Hi, ich versuch mich mal im Antworten, denn mir ging es vor ca. 12 genauso wie deiner Tochter.
Und meine Eltern waren genauso ratlos, wie du/ihr.
Zitat von Jonas-Wagner:Unsere Tochter, momentan 15, wird von Tag zu zurückhaltender und komischer.
Was meinst du mit "komisch"?
Zitat von Jonas-Wagner:Angefangen hat dies schon vor Wochen, aber wir schoben es auf die Pubertät. Seit ca einer Woche ist es ganz extrem. Sie spricht kaum noch und isst ziemlich wenig. Wenn man sie drauf anspricht fängt sie sofort mit weinen an und meint es wäre nichts vorgefallen, sie ist einfach nur mit der aktuellen Lage unzufrieden und kann es sich selber nicht erklären warum sie so schlecht drauf ist.
Ich finde es super, dass ihr den Mut habt, sie direkt darauf anzusprechen. Den hatten meine Eltern so leider nicht.
Erwachsene können ja oft schon nicht erkennen, was genau das Problem gerade ist. Eine 15-Jährige wird das erst recht nicht können.
Meinst du mit "aktueller Lage" die Corona-Situation? Inwiefern leidet sie darunter? Weil sie ihre Freunde nicht sehen kann oder aus Angst?
Zitat von Jonas-Wagner:Griff.Ich fühle mich momentan total hilflos und weiß nicht was ich tun soll. Vielleicht einen Psychologen kontaktieren oder sehe ich/wir das alles viel zu eng?
Ich glaube dir, dass du dich hilflos fühlst. So wie du es beschreibst, scheint sie euch gegenüber ja doch recht offen zu sein.
Meiner Meinung nach wäre es gut, wenn ihr mit eurer Tochter darüber redet, ob ein Termin bei einem Therapeuten nicht sinnvoll wäre.
Das ist jedenfalls das, was ich mir damals gewünscht hätte: Eltern, die nicht klein bei geben, die dahinter bleiben und sich um genau so was kümmern. Die nicht hilflos zusehen, wie ihr Kind sich immer weiter zugrunde richtet.
Sie waren genauso hilflos wie ihr. Aber ihr habt den "Vorteil", dass ihr es vielleicht schaffen könnt, eure Tochter noch in der Anfangsphase zu packen zu bekommen und sie so vor Schlimmerem zu bewahren....