Antrag auf Opferentschädigung - eure Erfahrungen?

Eini95

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Hallo!

Liebe Leute, entschuldigt, dass ich so lange nicht mehr im Forum war!!!
Mir ging es monatelang wieder sehr schlecht und musste stationär behandelt werden.

Aber ich bin wieder da und wollte gleich mitteilen, dass ich mich nach langem Hin und Her entschieden habe, einen Antrag auf Opferentschädigung zu stellen. Seit 2 Tagen ist der Antrag weg.

Ich würde mich hier über jeden Beitrag dazu freuen. Z.B. wer solche Anträge gestellt hat, wie das Verfahren war usw. und so fort.

GlG von Eini

27.03.2010 22:10 • #1


FrolleinMau

Hallo, Eini, willkommen zurück smilie_girl_084.gif ... ich werde diesen Thread mit großem Interesse verfolgen, wobei mir noch gar nicht wirklich klar ist, was das bedeutet, diesen Antrag zu stellen ...

LG
Angelika

27.03.2010 22:39 • #2


Serafina

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Hallo Eini,

gut, dass du es getan hast. Auch ich werde hier weiterhin mitlesen. Alles Gute für dich.

Serafina

28.03.2010 00:00 • #3


Albarracin

Albarracin

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Hallo Angelika


Zitat:
wobei mir noch gar nicht wirklich klar ist, was das bedeutet, diesen Antrag zu stellen ...


Hier mal 'ne Zusammenfassung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Opferentsc ... ungsgesetz

28.03.2010 07:58 • #4


FrolleinMau

Hallo, Wolfgang, vielen Dank für diesen Link, der mich dann hierher geführt hat ... http://bundesrecht.juris.de/oeg/index.html und dann zu folgendem :


Zitat:
(2) Leistungen können versagt werden, wenn der Geschädigte es unterlassen hat, das ihm Mögliche zur Aufklärung des Sachverhalts und zur Verfolgung des Täters beizutragen,insbesondere unverzüglich Anzeige bei einer für die Strafverfolgung zuständigen Behörde zu erstatten.
.

Mich hat das jetzt gerade so aufgerüttelt, dass ich grad wieder ein Ströphchen heulen muß. Widerlich, dass ES einen immer wieder so übermannt.

Mein Täter ist tot, schon viele Jahre, selbst als er lebte, wäre ich nie auf die Idee gekommen, ich habe ja zu lange geschwiegen. Und den anderen, von dem weiß ich noch nicht einmal mehr den Namen, da ist nur so vage etwas, ganz weit unten in mir und will nicht hoch kommen. Von daher mache ich mir auch keine Illusionen, dass ich da etwas tun kann.

Ich werde trotzdem den Thread weiter verfolgen und mich freuen, für jeden einzelnen, der diesen Weg geht und dann auch Erfolg haben wird.

Nochmal DANKE ...

Angelika

28.03.2010 09:08 • #5


Eini95


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Hallo Serafina, Frollein Mau und Wolfgang!

Danke für eure ersten Antworten und Texte. Hat mich sehr berührt!!!

Ich kann auch endlich wieder hier sein und mit euch schreiben. Das hat mir sehr gefehlt!!!

@Wolfgang
Speziell an dich Wolfgang hätte ich dazu noch eine Frage: Ich hab ja nun den Antrag auf OEG abgegeben und nun sagte mir, meine ehemalige Kollegin ( nur so zur Erinnerung - bin dauerhaft berentet, war im ö.D. beschäftigt und wurde fast 4 Jahre von meinem Chef und Amtsleiter massiv S. belästigt ), ich muesste noch einen separaten Antrag bei meiner Unfallkasse ( Berufsgenossenschaft ) stellen, da ich aufgrund dieser Geschichte nicht mehr arbeitsfähig bin. Wolfgang kannst du mir dazu bitte eine Auskunft geben?

LG von Eini an alle und drueck euch ganz doll!!!

28.03.2010 20:40 • #6


FrolleinMau

Hallo, Eini, ich habe mir den Antrag gerade mal durchgeschaut. Ich kann das Gelesene stellenweise überhaupt nicht aufnehmen, mein Hirn weigert sich gerade. Es scheint aber, ich könnte den Antrag wohl doch stellen, denn dort steht u. a. Name und Anschrift des/der Täter(s) (soweit bekannt). Was ich jedoch im Moment nicht schaffe, weil das Hirn nicht mitmacht, den "TATHERGANG" zu schildern. Das meiste verstehe ich auch grad wieder nicht. Mir ist das zu viel. Jedoch bleibe ich am Ball e025

LG
Angelika

29.03.2010 13:51 • #7


Albarracin

Albarracin

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Hallo eini,

das macht durchaus Sinn, dieses der BG zu melden. Allerdings ist die BG nicht an die Sachaufklärung anderer Sozialversicherungsträger gebunden. Der ganze Zirkus mit Stellungnahmen und Begutachtungen kann also wieder von vorne losgehen. Es muss bei Dir ein MdE (Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit festgestellt werden, der ursächlich mit dem Arbeitsverhältnis in Verbindung steht. Ab einem MdE von 20 besteht Rentenanspruch.
Allerdings lohnt es sich finanziell, da BG-Renten nicht mit anderen Renten verrechnet werden, sondern "on Top" kommen.

29.03.2010 14:06 • #8


Eini95


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Hallo Wolfgang!

DANKE wiedermal für deine Antwort !!!

Oh Gott, wenn das Ganze wieder von vorne losgeht - aber ich glaube, wenn man sich dafür entscheidet, muss man da durch !!!

Ich überleg mal noch. Gibt es eigentlich dafür ein Formular oder muss man dies formlos beantragen?

Gruß
Eini

29.03.2010 17:53 • #9


Albarracin

Albarracin

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Hallo eini,

auf der Webseite der für Dich zuständigen BG müßte das Verfahren erklärt sein.

29.03.2010 20:07 • #10


Eini95


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Hallo Wolfgang!

Ich fin da einfach nichts! Das ist die Unfallkasse Berlin. Da sind nur Unfallanzeigen drin usw.
Aber ich find keinen Antrag zur Verletztensache oder so. Ich weiß auch nicht so richtig, wie der Antrag heißen soll.
Hast du da noch einen Tip?

DANKE und Gruß
Eini

29.03.2010 20:50 • #11


tascana

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Hallo Eini.....

ich glaub da kann ich Dir ein bissel helfen...
Da ich selbst bei einer BG gearbeitet habe (bin immer noch in ungekündigter Stelle, habe fast 20 Jahre dort gearbeitet).

Schreibe einfach einen ganz normalen Brief, schildere kurz Dein Anliegen. Selbst wenn es nicht die richtige BG ist, es wird weitergeleitet, sprich es ist dann der erstangegangene Unfallträger.
Hilfreich ist es , komplette Anschrift, Geburtsdatum und den Arbeitgeber. (Dort kannst Du auch angeben, ob der Arbeitgeber angeschrieben werden darf oder nicht!!!!!!!!).

Alles Liebe und Gute

ganz ganz lieb drückers
tascana

30.03.2010 10:20 • #12


Eini95


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Hallo Tascana!

Na das ist ja wunderbar !!!

Bevor ich deinen Text gelesen hatte, habe ich ganz instinktiv folgenden Brief an die Unfallkasse formuliert:

Geltendmachung von Ansprüchen
S.g.D.H.!
Mein Name ist ... und ich war von 1991 bis 2008 bei der Senatsverwaltung .... angestellt.
Mein Arbeitsverhältnis wurde durch eine dauerhafte Berentung beendet.
Ich wurde über Jahre von meinem Chef S. massivst belästigt und wurde dadurch sehr schwer krank und bin seit dem 01.03.2008 erwerbsunfähig.
Hiermit machen ich Schadensersatzansprüche geltend und bitte um Beantwortung meines Schreibens.
MfG

Wär das ok so?
Mein AG muss vermutlich angeschrieben werden, da das ganze Verfahren (Disziplinarverfahren) damals auf Arbeit lief. Außerdem bin ich ja da jetzt raus. Von daher wär es doch eigentlich egal oder???

Schon mal jetzt DANKE für eine Antwort liebe Tascana! Du bist ein Schatz!

LG von Eini

30.03.2010 16:54 • #13


Albarracin

Albarracin

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Hallo eini,

der Begriff des "Schadensersatzes" ist hier falsch. Hier geht es um Ansprüche aus einem "Arbeitsunfall". Mache daher allgemein gehalten Ansprüche gem. SGB VII geltend.

30.03.2010 20:03 • #14


Eini95


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Hallo Wolfgang! smilie_happy_299.gif

DANKE - ich hab es sogleich geändert !!!

Und morgen bin ich wieder ganz mutig und bringe es zur Post (Einschreiben).

Ich berichte hier weiter.

LG von Eini

30.03.2010 20:32 • #15




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