Ich denke immer niemand mag mich - Sozialphobie

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schwarzundweiss
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Hallo zusammen,

Ich denke immer zu, ob auf der arbeit die freunde meines freundes egal wo, das man mich nicht leiden mag!
Es nicht immer so, es war aber immer schon so das ich es nicht ertragen kann wenn mich jemand nicht mag! Ich weiß das mich nicht jeder mögen kann! Aber wenn ich weiß jemand mag mich nicht halte ich dieses gefühl nicht aus! Ich habe keine einzige freundin, absolut keine freunde! Früher hatte ich nen recht großen freundeskreis nur habe mich stück für stück von allen abgewand! Ich glaube dadurch das ich mir so viele gedanken mache was mein gegenüber von mir denkt, und ich stehts vom schlechten ausgehe, habe ich mir freundschaften selbst kaputgemacht und neue freundschaften unmöglich gemacht! Aber wie schaffe ich es nicht so viel wert darauf zu legen was in den köpfen der leute vor geht und woher kommt das das ich immer denke sie denken schlechtes über mich???


LG Janette

#1


43 Antworten ↓
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Ole2010
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Hallo zusammen,

ich habe grade erst den etwas älteren Thread durchgelesen und finde das ganz interessant.

Vorweg: Meine Gedanken sprengen das Thema etwas, aber ich bin grade so in Schreiblaune:) Ich glaube inzwischen auch, dass ein Teil der Ablehnung die einem entgegenschlägt, auf der Wahrnehmung und dem daraus resultierenden Verhalten beruht.

Das Problem ist, dass man aber "normale" Ablehnung und die selbst verursachte so schwer unterscheiden kann. Besonders wenn man vom Erlebten berichtet, ist es den Zuhörern (in meinem Fall mein einziger sozialer Kontakt, mein beste Freundin) nicht möglich zu erkennen was in welche Kathegorie gehört.
Ich dachte damals zum Anfang des Studiums in einem mittelhessischen Kuhdorf, dass ich nun die Chance hätte, vollkommen neu anzufangen. Mit Menschen, die wie ich einen neuen Lebensabschitt beginnen und deshalb auch neue Kontakte aufbauen und offen sein werden. Mein "Fehler" war, dass ich mich nach mehrmonatiger vergeblicher Suche nach einer Wohnung auf einem Verbindungshaus einquartiert habe. Noch dümmer war, dass ich in den Eröffnungswochen meine Anschrift in die Erstsemesterlisten eingetragen habe. Kurz und gut, danach war ich der "Burschi" und mit den (linksalternativen-linksextremistischen) Kommilitonen war danach nicht mehr ans Reden zu denken und die paar Versprengten die nicht in dieses Schema fielen, haben schnell begriffen, dass man keine offenen Toleranz gegen Missliebige zeigen darf, sonst wird man auch noch ausgegrenzt. Als ich das so erzählt habe, konnte es weder meine Freundin glauben, noch glaubt meine Therapeutin es so wie ich es beschreibe. Es MUSS ein Anteil bei mir sein, so schlecht können Menschen nicht sein. Und an diesem Punkt wird es problematisch. Die Beurteilung der Lage kann man im Grunde genommen nur selbst vornehmen, aber bleibt dabei in seinen eigenen Wahrnehmungsmustern verhaftet. Die Außenstehenden nehmen die bekannten Defizite und ziehen "ein paar Prozente Schrecklichkeit" ab und ergänzen es um einen Teil Selbstverschulden. Und das frustriert unglaublich, sodass man sich noch weniger verstanden und noch schuldiger am Scheitern fühlt als vorher.

Aus meiner Sicht fängt beginnt man danach erst recht, an sich zu zweifeln und sucht krampfhaft nach Wirkungsursachen. Die einen denkt man sich im Stillen (Selbsthass, Rückzug, Verzweiflung) und die anderen präsentiert man den Menschen, von denen man Zuspruch erwartet. Wahrscheinlich ist es eine Reaktion, um sich selbst zu schützen, ich weiß es nicht. Ich suche unentwegt nach Belegen, die mir Ausgrenzung durch die Mitmenschen erklären soll und die ich gegen die oben angführte Problematik in Stellung bringe. Das fatale dabei ist, dass je mehr man von außen versucht mir diese Sicherheit (Erklärungsmuster) wegzunehmen, desto mehr klammere ich mich fest und gehe in die Verteidigung. Dabei fühle ich mich verschaukelt, wenn die Argumente besonders billig sind. Z.B. "Übergewicht und Glatze sind doch bei Frauen kein großes Problem... - Würdest du einen übergichtigen Mann ohne Haare nehmen? - Um Gottes Willen, Nein!" Dazu kommt noch, dass ich durch mein Gesellschaftwissenschaftliches Studium gegenügend Rüstzeug an der Hand habe, um die Argumente zu zetrümmern. Deswegen bin ich bei den üblichen Ratschlägen, dass man nur man selbst sein muss, dass man offen auf andere zugehen soll, dann klappt´s schon usw. sehr skeptisch, um es vorsichtig zu sagen.

Tut mir leid, dass ich nichts aufbauendes schreiben konnte, wenn ich nur eine Lösung wüßte... wall

Viele Grüße

11.05.2010 15:42 • #34


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Hallo schwarzundweiss,

Ich denke immer niemand mag mich - Sozialphobie

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Mehmet
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hi...

in meiner Jugend (16 Jahre alt) war ich stark übergewichtig. Dies war der Grund warum ich nie ein Mädchen ansprechen konnte. Ich wusste das ich hässlich war, warum sollte ein Mädchen was von mir wollen.Nun damals konnte ich damit leben. Hatte einen gossen Freundeskreis. Man machte am Wochenende Party und alles war ok.

Mittlerweile sind viele weggezogen oder verheiratet..sehe nur noch einen sehr häufig. Meine längste Beziehung mit einer Frau ging 1 Monat. Sie passte überhaupt nicht zu mir aber ich war 25 und freute mich das ich mal ne frau abbekommen habe.Mit 28 habe ich dann mit Sport angefangen und ca 20 Kilo abgenommen. Ich selber würde sagen das ich ein attraktiver man bin.Bei den Frauen komme ich aber irgend wie immer noch nicht an. Erst mit 28 Jahren hat mich eine Frau in der Disco angelächelt.Auch werde ich von anderen Freunden nie angerufen...

Ich habe auch ständig das Gefühl das mich keiner leiden kann. Ich frag mich selber was an mir toll sein könnte?? Bin nett, ruhig, ehrlich und rede kein Schwachsinn mehr hab ich nichts zu bieten. Aber ich habe das Gefühl das diese dinge keinen interessieren. Ich habe auch keine lust mich mit menschen zu treffen die überhaupt nicht zu mir passen. Manchmal denke ich das ich nicht normal bin.Egal was ich wie ich es mache ist falsch. Hab kein Selbstwertgefühl. Im Moment bringt mir auch gar nix Spaß...wenn ich zu hause bin..

bin ich nur am nach denken. Ich stelle mir eine Zukunft vor in der ich glücklich bin. Das Leben kommt mir wie ein Fußballspiel vor..die Meisten Menschen dürfen mit spielen und ich darf zum spiel mit kommen aber nur auf der Ersatzbank sitzen. Was für ein sinn hat es so zu leben?????

27.03.2011 22:44 • #39


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I
Hey du,

auch mir geht es wie dir. Ich interpretiere oft Kleinigkeiten negativ, und gehe dann davon aus, dass mein Gegenüber mich nicht mag. Das liegt, denke ich, an der fatalen Kombination zweier Faktoren: Sensibilität/Empfindsamkeit (was ja per se nichts schlechtes sein muss) und mangelndem Selbstbewusstsein. Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit kommen verstärkend hinzu.
Zusammengenommen hat sich das absolut negativ auf meine Beziehungen ausgewirkt. So bin ich beispielsweise monatelang davon ausgegangen, dass der beste Freund meines Freundes ein massives Problem mit mir hat. Irgendwann habe ich mich so hineingesteigert, dass ich ihm gegenüber nur noch defensiv war. Tatsächlich ist es wohl so, dass die Probleme erst angefangen haben, als ich aus seiner kühlen Art (die durch andere Faktoren begründet war, wie ich jetzt im Nachhinein erfahren habe) eine Ablehnung meiner Person "herausinterpretiert" habe. Glücklicherweise konnte mein Freund zwischen uns "vermitteln", und die Sache ist inzwischen bereinigt.
Ich möchte dir nur sagen: Bitte gib die Hoffnung nicht auf! Das, was du als Schwäche siehst, kann auch eine Stärke sein. Es ist schwer, nicht alles persönlich zu nehmen. Zuerst ist es am wichtigsten, sich selbst wichtiger zu nehmen. Sich klar zu überlegen, was man möchte. Vielleicht mal versuchen, bewusst etwas alleine anzufangen - ein neues Hobby oder zum Anfang vielleicht auch nur einen Tag, den man mit sich selbst verbringt. Sonst bleibt man immer abhängig von den Launen und Stimmungen anderer und verliert sich selbst darüber.


Ich wünsch dir alles Gute!Liebe Grüße, Isi a015

#2


T
Hallo.
Im Forum Depression ist ein interessanter thread " die Kunst sich selbst zu lieben" für eure Problematik sehr hilfreich. 302.gif

#3


I
Aha, klingt interessant.. Danke für den Tipp! 302.gif

#4


M
Das kann ich nur zu gut nach vollziehen, mir geht es ähnlich.Ich denke auch immer zuerst was könnten andere Menschen über mich denken. Ich denke immer sofort das sie schlecht von mir denken, wobei mir meine Therapeutin mal sagte warum sollten denn Menschen schlecht über sie denken die sie doch garnicht kennen.Ich habe gelernt das das wohl eher daran liegt das ich so gut wie garkein Selbstbewusstsein habe.Meine Therapeutin meinte sie sind doch eine junge attraktive Frau, sind immer gepflegt, haben immer ein lächeln im Gesicht und und und.Ja vom Kopf her weiss ich auch warum sollten Menschen schlecht über mich denken die mich garnicht kennen, aber trotzdem kommt sofort auch bei mir der Gedanke hoch das man mich nicht mag, oder das man schlecht von mir denkt.Ich habe auch große Kontakt schwierigkeiten neue Leute kennen zu lernen, bei mir dauert es enorm lange bis ich dann mal vertrauen geschöpft habe.Wenn ich gute tTage habe geht das schon etwas besser, evtl auch mal auf Menschen zu zu gehen, aber an den schlechten tagen möchte ich am liebsten garnicht raus.

#5


F
Hallo,
ich bin auch so.
Das wird es auch sein das ich keine Freunde habe. 172.gif
Aber ich muss auch dazu sagen, ich kann irgentwie nirgens hin.
Habe immer das Gefühl, wenn ich mal wo hin gehe, das ich nicht erwünscht bin. Dann fühle ich mich sehr unwohl.
Feechen13 denk04

#6


Jellybaby
woran erkennst du denn nicht erwünscht zu sein?

#7


F
Hallo,
habt ihr nicht auch manchmal das Gefühl nicht in diese Welt zu gehören??
Wie schwarzundweiss schon geschrieben hat, das Gefühl nicht gemocht zu werden ist unaushaltbar.
Sind die andern anders oder sind wir das??
Liebe Greüße, Feechen13

Alles doof wenn man das Gefühl hat und selbst nicht raus kommt.

#8


F
Ach so,
trotzdem schöne Feiertage.
374.gif elch.gif

Feechen13

#9


Jellybaby
früher hatte ich das Gefühl oft. Inzwischen hat sichs gelegt. Es kommt aus uns selbst, wenn im Kopf angekommen ist das man gar nicht so abgelehnt wird wie man glaubt verschwindet es.

#10


F
Hallo schwarzundweiss,
ich finde es aber schon sehr gut das du Freunde, ob vom Freund oder deine eigenen, hast.
Das sind immerhin Menschen mit denen du zusammen sein kannst. Du bist nicht alleine.

Ich dagegen habe nur meinen Mann und meinen Sohn. Na ja mein Sohn wohnt nicht bei mir und kommt nur ein mal die Woche wenn er Berufsschule hat.
Mein Mann? Nun seid wir keinen Alk. mehr trinken sind unsere Interessen sehr sperrlich geworden.
Alleine was unternehmen, hab ich schon versucht. Viele Interessen sind da, aber die umsetzung, keine Ahnung. huh
Verliere den Mut und dann wars das.

Hast du das Gefühl auch bei deinen engsten Freunden??

Konnte noch nicht mal alleine in die Kirche gehen an Weihnachten. Wollte es wirklich. Aber alleine? 172.gif
Kurz davor habe ich Angst bekommen, die Leute könnten meine Unsicherheit und Angst alleine zu sein sehen und mich auslachen.

Schaffst du es alleine was zu unternehmen??

Ich schicke dir auf jeden fall ein Paar Blümchen a010

Liebe Grüße, Feechen13 g020

#11


F
Ach so,
könnt ihr alle so einfach auf andere zu gehen und dann mit ihnen ein Gespräch anfangen?? verl_023.gif
Ach herr jeh, ich bekomme so Herzflattern das ich fast umfalle und Schmerzen bekomme. Ich könnte mich ja blamieren oder unbeliebt sein.
Wie macht ihr das?

Feechen13 wink

#12


J
Hallo, Feechen,
Zitat von Feechen13:
könnt ihr alle so einfach auf andere zu gehen und dann mit ihnen ein Gespräch anfangen??
DAS wäre mein absoluter Traum! Falls du dafür jemals ein Patentrezept entdeckst, lass es mich BITTE wissen 304.gif Dafür würdest du auch ein ganz dickes f010 bekommen 299.gif
Aber im Ernst, genau das Problem habe ich auch: was denken die anderen von mir, mach ich mich lächerlich, blamier ich mich. Ein bisschen besser ist es jetzt bei mir, so ganz oberflächlichen Small-Talk kriege ich schon mal hin, aber wehe es soll mal etwas "intimer" werden... Da geht dann bei mir gar nichts mehr, volles Programm mit Stottern, Rotwerden und blackout. Einfach zum 172.gif .
Naja, ich drück uns jedenfalls die Daumen, das wir es irgendwann auch schaffen, einfach so auf andere zuzugehen, ohne Angst.
Liebe Grüße
Anke 359.gif

#13


Taurus
Zitat von Feechen13:
Hallo,
habt ihr nicht auch manchmal das Gefühl nicht in diese Welt zu gehören??



oh ja, das Gefühl habe ich eigentlich schon immer - und es wird von Jahr zu Jahr stärker!
Ich wurde schon immer ausgegrenzt und noch nie in meinem Leben fühlte ich mich irgendwo richtig "zugehörig".
Eigentlich mag ich das ja auch, da ich eh nicht zur "Masse" gehören will/wollte, andererseits verletzt mich jede Abweisung dann trotzdem wieder unendlich :(
Jede Kritik - egal von wem - verletzt mich wahnsinnig. Und unter Kritik fällt schon, wenn mich Leute auf der
Straße schief angucken - was eigentlich jeden Tag passiert.
Ich fühle mich einfach wie ein Alien, das auf andere Menschen total abartig und absonderlich wirkt.
Ich habe einfach das Gefühl, dass man mich gar nicht mögen KANN und dass jeder schon automatisch weiß, dass ich
total "abartig" bin...
Ach man, das ist sooo schwer zu erklären, aber ich hoffe, dass es hier trotzdem irgendwer versteht...

lg
Taurus....

#14


A


Hallo schwarzundweiss,

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I
doch, ich versteh dich...ich fühl mich oft genauso, auch wenn ich dagegen ankämpfe.

#15

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