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Trennung aufgrund Burnout / Depression ?

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ZeroOne

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Zitat von Sonnenschein123:
Aber meint ihr die betroffenen spüren, dass sie dem (ex-) partner so kalt gegenübertreten oder antworten ? Machen die das unbewusst und können die es gar nicht mehr anders ?


Leider ist das oft so...
Häufig spürt man es tatsächlich nicht, weil ein "schwerer, dunkler Teppich" alles andere überdeckt.
Und manchmal merkt man schon, dass etwas emotional total daneben läuft und man kein brauchbarer Partner / Freund / Kumpel ist, steckt aber so in seinem eigenen Abgrund und Sumpf fest, dass man nicht die Kraft hat, an dieser Stelle etwas zu bewegen.
Das kann so weit gehen, dass irgendwann der Wunsch größer ist, auf den Partner und Freunde ganz zu verzichten, um dadurch im Kopf vermeintlich Platz und Freiheit zu schaffen, als der Wunsch, von einem nahen Menschen durch diese schwere Zeit begleitet zu werden. Aber jeder erlebt Depression anders - leider gibt´s keinen pauschalen "Walkthrough".

Mir persönlich wurde das erst später richtig bewusst, als ich auf dem Weg der Genesung weiter fortgeschritten war und sehen und vor allem wieder fühlen (!) konnte, was andere Betroffene den ihnen Nahestehenden (teils unbewusst und ungewollt) alles zumuten und antun und wie sehr diese darunter leiden müssen.

Umso mehr bewundere ich heute Menschen - wie euch, hier in diesem Thread - die sich dieser Herausforderung annehmen und versuchen, für die Betroffenen da zu sein, obwohl das alles andere als einfach ist und einen selbst kaputt machen kann. Daher ist es für Angehörige so wichtig, bei all dem auch besonders gut auf sich selbst zu achten.

LG
ZeroOne

24.03.2021 13:17 • x 7 #31


Sonnenschein123

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@selly
@ZeroOne

Vielen Dank für antworten. Es hilft mir sehr wenn ich eure meinungen höre. Ich finde es einfach so schwierig sich in dieser situation zu befinden und ich hinterfrage alles tagtäglich.
Ich habe einfach keine antwort auf alles und über die trennung haben wir nur kurz gespröchen.
Die einzigen gründe, die ich bekommen habe , sind halt diese dinge: es ist ihm zu viel, er braucht zeit für sich ist momentan nicht dazu fähig. Jedoch sagte er halt auch, dass er nicht mehr sicher ist, ob diese beziehung das ist was er möchte und halt auch dass seine gefühle viel weniger wurden. Er denkt dass die trennung das richtige ist.

Ich meine wie könnte man sonst 2 wochen vor dem ganzen sagen, ich solle ihn nie verlassen und ich eine traumfrau sei. Ausserdem meinte er in der einen woche, dass es wieder besser werde und die nachrichten wieder länger werden. Könnte man denn so schnell seine meinung ändern wenn er nicht in einer erschöpfungsdepression ist ?! Das sind alles dinge die mir immer im kopf rum schwirren und trotz allen nachrichten bin ich halt nicht sicher ..

25.03.2021 13:24 • x 1 #32



Hallo Sonnenschein123,

Trennung aufgrund Burnout / Depression ?

x 3#3


Sonnenschein123

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Er sagte ausserdem ich wolle ja bald mit ihm zusammen ziehen und er könne das momentan nicht. Er frage sich halt ob er nicht bereits dafür bereit sein müsse nach fast 1 1/2jahren beziehung und das ihm den anschein mache, dass es vielleicht für ihn doch nicht stimme diese beziehung.

25.03.2021 13:29 • x 1 #33


Milla

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Auch wenn er eine Depression hat. Würde ich aus Selbstschutz seinen Wunsch nach Trennung akzeptieren. Wenn du jetzt ein bisschen loslassen kannst, dann fällt es dir leichter.

Auch wenn es der Depression geschuldet ist, scheint er da recht fest zu sein. Und solange er nichts empfindet, kann er dir kein Partner sein.

Du kannst für ihn da sein, wenn er es möchte. Aber wenn er so auf Abwehr geht, dann löst du nur Unwillen bei ihm aus. Denke ich.

26.03.2021 12:39 • x 2 #34


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ZeroOne

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Hätte ich ganz genau so geschrieben, @Milla !

LG
ZeroOne

26.03.2021 12:44 • x 1 #35


Sonnenschein123

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Wenn ihr auch meint, dass es ganz nach einer depression aussieht dann wird das bestimmt so sein, ich danke euch für eure hilfe.

Ich werde einfach geduld haben müssen und darauf warten, dass es ihm hoffentlich bald mal besser geht und er mich vielleicht auch wieder vermissen kann. Ich wünsche mir nichts mehr als wieder mit ihm zusammen zu kommen. Ich hoffe die chance besteht, dass nach so einem zustand seine gefühle wieder spürbar werden...

26.03.2021 14:50 • #36


selly

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Aber richte Dich bitte auf viel Geduld und eine lange Zeit ein. Das ist leider normal. Beim ersten Mal hab ich von Woche zu Woche gezählt und Monte zu Monat, konnte die Zeit nicht begreifen. Aber man wird ja klüger. Eine depressive Episode dauert recht lange.....6-12 Monate

26.03.2021 16:11 • x 3 #37


Milla

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Sogar mit Behandlung dauert es ewig, anscheinend.

26.03.2021 16:12 • x 2 #38


Sonnenschein123

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Dankeee sehr ! Dann werde ich mich wohl versuchen darauf einzustellen.
Wahrscheinlich kann ich momentan sowieso nicht machen, aber auf diesen mann loht es sich so sehr zu warten. Ich wünsche mir auch für ihn so sehr dass es ihm bald besser geht und er nicht zu sehr leiden muss..

Angenommen er würde irgendwann ein gespräch wollen, was er sagte dass wir es bei schönem wetter haben werden.. würdet ihr das vermeiden ? Oder wäre es trotzdem sinnvoll hinzugehen und zuzuhören ?

26.03.2021 17:21 • x 1 #39


Milla

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Es ist halt schwer einzuschätzen, ob er nicht doch kühler ist, weil er für sich einen cut gemacht hat.


Warum möchtest du nicht hingehen?

26.03.2021 17:35 • x 2 #40


Sonnenschein123

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wie meinst du einen cut ?

Hmh bin nicht sicher was man empfehlen würde, weil er wahrscheinlich nicht sich selber sein kann.. ich würde eigentlich sehr gerne hingehen um ihn wieder zu sehen. Aber weiss nicht ob das treffen was bringt ..

26.03.2021 17:55 • x 1 #41


Milla

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Das musst du für dich entscheiden.

Aber es kann dir halt evtl. Gewissheit geben?

Naja, es kann halt leider auch sein, dass er für sich mit der Beziehung abgeschlossen hat, auch wenn er eine Krise hat.

26.03.2021 18:02 • x 2 #42


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ZeroOne

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Zitat von Sonnenschein123:
Dann werde ich mich wohl versuchen darauf einzustellen.
Wahrscheinlich kann ich momentan sowieso nicht machen, aber auf diesen mann loht es sich so sehr zu warten.


Trotz allem - so finde ich - ist es sehr wichtig, dass man sich selbst dabei nicht verliert und auch sein eigenes Leben lebt. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit gesunder Selbstfürsorge.

LG
ZeroOne

26.03.2021 18:51 • x 1 #43


Sonnenschein123

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Da hast du recht, das könnte mir wirklich gewissheit geben.

Aber meinst du er könnte seine meinung trotzdem ändern wenn er wieder "gesund" ist oder ist dass ausgeschlossen ?

26.03.2021 19:27 • x 1 #44


Milla

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Das ist eine sehr schwere Frage.

Ich glaube in der Liebe ist nichts unmöglich.

Es ist schwierig zu sagen, wie ernst ihm die Trennung ist.
Und selbst wenn es ihm ernst ist, ändert sich sowas manchmal.

26.03.2021 20:30 • x 2 #45


Sonnenschein123

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Hmhh... danke für die antwort . ich hoffe fest es wird irgendwann alles gut und unsere liebe hat noch eine chance .. ich kanns mir einfach nicht vorstellen, dass er mich nicht mehr liebt, es war so eine perfekte beziehung und er meinte bis zur woche davor ich sei sein traum und mehr als er sich je hätte wünschen können.. aber wer weiss vielleicht ist es ja doch unmöglich

26.03.2021 22:11 • x 1 #46


Pepita29

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Hallo Sonnenschein, Deine Geschichte könnte meine sein. Mein Freund ist ebenfalls Arzt, Psychiater, und hat sich nach 2,5 Jahren plötzlich verlassen. Die letzten Monate waren zwar auch schon angespannt, wir führten eine Fernbeziehung, sahen uns nur alle zwei Wochen,da er auch noch geschieden ist und an den anderen Wochenenden seine Kinder hat.
Er beendete die Beziehung dann mit den Worten, er könne nicht mehr, wir passten doch sowieso nicht zusammen, er habe keinen Zugang zu seinen Gefühlen, er könne mich nicht so lieben,wie er es gerne möchte und schäme sich dafür. Und das, obwohl ich so toll sei.

Er fühle sich wie ein Ertrinkender, den man nach dem Aussehen des neuen Bikinis frage...

Ich bin zutiefst enttäuscht, traurig und verletzt und die einzige für mich verständliche Erklärung ist, dass er im Burnout oder in ner Depression steckt.

Und nein.... eine andere Frau halte ich für ausgeschlossen...

Es ist wirklich furchtbar so machtlos dazustehen....

15.04.2021 20:59 • x 2 #47


Sonnenschein123

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@Pepita29

Tut mir leid, dass du diesen horror auch erleben musst. Es ist wirklich sehr schwer das ganze so zu akzeptieren und zu wissen, dass man aktuell machtlos ist und dem ganzen einfach zusehen muss und nur hoffen kann, dass alles wieder gut kommt.

Ich hoffe du kommst gut durch diese schwere zeit und vergisst nicht an dich zu denken und probierst das beste aus der situation zu machen.

Viel kraft und geduld wünsche ich dir

20.04.2021 16:34 • x 1 #48


Pepita29

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@Sonnenschein123
Ich weiß gar nicht,ob ich noch hoffen will. Er hat sich ja aus seinen guten Gründen getrennt. Und wenn man wieder zusammen sein möchte,muss sich ja etwas ändern. Das sehe ich bei meinem Exfreund nicht! Letztlich hat er mir ja gesagt bzw. geschrieben, dass der Hauptgrund die steigende und dauerhaft hohe Arbeitsbelastung ist, der er nachkommen möchte und damit dann keine Zeit und dann auch keine Gefühle mehr habe. Er wünschte, seine Gefühle spüren zu können ohne die Dauerbelastung der Erfordernisse zu ertragen.
Wenn aber nicht weniger gearbeitet wird, besteht dafür doch gar keine Chance!
Klingt so vernünftig..aber auch meine Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich habe auch seit Wochen nichts mehr gehört, nachdem ich allerdings auf auf seine letzte lange E-Mail nicht mehr geantwortet habe. Ich wollte schließlich keine Brieffreundschaft.... Das kann man sich doch dann auch sparen.
Wie geht's Dir denn? Habt Ihr Kontakt?

Ich will gerade gar nichts von ihm hören.... Und starre dann morgens gespannt auf mein Handy, weil ich immer noch fassungslos bin, dass es das gewesen sein soll....
Alles Liebe

20.04.2021 20:37 • x 3 #49


einLeuchten

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@Sonnenschein123
Hallo Sonnenschein und Co,

Ich erlebe gerade Ähnliches.

Vor 3,5 Jahren habe ich meinen Partner kennengelernt. Er ist ebenfalls Arzt.
Zudem hat er drei Kinder aus einer früheren Beziehung. Er ist dadurch sehr gefordert und auch teilweise überfordert. Die Fernbeziehung, dir wir führen, kostet natürlich zusätzlich Energie.

Wir waren wie Seelenverwandte und unzertrennlich. Aus meiner Sicht war die Bindung von Anfang an sehr eng.
Nach einem halben Jahr dann machte er aus heiterem Himmel mit mir Schluss. Ich hatte das nicht verstanden. Er verhielt sich kalt und gefühllos. Ich bin an ihm dran geblieben und habe über die Wochen versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Ich konnte nicht glauben, dass es vorbei sein sollte und ich mir alles eingebildet habe. Ich hatte ihn dann nach 6 Wochen soweit, dass er sich mit mir treffen wollte. Es war ein sehr eisiges Gespräch. Ich drang nicht zu ihm durch. Gleichwohl hatte ich den Eindruck, dass es noch Hoffnung für unsere Beziehung gab.
Wiederum zwei Wochen später trafen wir uns auf mein Bitten nochmal. Er war deutlich zugänglicher und auch nicht mehr ganz so kalt. Ich schöpfte etwas mehr Hoffnung. Dann plötzlich, wiederum zwei Wochen später, meldete er sich urplötzlich und wollte sich sofort mit mir treffen. Er habe unendliche Sehnsucht nach mir und halte es fast nicht mehr aus, bis wir uns endlich sehen.
Ich war sehr verhalten, da auch verletzt. Letztlich ist es so, dass wir wieder zusammen kamen und unser Band noch enger wurde. Er erklärte mir, was los war, er hatte einen depressiven Einbruch.
Wir waren wieder im siebten Himmel und er schwor mir, dass so etwas nicht wieder passieren würde. Nach weiteren 9 Monaten stabiler beziehung schwanden meine letzten Zweifel.
Als er mir einen Heiratsantrag machte, wusste ich, er meint es ernst und ich kann mich auf ihn verlassen.
Die Zeit des Wartens und bangens waren sehr anstrengend für mich. Ich brauchte letztlich selbst wochen, bis ich mich davon erholte.

Im Herbst 2020 dann haben wir sehr aufwändig geheiratet. Mit einem guten Jahr Planung voraus und trotz aller COVID-Widrigkeiten.

Im Dezember dann, hat er sich aus dem nichts heraus von mir getrennt. Wir hatten weder Streit noch war sonst was vorgefallen. Als er Schluss machte, glaubte ich ihm stundenlang nicht. Ich hatte tiefes Vertrauen in ihn entwickelt, dass er mich liebt und wir eine tolle Beziehung haben. Die Depression war jedoch eine Woche vorher im anmarsch.

Er hatte sich quasi während der Depression von mir getrennt. Ich war verletzt und fassungslos und kam nicht an ihn ran. Von Seiten der behandelnden Klinik erfuhr ich auch nichts. Ich war wie abgeschnitten. Seiner Schwester gegenüber äußerte er, dass er für seine Frau nichts mehr empfinde. Der Mann, der mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen hatte. Nicht wieder zu erkennen. Weg, verpufft.

All die langen Wintermonate war ich ausgesperrt. Kürzlich trafen wir uns auf mein Bitten, sprachen auch sehr lange. Er bleibt bei seiner Entscheidung. Stabil ist er noch lange nicht.
Anfang der Woche dann bekam ich dann die WhatsApp, dass er die Scheidung einreichen werde und auch keinerlei Kommunikation mehr will.
Dann hat er mich blockiert, so dass ich weder schreiben noch anrufen kann. Das hatte er auch schon während der Wintermonate gemacht.
Er sieht mich bzw mein Verhalten als Auslöser der Depression. Ich bin der Feind. Die Depression hat sich komplett gegen mich gerichtet.

Ich bin sehr verletzt, enttäuscht, traurig. Ich komme in dem Tempo nicht mit. Vor kurzem total verliebt, jetzt kann es ihm nicht schnell genug gehen, sich zu trennen.
Ich wäre eine zusätzliche Belastung, die er neben seinem Job und den kids nicht stemmen könne.

Das ist in groben Zügen meine Geschichte. Ich bin mittlerweile selbst in Therapie, da dieser Schicksalschlag von mir alleine nicht zu bewältigen ist.

Ich weiß nicht, ob die Depression das mit einem Menschen macht. Jedenfalls hat die Krankheit meinen Mann verschluckt, den Mann, den ich geheiratet habe, gibts nicht mehr. Ich fühle mich wie ein Paar zurück gegebene Schuhe, die plötzlich nicht mehr passen.

Daher kann ich gut nachempfinden, wie es dir bzw euch geht.
Dieses ewige Hoffen und Bangen und warten macht einen mürbe.
Letztlich ist es erschreckend, dass man sich bei depressiv erkrankten auf wenig aussagen verlassen kann. Die Auswirkungen auf das eigene Leben sowie das Umfeld sind immens. Noch heute bekomme ich Glückwünsche zur Hochzeit. Es schmerzt einfach nur und der Schmerz geht nicht weg.

Ganz liebe Grüße

22.04.2021 14:45 • x 6 #50


Sonnenschein123

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@Pepita29

Hmh bei mir ist es eher so, dass ich ihn unbedingt zurück haben möchte. Aktuell haben wir nur kontakt, wenn ich mich bei ihm melde. Die antworten kommen zwar schnell zurück aber er würde sich nicht von sich aus bei mir melden

Ich werde ihn in wenigen wochen um ein treffen bitten. Kann mir aber gut vorstellen, dass er das aktuell noch nicht möchte.

Ich frage mich, wie du es geschafft hast auf diese lange e-mail von ihm nicht zu antworten.. was war den darin so ungefähr enthalten ?

Lg und einen guten tag

24.04.2021 09:59 • #51


Sonnenschein123

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@einLeuchten

Das ist eine heftige geschichte, es tut mir sehr leid, was du alles durchmachen musstest und immer noch musst .
Es ist wirklich erschreckend, was diese krankheit alles mit sich bringt.
Und als angehörige bzw. Expartnerin leidet man wirklich extrem. Es ist so schwierig das ganze so zu akzeptieren und zu wissen, dass einem die hände gebunden sind etwas dagegen zu tun.

die menschen sind wie ausgewechselt, als hätte die person den körper verlassen und jemand kaltes , verschlossenes hat diesen übernommen.

meine trennung ist mittlerweile gut 2 1/2 monate her und er hat sich in dieser zeit immer mehr und mehr distanziert. Ich finde es auch schwierig einzuschätzen wie man sich verhalten soll. Wie spricht man mit so jemandem ? Darf man über die trennung sprechen oder macht das alles noch schlimmer ?
ich weiss es nicht ,, ich fühle mich manchmal wie im dunkeln.

auf jeden fall wünsche ich dir viel kraft.

24.04.2021 10:09 • x 1 #52


Pepita29

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@Sonnenschein123
Es war schwer, nicht zu antworten! ich habe unzählige Nachrichten (für mich) angefangen, Sätze im Kopf formuliert, dann aber auch hier im Forum gelesen, über den erwünschten Abstand nachgedacht ....... und dann gedacht.... ER WILL NICHT MIT MIR ZUSAMMEN SEIN!
Dann bin ich für ihn nicht wichtig, dann will ich nicht sein Ansprechpartner sein (ich kanns auch nicht), dann will ich nichts mit ihm zu tun haben und dann habe ich ne Runde geheult. Dann soll er mich auch vermissen, falls er es tut, aber hin und her zu schreiben, hätte mich gequält. Und ich hatte ja einmal auf seine erste Email reagiert, gesagt, dass ich mit der Trennung so nicht einverstanden bin, dass es mich sehr traurig macht und ich hoffe, dass die gewonnene Zeit ihm helfe, wieder zu sich zu finden. Dem hatte und habe ich im Prinzip nichts hinzuzufügen! Und meine Nummer ist die gleiche....er könnte sich ja melden.

Wie kommst Du denn mit Deiner "Variante" zurecht. Sind die Nachrichten bzw. Antworten zufriedenstellend oder traurig machend.

Hast Du den Eindruck, dass das Eurer Beziehung hilft? Dir hilft? Etwas ändert?

LG Pepita

24.04.2021 14:12 • x 1 #53


einLeuchten

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@Sonnenschein123

Danke für dein Mitgefühl. Der Schmerz ist schlimm und jeglicher Kontakt zu ihm beziehungsweise die bloße Kontaktaufnahme machten es schlimmer.

Daher würde ich dir aufgrund meiner derzeitigen Situation dringend davon abraten, wenn du den Mann zurückhaben möchtest, das Wort Trennung überhaupt nur in den Mund zu nehmen. Die Überforderung und Überlastung durch emotionale Themen kann der Betroffene für sich womöglich Im Moment nicht auflösen. Somit kann es durchaus passieren, dass für ihn neben der Beschäftigung mit seiner Krankheit ein weiterer Konflikt in ihm entsteht. Und das einfachste ist dann das Prinzip Flucht, denn Kampf beziehungsweise Konfrontation sind dann energetisch nicht leistbar während seiner Depression.

Daher ist Geduld das oberste Gebot. Vielleicht hast du ja zu seinen Eltern einen guten Draht. Falls diese involviert sind und auch guten Kontakt zu ihm haben, wäre das eine gute Möglichkeit, dein bestehendes Interesse An seiner Person zu verstehen zu geben. Ich weiß, es ist alles Verfahren und schwierig. Jeder muss das für sich selbst entscheiden, wie viel Kraft er oder sie besitzt und ob er oder sie dabei nicht selbst krank wird.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Bleibt ihr jedoch selbst das wichtigste.

25.04.2021 17:55 • x 3 #54


Pepita29

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@Sonnenschein123
Hat sich bei Dir irgendwas getan?

06.05.2021 15:41 • #55


Fuchsnasw

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@Sonnenschein123 darf ich fragen wie deine aktuelle Situation ist, bzw. wie sich alles entwickelt hat?
LG

23.08.2021 16:29 • #56


Turry

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Schade, hätte mich auch interessiert...

05.09.2021 12:08 • #57



Hallo Sonnenschein123,

x 4#28


Aleunam

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Hallo allerseits,

ich möchte auch kurz ein paar Zeilen dazu schreiben. Ich war vor knapp zwei Jahren in der gleichen Lage, wie so viele von euch.
Wir waren insgesamt sieben Jahre zusammen, seine Depressionen brachen im letzten Jahr unserer Beziehung aus.

Unsere Beziehung war überaus harmonisch, also nie gab es die Situation, in der man gezweifelt hätte.
Im Herbst des letzten Jahres ging er dann in Reha. In diesen insgesamt sechs Wochen seiner Abwesenheit, vollzog sich eine derartige Wesensänderung, dass ich nach seiner Rückkehr, das Gefühl hatte einen leblosen Zombie vor mir zu haben.

Dieser Mann, der mich über alles geliebt hatte, immer aufmerksam war, und der 'den Rest seines Lebens " mit mir verbringen wollte, war nicht mehr existent.
Er war mir gegenüber gefühlskalt, empathielos, desinteressiert eingestellt.

Dann kam es von seiner Seite zur Trennung," ich habe keine Gefühle mehr, möchte generell im Moment keine Beziehung "und ähnliche Äußerungen.
Ich bin dadurch in eine tiefe Depression gerutscht, die immer noch andauert. Es wird langsam aber sicher besser, habe aber immer noch sehr zu kämpfen.
Ich muss dazu sagen, dass ich auch nie ein "stabiler' Mensch war, und auch immer wieder mit meinen Dämonen/depressiven Phasen zu kämpfen hatte.

Auch bei ihm war ein reges, virtuelles Geflirte in diversen Foren zu sehen.
Da wurde sich präsentiert, als wäre man der begehrenswerteste, tollste, stabilste Mann.
Ich weiß nicht, ob das für diese depressiven Männer ein Art Ventil ist, denn in dieser Anonymität, weiß ja niemand von ihrem 'Manko'.

Es ist aber auch müßig sich Gedanken über ihre Intention zu machen.
Ich kann nur aus meiner heutigen Sicht sagen, sobald dieses Geschwurbel mit den Gefühlen kommt, seht zu, dass ihr euch löst.
Ihr müsst euren Selbstschutz höher stellen, als alles andere.

Der Mann, den ihr einst geliebt habt, der ist nicht mehr existent, und er wird es auch nie mehr sein.
Dieses Gefühl wie Müll einfach entsorgt zu werden, hat mich in die bislang schlimmste Krise meines Lebens gestürzt.

Passt auf euch auf

06.09.2021 13:55 • #58

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