Fuelless
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ich hab den Thread jetzt mal in "Erfahrungen beim Absetzen von Antidepressivas" umbenannt. Hier können wir uns dann ja jetzt immer darüber austauschen. Auf ein gutes Gelingen!
mfg
Fuelless
Fuelless
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chrischi
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Zitat:Habe heute zum vierten Mal die halbe Dosis genommen. Bis jetzt läuft alles so, wie ich es erhofft habe: keine Absetzerscheinungen und auch keine Stimmungsschwankungen.
chrischi
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Zitat:Ich werde es aber nicht beschleunigen, auch wenn mich jetzt ein wenig die Ungeduld packt ...![]()
Seesternchen
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Fuelless
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Fuelless
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Fuelless
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Oh man, ich war ganz schön kaputt, fällt mir jetzt im nachhinein immer mehr auf. Was mich aber immer noch plagt ist noch so ein leichtes Erkältungs-Gefühl und vor allem ganz fiese Rückenschmerzen wofür ich mir morgen mal nen Termin beim Chiropraktiker machen werde. Das ist ein wirklich fieser Schmerz, vergleichbar mit dem quitschenden Geräusch und dem damit assoziierten Gefühl, wenn man mit den Fingernägeln über eine Tafel kratzt. Wirklich sehr unangenehm das ganze. Ich wünsche mir, dass der es einfach mit einem festen Ruck und nem lauten Knacks vieleichtbeseitigen kann. Aber das ist wahrscheinlich zu einfach gedacht, aber es wäre wirklich sehr schön wenn dem so wäre. Worüber ich auch sehr froh bin ist, dass ich meine Mimik wieder vollständig zurück erlangt hab. Durch die Antidepressiva vorher hatte ich mit der Zeit irgendwie so ein maskenartig eingefrorenen Gesichtsausdruck, wie er auch z.B. beim Parkinsonismus vorkommt. Das kennt sicher jeder von uns Depressiven, das mit unseren eingerfrorenen Emotionen auch unsere Mimik einfriert. Der Unterschied: bei dem Antidepressiva induzierten Mimikverlust blieb dieser erhalten auch wenn ich sehr gut drauf war. Auch subtile Gefühle sind wieder voll wahrnehmbar und das zu Erfahren ist wirklich wunderschön. Diese gingen nämlich vorher einfach mit dem Medikamenten induzierten Transmitter-Synapsen-Sturm unter. Übrig blieb nur eine stumpfe chemisch-künstliche Glückseligkeit. Zitat von Fuelless:Hallo Marsupilami,Zitat:bin irgendwie traurig weis aber ned wieso,,, beim schaffe hätt i heute dauernd weinen können
ich würde dieses Gefühl eher als Chance ansehen. Es ist nicht gut von seinen Gefühlen wegzulaufen, dadurch entsteht erst Angst, Niedergeschlagenheit und Depressivität. Versuch es doch einfach mal zuzulassen. Du musst den Schmerz erst richtig fühlen und ihm Aufmerksamkeit schenken, damit er auch wieder heilen kann. Wenn Du versuchst vor ihm wegzulaufen wirst Du das nicht schaffen und es entsteht ein Gefühl der Hilflosigkeit und damit Angst und Depressivität. Versuche dem Schmerz in dir zuzuhören und ihm etwas Verständnis entgegen zu bringen und dessen tieferen Ursachen zu erforschen, anstatt ihn zu hassen und ihn zu ignorieren. Es ist wie mit einer Wunde. Wenn Du ihr Aufmerksamkeit schenkst und sie gut behandelst und pflegst wird sie wieder heilen. Wenn Du sie hasst und sie ignorierst wird sie sich entzünden, anfangen zu eitern und deinen ganzen Körper krank machen. Du hast am Anfang geschrieben, Du hast solche Angst wieder alles neu zu durchleben und hast verstärkt versucht davor wegzulaufen. Genau dadurch hast Du dích aber wieder schnurstracks auf dem sichersten Weg dahinein manövriert. Es wird immer gesagt "Du musst gegen die "Krankheit" ankämpfen...kämpfen, kämpfen blablabla". Aber das ist genau der falsche Weg, der einen krank hält! Das implementiert ja nämlich im Prinzip, man müsse den Schmerz als Feind betrachten gegen den man kämpfen muss, was Hass gegen diesen Schmerz hervorbringt und damit Hass gegen sich selbst. Irgendwann ist man dem Schmerz so "erfolgreich" entflohen, dass er nur noch im Hintergrund wütet und uns krank macht und krank hält ohne dass wir uns ihm direkt bewusst sind und Gedanken und Gefühle haben wie "Ich bin ängstlich und deprerssiv und weiss nicht warum". Wenn der verdrängte Schmerz uns dann erstmal so richtig krank und sogar handlungsunfähig gemacht hat, versuchen wir uns in Krankheitsbilder zu fliehen, um dadurch eine Existenznische zu finden. Wir versuchen dann wiederum diese "Krankheit" mit harten Medikamenten zu bekämpfen, was uns dann vieleicht kurzfrisitg Erleichterung verschafft, langfristig dann aber alles nur noch schlimmer macht. Der Grund warum dir keiner eine längere Zeit geantwortet hat, ist dass Du uns quasi vor Augen hälst, dass man dem Schmerz der sich irgendwann in "Krankheit" verwandelt hat nicht entfliehen kann und er immer wieder kehrt, was wiederum verstärkten Hass und Hilflosigkeit gegenüber diesem Schmerz hervorruft und somit wird dein Thread gemieden, weil wir alle versuchen vor diesem Schmerz wegzulaufen und ihn hassen. Ehe wir uns versehen, haben wir dann unser Leben lang damit verbracht vor diesem Schmerz wegzulaufen, was unser Leben in einen einzigen Kampf verwandelt hat. Wir müssen aber denke ich alle lernen, dass wir die "Krankheit", die dieser Schmerz hervorgerufen hat gerade dadurch aufrecht erhalten. Ich bin durch diese Einsicht und dessen Befolgung im letzten Monat tausend Mal weiter gekommen als Jahre zuvor, in denen ich versucht habe vor diesem Schmerz dauernd nur wegzurennen. Wenn Du denn Schmerz zulässt, ihn fühlst und wahrhaftig durchlebst, wirst Du ihn durch Trauer, Wut und Tränen abbauen und dadurch auch seelische und körperliche Verspannungen lösen die dich ängstlich und depressiv machen. Also sei gut zu deinem Schmerz, hör zu was er dir zu sagen hat und lauf nicht von ihm weg!![]()
...
Noch eine Sache was ich zu dem Verändern denke: Ich denke die zugrunde liegende Problematik bewusst zu machen und emotional zu verarbeiten bewirkt eine grössere und anhaltendere Veränderung, als zwanghaft etwas so zu verändern wie man etwas haben möchte. Zweiteres ist nämlich wie ich finde eher ein Hinterherlaufen hinter einem idealisierten Selbstbild, was durch einen emotionalen Klotz am Bein aber sehr schwer wird. Indem man diesen emotionalen Klotz aber emotional verarbeitet und dadruch loswird, schafft man denke ich eine feste Grundlage dafür, um wirklich persönlich zu wachsen.
lg
Fuelless
Fuelless
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Annatomie
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Zitat von Fuelless:Ich hab mich doch gegen ein Nikotinersatzpräparat entschieden und für Zig. aus der Apotheke. Davon rauch ich bei starkem Suchtdruck so 2-3 am Tag.
Fuelless
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Ich hab in der ersten Woche bevor ich diese Kräuterretten hatte aber auch Helmkraut geraucht, welches ich als Tee da hatte. Das ist u.a. auch in Spice enthalten. Wollte das auch mal in das Forum biologische Medikamente posten, ob das jemand kennt. Das wirkt auch so leicht beruhigend und dämpfend und recht angenehm, dahingehend vieleicht vergleichbar mit Baldrian oder Hopfen, auch muskelrelaxierend und entkrampfend und als Einschlafhilfe gelegentlich verwendet auch irgendwie stärkend für den nächsten Tag. Jaja es gibt echt sehr viele interessante Pflanzen und deren Wirkungen. Ich glaub das dies nicht so verbreitet ist liegt wohl auch ein wenig auch daran, dass man sie eben nicht patentieren kann, höchstens ein neu erfundenes Extraktionsverfahren (wie z.B. bei Tebonin - EGb 761 aus Ginkgo Biloba) oder synthetisches Verfahren (wie z.B. bei Dronabinol - TetraHydroCannabinol aus Canna.). Ansonsten rauche ich immer 1-2 an manchen Tagen auch 3 dieser Kräuterretten. Damit komme ich eigentlich gut klar. Es fühlt sich echt richtig gut an nicht dauernd an eine Zig. denken zu müssen und auch körperlich ist es ein besseres Gefühl. Wenn ich morgens aufwache bin ich viel schneller wach, fitter und motivierter. Vorher war morgens beim aufwachen der erste Gedanke immer "erst mal ne Zig.". Körperlich macht mir aber im Moment mein Rücken zu schaffen. War beim Orthopäden, der hat mir "Mydocalm" verschrieben und mich zum MRT geschickt. Mal sehn, ich hoffe das wird bald besser, weil das ist total unangenehm.
Annatomie
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Zitat von Fuelless:Vielen Dank der Nachfrage! Bist Du Raucherin?
Fuelless
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Zitat:na erstmal Glückwunsch zum bisherigen Erfolg!
oslo
Gast
Fuelless
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Annatomie
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Zitat von Fuelless:mir kommt es auch irgendwie so vor als würden mehr Männer unter Libidoverlust leiden als Frauen vor allem bei Einnahme von serotonergen Antidepressivas. Also zumindest les ich hier von Frauen vermehrt, dass sie damit nicht so die Probleme haben und Männer eher.
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