Warum denke ich immer das mich keiner mag

Trulla
Ich steigere mich so in Sachen rein, male mir das Schlimmste aus und nehme es mit Pech auch für bare Münze... Manchmal kann ich mir sagen, dass ich grad übertreiben und mich reinsteigere, aber manchmal bringen mich meine Gedanken in Kreisen in eine fiese Spirale, so dass ich mir vieles nicht zutraue oder mich immer ungemocht fühle. Ähnlich fühle ich auch in Bezug aufs Wichteln, da hab ich auch Angst, dass ich das Falsche aussuche und mein Beschenkter das nicht leiden mag, enttäuscht ist, sauer ist, da er/sie was schönes verschickt hat und nun "so was" zurück bekommt usw., dass ich dann am Liebsten einen Rückzieher machen möchte. Ich wünschte, ich hätte mehr Vertrauen zu mir...

13.11.2009 23:09 • #1


Auch mir geht es sehr oft so.

Wenn ich etwas tun möchte, z.b jemanden treffen möchte, dann fangen bei mir manchmal riesengroße Gedankenspiralen an. Ich stelle mir dann sehr lebhaft vor, dass derjenige mich ablehnt, dass er keine Lust mehr auf mich hat (natürlich ohne Grund, es ist gar nichts vorgefallen), dass er mich nie mehr wieder sehen möchte, dass er genervt ist, dass er sich mit meinem ganzen Freundeskreis darüber einig ist, dass ich unerträglich bin, dass ich wertlos bin etc........
Diesen Gedanken folgen dann auch ganz oft genaue Bilder , ich stelle mir dann alles solange vor, bis es vermeintlich Realität für mich ist. Und meistens fällt mir dann noch auf, dass derjenige, den ich anrufen oder treffen will, sich schon länger nicht mehr gemeldet hat oder beim letzten Gespräch etwas kurzangebunden und "vermeintlich unfreunlich" war und somit ist meine Realität perfekt!!!!

Bisher habe ich es noch nicht in die Tat umgesetzt, aber ich bin manchmal so davon überzeugt, dass ich mir vorstellen könnte, denjenigen beim nächsten Treffen einfach ins Gesicht zu sagen, dass ich ja eh weiß, dass er mit mir nichts mehr zu tun haben möchte! Natürlich mache ich es nicht oder habe es noch nicht getan, aber auch das würde in meine Vorstellung reinpassen.

Ich muss mir da ganz klar ein STOP setzen.

so viel zum Thema "Hineinsteigern"

13.11.2009 23:21 • #2


... ich bin davon auch nicht frei ... aber nach Außen merkt man mir selten Unsicherheit an.

Viele dieser Gedanken habe ich auch manchmal, bei mir ist es aber schlimmer danach .
Es ist nicht nur ein Mal vorgekommen, dass ich mich im Nachhinein entschuldigt habe, FALLS ich
irgendwas gesagt oder getan haben könnte, was nicht okay war

Inzwischen meide ich fast alles - vermeide ich.
Vermeide mir eine Leiter für meine 3,30 hohen Decken auszuleihen, um meine Lampen aufhängen zu
können - der Mann in der Wohnung unter mir hat sicher eine ...

Aber: natürlich habe ich gern meine Küchenwaage ausgeliehen an die 3er-WG im Erdgeschoß, weil die Kekse backen wollen ...
kein Problem. Geben alles, annehmen nichts ... ob ich das nochmal lerne bezweifle ich inzwischen.

13.11.2009 23:28 • #3


Jellybaby
der olle Paul hat so einiges kluges gesagt und geschrieben. An das Buch erinnere ich mich noch gaaaaaanz dunkel. Gehörte zur Einstiegsliteratur im Studium als es um Kommunikation ging. Muss ich bei Gelegenheit noch mal rauskramen...

14.11.2009 00:37 • #4


Paul Watzlawik stellt es als unsere eigene Entscheidung hin, seelisch krank sein zu wollen. Aber so einfach ist es nun doch wieder nicht.

Die Geschichte mit dem Hammer hinkt wie alle Vergleiche. Manchmal gibt es Gründe, misstrauisch zu sein. Dass man die nicht auf Anhieb nennen kann, heißt nicht, dass sie nicht da sind.

Mich stört es immer, wenn solche Sachen lächerlich gemacht werden.

17.12.2009 23:42 • #5


Keks - alles klar bei Dir?

17.12.2009 23:45 • #6


Hallo,
Ich finde das sehr gut beschrieben.
Das kenne ich nur zu gut. Habe immer nur den Gedanken im Kopf das jemand schlecht über mich denkt oder mich irgentwie linken will.
Deswegen kommt auch keiner mit mir aus.
VG, Feechen13

18.12.2009 19:37 • #7




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