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Zum Antrag auf Erwerbsminderungsrente durchgerungen

lein

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Guten Abend.

wollte Euch eigentlich nur Schreiben, dass ich es geschafft habe, Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Monate langes Grübeln, wochelanges Ausfülen, Wegpacken und wieder Herausholen sind überwunden, die innere Zerissenheit ist leider geblieben. auch die Bedenken, ob dies denn gut gehen kann.Nein, ich möchte nicht in meiner Haut sein, wirklich nicht. Aber ich weiß, dass wichtige Weichen neu gestellt werden müssen, wenn mir etwas an mir liegt.

Ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende

lein

04.01.2014 18:29 • #1


achtsamkeit

achtsamkeit

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Hallo lein,

gut, dass du diesen Schritt gemacht hast!


LG Achtsamkeit

05.01.2014 11:58 • #2


Steffi

Steffi

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Das war das einzig richtige, lein. Ich wünsche dir viel Erfolg, denke aber, dass eine Rente bei deinem langen Krankheitsverlauf bewilligt werden wird.

05.01.2014 12:11 • #3


lein


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liebe steffi, liebe achtsamkeit,

danke für die aufmunternden zeilen. mal sehen, wie sich die sache entwickelt. ich werde euch auf dem laufenden halten.

mein arbeitgeber weiß um meine problematik und sicherte mir alle unterstützung zu. sagte sogar, dass sie mich behalten wollen. allein dies, halte ich für ein wunder.

leider kann ich aber nicht mehr den wünschen, hoffnungen von außenstehenden folgen. dies habe ich lang genug versucht und ich denke, dass ich einen schweren kampf hinter mir habe, der hoffentlich ein erträglicheres ende findet.

liebe grüße sendet euch
lein

05.01.2014 13:21 • #4


Albarracin

Albarracin

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Hallo Lein,

auch ich finde diesen Schritt richtig, da Dir eine Rente ermöglicht, längere Zeit bei zwar nicht üppigen, aber geklärten finanziellen Rahmenbedingungen Dich auf Deine Behandlung und Genesung zu konzentrieren.

Deinen Arbeitgeber solltest Du nicht zu sehr loben, denn das hier
Zitat:
sagte sogar, dass sie mich behalten wollen. allein dies, halte ich für ein wunder.

ist keine Gnade, sondern Anerkenntnis der arbeitsrechtlichen Situation.
Bei einer befristeten vollen EW-Rente endet Dein Arbeitsverhältnis nicht automatisch, sondern es ruht für die Zeit der Rente (auch bei einer evtl. befristeten Verlängerung). Nach Ablauf der Rente lebt es automatisch im vollem Umfang zu den alten Bedingungen wieder auf. "Ruhen" bedeutet, daß Du zwar keine neuen Ansprüche erwirbst in Bezug auf evtl. Stufensteigerungen beim Entgelt oder Betriebszugehörigkeit, aber der Status am Tag der Bewilligung der Rente quasi "eingefroren" wird. Ist Dein Betrieb tarifgebunden, gilt dieses "Einfrieren" aber nicht für Tariferhöhungen, die während der Rentenzeit erfolgen. Auf diese hast du bei Wiederantritt zur Arbeit Anspruch.

Während einer befristeten vollen EW-Rente hat ein AG kaum eine rechtliche Chance, eine krankheitsbedingte Kündigung durchzusetzen. Deswegen solltest Du Dich auch auf gar keinen Fall auf von Dir ungewollte Vertragsänderungen oder gar einen Auflösungsvertrag einlassen.


Du hast während der Rentenzeit mit Ausnahme der rechtzeitigen Meldung über Beginn, evtl. Verlängerung und Ende der Rentenzeit ggü. Deinem AG keinerlei weitere Verpflichtungen.

07.01.2014 09:12 • #5


lein


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Danke, lieber Albarracin,

für Deine, wie ich finde, ausführlichen Worte. Diese haben dazu beigetragen, etwas Licht in mein Dunkel zu bringen. Einiges, was ich eventuell schon angedacht hatte, werde ich nun nicht tun.

Alles, was ich hätte vorrangig tun müssen, glaube ich, ist getan. Schwerbehinderungsantrag, für den Kündigungsschutz, Auszeitantrag, um nicht vor die Hunde zu gehen, Notbremse ziehen.

Mit einem gebrochenem Bein, hätte ich viel optimaler, rechtzeitiger reagieren können, käme mir nicht ständig selbst in die Quäre.

Mit meiner Prognose, bin ich allerdings nicht sehr optimistisch. Und ich finde es auch sehr schwierig, an den Ursachen vorbei, zu versuchen, die Symtome zu bekämpfen, zu lindern. Die Wahrnehmungs-Dopings unter dem Motto zu betreiben: Es tut zwar weh, aber nun, ist es mir egal.

Ich weiß nicht mehr genau, wie viele verschiedene Psychopharmaka in mir versucht haben, die Umstände erträglicher zu machen.

Irgendwo habe ich einmal etwas von einem berühmten Psychiater( Name mir unbekannt) gelesen, der sagte: (Zitat) "ES IST NORMAL VERRÜCKT ZU WERDEN."

In diesem Sinne, lieber Albarracin, scheine ich ja auf dem richtigen Weg zu sein.

Liebe grüße sendet Dir
lein

08.01.2014 09:12 • #6


Nelly

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Erwerbsminderungsrente bei Depressionen

Hallo Zusammen,
Hab im Sept. 2018 Antrag auf Erw.Rente gestellt daraufhin im Dez.18 Gutachter.
Heute hab ich in Berlin angerufen mir wurde mitgeteilt dass ein Schreiben raus gegangen sei und meine Akte bei Ihrem Vorgesetzten sei und der Bescheid würde dann noch so 2 - 3 Wochen dauern. Wie soll ich das verstehen, kann mir da jemand helfen? War so aufgeregt und könnte nicht mehr nachfragen was für ein Schreiben.

07.02.2019 20:41 • #7


Pilsum

Pilsum

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Hallo Nelly,

bitte versuche erst einmal ruhig zu bleiben.

So wie Du es hier schilderst, kann es vermutlich nur ein Schreiben sein,
das eine kurze Information enthält.

Bis ein Schreiben bei Dir ankommt kann es einige Tage dauern. Warte das bitte ab.

Schlimmes kann dort kaum drin stehen.

Du wirst es sehen.
Vielleicht wollen sie noch etwas von Dir wissen. Vielleicht wollen sie aber auch nichts mehr wissen,
sondern schreiben Dir, dass Dein Vorgang nun bearbeitet wird und Du in einiger Zeit mit einer Entscheidung
rechnen kannst.

Bernhard

08.02.2019 10:25 • #8


Nelly

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Hallo Bernhard,
danke für Deine schnelle Antwort.
Du hast Recht man sollte Ruhe bewahren aber leichter gesagt als getan.
Ich frag mich nur was die DRV noch von mir wissen möchte , Sie haben alle Unterlagen vollständig.

Ja ,Sie haben mir das auch mitgeteilt dass in 2 - 3 Wochen der Bescheid raus ginge. Wenn es doch eine Ablehnung wäre dann hätten Sie mir die Mitteilung doch gleich geschickt.

Man ist einfach mürbe und kraftlos.
Es geht mit Sicherheit vielen so,
Ich habe meinen Papa gepflegt dann kam er ins Pflegeheim weil ich es nicht mehr schaffte Beruf und Privatleben usw.Dann starb er im Januar und 8 Monate später mein Mann.
LG Nelly

08.02.2019 11:10 • #9


Pilsum

Pilsum

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Zitat von Nelly:
Ja ,Sie haben mir das auch mitgeteilt dass in 2 - 3 Wochen der Bescheid raus ginge. Wenn es doch eine Ablehnung wäre dann hätten Sie mir die Mitteilung doch gleich geschickt.


Leider denke ich, noch ist nicht klar, ob Dein Antrag abgelehnt oder genehmigt wird.
In der Berbeitung sein, bedeutet. Noch ist keine Entscheidung gefallen.
Du kannst es nur abwarten.

08.02.2019 12:00 • #10


Ylvi13

Ylvi13

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Hallo Nelly,
meine Erfahrung stimmt mit dem was Pilsum schreibt überein. Der Bescheid kann sowohl eine Ablehnung wie auch eine Gewährung, ich wünsche dir das sehr, beinhalten. Bei mir wurde abgelehnt, darauf hin habe ich Widerspruch eingelegt und weitere Arztbriefe eingereicht. Darauf hin wurde eine Erwerbsunfähigkeit, befristet auf zwei Jahre, bewilligt.
Was das Schreiben betrifft, es kann sein , dass sich nochmal nach deiner derzeitigen Arbeitssituation erkundigt wird, oder was in der Art. Ich wurde angerufen und es wurde nach eventuellen Nebentätigkeiten gefragt.
Grundsätzlich bleibt dir nur, möglichst Ruhe zu bewahren und auf den Bescheid zu warten. Zur Zeit hast du alles getan, was du tun konntest.
Ich drücke dir die Daumen,
viele Grüsse

08.02.2019 19:43 • x 1 #11


Nelly

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Heute habe ich einen Bescheid bekommen über den Versicherungsverlauf der letzten 6 Jahre.
Jetzt heißt es warten und hoffen

09.02.2019 12:21 • x 1 #12


Ylvi13

Ylvi13

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Hallo Nelly,
genau so ist das , warten und hoffen. Vielleicht hast du ja Möglichkeiten, dich abzulenken.
Ich habe damals meinen Mann gebeten, den Brief zu öffnen und zuerst zu lesen. Er hatte mir dann auch gesagt, dass es eine Ablehnung ist. Irgendwie war es einfacher so, vielleicht auch, weil ich mich gleich über das " was nun weiter , gleich aufgeben, oder Widerspruch " austauschen konnte. Zu der Zeit war Angst mein ständiger Begleiter.
Viele Grüsse

09.02.2019 12:44 • #13


Nelly

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Antrag für EM Rente gestellt dann Gutachter und jetzt den Bescheid Versicherungsverlauf, das meinte ich.

09.02.2019 14:30 • #14


Ylvi13

Ylvi13

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Ja,so war das bei mir auch. Dann war noch ein Anruf, wegen Nebentätigkeit. Dann die Ablehnung, habe ich Widerspruch eingelegt , dann musste ich nochmal zum Gutachter, anderes Fachgebiet, und dann wurde genehmigt.

09.02.2019 15:49 • #15