Widerspruch gegen Reha Ablehnung - wie lange warten?

Gabi22

Gabi22

672
6
Habe im März eine stationäre Reha Maßnahme bei der Krankenkasse gestellt, dieser wurde dann wegen Nichtzuständigkeit an die DRV weitergleitet. Die fühlen sich jedoch auch nicht zuständig und haben ihn wieder an die Krankenkasse zurückgesandt. Dort wurde er dann vom Med. Dienst abgelehnt.
Habe dann mit meinem Arzt zusammen Widerspruch eingelegt, dieser leigt jedoch auch schon wieder mehr als 5 Wochen zurück. Habe seither nur eine kurze Nachricht erhalten das mein Wiederspruch eingegangen wäre. Und nun passiert wieder mal gar nix mehr.

Was soll ich denn nun tun Brav und still warten, oder nervig sein und nachhacken

Hinzu kommt nun auch noch das es mir gerade gesundheitlich gar nicht gut geht, habe wohl mal wieder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, und bin dadurch natürlich erst recht fix un fertig.

Wäre für ein paar Ratschläge echt dankbar.

Gabi

29.07.2008 10:08 • #1


Tränenfee

24
5
Was in deinem Fall die beste Lösung ist, kann ich auch nicht sagen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass abwarten und brav sein nichts bringt und bevorzuge zu nerven und zu kämpfen.Ich habe zur Zeit den zweiten Widerspruch bei der Rentenversicherung eingelegt, da meine Wunschklinik abgelehnt wurde. Parallel dazu hatte mir die Krankenkasse bereits mein Krankengeld gestrichen, weil ich Widerspruch eingelegt hatte. Auch dagegen habe ich mich zur Wehr gesetzt und darauf hingewiesen, dass ich den Fall dem Bundesversicherungsamt melden werde- und siehe da, mein Krankengeld wird wieder bezahlt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ständiges Kämpfen und der ganze Schriftkram unnötige Energie kosten und sicher nicht zur Genesung beitragen, aber ich würde an deiner Stelle nach über 5 Wochen mal freundlich nachhaken und fragen, wann du ungefähr mit einer Antwort rechnen kannst. Viel Erfolg !

29.07.2008 14:32 • #2



Hallo Gabi22,

Widerspruch gegen Reha Ablehnung - wie lange warten?

x 3#3


Avatar

Albarracin

Experte
1457
24
703
Experte

29.07.2008 23:11 • #3


Gabi22

Gabi22

672
6
Hallo Wolfgang!

Zuerst einmal danke für Deine Antwort, aber ich glaube ich habe mich falsch ausgedrückt.
Hier noch die genauen Begründungen der einzelnen Stellen.
Die DR hat die medizinische Reha mit der Begründung abgelehnt, ich zitiere:

Diese Stelle ist für die weitere Bearbeitung nicht zuständig da Sie zwar die Wartezeiten erfüllen, die Erwerbsfähigkeit jedoch nicht vermindert bzw. nicht zu erwarten ist, dass sich diese in absehbarer zeit vermindern wird.

Meine Krankenkasse bzw. der med. Dienst hat mit der Brgründung abgelehnt, ich zitiere wieder:

Um Ihren Kurantrag mit den erforderlichen medizinischen Fachwissen beurteilen zu können haben wir die Ärzte des med. Dienstes der KV (MDK) zu Beratung hinzugezogen.
Nach Auskunft des MDK gibt es für Sie noch gute und geeignete Behandlungsmethoden am Wohnort. Statt der beantragten Maßnahme ist neben der hausärztlichen Behandlung eine, allgemeine Leben- und Familienbaratung am Wohnort, sowie bei Bedarf die Durchführung einer fachärztlichen psychiatrischen/psychologischen Mitbehandlung, medizinisch ausreichend. Nach den vorgelegten Unterlagen sind sind Sie bezüglich ihres Asthmas derzeit gut eingestellt.

Da könnte ich echt explodieren, ich arbeite nicht, weil ich 1. keinen Arbeitsplatz habe bzw. keinen finde, und mir außerdem einen Vollzeitjob im Moment auch nicht zutraue. Würde aber liebend gerne wieder arbeiten können. Voraussetzung dafür wäre aber eine Reha wodurch ich wieder die Möglichkeit hätte gesundheitlich besser da zu stehen.
Also wenn man als Frau seinen Job aufgibt und Kinder in die welt setzt ist man echt total aufgeschmissen.

Das mit dem Asthma finde ich ja auch voll daneben, da dies gar nicht als Grund für meinen Reha Antrag angegeben wurde.
Und von wegen Wohnortnahe Betreuung, dafür müßten wir so etwas hier erst einmal haben. Wir wohnen hier auf dem platten Land. Das bedeutet ständig längere und teure Anfahrt zu unseren Ärzten. Alleine mein Hausarzt hat seine Praxis 16 km von unserem Wohnort entfernt. Woher ich dauernd das Geld nehmen soll um da überall hinzukommen interressiert ja auch niemanden.

Ja nun werde ich eben noch ein paar Tage abwarten und dann nochmals nachfragen. Meine letzte Reha vor 8 Jahren wurde auch erst nach Widerspruch meines damals behandelnden Arztes genehmigt.

Liebe Grüße Gabi

30.07.2008 12:08 • #4


Lotte64

1
Hallo liebe Gabi! Auf keinen Fall den Mut verlieren!!!!!! Und nach 5 Wochen ist es durchaus legitim mal nachzufragen. Als ich vor 1 1/2 Jahren meine Reha beantragt hatte, mußte ich drei (!!!) mal Widerspruch einlegen und das Verfahren hatte sich Ewigkeiten in die Länge gezogen. Mein behandelnder Arzt hat immer nur müde gelächelt, wenn ich wieder mit ner Absage angekommen bin. Er meinte, bei den Begründungen handele es sich um nichtssagende Textbausteine und ich solle auf keinen Fall aufgeben. Und obwohl ich mir zwischenzeitlich so was von verarscht und nicht ernst genommen vorkam und ich das Handtuch diverse Male schmeißen wollte, habe ich mich letztlich immer wieder brav hingesetzt und aufs Neue begründet, warum ich nicht mehr kann und warum eine ambulante Therapie vor Ort nicht ausreichend für mich ist. Glücklicherweise hat mich mein Arzt dabei aufs Beste unterstützt. Und am Schluß (nach ca. 5 Monaten) ging´s dann plötzlich ganz schnell.
Übrigens: Bevor ich meine erste Absage erhalten hatte, habe ich brav auf eine Antwort gewartet. Nach 6 Wochen ward´s mir dann zu bunt und ich rief an. Und dann stellte sich heraus, dass angeblich bereits ein Schreiben an mich herausgegangen ist und ich kurz davor war, meine Frist zum Widerspruch zu verpassen. Keine Ahnung, was da los war. Ich war jedenfalls heilfroh, dass ich nachgehakt habe!!!!
In diesem Sinne halte durch und ganz viel Glück!
Lotte

07.08.2008 21:50 • #5


Gabi22

Gabi22

672
6
Hallo Lotte!

Vielen Dank für Deine Antwort, aber das Thema hat sich wohl leider erledigt. Habe darüber schon was geschrieben.

Bin noch immer ziemlich down.

Liebe grüße Gabi

08.08.2008 12:17 • #6


Paulette

3
Hallo Gabi!

Das ist ja wirklich ganz schön heftig, was Du da alles durchmachen und aushalten mußt, um endlich Deine Kur genehmigt zu bekommen.
Nicht genauso, aber etwas ähnlicherging/ergeht es mir auch.
Bin sehr stark untergewichtig, habe nervliche Probleme und kann aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeit (im Kindergarten) arbeiten.
Mein Beruf ist mir aber weitehrin sehr wichtig und ich habe bei der Kurklinik angerufen, in die ich kommen soll, und habe dort etwas Druck macht,
indem ich gesagt habe, daß der medizin.Dienst das wohl falsch verstanden hat und meine Erwerbsfähigkeit durchaus und nachweislich gefährdet ist,
wenn ich bei meinem momentanen Gesundheitszustand noch länger arbeiten gehen muß, und die Kur für mich eine Steigerung meiner Erwerbsfähigkeit bedeutet, hat diese Kur zur Zeit höchste Priorität für mich und meine anschliessende Arbeitsfähigkeit.
Zwar habe ich Mitte Juli meinen Kurbescheid erhalten, nach 2 Widersprüchen und harten Einzelkampf (Hausarzt und Therapeutin beide zu passender Zeit in Urlaub!).
Nun warte ich also bis Oktober, da es nach einer telefonischen Nachfrage meinerseits (nach 5 Wochen warten!) hieß, daß ich schon einen Vermerk hätte und nachrücken würde, falls denn jemand vorzeitig seine Kur absagt.
Es sieht aber wohl eher so aus, daß ich erst ab spät. Oktober die Kur antreten kann.
Da sind bei nicht so guter Gesundheit immerhin auch noch 7 lange Wartewochen.

Es stimmt, daß wir Patienten, denen es eh schon mies geht, noch kämpfen müssen, und wenn wir dann kämpfen wird uns oft nachgesagt, es sei doch alles
gar nicht so schlimm, wenn wir noch so viel Energie zum Kämpfen haben...
Wünsche Dir, daß Du bald auch Erfolg hast und Dich auch auf Deine Kur freuen kannst, wenn der Bescheid dann eintrifft.
Kann Dir gut nachfühlen , daß man sich dann von den Ärzten nicht ernstgenommen fühlt.
Bei Dir kommt ja noch hinzu, daß Du wie ich herauslesen konnte, keine Arztpraxis in erreichbarer Nähe hast, und dazu noch Kinder.
Da brauchst Du wirklich gute Nerven und viel Geduld, und dann noch die Bauchspeicheldrüsenerkrankung, die man keinesfalls zu leicht nehmen sollte.
Drücke Dir fest die Daumen dafür, daß für Dich alles zu Deinem Besten ausgeht, und es bald Grund zur Freude und Erholung/Genesung für Dich gibt.
Das hast Du Dir dann auch wirklich verdient, nach dieser quälenden Warterei und Kämpfen!

Alles Gute und viel Erfolg wünscht Dir

Paulette

09.08.2008 16:39 • #7


Gabi22

Gabi22

672
6
Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder. Ich habe vorhin einen Anruf von meiner Krankenkasse erhalten und darf nun doch tatsächlich noch in die Reha fahren. Nach 2 maliger Ablehnung habe ich nicht mehr damit gerechnet, da man ja da wie mir gesagt wurde normalerweise keine Chance mehr hat. Aber das letzte Gutachten das mein liber super toller HA vor seinem Urlaub geschrieben hat, hat ja nun doch noch was bewirkt. Ich werde in die Wickert Kliniken noch Bad Wildungen gehen. Wollte ja ursprünglich in die Glotterbadklinik aber das wollten die bei der Krankenkasse nicht so gern. Sie haben mir dann die Wickert oder die Hamberg Klink vorgeschlagen und ich habe mich dann spontan für die Wickert Kliniken entschieden, dort gibt es ja eine reine Frauenabteilung, vor allem für Frauen nach S.. Gewalterfahrung. Das passt ja dann für mich gut. Kannte mal eine Frau die dort war und habe schon so manches von dieser Klinik gehört und bisher nur gutes.

Gabi

05.09.2008 14:39 • #8

Pfeil rechts