Hallo Anima,
ich danke Dir, dass Du das Thema aufgebracht hast. Hat bei mir auch einen Denkprozess angestoßen. Warum bin ich nicht früher drauf gekommen, welch einen Anteil meine Arbeit an meinem schlechten Zustand hat

?!
Hatte grade 2 1/2 Wochen Urlaub. Die ersten Tage hab ich mich richtig gut gefühlt, ich hatte wieder Kraft, fühlte mich positiv und dachte "so kann man sich also auch fühlen" - der Wahnsinn! Kaum war die Hälfte erreicht, ging es rapide abwärts. Ich hatte dauernd Angst, was auf mich zukommt, wie ich die ganzen Themen schaffen soll, .... .
Ich bin die Erste in meiner Abteilung, die Teilzeit arbeitet. Mein Arbeitspensum ist aus meiner Sicht extrem hoch (ist aber natürlich eine Frage der Arbeitsgeschwindigkeit bzw. des Perfektionsstrebens).
Mein Chef ist leider sozial total inkompetent, er kritisierte neulich meine Arbeitsleistung. Im Nachhinein erfahre ich, dass für ihn Themen nicht schnell genug angegangen wurden - aber das sagt er mir in der Situation nicht, sondern erst danach. Vieles scheint mir ein Kommunikationsproblem zu sein. Jetzt haben wir ein Jour-fix eingeführt, aber so richtig toll finde ich es nicht, da von ihm ziemlich wenig kommt. Ich rede halt ein bisserl drüber, was gerade für Probleme da sind und was ich als Wichtigstes erachte.
Bisher habe ich mich erst ein Mal ne Woche wegen meiner Depression krank schreiben lassen, aber langsam hab ich das Gefühl, dass ich das nicht mehr lange packe. Aber ich hab absolut keine Ahnung, wie es weiter gehen würde, wäre ich länger krank. Würde mich freuen, wenn Du oder ihr anderen berichten würdet, wie das bei Euch ablief.
Schönen Abend und viele Grüße
Eisbärchen
