenn ich mir sowas anschaue. Und manchmal bekommt man da auch hilfreiche Tips, die das Putz-Elend etwas erleichtern.

30.06.2019 11:05 • x 3 #9


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Mayke1

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Mir hilft oft die Empfehlung meiner früheren Therapeutin, "nimm 10 Dinge in die Hand und mehr nicht", wenn es tatsächlich ums Aufräumen geht. Meistens geht dann auch noch mehr als 10.
Ansonsten fürs Putzen habe ich mir allerlei arbeitserleichternde Utensilien gekauft. Sogar doppelt, damit ich auf jeder Etage meine Sachen griffbereit habe. Ich weiß, das ist ein bisschen spinnert, aber es hilft mir.
So manches Mal habe ich fürs Bad auch nur das gebrauchte Handtuch genommen und damit per Fußbewegung = gleichzeitig Gymnastik den Boden gewischt.
Handtuch danach in die Kochwäsche und gut.

30.06.2019 11:37 • x 2 #10


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Resi

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Ich mach das auch so:
jeden Tag ein bißchen was, und dann eine Putz-Aktion am Wochenende.

Aufräumen ist relativ einfach, wenn jedes Ding seinen Platz hat, wobei ich da relativ entspannt bin, wenn mal ne Woche die Kabelrolle im Flur steht, weil ich weiß, daß ich sie nochmal brauche.

Ich brauche schon eine gewisse Ordnung um micht rum- wenn es zu kruschtelig ist weiß ich, daß was im Busch ist.

Meistens mach ich mir abends einen kleinen Merkzettel, und finde es ganz wunderbar, wenn ich alles abhaken kann am nächsten Tag.
Zitat von MelodieSyren:

Aber wie schaffe ich es überhaupt anzufangen? Es ist für mich sehr schwer mich dazu zu überwinden was zu machen leideer.

Fang mit ganz wenig an- du darfst dich nicht gleich überfordern, das entmutigt dich doch gleich.
Vielleicht reicht eine Besteckschublade, oder der Kühlschrank.irgendwas, was nicht gleich ein Riesenprojekt ist.
Ich hab z.B. eine große "Baustelle": die Abstellkammer oben.
Ich verbringe vielleicht pro Woche zwei Stunden dort, aber man sieht den Fortschritt deutlich- Ende des Jahres soll dort ein Zimmer entstehen.

Du kannst dich vielleicht auch "Belohnen" für getane Arbeit.

Mayke, gute Idee mit den doppelten Utensilien!

30.06.2019 11:48 • x 3 #11


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ZeroOne

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Hi zusammen!

Bei mir funktioniert das wie bei einem Hund: mit Leckerlis!

Manchmal reicht ein kleineres Leckerli (z.B. die Vorfreude auf einem Filme/Serie, die ich zur Belohnung nach getaner Arbeit streame, etc.), manchmal muss es ein größeres Leckerli sein (z.B. die Vorfreude auf einen anschließenden Ausflug, ein gutes Essen, Amazon & Co. totshoppen, etc.). Hängt von der depressiven (Ver-)Stimmung ab, wie stark der Motivator sein muss.

Was bei mir aber nicht geht, sind fixe Fahrpläne, die jedem Wochentag eine bestimmte Tätigkeit zuordnen. Viele brauchen das, mich zieht es runter. Ich habe zwar eine "grobe Checkliste", dass ich nicht immer wieder das Gleiche "übersehe", aber wann ich was im Laufe der Woche oder des Monats mache, muss flexibel sein.

LG
ZeroOne

30.06.2019 12:15 • x 2 #12


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ZeroOne

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Zitat von Mandinka:
Da gibt es ja tatsächlich Youtuber, die sich bei ihrer Putzroutine filmen.


Irgendwie haben wir doch alle unseren ganz persönlichen fe.!

Oder mehrere?!?

LG
ZeroOne

30.06.2019 12:17 • x 2 #13


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Blume71

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Hallo,

montags - Wäsche
dienstags - staubwischen
mittwochs - staubsaugen
usw

funktioniert gar nicht.

Ich putze bzw räume auf tatsächlich nach Bedarf. Dann wenn der Pkt erreicht ist, dass mein persönlicher Wohlfühlmoment überschritten ist und wenn ich Zeit und Akku dafür habe.
Das kann in einem Zimmer öfter sein und im anderen weniger.

Es kann dann auch mal sein, dass die Fenster länger nicht geputzt sind - macht aber nichts, sie sind ja nicht immer gleich dreckig, je nachdem, wie oft es regnet o.ä.

Wenn natürlich der Moment gekommen ist, wo ich bei mir denke, jetzt müsste ich aber mal wieder Tabula Rasa machen und es klappt nicht, weil mein Akku gerade leer ist, dann spüre ich auch eine inneres Ungleichgewicht, so als hinge mein seelisches Gleichgewicht auch von meiner äusseren Ordnung ab.

Nicht zu 100%, aber ich merke einen kleinen Zusammenhang. Aber Mut zur Lücke klappt immer besser, wenn man sich bewusst macht, ob man für sich oder die anderen putzt.


Früher wurde jeden Samstag geputzt, da gab es gar nichts anderes. Das ist selbstgemachter Druck. Mittlerweile sind auch noch andere Dinge wichtig -

30.06.2019 16:21 • x 3 #14


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Resi

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Zitat von Blume71:

Früher wurde jeden Samstag geputzt, da gab es gar nichts anderes. Das ist selbstgemachter Druck.
]

Ganz genau.
Ich hab heute früh das große SchlafZi-Fenster geputzt- mir war danach.
Vermutlich ist mir jetzt monatelang nicht mehr danach , das ist immer ein Riesen-Akt mit Bett umherräumen, etc.

30.06.2019 16:40 • x 2 #15


Wallis

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die beste Motivation ist für mich, Gäste einzuladen. Am besten die Eltern oder so. Wirkt Wunder für die Motivation, aufzuräumen! ):-)

01.07.2019 18:00 • x 2 #16


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Eis

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Genau das habe ich in der Psychotherapie lernen müssen, dass ich das NICHT mache. Es war FÜR MICH wichtig, dass ich dazu stehe, wenn es mal ausschaut bei mir. Deshalb mache ich gerade das nicht mehr.

01.07.2019 18:07 • x 3 #17


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Machara

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Ich sehe das wie Eis. Wenn ich putze dann für mich und nicht für Besuch.
Da ich gern als Minimalist lebe fällt mir aufräumen nicht schwer.

Je weniger ich habe desto weniger
kann rumliegen und zustauben. Umso schneller bin ich dann mit dem putzen durch.

01.07.2019 18:46 • x 2 #18


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Resi

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Zitat von Machara:
Ich sehe das wie Eis. Wenn ich putze dann für mich und nicht für Besuch.
]

Das ist natürlich dann die Königsdisziplin
Wenn man sich so wertschätzt, daß man das nur für sich tut: Ordnung schaffen.

Klasse

Davon bin ich noch ein paar Meter entfernt, leider

01.07.2019 20:48 • x 3 #19


MelodieSyren

MelodieSyren

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Mir ist das sehr peinlich.
Ich lebe in einer kleinen mini 1-Zimmer Wohnung.

Da sagen alle sofort: Dass du die nicht sauber kriegst!?

Aber ja.keine Ahnung. Mich kommt niemand besuchen.Es gibt also keinen "Ansporn" für irgendwen mal aufzuräumen.

Noch dazu bin ich hier wo ich wohne tot unglücklich. Die Wohnung ist zu klein. Ich weiß einfach nicht wo ich mein ganzes Zeug unterbringen soll. Ich räume auch, doch dann stehen die Sachen statt rechts einfach links im Weg.

Das ist der Horror.

02.07.2019 00:32 • x 1 #20


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Mandinka

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Diesen Druck am Freitag oder Samstag das weg zu arbeiten, was ich in de Woche nicht gemacht habe, verspüre ich immer noch, obwohl mir bewußt ist, daß das eigentlich nicht richtig ist und ich meine Freizeit endlich mal mehr mit schönen Erlebnissen füllen sollte.
Auch sitzt mir immer eine gewisse Angst im Nacken, daß sich ein Berg von Arbeit anhäufen könnte, der mir dann über den Kopf wächst, wenn ich nicht kontinuierlich dagegen ankämpfe wie Don Quichote gegen die Windmühlen.

Andererseits hab ich allerdings auch hinterher, wenn ich nach getaner Arbeit weiß, dies oder das ist jetzt wieder sauber oder aufgeräumt, ein herrlich gutes Gefühl.

02.07.2019 08:52 • #21


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Mandinka

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Das mit den vielen Sachen und dem zunehmenden Platzmangel kenne ich. Deshalb verspüre ich auch immer wieder den Drang, auszumisten. Am liebsten würde ich mal die Müllabfuhr kommen lassen und denen sagen, nehmt alles mit. Mein Mann ist nach zwanzig Jahren Beziehung in ein neues Leben entschwunden und nahm nur das mit, was er wirklich wollte. Den ganzen Schiet, den er nicht mehr wollte, ließ er einfach zurück und der verstopft heute noch so manche Ecke bzw. meinen Keller.

Heute überlege ich wirklich drei Mail hin und her, ob ich etwas kaufe oder nicht. Weil mich all der Plunder irgendwann nur noch nervt und belastet.

02.07.2019 08:58 • x 2 #22


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Resi

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Zitat von Mandinka:
. Am liebsten würde ich mal die Müllabfuhr kommen lassen und denen sagen, nehmt alles mit. .

Das erinnert mich an ein Buch ("cosi fan tutte"), dessen Inhalt in etwa so ist:
Ein Paar geht in die Oper, währenddessen wird die gemeinsame Wohnung von Dieben komplett ausgeräumt.
Während der Mann mit der Verrohung der Welt hadert und sich mit der Versicherung streitet, empfindet die Frau die leere Wohnung als Chance, etwas Neues zu beginnen, fernab der bisher bekannten Wege als gutsituiertes Ehepaar.

Mandinka, und wenn du dir einmal in der Woche eine Stunde abzwackst und in der Zeit wirklich entrümpelst?

02.07.2019 12:42 • x 2 #23


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Blume71

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Hallo,

Zitat von MelodieSyren:
Ich räume auch, doch dann stehen die Sachen statt rechts einfach links im Weg.


Verzeih MelodieSyren, da ist es nur allzu verständlich, dass es bei aller Mühe nicht ortendlich aussieht. Wenn der Platz und Stauraum fehlt, bekommt es niemand hin Ordnung zu schaffen. Da kannst Du Dich noch so viel anstrengen.
Wenn Du Dich so unwohl fühlst, gibt es keine Möglichkeit etwas zu ändern? Eine neue Wohnung vllt.?

Zitat von Mandinka:
Andererseits hab ich allerdings auch hinterher, wenn ich nach getaner Arbeit weiß, dies oder das ist jetzt wieder sauber oder aufgeräumt, ein herrlich gutes Gefühl.


Das geht mir ganz genauso,irgendwie scheint sich die äussere Ordnung auf das innere Gleichgewicht auszuwirken und schließlich kann man stolz auf sich sein, dass man es geschafft hat.

Zitat von Mandinka:
Das mit den vielen Sachen und dem zunehmenden Platzmangel kenne ich. Deshalb verspüre ich auch immer wieder den Drang, auszumisten. Am liebsten würde ich mal die Müllabfuhr kommen lassen und denen sagen, nehmt alles mit. Mein Mann ist nach zwanzig Jahren Beziehung in ein neues Leben entschwunden und nahm nur das mit, was er wirklich wollte. Den ganzen Schiet, den er nicht mehr wollte, ließ er einfach zurück und der verstopft heute noch so manche Ecke bzw. meinen Keller.


Den "ganzen Schiet" zu entsorgen, das kann ich nachvollziehen. Irgendwie belastet es doch auch, die alten Dinge immer noch um sich zu haben und nett ist das von Deinem Mann nicht gewesen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es Spass macht, alles zu entsorgen - sozusagen Platz für Neues

Lieben Gruß Blume

02.07.2019 12:53 • x 2 #24


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Eis

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Hallo Mandinka

Ich würde das alte Gerümpel von deinem Mann entsorgen. Das wird dir guttun!

LG Eis

02.07.2019 15:58 • x 5 #25


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maya60

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Hmm, maya und Aufräumen, 2 Welten begegnen sich!

Ich bin eine kreative Chaotin und finde Ordnung steril, ungemütlich und unlebendig und Lebenszeitverschwendung! Da ich dann auch noch in meiner Herkunftsfamilie mit zwangsneurotischen Putz- und Ordnungsfanatikern geschlagen war und mit Bakterienphobikern, belegte ich die Gegenposition.

Mit folgenden Ausnahmen:

Mein Arbeitsplatz ist immer übersichtlich und ordentlich. Arbeite ich auswärts, dann mehr als daheim, so dass Kollegen auch alles schnell finden.
Also sind auch daheim die Räume, die wir alle nutzen, in Ordnung im Sinne von kreativem Chaos, aber nicht Messi.

Lebensmittel liegen nirgendwo herum und Müll auch nicht.

Hier im großen Haus müssen alle mitmachen, sonst ist es mir zuviel!

Wenn selbst mir zuviel rumliegt und zuviel sich ansammelt und selten geputzt wird, liegt das an meiner Depression. Leider vertrage ich aber auch keine Putzhilfe im Haus wegen meiner schnellen Überreizung.

Sobald es mir wieder besser geht, klappt es mit dem Aufräumen dann auch von selber. Pläne sind mir ein rotes Tuch als kreative Chaotin.

Da ich immer depressiv bin, sind meine persönlichen Bereiche schon unordentlicher als mir passt derzeit, aber spätestens im Sommerurlaub, wenn die Männer auf Reisen sind, kommt das schon wieder klar.

02.07.2019 17:00 • x 4 #26


MelodieSyren

MelodieSyren

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Liebe Blume71,

ich suche schon über ein Jahr nach einer neuen Wohnung.

Das gestalltet sich aber schwer.
Im Moment hab ich keinen Job, lebe also vom Amt. Noch dazu hab ich einen Hund und zwei Kater.

Für die meisten Vermieter ist das sofort ein Unding und sie sagen mir gleich ab.

Das weitere Problem ist, Wohnungen sind (hier) VERDAMMT teuer.Das kann ich mir nicht mal mit Arbeit leisten (Bin noch Azubi).

Ich wünschte ich könnte sofort in eine 2-Zimmer Wohnung umziehen. Bräuchte gar nicht mehr. Aber zumindest zwei Zimmer. Das ich sagen kann, das ist Schlafzimmer, das andere Wohnzimmer.

Weil hier habe ich alles in einem. Ein Raum der gleichzeitig Küche, Wohn- und Schlafzimmer ist.

Es ist so demütigend einfach keine neue Wohnung zu finden.

03.07.2019 02:29 • x 2 #27


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Blume71

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Guten Morgen,

da verstehe ich Dich völlig, @melodiesyren.

Wäre vllt. eine WG eine Idee oder mit einer Freundin/guten Bekannten zusammen zu ziehen?

Verliere die Hoffnung nicht, irgendwann findest Du bestimmt eine neue Wohnung, die 100% zu Dir passt. Vllt. auch erst, wenn die Ausbildung beendet ist und Du mehr Geld zur Verfügung hast.

Ich habe damals ganz vielen im Freundes- und Bekanntenkreis (u. Arbeitskollegen) mitgeteilt, dass ich auf Wohnungssuche war. Irgenwer weiß immer etwas und so kam der Tipp einer Freundin genau richtig. Da findet man eher was als aus der Zeitung o.ä. - so meine Erfahrung.

Liebe Grüße und einen sonnigen Tag für Dich.

03.07.2019 07:37 • x 1 #28


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Alexandra2

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Liebe MelodieSyren,
Die einzige Möglichkeit für mich ist, quadratmeterweise aufzuräumen, ca. für 30 Min. und am nächsten Tag dort weiter. Es dauert lange, bis ich fertig bin. Egal, Hauptsache ich fange an und bin irgendwann fertig. Das mache ich beim Putzen und Entrümpeln so. Beim Entrümpeln frage ich mich, ist das Ding schön und freue ich mich, es jeden Tag zu sehen oder ist es nützlich? Ist es keins von beiden, kommt es weg:verkaufen, verschenken oder Mülltonne.
Und Freunde, die das nicht verstehen, fragte ich, ob sie mir helfen. Wenn nicht, können sie ihre Gedanken für sich behalten.
Liebe Grüße Alexandra

03.07.2019 07:40 • x 3 #29


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Resi

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Ich kann das völlig verstehen, Alexandra, so mache ich das auch mit meiner Rumpelkammer und hab mich gestern wie Bolle gefreut, das ich das Auto voll hatte und zum Recyclinghof gefahren bin, u. a. mit einem alten Kärcher, den man "vielleicht noch hätte reparieren können"- vielleicht tuts jetzt jemand vom Recyclinghof, aber ich hab wieder eine Ecke frei.

Blume, die Idee mit der WG ist super .
Melodiesyren, dann hätten auch deine Tiere mehr Platz.
Ich drück die Daumen für eine gute Lösung deiner Wohn-Situation.

03.07.2019 07:52 • x 3 #30

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