Warum verletzte ich immer meine Freunde

flaemmchen

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Ich sage immer was falsches drücke mich falsch aus

klammere zu sehr, habe Angst was falsch zu machen und die Freundschaft damit kaputt zumachen!

Es fehlt mir so schwer gute Freundschaften aufzubauen immer wieder gehen sie kaputt oder Freunde ziehen sich zurück

bin ich so ein schlechter Mensch........warum bin ich sie..........es macht mich so traurig

17.11.2009 00:02 • #1


Isi

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hey du,

das klingt ja schlimm...und damit meine ich nicht, dass DU schlimm bist.
Es ist schwer, Freunde zu finden. Und am schwierigsten ist es, glaube ich, sie zu behalten - vor allem, wenn man unsicher ist und von der ständigen Angst getrieben, sie wieder zu verlieren. Das sogenannte Klammern ist ja oft ein verzweifelter Versuch, an etwas festzuhalten, das es so nicht mehr gibt.
Ich kann dir nur aus meiner eigenen Erfahrung weitergeben, was ich versuche, zu beherzigen (klappt mal besser, mal schlechter): Nachdem ich auch schwere Zeiten mit meinen sogenannten Freunden durchgemacht habe, und sich binnen eines Jahres fast mein gesamter Freundeskreis von mir zurückgezogen hat, obwohl ich immer alles für sie gegeben habe, muss ich nun lernen, mich um mich selbst zu kümmern. Das heißt, eigene Interessen wiederzuentdecken, nicht so sehr das Leben anderer mitleben, nicht alles von der Zustimmung anderer abhängig machen. Ich habe einen Zeichenkurs angefangen, treibe wieder mehr Sport, lese wieder mehr...und versuche, negative Gedanken wie warum mag mich keiner, oder ich bin von Grund auf unsympatisch abzublocken.

Konkret bedeutet das, sich auch mal Fragen wie diese zu stellen:
Wofür interessiere ICH mich? Was mache ICH gerne? Mit wem möchte ICH Kontakt haben?
Und nicht: Wer interessiert sich für mich? Was möchten andere, dass ich für sie tue? Wer kritisiert was an mir?
Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass man nur dann gemocht wird, wenn man sich selbst für andere aufgibt. Genau das Gegenteil ist der Fall: Je zufriedener du mit dir selbst bist, desto eher werden dich andere akzeptieren.

Fühl dich mitfühlend umarmt

21.11.2009 16:08 • #2



Hallo flaemmchen,

Warum verletzte ich immer meine Freunde

x 3#3


soschi

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Lb. Isi
Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich alles was mir möglich war gegeben habe (Zeit , Aufmerksamkeit, Gefälligkeiten etc) um mir eine Freundin zu verdienen um sie halten zu können und doch hat sie sich nach fast 2 Jahren von mir getrennt, nur weil ich mir einmal erlaubt habe, nicht so zu funktionieren, wie sie es sich vorgestellt hat.
Ich leide sehr an Verlustängsten und bin sofort am Boden zerstört, wenn ich verlassen werde bzw. nicht mehr gewollt werde oder gar nicht erst akzeptiert werde. Soetwas löst sogar schwere Depressionen in mir aus und ich ziehe mich dann für lange Zeit zurück und habe keinen Mut mehr mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Also bleibe ich dann einsam zurück und sehne mich nach Freundschaften. So sehr, dass dass ich es letztlich mit letzter Kraft wieder versuche eine Freundin zu gewinnen. Und dann beginnt alles wieder von vorne und endet wieder genauso wie vorher. Ich glaube ehrlich gesagt, dass die Menschen gar nicht mehr an freundschaftlichen Beziehungen interessiert sind. Es geht uns allen so gut, dass wir einander nicht brauchen, so scheint es mir und das macht mich sehr traurig. Das ganze Leben heutzutage scheint nur noch oberflächlich gelebt zu werden. Ich habe sehr wohl ein eigenes Leben, eigene Interessen, hänge mich also nicht an das Leben eines anderen an. Auch kann ich gut mit mir alleine sein. Aber die Sehnsucht nach einer Freundin zum Quatschen, zum Shoping, zum Ausreden und Zuhören etc. ist immer da und ich leide richtig darunter. Ich wünschte, ich könnte auch so oberflächlich empfinden, und einfach alles wegschmeissen können ohne Rücksicht auf Verluste. Kann ich aber nicht.
Gottes Segen wünscht Dir
Soschi

22.11.2009 23:27 • #3


Isi

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Hallo Soschi,

danke, du sprichst mir aus der Seele. Manchmal denke ich: Warum brauchen die Menschen immer etwas Neues, einen interessanteren Anreiz von außen, einen neuen Menschen? Mir kommt das so willkürlich und traurig vor, so absolut egoistisch und bequem - jemand ist anstrengend: weg damit! - jemand hat Probleme: muss ich mir nicht geben! - jemand ist unglücklich: schnell weg von ihm, bevor er mich ansteckt!
Wie du sicher merkst, bin ich momentan noch etwas verbittert - aber ich arbeite daran. Wobei daran arbeiten nicht heißen soll, dass ich mich wieder fit und interessant machen möchte, um für alle den Clown zu spielen.Das habe ich jahrelang getan - mit dem Ergebnis, dass alle dann genau das von mir erwartet haben, und ich allein dastand, als es drauf ankam. Wobei - nicht ganz allein. Mein Freund, den ich in dieser Zeit kennengelernt habe, hat zu mir gehalten, trotz aller Schwierigkeiten. Das ist ein großes Glück für mich, und mehr, als ich je erwartet hätte.
Mich würde interessieren, was du gegen diese Gefühle von Einsamkeit versuchst, zu tun. Als ich deinen Beitrag gelesen habe, konnte ich deine Verzweiflung sehr stark spüren - und mir kam es so vor, als würdest du dich der Situation hilflos ausgeliefert fühlen. Das muss nicht so sein! Es ist nicht deine Schuld, dass viele dein Engagement und Interesse nicht zu schätzen wissen.
Wie gesagt: Auch ich glaube, dass vor allem oberflächliche Werte in unserer Gesellschaft zählen. Aber das trifft zwar auf viele, aber nicht auf alle Menschen zu. Ist ja schon mal was, dass wir beide genauso fühlen und keine Lust haben auf diese Art der Beziehungspflege. Vielleicht (das ist zumindest meine Hoffnung), gibt es von uns ja mehr, als wir denken...

Ich würde mich freuen, wieder von dir zu hören! Liebe Grüße, Isi


PS. @ Flaemmchen: Wie geht es dir denn inzwischen? Würd mich interessieren...

25.11.2009 11:51 • #4


flaemmchen

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mir geht es schlecht

meine Freundin und Mannschaftskollegin versteht mich nicht und hat die Freundschaft beendet

sie sagt ich bin feige

aber das stimmt nicht

25.11.2009 15:11 • #5


soschi

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Lb Isi
Vielen Dank für Deine liebe Antwort. Du fragst, wie ich mit meiner Einsamkeit umgehe:
Ich nehme Antidepressiva und ich trinke mind. 1/2 l Rotwein tgl.. Ein explosiver Cocktail, ich weiss. Irgendwie habe ich im Hinterkopf eine selbstzerstörerische Ader sagt mir mein Unterbewusstsein oder wer auch immer. Aber scheinbar habe ich meine Vernunft schon totgesoffen.Das Einzige, was mir Halt gibt ist mein Glaube an Gott, sonst wäre ich möglicherweise nicht mehr hier. Sehnsüchte brennen im Herzen, Begierden lass mich nicht zur Ruhe kommen, die Vergangenheitserlebnisse verschwinden nicht, die Gegenwartsverzagtheit breitet sich mehr und mehr aus und gingen in Depressionen über, Ängste machen mir das Leben zur Hölle. 1 Jahr Psychotherapie hat die Änste etwas gemildert. Aber nur ein bisschen, denn ich flippe nach wie vor aus, wenn ich mir eine Bedrohung in welcher Art und Weise auch immer, einbilde?.
Ich fürchte, dass Du mit dieser Antwort nicht gerechnet hast, aber was Schöneres, Positiveres oder Aufbauenderes, um Dir zu helfen oder zu raten oder Dich zu trösten ist so versteckt in meinem Herzen, dass 3es nichts fruchtet, danach zu suchen . ich finds ja doch nicht. Sei bitte nicht böse wg meines Gejammers. Ich wünsche Dir Gottes Segen, wohin Dein Weg Dich auch führen mag. Gott weiss es. Soschi

25.11.2009 17:30 • #6


Serafina

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Hallo Isi, hallo Soschi,

bitte eröffnet euren eigenen Thread, der hier gehört flaemmchen. Da könnt ihr miteinander komunizieren. Ich würde dann die Beiträge von euch zusammenfügen.

Serafina

25.11.2009 17:34 • #7


flaemmchen

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nicht so schlimm ist eh nicht so wichtig, lass die beiden ruhig reden

25.11.2009 17:38 • #8


Serafina

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Doch es ist wichtig.

Genau das ist dein Problem. Du nimmst dich selbst nicht wichtig und ernst.

Serafina

25.11.2009 17:40 • #9


soschi

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Lb. Flaemmchen

Es war unverschämt von mir, mich da in Deinen Thread hineinzumogeln. Ich habe noch nicht so ganz heraussen wie das hier läuft, wenn man jemanden antworten will, der bereits einen Kontaktpartner hat.
Vielleicht liesst Serafina das und kann es mir kurz erklären, das wäre super.

Aber zurück zu Dir liebes Flaemmchen. Du bist Hausfrau und Mutter und es würde mich sehr interessieren, wie Du Deinen Aufgaben zuhause schaffst. Ob Du einen lieben Mann hast oder nicht.? Wie Du Dich mit Deinen Kindern verstehst und was Du über sie sagen und erzählen kannst bzw. möchtest?
Das ist jetzt keinesfalls eine Pseudonachricht bzw. eine erzwungene, denn Du hast ja genau die gleichen Sorgen wie ich, habe leider Deinen Beitrag gar nicht gelesen gehabt, sondern mich sofort auf Isi gestürzt. Alles, alles Liebe für den heutigen Tag oder was davon noch übrig ist. Soschi

25.11.2009 17:51 • #10


flaemmchen

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Zitat von Serafina:
Doch es ist wichtig.

Genau das ist dein Problem. Du nimmst dich selbst nicht wichtig und ernst.

Serafina



ja das weiss ich , ich bin auch nicht wichtig, das merke ich immer wenn Freunde sich abwenden

es gibt soviele Menschen die ich gerne mag, aber alle wenden sich ab wenn es einem schlecht geht........

@Soschi

ja ich bin verheiratet meine Kinder sind 7 und 4 Jahre alt, zwei Mädels

meine Haushalt, manchmal schaffe ich ihn manchmal überhaupt nicht

heute müsste ich eigentlich auch noch was machen, aber ich kriegs nicht hin

Kommt immer drauf an wie es mir geht..........

Die beiden sind sehr zickig zur Zeit, was für mich sehr schwierig ist......

sonst sind sie zwei liebe und süsse Mädels.....ich hoffe ich kann ihnen eine schöne Kindheit ermöglichen

25.11.2009 18:30 • #11


Isi

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Hallo Flämmchen,

ich zitiere dich:

ja das weiss ich , ich bin auch nicht wichtig, das merke ich immer wenn Freunde sich abwenden

es gibt soviele Menschen die ich gerne mag, aber alle wenden sich ab wenn es einem schlecht geht



Bitte denk nicht, dass du hier nicht wichtig bist. Auch von mir Entschuldigung!Du hattest auf meinen Beitrag noch nicht geantwortet, dafür kam dann die lange Antwort von Soschi...es ist einfach so passiert.
Dass Freunde sich abwenden, sobald es einem schlecht geht, hab ich leider auch schon des öfteren erlebt.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, zu denken, dass man es wieder verbockt hat und an allem schuld ist. Oder nicht interessant und wichtig genug. Das tut sehr weh.
Es ist wichtig, dass du nicht alles auf dich selbst schiebst und dir nicht die Schuld gibst. Nicht du hast versagt, sondern verschiedene Faktoren sind zusammengekommen...und vergiss nicht: DU bist wichtig. Wer dich nicht zu schätzen weiß, ist selbst schuld!

Tröstende Grüße, Isi



@ Soschi: sollen wir uns nen neuen gemeinsamen Thread überlegen? Ich antworte dir am besten per PN. Liebe Grüße, Isi

26.11.2009 10:31 • #12


soschi

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Lb. Flaemmchen und lb. Isi

Wenn ich ganz ehrlich bin, so fühle ich mich zu Euch beiden irgendwie hingezogen. Darf ich Dich liebes Flaemmchen fragen, ob Du mich bei Euch mitmachen lassen würdest, und die selbe Frage richte ich natürlich jetzt auch an Isi.

Solltest Du das aber nicht wollen, so bin ich ganz sicher nicht böse, das möchte ich unbedingt vorausschicken. Ich habe mir schon vor einiger Zeit eine für mich wirklich passende Devise angeeignet und die heisst: Bössein gibts nicht. Und somit braucht der Andere keine Sorge zu haben, etwas Falsches zu sagen und ich finde das ungemein wichtig , dass man ein wenig Seele baumeln lassen kann beim Quatschen, ohne Angst, dass der Andere beleidigt, gekränkt oder vielleicht sogar böse ist, wenn man irgendwas nicht so rübergebracht hat, wie es ursprünglich gemeint war.
Freue mich schon von Euch zu hören und wünsche Euch beiden eine gute Nacht mit vielen schönen Träumen. Eure Soschi

26.11.2009 23:38 • #13


Isi

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Hey ihr zwei,

Soschis Vorschlag fänd ich auch gut! Aber lassen wir Flämmchen entscheiden, ist dein Thread
Gestern abend war ja der Server längere Zeit offline, deshalb heute nur ne kurze Rückmeldung (bin grad auf dem Sprung zur Geburtstagsfeier meiner Schwester...): Wünsch euch einen schönen (oder zumindest einen erträglichen) Abend.
Nicht vergessen: Wir sind nicht allein!

Ganz liebe Grüße, Isi

28.11.2009 19:04 • #14


soschi

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Flaemmchen ich vermisse Dich. Ist alles OK? Soschi

Isi, ich wünsche Dir eine unbeschwerte Geburtstagsfeier und viel Spass. Soschi

28.11.2009 23:40 • #15


flaemmchen

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mir gehts mehr als bescheiden Soschi, mir ist im Moment nicht so nach Schreiben

hab im Meinem Tagebuch was dazugeschrieben wenn du Lesen magst

29.11.2009 01:05 • #16


soschi

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Lb. Flaemmchen
Gerne würde ich etwas aus Deinem Tagebuch lesen dürfen. Soschi

29.11.2009 06:37 • #17


flaemmchen

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schau einfach rein , ist in den Tagenbüchern - Flaemmchens Tagebuch

29.11.2009 06:44 • #18


flaemmchen

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soschi, das mit dem Glauben an Gott kann ich verstehen, obwohl ich manchmal zweifele ob es ihn wirklich gibt, warum hat er das nur zugelassen was passiert ist........ in meiner Vergangenheit.........und keiner konnte mir helfen..........alle haben sich abgewendet , allen war ich zuviel

und auch jetzt wenden sich alle ab melden sich kaum noch

ich mag schon gar nicht mehr erzählen das es mir schlecht geht

ich glaube iwr sind uns sehr ähnlich

30.11.2009 15:18 • #19


Isi

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Hey ihr zwei Leidensgenossen,

wieder mal ein nachdenklicher Abend, an dem auch ich - schon wieder - zuviel über Vergangenes nachgrüble...
Aber mal zu dir, Flämmchen:
Leider bin ich nicht gläubig - mit aus diesem Grund. Aber woran ich glaube, ist, dass Menschen mehr füreinander da sein sollten, so gut sie eben können.
Es kann sicher anstrengend sein, mit einem psychisch kranken und belasteten Menschen eine tiefere Freundschaft aufzubauen, aber wenn die Freundschaft eng war, könnte man zumindest eine verständnisvolle Aussprache erwarten, statt sich dauernd Vorwürfe anzuhören. Viele Leute sind damit aber so überfordert und hilflos, dass sie nicht wissen, was sie tun sollen, um dem Betroffenen zu helfen.Aber allein das würde ja schon helfen, wenn mal jemand dazu steht und ehrlich sagt, wann es ihm zuviel ist. Möglichst bevor alles zu spät ist und man gar keine Basis mehr hat...
Trotzdem - das muss nicht so sein. Ich kenne Leute, die trotz großer Schwierigkeiten ihre Freunde nicht aufgegeben haben. Zum Beispiel die Schwester meines Freundes, die ihre beste Freundin (die seit Jahren mehr in der Psychiatrie lebt als daheim) schon lange unterstützt und sie niemals aufgeben würde.

Leider kann ich dir gar nichts konstruktives raten und heute nicht viel sinnvolles schreiben...mein Akku ist leer.
Euch beiden alles Liebe und Gute wünscht Isi

30.11.2009 22:04 • #20


soschi

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Liebes Flaemmchen
Deine Frage warum hat Gott mir nicht geholfen ist absolut berechtigt, leider weiss ich, wie die meisten Gäubigen keine Antwort darauf, ausser dass Gott bei Jedem einen Plan verfolgt, den die Betroffenen nicht begreifen können im Moment wo es passiert, weil der positve Effekt oft erst viel später klar wird. Ich könnte mir vorstellen ,dass Du aufgrund Deines Kindheitserlebnisses ganz besonders auf Deine Mädchen acht gibst. Dass Du ihnen alles das im Übermass schenkst (Wärme, Aufmerksamkeit, Verständnis, Zärtlichkeit usw), was Du nicht gekriegt hast, weil Du ja genau weisst, wie sehr Du gelitten hast und schwere Traumata Dir Dein jetziges Leben zur Hölle machen). Vielleicht kannst Du gerade deshalb die liebste Mami der Welt für Deine Mädels sein, was Dir andernfalls vielleicht gar nicht möglich gewesen wäre. Und die Liebe, die Du so reichlich schenkst, kommt vielfach zu Dir zurück. Und wenn Du dann auch noch beobachten kannst, wie gut sich die beiden entwickeln, stabile Persönlichkeiten werden, und ein zufriedenes freudvolles Leben führen dürfen, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass sich auch Dein Leben nach und nach zum Positiven ändert. Gott weiss genau was er tut und warum. Und alles was er tut geht letztlich immer Gut aus. Das glaube ich nicht nur, das weiss ich von einer Baptistengemeinde, in der sich viele über 80jährige befinden, die mir alle ihre Lebensgeschichte erzählt haben, in denen die schlimmsten Situationen gegeben waren, und die auf wunderbare Weise, oft total unerwartet, eine besonders positive Wendung nahmen.
Also wenn es Dir irgend möglich ist, schenke Gott Dein Vertrauen, Du hast nicht5s zu verlieren, Du kannst nur gewinnen.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Frohsinn und viel Liebe im Herzen Deine Soschi

02.12.2009 01:02 • #21


soschi

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Liebe Isi

Du sprichst mir aus dem Herzen, wenn Du sagst, dass es eigentlich selbverständlich ist, sich weiter um Freunde zu kümmern, wenn es Ihnen mies geht. Und wie man sieht, kann man im Internet Menschen treffen, mit denen man sich wunderbar versteht, und dass man auch hier die Möglichkeit hat, zu zeigen, dass man für einander da sein will. Lasst uns also liebe Isi und liebes Flaemmchen Vertrauen zueinander gewinnen, indem jeder sagen darf wenn es ihm mieserabel geht ohne Hemmungen und alles erzählen darf, auch wenn es immer das Gleiche ist, egal. Vor sich hinjammern zu dürfen und wissen, dass der andere zuhört und daran interessiert ist, erfüllt mein Herz mit Wärme.
Und was die Vergangenheit betrifft, so schleicht die das ganze Leben hinter einem her, und belästigt uns wann immer sie will. Ich will versuchen, wie mein Therapeut einmal sagte, sie nicht weghaben zu wollen, sondern sie zu akzeptieren, vorallem verbal. Etwa so: ja, ja, ist schon gut, kenn ich doch schon längst, du erzählst mir ja nichts neues u.s.w.
Seltsamerweise habe ich die Ratschläge meines Therapeuten kaum ausprobiert. Keine Ahnung, wieso nicht, immerhin hat er nicht gerade wenig gekostet! Auch hat er mir Autogenes TRaining beigebracht (kennt ihr das) aber wer es nicht anwendet bin ich, da leide ich lieber unter Stress und Alltagsgehetze?! Jetzt sag noch mal einer, dass ich nicht dämlich bin.
Liebe Isi, vergiss nicht den Akku aufzufüllen mit viel Entspannung, vielleicht schöner MUsik, warm anziehen und raus an die frische Luft. Welche Hobbies hast Du? Wofür interessierst Du Dich am meisten? Ich freue mich von Dir zu hören - gilt selbverständlich auch für unser Flaemmchen- und wünsche Euch eine Gute Nacht.
Eure Soschi

02.12.2009 01:56 • #22


flaemmchen

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ja Soschi du könntest schon recht habe , mit meinen beiden Mädels, manchmal mach ich mir schon extrem Sorgen, mag sie ungerne alleine lasse (Kiga/Schule) und hätte sie lieber um mich
Ich versuche ihnen alles zu ermöglichen , nimm Stress auf mich und wenn es um Sachen gibt die sie sich wünsche, versuche ich sie zu erfühlen und denke immer erst an sie und dann später mal an mich

leider stehen mir ganz oft meine eigene Wut/Aggressivität im Weg wo ich denke, diese Mama haben die zwei nicht verdient

ich bin nun auf eine Diagnose gestolpert beim Surfen die von der Art her sehr auf mich passen würde!

Meiner Therapeutin hab ich das geschrieben, meine Vermutung und werde mit ihr darüber sprechen

Vielleicht weiss ich was ich nun anfangen muss damit es mir besser geht und somit auch meinen Kindern gerechter werden kann

Ich merke auch das gerade in der Gemeinde bei uns, die anderen versuchen auf einen zu schauen! Ein guter Freund vertraut mir an das er auch an Depressionen leidet und Tabletten nimmt, wo ich es niemals vermutet hätte!
Er will mir damit helfen und mir zeigen das es wichtig ist die Medis auch zu nehmen und nicht davor zurückzuschrecken!!

Ich habe sehr viel Angst vor der Tagesklinik, aber ich will es schaffen............für mich und meine Familie
Das ich das was passiert ist nie vergessen kann, das ist mir klar
ABer vielleicht vernünftig verarbeiten

@Isi:

HObbies, ja hatte ich, ich ging bis vor einem 1/2 Jahr noch regelmässig ins Studio, leider war es zum Schluss so das ich mich nur noch unwohl fühlte ich keinen guten Ansprechpartner mehr hatte und ich nun zwar zahle, aber es nicht mehr schaffe hinzugehen!
Tischtennis hab ich auch gespielt, aber da ist jetzt alles in die Brüche gegangen weil sie mich nicht verstehen und mich als feige und verletzend darstellen!
Das tut mir verdammt weh, aber ich bin wohl selber schuld
Ich fotografiere gerne ( am liebsten meine Mäuse) und mache digiatles Scrapbooking, aber im Moment hab ich da überhaupt keine Lust zu......im Gegenteil

ich kann mich nicht konzentrieren

Ich wünsch euch einens chönen Tag

02.12.2009 06:38 • #23


Isi

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Hallo liebes Flämmchen,

auch ich habe inzwischen dein Tagebuch gelesen (hoffe, das ist ok?). Hat mich sehr betroffen gemacht.
Es ist kein Wunder, dass du nach solchen Erfahrungen nicht locker und unbelastet auf andere zugehen kannst.
Du erwartest sehr viel von dir - zumindest ist das so mein Gefühl.
Es ist vielleicht wirklich eine positive Sache, wenn du für eine Weile in die Tagesklinik gehst, um deine Vergangenheit aufzuarbeiten, neue Ziele zu finden und dich insgesamt zu stärken. In meiner Jugend (hmm..bin jetzt 25, kann man da überhaupt schon von Jugend sprechen?!) war ich insgesamt dreimal auf Krisenintervention in der Jugenspsychiatrie, wenn es in meiner Familie wieder drunter und drüber ging.
Ich kann nicht sagen, dass mir dort alles geholfen hat, aber vieles war eine Hilfe, vor allem die Zeit, die ich hatte, um mich mit mir auseinanderzusetzen. Sei stolz auf dich, auf das, was du geschafft hast, auf den liebevollen Umgang mit deinen Kindern, darauf, dass du dich von der Vergangenheit ein Stück weit gelöst hast, weitergemacht hast.
Momentan ist vieles nicht möglich, dazu gehört eben auch dieser ungezwungene Umgang mit anderen. Es ist absolut verständlich, dass du momentan dazu nicht in der Lage bist. Mach dich nicht fertig deswegen. Du bist nicht dazu verpflichtet, fröhlich und unbeschwert zu sein, wenn dir nicht danach ist.
Ich umarm dich, Isi

Hallo liebe, doch nicht männliche Soschi (ich dachte erst, du bist ein gleichgeschlechtlich mann, weil du geschrieben hast, dir fehlt eine Freundin zum Shoppen, Kinogehen etc... ),

danke für dein Verständnis. Ich finde es schön, sich gegenseitig zu unterstützen. Deine Erklärung, warum du trotz aller negativen Erlebnisse gläubig bist, beeindruckt mich (auch wenn ich nicht so empfinden könnte, mir fehlen für diese Dinge wohl die Antennen). Aber eine Sache beunruhigt mich etwas: Zufällig bin ich im Forum über deinen Thread zum Thema Alk. gestoßen. Mein Eindruck, als ich deinen Text las, war, dass du eigentlich wütend auf andere bist, und dass der Alk. dir dabei hilft, ein besserer Mensch zu sein. Warum denkst du, dich verstellen zu müssen? Ich mach mir Sorgen um dich...bitte nicht als Angriff verstehen...
Liebe Grüße, Isi
PS. Ach ja, meine etwas eingeschlafenen Hobbys: eigentlich nichts besonderes, Lesen, Zeichnen, Sport (Schwimmen, im Winter Schifahren, Fahraddfahren, nix spektakuläres), gute Filme, Kochen (ja, auch wenns kein junges Hobby ist), und ich geh sehr gern Karaoke singen. Ich spiel Klavier, aber nicht gut. Autogenes Training hab ich auch mal probiert, gegen meine Prüfungsangst. Leider bin ich wohl zu hibbelig, es hat nie wirklich gut funktioniert. Lustig, ist bei uns wohl die gleiche Erfahrung: man geht in nen Kurs, ist begeistert, aber es hapert an der Umsetzung... Oh Mann, unfreiwillig muss ich feststellen, dass diese Aufstellung negativer klingt, als ich es beabsichtigt hatte...

02.12.2009 13:04 • #24


Isi

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Ps. Flämmchen - was ist digitales Scrapbooking? Klingt interessant, aber nie gehört...

02.12.2009 13:04 • #25


flaemmchen

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Zitat von Isi:
Ps. Flämmchen - was ist digitales Scrapbooking? Klingt interessant, aber nie gehört...


ich habe z.B: ein Bild von PUR verscrappt also ein Lied, oder meine Töchter

hier ist mein Blog, du verarbeitest Foren mit Zubehör von Designer, die das herstellen und verkaufen

http://tanjas-scrapzone.blogspot.com/

02.12.2009 14:40 • #26


soschi

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Liebes FlaemmchenIch freue mich sehr für Dich, dass Du eine Sache (Diagnose? ))gefunden hast, die vielversprechend klingt . Lass uns gleich wissen, was Deine Th. dazu sagt und wie das ganze funktioniert. Und dass Du in der Gemeinde auch einen Sprechpartner gefunden hast, der aus eigener Erfahrung bez. Medikamente mit Dir
sprechen kann, und Dir offenbar auch klarmachen kann, wie wichtig diese für Dich wären, finde ich ausgezeichnet. Du musst jetzt unbedingt stark sein, auch wenns noch so schwer fällt an manchen Tagen, und diesen geplanten Weg gehen (Tagesklinik, Medikamente, Gespräch mit Th.). Du musst jede Möglichkeit aufgreifen, die Dir helfen könnte, und ja nicht verzagen, sollte irgendetwas nicht so toll laufen wie Du dachtest, denn ein anderes funktioniert dann wieder weit besser als Du dachtest.
Ich freue mich schon wieder von Dir zu hören Deine Soschi
PS: Deine Scrapbookings sind ein Hammer. Supergut

02.12.2009 22:18 • #27


flaemmchen

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es ging um die Diagnose Borderline aber sie sagt das sie davon nicht so einFreund ist

allerdings sagt sie aber auch das sich vieles vermischt......

von Esstörungen, Depressionen, Aggresssivät, Schlaflosigkeit etc.

Ich hab nun Antidepressiva bekommen, Citalopram 20 mg und ein Schlafmittel Zopiclon, was ich aber besser nur am WE nehme , sonst kommt meine Tochter zu spät in die Schule

ich bin so müde aber ich hab Angst mich hinzulegen.......

hab letzte Nacht nur 2 1/2 Std geschlafen........*gähn* ätzend.......

02.12.2009 23:04 • #28


soschi

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Liebe Isi

Mein Alk. resultiert keineswegs aus Wut auf Menschen, sondern auf meiner eigenen Unfähigkeit Vorgenommenes auch zu verwirklichen., meinem widerlichen Egoismus, der mich ständig dazu verleitet meine Wünsche und Vorstellungen viel zu ernst zu nehmen, und ich deshalb Anderen nicht soviel helfen kann, wie ich gerne möchte. Alles in Allem, bin ich und war ich immer total unzufrieden mit mir. Ja ich könnte fast sagen, dass ich mich irgendwie verabscheue, weil ich nicht soviel Wärme im Herzen habe, wie ich es mir wünschen würde. Oft höre ich: Man muss lernen sich selbst zu lieben. Dazu werde ich nie imstande sein, weil ich gar keine Ahnung habe, wie es gehen soll, zufrieden zu sein. Ich gehöre zu den Menschen, die die Latte bei allem so hoch hängen, dass es möglicherweise? gar nie möglich ist, meine gesteckten Ziele zu erreichen. z.B Ich habe 3 Fremdsprachen gelernt und bin der Meinung, dass noch eine Vierte dazukommen muss. Oder, ich mache ehrenamtlich Telefonseelsorge mit 3 Anderen. Meine Kolleginnen lösen einander nach ca. 4 Stunden ab, nur ich verlange von mir mind. 7 Stunden durchzuhalten (um natürlich dann auch nicht mit meiner Leistung zufrieden zu sein), mein Rasen muss immer exakt gemäht sein, alles andere muss natürlich auch perfekt sein . u.s.w. Wie Du also siehst, will ich nicht so sein wie Andere mich haben möchten, sondern so wie ICH mich haben will. Ego pur!!!
Und um nicht dauernd über meine Unzulänglichkeiten nachdenken zu müssen, betäube ich meine Gedanken mit Alk..
Allerdings bin ich jetzt wirklich schon da angelangt, wo das Ganze zuweit ausgeufert ist, und ich versuche seit einigen Monaten vom Trinken wegzukommen. Aber nach ein paar Tagen falle ich immer wieder auf die Nase. Zu den AA will ich nicht, also habe ich vor, mir wieder einen Psychoth. zu nehmen. Wahrscheinlich nach den Feiertagen- Aber bitte mache Dir keine Sorgen, denn im grossen und ganzen bin ich gesund. Und nachdem Flaemmchen ganz sicher alles schaffen wird, was sie sich vorgenommen hat, muss ich das auch schaffen. Sonst blamiere ich mich ja vor ihr, und das kommt gar nicht infrage-
Hast Du noch nie Antidepressiva etc. gebraucht? Oder getrunken, um irgendetwas zu vergessen? Alles nur erdenklich Liebe Deine Soschi

02.12.2009 23:06 • #29



Hallo flaemmchen,

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Pyxidis

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Liebes Flämmchen,

ich habe in der Klinik auch Zop. (7,5mg) bekommen und bin dort immer um 22 Uhr ins Bett und um 7 Uhr war Wecken und ich bin aufgestanden. Zusätzlich habe ich in der ersten Zeit noch ein Beruhigungsmittel und Neuroleptikum, was auch noch mal müde macht, abends genommen.

Was ich damit sagen will ist, daß ich morgens keinen sogenannten Überhang hatte und wach war.

Ich weiß, daß so ein Schlafmittel bei jedem Menschen anders wirkt, aber wenn Du es dringend unter der Woche brauchst, um einmal ausgeschlafen zu sein, probiere es doch einfach mal aus, ob Du nicht trotzdem morgens wach bist und Deine Tochter rechtzeitig wecken kannst.

Ich will Dir damit nur mehr Möglichkeiten eröffnen.

Liebe Grüße
Scorpio

PS: Am Besten ist es natürlich im Zweifel immer eine Ärztin zu fragen.

02.12.2009 23:12 • #30

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