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Wie "arbeitet" ihr an euch selbst?

caressa

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Hallo ihr Lieben,
ich schicke mal kurz voraus, wo ich grade stehe: Ich denke, ich war mein ganzes Leben schon irgendwie mal mehr, mal weniger depressiv (das kann ich heute so sehen), mit zwei Therapieabbrüchen in der Vorgeschichte. Richtig schlimm wurde es vor etwa 2,5 Jahren - auch davor war es schlimm, aber es brauchte halt den Zusammenbruch, um es mir einzugestehen. Danach war ich mehr als zwei Jahre krank, inklusive Tageklinik, Reha, Psychotherapie und einer halbjährigen Wiedereingliederung. Ich bekomme eine halbe EU-Rente und habe jetzt einen Arbeitsplatz ohne Schichtdienst. Als ich vor einem halben Jahr wieder anfing, regulär zu arbeiten, war ich voller Euphorie, es geschafft zu haben. Schnell stellte sich aber heraus, dass selbst vier Stunden Arbeit täglich, sehr viel für mich ist. Ich muss danach zwei Stunden ruhen, meistens sogar schlafen.
Seit Weihnachten geht es stimmungs- und gefühlsmäßig immer weiter bergab, meine Euphorie, gesund zu werden, ist verflogen. Was mich gerade sehr ängstigt ist, dass ich wieder diese absoluten Unruhe- und Panikgefühle habe. Diese hatte ich in der Zeit der Tagesklinik und sie wurden dort besser. Ich fühle mich also gerade quasi "auf Anfang" zurückgeworfen.
Mein Problem - also das vordringlichste nach meinem Gefühl - ist, dass ich gefühlt mit der Nase vor einer Wand stehe. Diese Wand heißt: "Ich kann nicht!" Ich sehe mich vor meinem inneren Auge mit der Nase vor der Wand stehen - in welche Richtung ich mich auch drehe - und um mich rum liegen alle Werkzeuge, die ich in der langen Zeit gelernt und an die Hand bekommen habe. Aber ich bin so drüber, dass ich sie nicht anwenden kann.
Ich musste mich jetzt krankschreiben lassen, weil ich so nicht arbeiten kann. Aber ich möchte die Zeit schon nutzen, vielleicht doch wieder etwas hochzukrabbeln. Darum meine Frage:
Wie arbeitet ihr an Euch? Was tut ihr regelmäßig, damit ihr nicht in eurem inneren Chaos versinkt?
Ich bin für jeden Rat und Tipp dankbar, auch wenn dein Problem, deine Lage vielleicht eine ganz andere ist.
Danke schon mal
Liebe Grüße,
Caressa

18.04.2021 12:15 • x 1 #1


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maya60

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Hallo @caressa - du scheinst wie ich zu denjenigen zu gehören, die chronisch oder chronisch wiederkehrend depressiv sind! Dass du eine halbe EU-Rente erhältst und dich vier Stunden Erwerbsarbeit am Tag schaffen, bestätigt das noch! Dass du insgesamt 2 Jahre krank warst, zeigt das ebenfalls.

Das ist also der IST-Zustand und dazu passt aus meiner Sicht, sich selber mit viel Wohlwollen und Selbstfürsorge erstmal innerlich aus der "Schusslinie" für "normale Arbeitsanforderungen" von dir selbst an dich selbst zu bringen.

Ich habe das ständig vor meinem Ruhestand miteinander verwechselt.

Erst, als ich mir eingestand, dass ich doch gar nicht weiß, wie w e n i g der normalen Arbeitsanforderungen ich überhaupt nur vertrage als chronisch Kranke, da ging es mir besser.

Dauernd unter dem Druck, normal zu funktionieren macht immer immer kränker, wenn du schon chronisch krank bist, denn es ist ein Widerspruch in sich!

Du bist von selber in allem fitter, sobald die psychische Kraft wieder da ist. Wenn sie nicht da ist, dann helfen Wohlwollen, Selbstfürsorge und die ehrliche Suche nach dem, was wirklich täglich zu schaffen ist in Kombination mit ständiger psychologischer Unterstützung und fachärztlicher Behandlung und Selbsthilfe wie hier (und je nach Geschmack Spiritualität oder Seelsorge) und Anpassung des Alltagslebens an die krankheitsbedingten Einschränkungen und Behinderungen.

Jeden Tag das tun, wozu die Kraft da ist und sich mit dem eigenen Wohlwollen und der eigenen Selbstfürsorge umgeben wie man einen geliebten Nahestehenden behandeln würde, der krank wäre (solange der einen nicht aussaugt oder ein unerträglicher Kranker wäre . . .).

Als ich so mit mir umging, taten sich immer mehr ehrliche Krankheitstiefen in mir auf, die ich zuvor bloß nicht wahrhaben wollte. Und als ich ganz unten war und wusste, wie krank ich wirklich war, da ging es bergauf mit Fittersein, als ich mir aber grundsätzlich zugestand, chronische Depressionen zu haben. Erst da wurden sie weniger und weniger und machten sogar manchmal Pause.

Liebe Grüße und viel Kraft! maya60

18.04.2021 12:40 • x 6 #2


Resi

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Hallo Caressa!

Danke maya60!

Zitat von caressa:
Wie arbeitet ihr an Euch? Was tut ihr regelmäßig, damit ihr nicht in eurem inneren Chaos versinkt?
Ich bin für jeden Rat und Tipp dankbar, auch wenn dein Problem, deine Lage vielleicht eine ganz andere ist.


Ich tu immer wieder das Gleiche:

Freundlich zu mir sein, mit Gutes tun, dazu gehört gutes Essen genauso wie genügend Schlaf.
Nicht in der Vergangenheit bleiben und sich nicht von der Zukunft beängstigen lassen.
Viel spazieren gehen.

Manchmal werde ich vom Weg abgelenkt und es gibt auch Rückschläge, die aber nicht dazu führen, daß ich wieder ganz am Boden liege.

Alles Gute

18.04.2021 12:41 • x 6 #3


caressa

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@maya60 Vielen Dank für deine Antwort und dass du mir meine genaue Situation noch mal analysiert hast. Chronische Depressionen sind bei mir noch nicht diagnostiziert worden, aber es ist wohl so, wie du sagst.
Aber was genau tust du, oder hast du getan? Wie gesagt, im Moment ist mein Kopf dominiert von "ich kann das nicht", "ich schaff das nicht!", obwohl ich ja in den letzten Jahren so viel gelernt hab. Ich bin so traurig, dass ich so gar keinen Ansatzpunkt finde...

18.04.2021 13:59 • x 1 #4


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Pilsum

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Zitat von caressa:
Mein Problem - also das vordringlichste nach meinem Gefühl - ist, dass ich gefühlt mit der Nase vor einer Wand stehe. Diese Wand heißt: "Ich kann nicht!"


Wie kam es denn dazu, dass Du in diese Situation hineingekommen bist? War es Überforderung
über einen langen Zeitraum? Belasten Dich soziale Ängste? Gab es in Deinem Leben Erlebnisse,
die Du noch nicht verarbeitet hast? Oder wie würdest Du das beschreiben.

Zu Deinem Thema fällt mir folgendes ein. Ich weiß nicht, wie Du das meinst.
Genaugenommen kann man nicht an sich selbst arbeiten. Weil jeder Mensch ist so, wie sie/er nun
mal ist. Bitte versuche Dich persönlich also nicht zu verändern.

Wenn Du das willst, kannst Du einige Deiner Sichtweisen, Deiner Meinungen verändern.
Dies kann sehr schnell eine innere Entspannung bringen.

Zitat von caressa:
Ich bin für jeden Rat und Tipp dankbar, auch wenn dein Problem, deine Lage vielleicht eine ganz andere ist.

Als erstes, akzeptiere Dich als Frau so, wie Du bist. So bist Du gut.

Falls Du etwas verändern willst, dann stellt sich die Frage. Warum findest Du, Du solltest etwas verändern?
Wird etwas, was Du machst von anderen selten akzeptiert? Fehlt es Dir an einem Menschen, mit dem Du
in etwa ähnlicher Meinung bist? Jemand, mit dem Du etwas gemeinsam hast?

Viele Grüße

Bernhard

18.04.2021 14:05 • x 4 #5


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Pilsum

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Zitat von Pilsum:
Als erstes, akzeptiere Dich als Frau so, wie Du bist. So bist Du gut.

Für die textliche Geschlechtsumwandlung bitte ich um Entschuldigung.
Natürlich wusste ich, dass Du ein Mann bist.

18.04.2021 14:26 • #6


caressa

caressa

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@Pilsum jetzt muss ich doch lachen . Warum weißt du, dass ich ein Mann bin? Ich bin eine Frau, also mit deiner ersten Anrede einverstanden. Über deinen Text muss ich nochmal nachdenken, ihn nochmal in Ruhe lesen.

18.04.2021 14:57 • x 1 #7


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Pilsum

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Zitat von caressa:
jetzt muss ich doch lachen . Ich bin eine Frau, also mit deiner ersten Anrede einverstanden.

Tut mir leid. Warum ich das verdreht hatte weiß ich nicht mehr.

18.04.2021 15:21 • #8


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maya60

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Zitat von caressa:
Vielen Dank für deine Antwort und dass du mir meine genaue Situation noch mal analysiert hast. Chronische Depressionen sind bei mir noch nicht diagnostiziert worden, aber es ist wohl so, wie du sagst.


Nein, @caressa , ich bin ja nicht die Fachfrau, die Diagnosen stellt. Ich weiß ja z.B. gar nicht, ob da noch weitere psychische und/oder körperliche Diagnosen dazu kommen. Dann habe ich das nicht gut formuliert, denn natürlich kann ich gar nicht "deine genaue Situation analysieren", ich bin ja keine Hellseherin!
Mir ging es nur darum, zu sagen, dass, wenn du schon dein ganzes Leben lang wiederkehrende Depressionen kennst und dadurch so beeinträchtigt bist, dass dich 4 Stunden Erwerbsarbeit schaffen (würden mich auch schaffen), dass du 2 Jahre am Stück krank warst und dass dir eine halbe EU-Rente zusteht, dann handelt es sich nicht "nur" um ein gesundes Leben mit ab und an mal Depression, sondern dann gehört die Depression zu deinem Leben und Alltag, im Moment jedenfalls.
Das nannte ich "chronische Depression", wobei es mir aber darum ging, sich nicht mehr mit "gesunden Leistungsanforderungen" selber unter Druck zu setzen.

Das musste ich, als ich in deinem Alter war, auch erst lernen, denn ich brachte das alles durcheinander.

Zitat von caressa:
Aber was genau tust du, oder hast du getan?


Wenn ich mitten in der Traurigkeit, in dem Chaos stecke, in dem "Ich kann nicht . . ", dann mache ich mir bewusst, dass es mitten in der Depression schon riesige Leistungen sind, aufzustehen, sich und den Haushalt soweit möglich in Ordnung zu halten. Nachgewiesenerweise kann allein das Aufstehen schon ein Energieaufwand eines Leistungssportlers sein.

Insofern geht es bei Depressionen, und nicht mal je nachdem, wie schwer sie sind, aber immer um schwere Erkrankungen, in denen du hohe Leistungen bringst für jeden einzelnen Alltagsschritt mitunter.

Das wusste ich noch nicht, wenn ich 20 Jahre zurück denke, als ich etwa in deinem Alter war.

Aber eins sagte mir damals jede Psychotherapeutin: "Erstmal sind Sie krank. Schwer krank. Und Ihr Kopf sagt Ihnen die Wahrheit; die da heißt: Ich kann nicht mehr!" Und tatsächlich ging es gar nicht darum, was du schon alles erfolgreich im Leben bewiesen und geschafft hast, sondern dass du jetzt im Moment bei deiner depressiven Verfassung ganz richtig Angst davor hast, dich zu überfordern!

Darum behandle dich so wohlwollend und selbstfürsorglich und vorsichtig achtsam wie du ein Kind behandeln würdest, das hohes Fieber hat und Angst hat, dass ihm niemand glaubt und dass es zur Schule gehen muss, das schreit: "Ich kann nicht!" Dabei geht es nicht darum, was es sonst kann, sondern was es aufgrund der momentanen Krankheit nicht kann!

Ich habe irgendwann begonnen, mir zur Rücksichtsnahme auf mich selbst leichte Depression mit "erhöhter Temperatur von 37.8 Grad" zu übersetzen, mittelschwere D. mit " 38.5 Grad Fieber" und schwere D. mit "40 Grad Fieber. Und zwar solange wie die akute Depression dauert."

Und so gelang es mir besser, mich zu verwöhnen, wenn ich depressiv war. Und mir fachärztliche, therapeutische Hilfe sofort zu besorgen! Denn es ist doch wichtig!

Zitat von caressa:
Wie gesagt, im Moment ist mein Kopf dominiert von "ich kann das nicht", "ich schaff das nicht!", obwohl ich ja in den letzten Jahren so viel gelernt hab. Ich bin so traurig, dass ich so gar keinen Ansatzpunkt finde...


Ganz wichtig, falls du das noch nicht hast, auch jetzt begleitende fachärztliche und psychotherapeutische Begleitung! Und dich nicht zur Normalität zwingen, denn du bist krank. Sei gut zu dir. Mach solche Dinge wie Resi geschrieben hat.

Liebe Grüße! maya60

18.04.2021 15:25 • x 3 #9


caressa

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@maya60 Danke! Du schreibst so lieb und mitfühlend . Ich hatte dich schon richtig verstanden. für mich war es aber gerade wichtig, nochmal von jemand Außenstehendem dargelegt zu bekommen, wo ich grade stehe und was das bedeutet. Dass du damit Diagnosen stellst meinte ich gar nicht. Wobei du mit der Vermutung "chronische Depression" mit Sicherheit richtig liegst. Ich denke, ich sollte das bei meinem Arzt und meiner Therapeutin auch nochmal ansprechen, z.B. für einen höheren GdB....
Ein Knackpunkt könnte tatsächlich da liegen, dass ich glaube, in der jetzt verkürzten Arbeitszeit, das Gleiche leisten zu müssen. Allerdings arbeite ich mit Menschen, die sich nicht nach Belieben ein- und ausschalten lassen. Das ist für mich im Kopf schwer überein zu bekommen: Menschen adäquat versorgen und dabei mich schützen und schonen.....
Zu meiner Versorgung: Ich gehe regelmäßig zu einer Psychotherapeutin, allerdings habe ich nur noch 4 Sitzungen, dann bin ich "austherapiert" . Alles andere mache ich über meinen Hausarzt. Bin aber grade dabei mir einen Psychiater zu suchen, auch weil wohl mal ein Fachmann/eine Fachfrau auf meine Medikamente schauen sollte.

18.04.2021 15:53 • x 2 #10


caressa

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@Pilsum Ich hatte dir eigentlich ausführlich zu antworten versucht, leider scheint die Antwort irgendwo im Nirwana verschwunden zu sein. Schade, denn deine Fragen sind interessant. Aber nochmal kriege ich das nicht auf die Kette... Darum nochmals vielen Dank für deine Zeit und die vielen wichtigen Fragen.
Liebe Grüße
Caressa

18.04.2021 19:54 • x 1 #11


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Pilsum

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Zitat von caressa:
Schade, denn deine Fragen sind interessant. Aber nochmal kriege ich das nicht auf die Kette..

Hallo Caressa,

mach Dir keinen Stress. Es kann schon mal passieren, dass ein Text beim schreiben durch
einen Eingabefehler verloren geht.

Vielleicht klappt es zu einem späteren Zeitpunkt.

Einen schönen Abend wünsche ich Dir.

18.04.2021 20:03 • x 1 #12


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maya60

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Zitat von caressa:
Zu meiner Versorgung: Ich gehe regelmäßig zu einer Psychotherapeutin, allerdings habe ich nur noch 4 Sitzungen, dann bin ich "austherapiert" . Alles andere mache ich über meinen Hausarzt. Bin aber grade dabei mir einen Psychiater zu suchen, auch weil wohl mal ein Fachmann/eine Fachfrau auf meine Medikamente schauen sollte.

Guten Morgen, @caressa - das liest sich doch gut. Und in Sachen "austherapiert" möchte ich dich auf den Sozialpsychiatrischen Dienst hinweisen. Seit 3 Jahren oder gar länger habe ich je nach Bedarf Termine mit einer der Psychologinnen dieses Dienstes, dem es ja eigens darum geht, dass psychisch Kranke so selbständig wie möglich bleiben.

Weil das für mich chronisch Depressive der bessere Ansatz war, Alltagsbezogen dauerhaft und auch personell kontinuierlich psychologisch begleitet zu werden, habe ich das vor einigen Jahren statt einer weiteren Psychotherapie gewählt. Mal habe ich wöchentliche Termine wie momentan wieder, mal monatliche, mal noch weniger, je nach meiner Verfassung und es geht immer um meine psychischen Baustellen und es geht immer noch mehr Verbesserung, Linderung, Gesundung.

Soweit ich weiß, hat jeder Landkreis und jede Stadt ihren Sozialpsychiatrischen Dienst? Und ich habe auch nichts mehr mit Rezepten oder der Krankenkasse dabei zu tun und mit Beantragungen und mir entstehen auch keine Kosten. Ich weiß aber nicht, ob das überall genauso geregelt wird bundesweit?

Denn auch wenn es sowas wie "austherapiert" im Sinne der kompletten Gesundung durch eine bestimmte psychotherapeutische Methode bei dir vielleicht gibt, gibt es "austherapiert" im Sinne der weiteren Verbesserung, Linderung und Gesundung und des Bedarfs psychologischer Begleitung psychisch kranker Menschen natürlich nie.

Liebe Grüße! maya60

19.04.2021 09:38 • x 2 #13


caressa

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@maya60 vielen lieben Dank für deine Antwort und den wichtigen Hinweis. Natürlich bin ich nicht fertig therapiert, sondern hab nur alle Stunden der Verhaltenstherapie ausgeschöpft. Ich hatte hier im Forum auch schon mal gefragt, wie es nach Ende der Therapie weitergehen kann. Hier hab ich erfahren, dass ein Therapeut einem weiterhin "Notfalltermine" anbieten kann. Dann könnte ich weiter zu meiner Therapeutin gehen, die mich jetzt schon so lange kennt.
Ich hab grade mal gegoogelt und auch hier im Landkreis gibt es einen sozialpsychiatrischen Dienst. Und die scheinen ja noch ein bisschen mehr Hilfe anzubieten, als "nur" Gespräche. Ich weiß, dass ich auf jeden Fall weiterhin Hilfe brauche, darum bin ich gerade für jeden Hinweis dankbar. Ich lasse jetzt mal das Ende der Therapie auf mich zukommen und sehe, was meine Therapeutin mit empfiehlt. Gut zu wissen, dass ich nicht komplett durchs Raster falle.... Oder meinst du, ich sollte schonmal Kontakt aufnehmen? Wie schnell kriegt man dort wohl Termine?

19.04.2021 10:27 • x 1 #14


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maya60

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Ja, @caressa die bieten sehr viel mehr an vom Sozialpsychiatrischen Dienst, bei uns sogar eine Tagesstätte, wenn man sich zu allein fühlt und alle möglichen Alltagsdienste, wenn man sie nicht hinkriegt, wahrscheinlich dann nicht mehr alles kostenlos. Aber sehr beruhigend, dass es sie gibt.

Und ja, an deiner Stelle würde ich mich da schon um psychologische Anschlusstermine jetzt kümmern. Denn ich weiß nicht, wie ausgelastet die sind. Zwar bekam ich damals schnell einen Termin, aber keine Ahnung, ob das nicht großes Glück war.

Liebe Grüße! maya60

19.04.2021 11:31 • x 1 #15