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Wie fühlen sich Depressionen für euch an?

Andrej

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Hi Leute,
ich bin Andrej und hatte mal auch Depressionen gehabt. Bin jetzt diese zwar wieder los, aber mich würde es interessieren wie sich Depressionen für euch anfühlen. Für mich waren Depressionen eine Art Krankheit die meine ganze Energie geklaut hatte irgendwas zu machen und ich konnte mich damals auch nicht auf irgendetwas freuen, obwohl ich Gründe dazu gehabt hätte. Was sind eure Erfahrungen mit Depressionen und was würdet ihr sagen wie euer Leben aussehen würde wenn Sie verschwinden würden?

17.06.2019 21:17 • x 3 #1


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Alexandra2

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Hallo Andre,
Das ist eine tolle Frage!
Rückblickend kann ich die lebenslange Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und Kraftlosigkeit ausmachen. Dazu kam die zutiefst sitzende Einsamkeit und immer wieder ausbrechende Verzweiflung.
Diese Gefühle begleiten mich seit ich denken kann. In Krisen verschärften sie sich bis zu Suizidgedanken.
In den letzten Jahren wuchs die Erschöpfung und brach schließlich über mir zusammen, spülte mich fort, hilflos der Brandung ausgeliefert. Ich war sterbensmüde, nichts brachte die heißersehnte Erholung. Zudem konnte ich nicht mehr denken, sprechen und mich nur noch hölzern bewegen. Strauchelte ich, fiel ich ohne Abwehrreaktion um, beängstigend. Man fängt sich automatisch auf, ich nicht. Das ist der Supergau aufgebrauchter Neurotransmitter.
Dazu das verlorengegange Gedächtnis inkl Ultrakurzzeitgedächtnis. Das beeinträchtigte und erschreckte mich enorm. Zugleich wollte mein Gehirn etwas zu tun haben. Ich stand zwischen beiden Symptomen, das war irgendwie absurd.
Dann fiel die Reizüberflutung auf, wodurch ich kurzzeitig oder gar nicht raus konnte, sonst drohte ein Tief. Jedes Überschreiten meiner winzigen Kräfte löste eines aus. Dazu kam der Energiemangel, 4 Jahre lang: nach 1-2 Stunden Aktivität brauchte ich mindestens 3 Stunden Pause. Das führte geradewegs in die Isolation. Ebenfalls schädlich.
Dazu kamen Sehstörungen ca. 5 Jahre lang, jetzt erkenne ich sie als Hinweis, sofort Pause zu machen. Es ist die Notbremse meines Körpers.
Ach ja, Schmerzen habe ich auch ewig. Und das ist noch nicht alles.
Liebe Grüße Alexandra

17.06.2019 22:18 • x 8 #2



Hallo Andrej,

Wie fühlen sich Depressionen für euch an?

x 3#3


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Hoffnung21

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Hallo Andrej,

Für mich fühlt sich die Depression furchtbar an, der schlimmstmögliche Supergau, der passieren kann (ich weiß, es gibt schlimmere Krankheiten, aber in meiner schlimmsten Phase fühlte ich genau so). Vor allem, dass der Kopf nicht mehr funktionierte, der doch einen Großteil von MIR ausmachte, war schrecklich. Sich nicht mehr unterhalten können, weil ständiger Kopfdruck da ist, nicht mehr in komplexen Sachverhalten denken können, alles vergessen, ständig im Gespräch den roten Faden verlieren, nichts mehr strukturieren und organisieren können, Wörter die ständig fehlen. Man fühlt sich dadurch isoliert und ausgegrenzt. Man ist auch körperlich nur noch ein Wrack, das nach wenigen Minuten völlig fertig ist und ständig nur Erholung braucht. Man kämpft an gegen Vorurteile, dass es doch nicht sein kann, dass gerade ICH betroffen bin, man kämpft gegen ein nach außen nicht offensichtliches Problem und wird permanent von der Umgebung überfordert. Niemand versteht, dass man nicht mehr leistungsfähig ist, dass man manches einfach nicht mehr machen KANN. Niemand versteht, warum man nach einer Überforderung nur noch als Häufchen Elend heulend in der Ecke sitzt. Niemandem möchte man sagen, dass das doch KEIN Leben mehr ist, das es wert ist zu leben. Man bleibt nur noch, weil man der Familie das nicht antun möchte.

Oh Gott, da hab ich jetzt aber mal richtig abgek., aber das waren meine Gefühle so im ersten halben Jahr etwa. Danach ist es dann besser geworden, jetzt ist es einigermaßen gut.

VG Eis

17.06.2019 23:04 • x 6 #3


rbgoal

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Für mich:
- Antriebslosigkeit
- Müdigkeit
- quälende Unruhe
- starke (Ein)schlafprobleme
- Reizbarkeit
- kreisende Gedanken
- negative Gefühle
- Konzentrationsschwierigkeiten
- stark reduzierte Belastbarkeit

18.06.2019 17:30 • x 9 #4


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Hilde

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Hallo zusammen. Ich habe oft das Gefühl, dass ich mich in den Erfahrungsberichten von ebenfalls depressiven Menschen manchmal nur schwer wiederfinden kann. In einigen Punkten schon, aber das Gesamtbild ist häufig ein anderes. Klar, jede Depression ist anders, trotzdem wünsche ich mir manchmal mehr Schnittmengen, um das Gefühl zu haben nicht allein zu sein. Vielleicht auch um mich ein bisschen normaler zu fühlen. Ich schreibe mal ein paar Stichpunkte auf. Kurz als Info vorher zu mir: Ich mache seit 2 Jahren eine tiefenpsychologische Einzeltherapie und befinde mich gerade wieder in einer depressiven Phase, in der zweiten schwereren.

- Selbstentwertung bis hin zum Selbsthass
- ich fühle mich niemanden wirklich nah
- emotionale Zusammenbrüche begleitet von Beklemmungsgefühlen und dem Bedürfnis aus dem eigenen Körper rauszugehen, Wut auf mich selbst, auf das Leben, den Zustand, Einschlagen auf Kissen (zeitweise auch auf mich selbst)
- keine Lebensfreude, wenig Zuversicht
- fühle mich unauthentisch, charakterlos, leer - besonders, wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin, mich in einer Gruppe aufzuhalten und mich wohlzufühlen, ist gerade nicht möglich
- Sätze, die ich sage fühlen sich oft wie auswendig gelernt an, gespielt (keine Authentizität)
- beobachte mich selbst (Außenwahrnehmung), wie nehmen die anderen mich wahr, bin unsicher und denke dass meine gesamte Ausstrahlung sehr seltsam ist
- kann nicht im Moment sein, stehe neben mir
- fühle mich niemandem wirklich verbunden, spüre keine Zuneigung anderen und mir selbst gegenüber
- ich schlafe sehr viel, Morgentief
- ich empfinde mich als geistlos, ideenlos, wissenslos, interessenlos, fähigkeitslos
- wenig Antrieb
- fühle mich in einem Körper und Geist gefangen, dem ich nicht angehören will
- führe mir das Leben vor Augen, was ich gerne leben möchte - weit von der Realität entfernt, mein derzeitiges Leben empfinde ich als monoton und langweilig
- ich fühle mich einsam
- negative Erfahrungen, in denen ich meiner Meinung versagt habe, schweben wie eine dunkle Wolke über mir und begleiten mich durch den Alltag
- ich suche nach extremen Gefühlszuständen (durch Liebesbeziehungen, Dro.), nur wenn ich sehr glücklich oder sehr traurig bin, fühle ich mich lebendig
- ich kann mich weder für andere freuen noch mit anderen mitfühlen, wenn es jemand schlecht geht - wenig Empathie
- im Alltag fühl ich mich innerlich tot, leer, emtionslos
- wenn ich zur Arbeit gehe, setze ich ein Lächeln auf, die Begegnungen mit Kolleg*innen fühlen sich unecht und angestrengt an, ich fühle mich extrem unwohl mit mir selbst, bin unkoordiniert, desorganisiert, fahrig und unkonzentriert, stehe neben mir
- fühle mich unverstanden, verstehe mich manchmal selbst nicht
- ich stelle all meine Beziehungen in Frage
- ich bin nicht in der lage stabile Beziehungen zu Menschen, die neu in mein Leben kommen aufzubauen
- ich spüre ein tiefes Bedürfnis mich mit Menschen zu verbinden, jemandem geistig nah zu sein, körperlich auch, wobei das glaub ich unwichtiger ist - ich möchte lieben und geliebt werden, egal ob in Freundschaft oder Partnerschaft
- ich sehne mich nach Zugehörigkeit
- ich fühle mich grundsätzlich anderen Menschen unterlegen
- ich vergleiche mich mit den Menschen in meinem Umfeld und fühle mich nutzlos, wenn ich sehe was um mich herum alles geleistet wird
- ich bin wenig impulsiv, Wut empfinde ich in den meisten Fällen nur mir selbst gegenüber
- Beziehungen in denen ich zwischenmenschlich gescheitert bin, bleiben im Geiste bei mir

Ich könnte die Liste wahrscheinlich noch weiterführen. Aber das sind schon mal viele Punkte, die gerade vorherrschend sind. Dazu ist zu erwähnen, dass es auch Phasen in meinem Leben gab (begleitet durch Dro.kosum), wo ich mich sehr euphorisiert, energiegeladen und geliebt gefühlt habe. In dieser Zeit neige ich dazu mich selbst übersteigert wahrzunehmen und fühle mich dann, ganz gegenteilig zu dem was ich gerade berichtet habe, anderen Menschen gegenüber überlegen. Die Resonanz die ich dann zwischen meinen Mitmenschen und mir wahrnahm, war sehr positiv, auch im nüchternen Zustand, Ich hab mich selbst gespürt, empfand das Zusammensein mit Menschen (egal ob mit neuen oder vertrauten) als angenehm, natürlich und unangestrengt. Diese Phasen hatte ich bisher zwei Mal seit Beginn meiner Therapie und gingen jeweils über zwei/drei Monate. Ich bin mir nur nicht sicher, wie viel davon auf mich selbst zurückzuführen ist und wie viel auf den Dro.kosum.
Bei all dem was ich fühle und denke, empfinde ich eine ausgeprägte Scham.
Ich habe eine diagnostizierte residivierende depressive Störung. In meiner Therapie sind die Kernpunkte über die gesprochen werden: Selbstwertregulation, Idealbild, Analysieren sozialer Situationen, Suche nach extremen Gefülsausbrüchen.

Vielleicht findet sich jemand wieder. In einigen Punkten sicherlich.
Danke fürs Durchlesen!

20.06.2019 18:34 • x 3 #5


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Alexandra2

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Liebe Hilde,
Du bist nicht allein. Das Problem, Nähe zu fühlen und dabei keine Angst zu haben, lerne ich jetzt kennen. Das immerwährende Einsamkeitsgefühl wird dadurch abgeschwächt.
Davor war ich ein Wrack, konnte nicht denken, keinen vernünftigen Satz sprechen und war mental einfach lahmgelegt.
Im Zuge der Verbesserung der chronischen Depression änderten sich die Symptome, ich wurde etwas zugänglicher und fühlte mich sehr sehr langsam auf dem Weg zurück zu mir. Aber in der schweren Depression war ich nicht mal mehr ein Schatten meiner selbst. Ich glaube, das erleben viele Depressive.
Manches dauert länger, bis wir einen Weg gefunden haben, ein Thema zu bearbeiten. Es wird sich noch Vieles ändern durch die Therapie, und ich wünsche Dir, die kleinen Schritte zu sehen, die die größeren Erfolge einleiten.
Liebe Grüße Alexandra

20.06.2019 21:53 • x 3 #6


Mella66

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Für mich fühlt es sich wie ein großes, schwarzes Loch an.
Ich fühle mich verloren und weiß nicht wer ich bin. Und aus diesen Teufelskreis, schein ich einfach nicht raus zu kommen.
Ein Nichts was mir einfach alles nimmt. So fühlt sich für mich eine Depression an.

20.06.2019 22:02 • x 2 #7


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Hilde

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Wenn ich mir mein Geschriebenes so duruchlese, hört sich das alles so wehleidig an. In solchen Moment überkommt mich ein Schamgefühl, dass ich mich so viel beschwere und so wenig Dankbarkeit zeige für das was da ist. Ich habe Freunde (tolle Menschen!) und eine Familie, die für mich da ist. Und doch ist mir das zu wenig. Wieso fühl ich mich in so vielen Bedürfnissen nicht begriedigt. Wieso fühle ich mich mir selbst und anderen gegenüber so fremd. Der Weg zur Zufriedenheit ist Selbstliebe oder zumindest -akzeptanz. Sich dem Leben und sich selbst gegenüber öffnen. Achtsam durch die Welt gehen und im Moment sein. Bei sich bleiben. Mein größter Wunsch ist es die destruktiven Gedanken in meinem Kopf abzuschütteln - den Selbstzweifel, das Vergleichen, das Misstrauen, die Angst. Denn all das ist toxisch, isoliert dich und hindert dich daran zu leben. All das ist mir klar, nur fehlt mir der Weg dort hin.

Vielen lieben Dank für eure Antworten!

20.06.2019 22:52 • x 2 #8


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Alexandra2

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Moin Hilde,
Du verlangst viel von Dir, zuviel. Und damit setzt Du Dich unter Druck, was die Depression füttert.
Es gehört zur Depression dazu, alles schwarz zu sehen und das Positive nicht zu sehen/zu fühlen. Je kränker man ist, umso weniger Licht fällt ins Dunkel. Wenn es Dir besser geht, wird es langsam besser und Du kannst Schönes wieder mehr fühlen. Und bis es soweit ist, sei nachsichtig und liebevoll mit Dir, wenn Du kannst.
Vergleiche mit Anderen sind unangebracht und unfair, Du bist krank. Und es braucht gute Behandlung und Zeit, bis es Dir besser geht.
Liebe Grüße Alexandra

21.06.2019 07:32 • x 3 #9


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Hoffnung21

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Hallo Hilde,

Wenn du mal nach oben schaust, was ich geschrieben habe, dann siehst du wie schlimm das erste halbe Jahr für mich war. Aber wie Alexandra sagt, es gehört zur Krankheit dazu, alles nur noch negativ zu sehen, die Hoffnungslosigkeit, je wieder der Mensch zu werden, der man mal war. Tief im Inneren weiß man, daß es Familie und Freunde gibt, und dennoch fühlt man sich allein in einem großen Loch. Aber glaub mir, es wird die Zeit kommen, da geht es aufwärts. Es werden kleine Schritte, die man am Anfang selbst gar nicht bemerkt. Meine Psychotherapeutin hat mich da immer drauf aufmerksam gemacht, was jetzt schon besser ist im Vergleich zum Anfang. Nach etwa einem Jahr konnte ich wieder langsam arbeiten und jetzt sind bei mir 2 Jahre vergangen und ich bin einigermaßen stabil.
Glaub an dich und sei geduldig.
Und tatsächlich fühlt sich jede Depression anders an, jeder hat andere Hauptsymptome, die für ihn am schlimmsten sind. Bei mir war das der schlimme Kopfdruck, Tag für Tag. Ich hab mich auch allein gefühlt, weil ich sonst niemanden kannte, der dieses Symptom hatte, weder in der Reha, noch bei meinem Psychiater und verschiedenen Psychotherapeuten war das groß bekannt. Nur der Psychiater in der Reha konnte mich beruhigen, dass das normal bei dieser Erkrankung ist. Andere haben Ängste, andere fühlen gar nichts mehr, usw.

Übrigens ist es normal, dass man auch mal jammert, man kann nicht immer stark sein, man DARF das!

Hast Du mal an eine Reha gedacht, da hab ICH gesehen, dass ich nicht alleine bin.

LG Eis

21.06.2019 07:53 • x 2 #10


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Hilde

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Hey nochmal zusammen,

ich weiß, dass das zu sich hart sein und zu hohe Ansprüche an sich selbst haben die Depression verschlimmert. Ich wollte mit meinem letzten Beitrag sagen, dass sich das um sich selbst kreisen vielleicht auch nicht unbedingt zur Besserung führt. Bei mir ist es auch nicht so, dass ich wieder zu dem Menschen werden will, der ich mal war, weil ich eigentlich schon seit ich Anfang 20 unzufrieden mit mir und meinem Leben bin, ich bin jetzt 27. Das ist ziemlich traurig. Seit ca. 2 Jahren mache ich die Therapie und seitdem setze ich mich intensiv mit mir selbst auseinandner und manchmal denke ich, dass ich mich vielleicht zu viel mit selbst beschäftigte. Ich indentifiziere mich schon ziemlich stark mit der Krankheit und spreche auch viel darüber mit Freunden und Familie. Wahrscheinich weil ich nach all den Jahren endlich eine Erklärung für meine Gefühle und Gedanken habe und so versuche mein Unwohlsein mit mir selbst und meiner Umwelt damit legitimieren will. Die Fortschritte durch die Therapie sind ziemlich spärlich. In der letzten Sitzung habe ich meine Therapeutin gefragt, wie sie meinen Entwicklungsprozess einschätzt und ob sie diesen als gewöhnlich betrachtet, sofern das überhaupt möglich ist. Sie sagte, dass dieser nicht gewöhnlich sei und ich eben meinen eigenen Weg gehen würde. Ich frage mich mittlerweile schon, was ich falsch mache, da die Symptomatiken eigentlich schlimmer geworden sind. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich mich bewusster wahrnehme und sich bei mir in den letzten 2 Jahren viele äußerliche Lebensumstände verändert haben. Ich weiß es nicht. Ich habe keine endogene Depression, für meine depressiven Phasen gibt es immer Auslöser. Körperliche Symptome habe ich keine. Ich wünsch mir einfach oft mehr aus meinem Verstand rauskommen zu können, ohne meine Gefühle dabei gänzlich zu verdrängen natürlich. Seit ein paar Tagen versuch ich mich zum Meditieren zu motivieren.
Ich war letztes Jahr für 3 Monate stationär in einer Klinik für Psychotherapie/Psychiatrie. Dort habe ich viele wichtige Erfahrungen gemacht und danach ging es mir ein paar Monate so gut wie noch nie würde ich sagen.

Danke für eure Gedanken und den Zuspruch!

21.06.2019 10:55 • x 3 #11


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Hoffnung21

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Ich bin immer ein bisschen zwiegespalten was die Tiefenpsychologie angeht. Sicher gibt es Fälle, die aufgearbeitet werden müssen wie schwere Traumata, ohne Zweifel, aber muss ich ALLES verstehen und erklären können, warum ich wie reagiere, oder ist es nicht besser einfach mein Verhalten zu ändern?

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber was nützt es zu wissen, ob in meiner Kindheit jemand zu streng/fordernd o.ä. war, wichtig ist es doch im JETZT und HIER zu sein und dort zu arbeiten.

LG Eis

21.06.2019 13:54 • #12


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Alexandra2

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Liebe Eis,
Das weiß ich auch nicht.
Mir würde VT wahrscheinlich nicht helfen. Die dem ungesunden Verhalten zugrunde liegenden Probleme würden weiter gären, weil viel im Unterbewusstsein feststeckt. Und weil mir Zusammenhänge nicht klar werden. Meine Erfahrungen mit Psychologen sind unterschiedlich, entweder hilft die Therapie nicht oder zuwenig oder, so wie jetzt, lerne ich mich wahrzunehmen und zu verstehen. Nur dadurch bin ich überhaupt in der Lage, neues Verhalten auszuprobieren. Als Beispiel nenne ich zulassen von Nähe. Das unterschiedliche Gefühl, auf maximaler Distanz zu anderen zu sein und mich zu isolieren oder wie jetzt, entspannt das Zusammensein zu genießen, ist gewaltig.
Ich hätte nie gedacht, mich positiv zu entwickeln. Daß ich rauskomme aus der schweren Depression und das Leben wieder lebenswert finde. Eine VT hätte nicht gereicht, aber um mit dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom zurecht zu kommen, schon.
Allerdings muss ich auch sagen, daß sicher die Frequenz der Einzelstunden erheblich zur Verbesserung beitrugen. Und das geht nur mit der ASP.
Liebe Grüße Alexandra

21.06.2019 16:27 • x 2 #13


ohneFunktion

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Hallo zusammen!

So war das bei mir:
Durch einen Auslöser (Tropfen auf dem heißen Stein?) plötzlich total augeregt, nervös und unruhig (Panik? Angst?). Auch zuhause kein Entspannen möglich. Nur noch Herzrasen und innerlich total getrieben. Adrenalinschübe. Extrem körperlich. Auch nach dem Joggen stellte sich keine Entspannung ein.

Extreme Schlafstörungen und Anspannung in der Nacht.

Schwierigkeiten zu essen und Gewichtsverlust. Dadurch noch mehr Angst und Verzweiflung.

Nach wenigen Tagen war mir klar, dass bei mir eine Sicherung durchgebrannt ist. Habe sofort eine Therapie begonnen.

Die innere extreme Anspannung hat niemand wargenommen. Nach außen wirkte ich ruhig, obwohl ich verzweifelt meinen Zustand beschrieben habe.

Weinen ging nur manchmal. Danach war ich etwas ruhiger.

Alles war zu viel. Keine Musik, kein Tv, keine, Bücher. Habe die Welt nicht mehr verstanden. Angst verrückt zu werden.

Auch der Hausarzt hat meine Situation verkannt. Also ging ich noch zwei Monate zur Arbeit. Mit Panik.

Erst nach einem Gespräch mit der Leitung führte mein Weg zum Psychiater, der BO diagnostizierte bzw Depression + Angststörung.

Erster Versuch Medikamente zu nehmen. Auch davor hatte ich extrem Angst.

Steigerung des Zustandes. Alle Reserven waren verbraucht: ich kam nicht aus dem Bett, konnte auch nicht schlafen. Duschen war zu anstrengend. Konnte mich nicht selbst versorgen. Brauchte Unterstützung vom Partner oder meinen Eltern.

Konnte die Situation nicht fassen/ nicht annehmen. Medidationsversuche Entspannungstechniken funktionierten nicht. Gefühl so nicht leben zu können.

Einsamkeit. Unverstandenheit. Angst. Die Hölle auf Erden. Und von außen nahm es niemand war.

Erkenntnis, dass sich der Zustand mit dem Verstand nicht ämdern lässt. Kontrollverlust.

Lustlos, verzweifelt, traurig, ständig unter Strom, antriebslos, kraftlos.

Es gab hin und wieder ganz kurze Sequenzen in denen ich mich ganz kurz normal fühlte und das auch kommunizieren konnte:Ha, jetzt ist's gerade besser, aber nach knapp einer halben Stunde ging's wieder weiter. Meine Zähne waren ständig zusammen gebissen und die Mundwinkel nach unten gezogen. Furchtbar.

Es folgten stationäre Aufenthalte/Therapie und neuerliche Medikation.

Heute bin ich dankbar für mein Antidepressivum und meine Therapeutin. Und stolz auf mich, dass ich durchgehalten habe. Es ist ohne Übertreibung das Gefühl, durch die Hölle gegangen zu sein.

Es macht mich immer noch nachdenklich bzw beängstigt es mich, dass niemand diese Krankheit nachvollziehen kann, der das nicht im Ansatz erlebt hat. Und ich glaube, die Depression wurde bei mir maximal als mittelgradig eingestuft, obwohl sie definitiv schwer war. Sich nicht bewegen können, nicht essen schlafen. Ich habe gedacht sterben zu müssen.

So viel zu meinen damaligen Symptomen.

Heute darf ich mich als gesund bezeichnen. Dennoch ist diese Zeit nicht spurlos an mir vorüber gegangen und ich lebe bewusst und vorsichtig.

21.06.2019 22:36 • x 7 #14


ohneFunktion

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Korrektur: auFgeregt, MediTation.

21.06.2019 22:56 • x 1 #15


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Alexandra2

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Lieber ohne Funktion.
Viel Deines Grauens habe ich auch erlebt. Ich kann Dein Elend gut nachvollziehen. Umso schöner ist es, daß es Dir besser geht und Du Unterstützung hast.
Liebe Grüße Alexandra

21.06.2019 23:07 • x 1 #16


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Hoffnung21

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Wie lange hat es bei dir gedauert?

Zitat von ohneFunktion:
Heute darf ich mich als gesund bezeichnen. Dennoch ist diese Zeit nicht spurlos an mir vorüber gegangen und ich lebe bewusst und vorsichtig


Mir geht es jetzt nach 2 Jahren einigermaßen gut ( mit Medikamenten), mich als gesund zu bezeichnen fällt mir schwer. Wann ist man gesund?
Wenn man IMMER stabil ist,
KEINE Müdegkeit mehr da ist,
man NIE das Gefühl hat, sich wieder in sein Schneckenhaus zurückziehen zu wollen?
Wenn man KEINE Heulattacken mehr hat, weil man sich grad überfordert hat?
Wenn der Kopfdruck endlich mal GANZ weg ist?
Wenn man mal länger als 1h Autofahren kann, OHNE Schlafpause?

Ich weiß es nicht, so RICHTIG gesund fühle ich mich noch nicht.

21.06.2019 23:08 • x 1 #17


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maya60

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Hallo Andrej, ich habe deine Frage schon vor einigen Tagen gesehen und finde sie sehr wichtig, aber mir fiel spontan keine Antwort ein.

Das liegt wohl daran, dass ich gar nicht weiß, wann und ob ich jemals ohne Depression war.
Jedenfalls hielt ich leichte oder mittelschwere Depressionen für gesund, bis mir mal eine Therapeutin sagte, dass das, was ich für eine beginnende Depression hielt, eine schwere Depression war und meine leichteren Grade der Symptomatik auch depressiv seien und nicht gesund.

Sehr viele der bereits hier im Thema beschriebenen Symptome kenne ich seit ich denken kann, mehr oder weniger stark.
Ich fühlte mich aber nicht allein oder isoliert damit, denn in meiner Familie wimmelte es von Depressiven und die hielten sich auch erst für depressiv, wenn sie zusammenbrachen und danach nicht mehr.

Demnach war psychisches Leid für mich allgegenwärtig und als ich den ersten Depressions-Fragebogen sah, hielt ich den für die größte Lüge aller Zeiten und fragte mich, welche Menschen die Welt wohl so paradiesisch sehen wie die als normal bezeichneten Profile.

Ehrlich gesagt frage ich mich das immer noch, müssten ansonsten doch mehr Leute lachend und fröhlich durch die Gegend laufen und nicht so gereizt und muffelig wie so viele.

Also, ich kenne mich nicht anders als kraftlos, reizempfindlich, den dunklen Emotionen nahe und Stille suchend und schätzend, in jungen Jahren aber ebenso den Rausch und Kick suchend als positive Emotionen und als Entspannung.
Das ständige innere Getriebensein trotz der Dauererschöpfung konnte erst mit meiner ADHS-Diagnose vor 10 Jahren ein Ende finden, solange ich medikamentös und psychologisch gut begleitet bin und auf genug Reizarmut achte, sonst geht es mir schnell wieder schlecht.

Selbsthass hatte ich selten, eher Mitgefühl für meine ständigen inneren Leiden und für die Extreme meiner Stärken und Schwächen.

Angst, Misstrauen, Katastrophenpanik und Bestrafungsangst, Alarmmodus, Zweifel, Instabilität und Stimmungsschwankungen begleiteten mich bis vor 10 Jahren auch ständig, bis ich die passenden Behandlungen endlich fand.

Auch Emotionstaubheit oder tiefste Verzweiflung kenne ich sowie Lebensüberdruss, jedoch nicht bis zur Suizidalität.

Kopfdruck, Schwindel, Migräne, Übelkeit, Magenschmerzen, Sehstörungen (Aura), Kopfschmerzen, bekannte Begleiter.

Einzige Fluchtoasen und warum ich das wohl durchhielt: Schreiben und Lesen und Spiritualität, mystische Versenkung zum Entspannen und Auftanken.

Mein hohes ADHS-Adrenalin (Hyperaktivität) ließen mich immer weitermachen, bis mir mit Mitte 40 Jahren alt letztendlich das letzte Quäntchen Kraft ausging. Zum Glück fanden sich bald die endlich passenden Diagnosen.

Und heute bin ich dankbar für nur noch schwache und mittelstarke Symptomatik und erlebe das als Frieden und Lebensqualität wie früher auch schon.

Ich weiß aber auch, dass ich nicht nur in meiner Herkunftsfamilie, sondern überall in Arbeit, Freizeit und Ehrenamt mir viele viele Menschen, weil ich damit offen war, depressive unbehandelte Symptome bei sich anvertrauten, die Dunkelziffer dafür ist riesig.

Kann auch ein ganzes Volk in eine Massendepression fallen, frage ich mich außerdem halb ernsthaft seit der Massenhysterie und Massenpanik, die auf die Flüchtlingskrise 2015 folgte?

22.06.2019 22:29 • x 2 #18


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MelodieSyren

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Wie es sich für mich anfühlt?

- Nur müde und ich will am liebsten NUR schlafen (denn so kann ich auch allen Gedanken und der Welt entkommen)

- alles ist/fühlt sich schlecht an

- ich komme mir wertlos vor
- ich bin/fühle mich einsam
- niemand versteht mich
- ich fühle mich ausgegrenzt
- Trauer. Ich könnte ständig weinen - über alles.
- ständiges Gedankenkreisen
- Angst es nicht zu schaffen
- Antriebslosigkeit
- zu nichts mehr Lust haben
- alles fühlt sich so schwer und anstrengend an
- Kraftlosigkeit
- Die Zeit hat irgendwie ihren Sinn verloren.

Ich wünsche mir nur eins.endlich wieder frei davon sein!

06.07.2019 21:33 • x 1 #19


Ex-Mitglied

Zitat von Eis:

Mir geht es jetzt nach 2 Jahren einigermaßen gut ( mit Medikamenten), mich als gesund zu bezeichnen fällt mir schwer. Wann ist man gesund?
Wenn man IMMER stabil ist,
KEINE Müdegkeit mehr da ist,
man NIE das Gefühl hat, sich wieder in sein Schneckenhaus zurückziehen zu wollen?
Wenn man KEINE Heulattacken mehr hat, weil man sich grad überfordert hat?
Wenn der Kopfdruck endlich mal GANZ weg ist?
Wenn man mal länger als 1h Autofahren kann, OHNE Schlafpause?

Ich weiß es nicht, so RICHTIG gesund fühle ich mich noch nicht.

Ich glaube, daß das jede(r) für sich selbst definiert.
Ich hab heute auch noch meine Löcher, aber heute weiß ich, daß es wieder besser wird.
Und ich weiß heute auch, wie schlecht es mir eigentlich ging, lange vor dem 05.01.2017.
Und ich denke mal, wenn wir diese Erinnerungen aufbewahren und uns bewußt machen, wie schlimm es war, also bewußt leben, dann ist die Chance sehr hoch, daß es zu keinem Rückfall kommt.

Zitat von ohneFunktion:
Hallo zusammen!

So war das bei mir:
Durch einen Auslöser (Tropfen auf dem heißen Stein?) plötzlich total augeregt, nervös und unruhig (Panik? Angst?). Auch zuhause kein Entspannen möglich. Nur noch Herzrasen und innerlich total getrieben. Adrenalinschübe. Extrem körperlich. Auch nach dem Joggen stellte sich keine Entspannung ein.

Extreme Schlafstörungen und Anspannung in der Nacht.

Schwierigkeiten zu essen und Gewichtsverlust. Dadurch noch mehr Angst und Verzweiflung.

Nach wenigen Tagen war mir klar, dass bei mir eine Sicherung durchgebrannt ist. Habe sofort eine Therapie begonnen.

Die innere extreme Anspannung hat niemand wargenommen. Nach außen wirkte ich ruhig, obwohl ich verzweifelt meinen Zustand beschrieben habe.

Weinen ging nur manchmal. Danach war ich etwas ruhiger.

Alles war zu viel. Keine Musik, kein Tv, keine, Bücher. Habe die Welt nicht mehr verstanden. Angst verrückt zu werden.

Auch der Hausarzt hat meine Situation verkannt. Also ging ich noch zwei Monate zur Arbeit. Mit Panik.

Erst nach einem Gespräch mit der Leitung führte mein Weg zum Psychiater, der BO diagnostizierte bzw Depression + Angststörung.

Erster Versuch Medikamente zu nehmen. Auch davor hatte ich extrem Angst.

Steigerung des Zustandes. Alle Reserven waren verbraucht: ich kam nicht aus dem Bett, konnte auch nicht schlafen. Duschen war zu anstrengend. Konnte mich nicht selbst versorgen. Brauchte Unterstützung vom Partner oder meinen Eltern.

Konnte die Situation nicht fassen/ nicht annehmen. Medidationsversuche Entspannungstechniken funktionierten nicht. Gefühl so nicht leben zu können.

Einsamkeit. Unverstandenheit. Angst. Die Hölle auf Erden. Und von außen nahm es niemand war.

Erkenntnis, dass sich der Zustand mit dem Verstand nicht ämdern lässt. Kontrollverlust.

Lustlos, verzweifelt, traurig, ständig unter Strom, antriebslos, kraftlos.

Es gab hin und wieder ganz kurze Sequenzen in denen ich mich ganz kurz normal fühlte und das auch kommunizieren konnte:Ha, jetzt ist's gerade besser, aber nach knapp einer halben Stunde ging's wieder weiter. Meine Zähne waren ständig zusammen gebissen und die Mundwinkel nach unten gezogen. Furchtbar.

Es folgten stationäre Aufenthalte/Therapie und neuerliche Medikation.

Heute bin ich dankbar für mein Antidepressivum und meine Therapeutin. Und stolz auf mich, dass ich durchgehalten habe. Es ist ohne Übertreibung das Gefühl, durch die Hölle gegangen zu sein.

Es macht mich immer noch nachdenklich bzw beängstigt es mich, dass niemand diese Krankheit nachvollziehen kann, der das nicht im Ansatz erlebt hat. Und ich glaube, die Depression wurde bei mir maximal als mittelgradig eingestuft, obwohl sie definitiv schwer war. Sich nicht bewegen können, nicht essen schlafen. Ich habe gedacht sterben zu müssen.

So viel zu meinen damaligen Symptomen.

Heute darf ich mich als gesund bezeichnen. Dennoch ist diese Zeit nicht spurlos an mir vorüber gegangen und ich lebe bewusst und vorsichtig.

Da lief es mir eiskalt über den Rücken- abgesehen davon, daß ich ganz allein war und nicht dauerhaft Antdepressiva nahm), so ähnlich meiner Situation damals war das, nur daß ich nur noch zwei Wochen Arbeit schaffte.
Ist schon wirklich brutal, wenn man sich das so überlegt.

07.07.2019 11:21 • x 5 #20


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Hoffnung21

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Hallo Resi,
Es stimmt, man muss sich immer bewusst machen, wie schlecht war es vorher war und wie gut, im Vergleich dazu, ist es jetzt. Man muss da immer mal wieder einen Blick zurückwerfen , um zu sehen wie schlimm es war. Der Balanceakt ist jetzt auf der einen Seite ein achtsames Leben und auf der anderen Seite die Gefahr, alles auf die Depression zu schieben, immer wieder die Angst zu haben, dass ein Rückfall kommt. Auch jeder Gesunde hat mal schlechte Tage, aber wenn ICH einen schlechten Tag habe dann ist das immer von der Sorge begleitet, ich bin noch nicht gesund oder die Depression kommt wieder. Da den RICHTIGEN Weg zu finden ist gar nicht so einfach. Oder ist es doch noch Teil der Depression, immer wieder ins negative Denken zu verfallen?

Und die Beschreibung von ohneFunktion, dass man das Gefühl hat, durch die Hölle zu gehen, das kann ich nur zu 100% bestätigen. Es ist aber tatsächlich so, dass sich das jemand, der nicht in einer ähnlichen Situation war, nicht vorstellen kann. Da heisst es dann, Ich brauche doch auch Pausen, ich kann auch nicht 2 Stunden am Stück Autofahren,,oder ich bin auch müde, wenn ich von der Arbeit heimkomme. Den Unterschied zu erklären ist eigentlich nicht möglich. Wie soll man jemandem erklären, dass es ein Unterschied ist, wenn ich als Gesunder eine Pause mache und als Kranker keine Wahl habe, WANN ich die Pause mache, und dass andernfalls der restliche Tag gelaufen ist, wenn ich mich überfordere?

VG Eis

07.07.2019 20:55 • x 1 #21


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Alexandra2

7273
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10891
Liebe Eis,
Das Beste wäre Akzeptanz der Mitmenschen. Akzeptanz ohne zu verstehen und bitte behandelt zu werden wie Gesunde.
Ich kann und will mich nicht erklären.
Ich hoffe, daß es bergauf geht, aber vielleicht ist das unrealistisch? Was wenn es nicht mehr besser wird, oh Gott was dann? Ich arbeite immer noch an der Stabilisierung, ein Jahr brauche ich noch dafür.
Liebe Grüße Alexandra

07.07.2019 21:14 • x 2 #22



Hallo Andrej,

x 4#23


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Hoffnung21

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Liebe Alexandra,
Das wäre eigentlich das Beste, sich nicht erklären müssen. Denn wer hat denn schon wirklich eine Erklärung, warum das passiert ist? Stress? Haben andere auch. Nur Halbtagsjob? Andere arbeiten Vollzeit usw. Warum trifft es den einen und den anderen nicht. Das KANN man NICHT erklären. Und dennoch fühlt man sich oft genötigt, es nicht nur zu erklären, sondern tatsächlich in eine Verteidigungsposition gedrängt zu werden.
Es gibt Tage, da stehe ich darüber und es gibt Tage, da fühle ich mich in die Ecke gedrängt.

Und keine Sorge Alexandra, es wird besser werden, aber es braucht seine Zeit. Kämpfe für dich und sei stolz auf dich, was du bisher erreicht hast.

LG Eis

07.07.2019 21:44 • x 2 #23

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