Angst vor den Nachbarn - Polizei wegen Lärmbelästigung

Huhu

es geht ja nicht um den Lärm, das war dann wohl wieder nur ein Auslöser. bzw ist.

Ich habe jetzt per Mail schon Kontakt mit 2 Therapeutinnen aufgenommen, wie es aussieht, wer ich bin und das ich ab 1.7 halt in einer anderen Krankenkasse bin und ab dann einen Therapieplatz suche. Jetzt nur Oberflächlich, ist klar, aber dennoch... Ich hoffe so sehr, das es ab dann einen Platz gibt für mich. Morgen klemm ich mich ins Telefon und frag alle anderen soweit ab.

Ich zitter zwar nicht mehr und der Schwindel ist auch so gut wie weg, dennoch ist mulmiges Gefühl im Bauch. Mein Mann war ja bei den Nachbarn und die sagten, es wird noch was abgedeckt ect pp... Ich hoffe das wird dann ein wenig ruhiger...

Ich merke aber schon, das mich Sachen zur Panikattacke führen können, was es sonst nicht gab. Z.b.: Wenn einer mit einer Unbekannten Nr anruft und ich den anruf verpasse. Wenn ich am Geldautomaten stehe und der braucht wieder länger zum Geld ausspucken. Wenn ich im Auto sitze und merke, da kommen viele LKW's auf der anderen Spur. Wenn mein Mann nicht wie immer pünktlich von der Arbeit da ist. Wenn die Post hier hält und ich sehe es werden ein paar Briefe bei uns eingeworfen.

All sowas.

Ich merk ja selbst, ich hab die Therapie sehr nötig und hoffe es wird so klappen wie ich es mir wünsche und erhoffe...

Lg

01.05.2011 18:22 • #16


hi,

erstmal finde ich, du hast absolut recht was den Baulärm angeht. Soweit ich weiss ist es verboten an Sonntagen/Feiertagen etc. zu arbeiten bzw. Lärm zu verursachen. Dafür gibt es Gesetze. Diese Gesetze sind genau dazu da um Leute wie dich und mich vor rücksichtslosen Nachbarn zu schützen. Da gibts nur eins : Polizei rufen und den Lärm abstellen ! ;D

ich weiss das würdest du natürlich niemals tun weil du es dir nicht mit den neuen Nachbarn versauen willst aber wenn die neben dir leben wollen, sollten sie es besser nicht mit DIR versauen. Die sonntägliche Ruhe ist dein RECHT und wenn die Nachbarn das nicht einsehen, dann kann das in Zukunft noch haarig werden mit denen, weil dann werden die auch bei anderen Gelegenheiten ähnlich reagieren.

du musst das hier und jetzt abstellen ! Dir wird das schwer fallen wegen der Angst, dem Zittern und und und. Dann soll sich mal dein MANN darum kümmern bitte, wenn du merkst dass du damit komplett überfordert bist.

und jetzt zu dir ;D

ich habe so ein Bild gegenwärtig in mir. Es ist eine kleine Kerze die ich auf der flachen Hand vor mir her trage. Egal was kommt, sie wird nie erlöschen, es sei denn ich vergesse sie. Auch nicht in den schlimmsten Stürmen, auch nicht durch die höchsten Wellen kann sie je verlöschen - es sei denn ich beachte sie nicht. Dieses kleine Licht ist mein Wesen. Ich habe mein ganzes Sein diesem kleinen Lichtchen anvertraut und ich lasse es nie aus den Augen. Was auch immer kommt, immer sehe ich es, immer ist es mir ganz klar und bewusst. Wann auch immer es zu verlöschen droht, weiss ich, dass ich ihm zu wenig Beachtung geschenkt habe.

wenn du dich aufregst, regst du dich auf. Wenn dich etwas stört, dann stört es dich. Wenn du etwas magst, dann magst du es. Das bist du. So bist du und nicht anders. Du kannst nicht richtig oder falsch sein, sondern nur authentisch ! Es ist absolut korrekt Du zu sein auch wenn andere Leute das anders sehen mögen -- aber die machen dasselbe ! Sei du einfach nur Du und vertraue dir dein Leben an. Du brauchst dich dann um nichts mehr zu kümmern, dein authentisches Sein führt dich dann bis ans Ende deines Lebens.

liebe Grüsse, Sanduhr

03.05.2011 20:45 • #17


Hallo Sanduhr....


DANKE! Einfach nur DANKE!

Mehr kann ich eigentlich dazu nicht schreiben. Du hast recht. Ich bin ich und darf nicht so sein, wie die anderen mich haben wollen. Nur leider bist du gerade der erste, der mir das bewusst gemacht hat. Meine eine Bekannte, wir stehen uns schon ziemlich nah. Seit ca 3 Jahren. Ich konnte immer nur Bekannte sagen, aus Angst. Angst wieder eine 'Freundin' zu verlieren. Ich sagte wohl zu schnell zu vielen 'Freunde'. Bei ihr kommts jetzt raus das ich sage: Das ist ne Freundin. Sie unterstützt mich. Ist da wenn ich sie brauche. Egal wann. Und das gleiche ebenso. Ihr Sohn und meine große sind in einem alter und haben sich gern. Und meine kleine liebt die beiden auch. Meine Kinder, ich, mein Mann, meine Eltern sind bei denen Willkommen, egal wann, egal was ist,.... Und sie und ihre kleine Familie hier auch.

Sie sagte mal zu mir: Freunde hast du viele.... Wahre Freunde findest du schwer, hast du sie aber gefunden, dann für immer. Ich glaube ein Stück weit hat sie recht. Vielleicht nicht für immer, aber bestimmt für ne laaaaaaaaaaaaaannnnnnnnnngggggeeeee Zeit.

Ich muss nur noch lernen, das ich das auch so auslebe, wie ich es, bzw du, es beschreibst.

Lg und nochmals Danke!!!

03.05.2011 21:56 • #18


Zitat von mamavonhier:
Hallo Sanduhr....


DANKE! Einfach nur DANKE!


huhu, gern geschehen ;D

hab schon wieder weiss ich wieviel geschrieben aber ne, wieder gelöscht. Manchmal ist weniger mehr ;D

liebe Grüsse, Sanduhr

06.05.2011 12:27 • #19


Huhu

eigentlich ging es mir relativ gut die letzten paar Tage. Aber gestern Abend fing das zittern wieder an. Blieb die ganze Nacht. Im Schlaf hab ich es mit bekommen. Meine Nachbarn haben nämlich nun das Rohr, was da son Krach machte verschloßen, alles... Aber es ist nicht leiser. Egal. Jedenfalls war das wieder der Auslöser.

Ich werd wahnsinnig. Ich will keine Panik mehr haben. Ich will das aufhört. Ich kann nicht mehr. Ich bin dadurch echt am Ende.

Ich merke sogar das ich dadurch in eine Sucht reinfalle. Ich fühle mich ständig besser, ohne Panik, wenn ich was kaufe. Toll! Klasse! Macht Sinn! *würg*

Ich find auch keinen Therapeuten hier bei uns im Umkreis von 35 km. Nix. Krankenkasse sagt auch. Nö. Klinik, ja das wäre noch was, aber das ist nicht so einfach. ICh habe 2 kleine Kinder. Mein Mann arbeitet. Meine Eltern wären da. Aber ich selbst bin für mich der Meinung, ich muss das so hinbekommen, mit meinem Alltag. Ich bin davon überzeugt, das ich nach nem Klinik Aufenthalt nicht mehr in meinen Alltag komme. Ich muss meinen Alltag meistern und dabei die Probleme reduzieren und nicht alles auf 0 setzten und dann alleine mein Alltag versuchen zu bestreiten.

So, ich hab euch wieder zu getextet. Ich muss mich fertig machen. Meine große tritt heute vor Publikum am Klavier auf. Mit 4 Lieder von der Musikschule. Mama ist stolz und will sich das anhören...

Lg

07.05.2011 10:51 • #20


Hallo mamavonhier,
Zitat von mamavonhier:
Ich bin davon überzeugt, das ich nach nem Klinik Aufenthalt nicht mehr in meinen Alltag komme.
Das haben doch so viele andere vor Dir auch schon geschaffr, hm? Du solltest es vielleicht erstmal ausprobieren - das hat schon so vielen geholfen. Es gibt übrigens auch Kliniken, in die man seine Kinder mitbringen kann .

07.05.2011 11:56 • #21


Huhu

Ja, ich weiß. Aber ich weiß das es für mich nicht gut ist. Selbst mein Arzt sagt: Nein, das wird dir auch nicht gut tun. Weil ich ein Familienmensch bin und meine Familie bei mir brauche.

Abwarten. Ich kämpfe! Versprochen. Hab heute den Nachmittag über nicht mehr nach gedacht, das ist schonmal gut. Hab sogar den Elan gerade, draußen unseren Weg zu Pflastern. Hab schon Rasen gemäht und danach noch die ganzen Ränder mit dem Trimmer gemacht. Ich kämpfe!!

Lg

07.05.2011 16:48 • #22


Zitat von mamavonhier:
Ich merke sogar das ich dadurch in eine Sucht reinfalle. Ich fühle mich ständig besser, ohne Panik, wenn ich was kaufe. Toll! Klasse! Macht Sinn! *würg*


huhu ;D

also bevor du hier alle Läden leerkaufst werf ich mal das Handtuch:

ein echtes Problem bei diesen Angstzuständen ist, dass man darauf wartet. ------ Es ist wie bei jedem anderen beeindruckenden Ereignis. Kommt man wieder in die Situation oder auch nur schon in die Nähe, begibt man sich in die Warteschlaufe. Wie ein Flugzeug über dem Flugplatz. Und weil die Landeerlaubnis nie kommt geht einem irgendwann der Treibstoff aus.

die Lösung liegt auf der Hand. Lass die Angst Angst sein und kehre wieder ins Leben zurück. Die Angst kommt noch früh genug und wenn sie dann da ist, im hier und jetzt, kannst du spontan damit umgehen. Ich habe früher in meiner Jugend häufig die Bruce Lee Filme gesehen und eine Szene habe ich nie vergessen. Das ist da wo er seinem Schüler einen Apfel zuwirft und dieser den reflexartig auffängt. Mit Leichtigkeit. Und warum ging das? Weil der Schüler nicht darauf gefasst war und somit keine Zeit hatte darüber nachzudenken.

mal sehen ob du auch mit dieser kleinen Story was anfangen kannst? ;D

und tschüüss,

Sanduhr

07.05.2011 19:10 • #23


Hallo,
Deine Berichte über Deine Angstauslöser kommen mir sehr bekannt vor.
Meinem Partner, der seit fast 25 Jahren depressiv ist, hatte auch solche Panikattacken, ausgelöst durch einen Deckenventilator vom Bewohner unter ihm.
Hört sich schon etwas seltsam an, war aber so!
Wenn der Nachbar seinen Deckenventilator anstellte, hörte mein Partner ein Brummen und das löste Panik total aus!
Es war so schlimm, das er echt gelitten hatte, ohne das er es beeinflussen konnte.
Gelöst wurde das Problem, durch Gespräche mit dem Nachbarn und durch das annehmen seiner Panik.
Mein Partner ist weiterhin depressiv, aber zum Glück hat er höchst selten noch sehr kleine Panikattacken.

Ich finde die Aussage von Sanduhr sehr gut und ich wünsche Dir von ganzen Herzen, das Du eine Hilfe für Dich findest,
es grüßt
Kämpfer

07.05.2011 20:41 • #24


Danke euch.

Ich hatte nen relativ guten Tag. Bisschen deprimiert, aber dazu muss ich sagen, das bin ich auch früher Sonntags gewesen. Ich hasse Sonntag. Samstag ist cool. Da kann man was machen, bummeln, laut sein im Garten... Aber Sonntags... uahhhh....

Ich werd mich jetzt hinlegen und versuchen zu schlafen. Mein Mann ist ja auch wieder da. Der hat nun wieder Normalschicht und keine Nachtschicht. Meist kann ich dann besser schlafen. Um 6:20 geht der Wecker.

Wünsche euch eine gute Nacht und schöne oder garkeine Träume....

08.05.2011 21:48 • #25


Huhu

ich habe einen Therapieplatz für Oktober 2011 in Aussicht. Die Therapeutin war super nett am Telefon, fragte was alles passiert ist die letzten Jahre und hörte zu. Sie tat nichts ab, war interessiert und vorallem!!!! die Stimme tat mir gut!

Ich denke bis Oktober schaff ich das! Ich hoffe! Drückt mir mal die Daumen, das es dann auch damit anfängt.

Ach, schon mit ihrer Stimme hat sie mir neuen Mut gemacht. Komisch oder?!

Lg

10.05.2011 15:49 • #26


Zitat von mamavonhier:
Huhu

ich habe einen Therapieplatz für Oktober 2011 in Aussicht.


halloo,

hört sich so an als wäre der Therapieplatz in Mallorca hehe. Ne im Ernst, ich drück dir die Daumen, du schaffst das schon ;D

bis bald,

Sanduhr

13.05.2011 19:23 • #27


Nabend

ich habe seit gestern morgen Magen Darm. Richtig schlimm. Konnte daher gestern und heute mein Fluoxetin nicht nehmen. Und meine Panik und die Angst ist riesig!!!!! Ich hab richtig üble Panikattacken.

Ich weiß gerade nicht mehr weiter. Mein Mann ist keine Hilfe zur Zeit. Dem geht es auf die Nerven. Ich soll mich endlich mit allen Sachen abfinden. Ich werde nix ändern können. Soll mich nicht so anstellen.

TOLL! Das ist hilfreich! Ich könnt nur heulen, aber durch die Magen Darm Sache bin ich selbst dazu zu schwach! Ich kann nicht mehr! Und keiner hilft mir gerade!

Ich will dass das endlich aufhört!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

13.05.2011 21:15 • #28


Zitat von mamavonhier:
Ich kann nicht mehr! Und keiner hilft mir gerade!

Wenn Du von Deiner Familie keine Unterstützung bekommst, aber jemanden zum Reden brauchst, dann kannst du ja jederzeit die Telefonseelsorge anrufen. Die hören Dir auf jeden Fall zu und Du könntest Deine Gedanken mal loswerden.

wenn es Dir sehr schlecht geht, kannst Du auch jederzeit in die Institusambulanz eines Krankenhauses fahren.
Auch dort wird Dir geholfen. Wenn Du gerade wegen der Magen-Darmsache keine Medikamente nehmen kannst, dann könnte Dir in der Amublanz z.b. eine Spritze gegeben werden.

Hast Du denn außer dem Fluoxetin kein Bedarfsmedikament wegen Deiner Panikattacken zu Hause?
Wenn nicht, dann könntest Du mit Deinem Arzt ja mal darüber reden.

Auch wenn Du diesen Vorschlag bisher abgelehnt hast, aber ich würde an Deiner Stelle vielleicht doch noch mal über einen Klinikaufenthalt nachdenken. Es gibt Kliniken, da kann man die Kinder mitnehmen.
Auch wenn Du wie Du sagst ein Familienmensch bist (das sind übrigens viele Menschen und lassen sich trotzdem in Kliniken behandeln), so könnte eine Auszeit vom Alltag zuhause und eine regelmäßige tägliche Therapiebehandlung doch sehr helfen, dass Du vielleicht mal wieder einen stabilen Zustand erreichst, mit dem Du Deinen Alltag wieder bewältigen kannst.
Man sollte sich nicht unbedingt immer gleich gegen so manches hilfreiches sträuben, sondern es vielleicht erst mal ausprobieren. Erst dann kann man beurteilen, ob es hilfreich ist oder nicht.

Im übrigen gibt es ja auch die Möglichkeit einer Tagesklinik. Da gehst Du morgens hin und kommst nachmittags wieder nach Hause. Du würdest nicht aus Deiner Familie herausgerissen, könntest aber trotzdem ein umfangreiches Therapieangebot wahrnehmen.

14.05.2011 00:02 • #29


Hallo,

heute gehts mir etwas besser.

Die Kinder mit in eine Klinik nehmen ist schwer. Die große geht schon zur Schule.

Es geht zur Zeit ja nur um dieses Rohr der Nachbarn. Das immer am rauschen ist. Mein Mann war nochmals drüben. Nachdem es nun verkleidet ist ist es nicht leiser geworden. Aussage der Nachbarn: Das ist gesetzlich erlaubt und voll im Rahmen. Ich werde wohl mit leben müssen. Ich habe nur Angst vor der Angst. Angst was ich für eine Panik bekomme, wenn ich Nachts dieses Geräusche wieder höre. Die letzten 3 Nächte habe ich nix gehört. Aber dennoch. Diese Angst vor der Panik ist soooooooo groß. Es gibt dann nur noch einen Gedanken: Keiner von uns wird je wieder schlafen können weil dieses Geräusch da ist.

Aber ich nehme es gerade relativ gut hin. Bisschen grummelig, bisschen Angst vor der Angst aber sonst ok. Ich warte mal ab. Heute kann ich meine Tabletten wieder nehmen.

Zitat:
Hast Du denn außer dem Fluoxetin kein Bedarfsmedikament wegen Deiner Panikattacken zu Hause?


Welche Medikamente meinst du?????? Sowas kenn ich nicht. Aber klingt ja schonmal gut. Vielleicht kannst du mir Beispiele geben, mit dem ich mich dann mit meinem Arzt unterhalten kann.

Lg

14.05.2011 14:13 • #30





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