Stationäre Therapie mit Begleitkind

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Hallo,

würde mich sehr freuen, wenn sich Eltern hier melden, die mit ihren Kind eine stationäre Therapie in einer Kur-, Reha- oder anderen Institution absolviert haben.

Ich selbst habe die Diagnose einer mittleren bis schweren Depression.
Mit dieser Situation vegetiere ich nun schon ein Jahr vor mich hin.

Sicher ist es mir bewußt, daß auch äußere Faktoren die Depression nicht gerade positiv beeinflußen können, jedoch ist dies bei mir eben zusätzlich ein Problem.
Ostern 2006, habe ich aufgrund fehlender Kinderbetreuung meinen Auftraggeber verloren.
Irgendwo sah ich dies jedoch fast Positiv an, denn auch dies wurde mir einfach zuviel.
Ist zwar lächerlich, denn es handelte sich so um 10 12 h / WOCHE.

Dachte dann, wenn ich mir mit meinen Zwerg soweit nun Ruhe gönne (außer den rechtlichen Auseinandersetzungen , Betreuung meines dementen Pfleglings etc. pp) wird es mit mir wieder aufwärts gehen.

Nun sitze ich hier und bekomme so gut wie gar nichts mehr auf die Reihe.

Momentan bin ich bei der Abdosierung von Cymbalta 120 mg / die, um einen Neuversuch mit dem antriebssteigernden Medikament Elontril zu versuchen.

Jedoch sind sich meine Ärzte immer mehr einig, daß ich in eine Klinik gehöre.
Nun möchte ich mich vorab einmal erkundigen, ob es speziell ausgerichtete Fachkliniken gibt, welche ein Begleitkind, dieser wird im Dezember nun 4 Jahre alt, gibt.

Da ich mit meinen ambulanten Therapien (Gesprächstherapie und ADEinnahme) wahrscheinlich nun doch nicht den Durchbruch schaffe, spiele ich mit den Gedanken, daß ich es dann stationär versuchen sollte.
Rückblickend muß ich zugestehen, daß ich dies gleich hätte machen sollen.
Ich Idiotin dachte jedoch immer, mein Job, die Kohle, die Verantwortung, da alleinerziehend, jetzt erst Recht...

Muß wieder auf mein Leistungsniveau kommen. Währe schon froh, wenn ich soviel arbeiten könnte, als damals in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit.
Da ich alleinerziehend bin, muß ich wieder stabiler und regsamer werden. Auch mit der Konzentration und meinem Denkvermögen habe ich große Probleme.
Das Immunsystem ist seit Ende November 2007 ebenfalls stark angegriffen. Dies vermute ich, da ich bis vor kurzen andauernd unter grippalen Infekten litt, trotz zusätzlicher Einnahme von Vitaminen, Zink etc. pp.
Nun hatte ich einen perianalen Abszeß und die Aussicht, daß ich mich nochmals stationär wegen einer bevorstehenden OP
in´s KH legen solle.
So, nun habe ich genug gejammert, jedoch würde ich mich um Ratschläge oder Hinweise sehr freuen, damit ich nächstes Jahr die Aussicht habe, wieder mein Leben planen und in die Hand nehmen kann.

Mein behandelnder Facharzt teilte mir mit, daß es eben mit dem sogenannten Begleitkind nicht so einfach sei, eine wirklich gute Klinik bzw. Einrichtung zu finden

Hat hier jemand eine Idee und Erfahrungen mit o. g. Institutionen, welche eine adäquate Therapie stationär anbieten.

Mir liegt es ferner nicht am hotelmäßigen Ambiente oder sonstigen urlaubsähnlichen Vergnügungen.
Dies solle es ja durchaus auch geben, hoffe ich werde hier richtig verstanden, was ich durch meinen Post für mich und mein Kind suche...
Möchte nun schnell wieder etwas mehr Antrieb, aus diesem Teufelskreislauf der Depression raus.

Liebe Grüße und eine schöne Woche

S E K

02.12.2008 11:01 • #1


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Albarracin

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02.12.2008 17:28 • #2



Hallo sek,

Stationäre Therapie mit Begleitkind

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...Danke Wolfgang, werde hier einmal nachschauen ...

Liebe Grüße

S E K

02.12.2008 17:37 • #3


Alannis

Hallo Sek!

Ich werde ab dem 17.12. eine stationäre REHA in der Klinik am schönen Moos in Bad Saulgau machen, wohin ich die Kinder als Begleitkinder mitnehmen kann.

Sollst Du denn in einer Psychiatrie behandelt werden ODER aber eine Reha machen?
Das hab ich noch nicht so ganz geblickt...

Liebe Grüße, Alannis

02.12.2008 18:57 • #4


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Hallo Alannis,

ich denke mal eher eine Rehamaßnahme ???
Denn Mutter- und Kind- Kuren denke ich, sind eher prophylaktischer Hinsicht ???

Da ich ja noch nie so richtige Suizidgedanken hatte, medikamentös werde ich ambulant durch eine Uniklinik betreut, nehme ich einmal an, daß es kein reines KH sein muß.

Ja, von dieser Klinik habe ich erst letzte Woche die Unterlagen / Infomaterial angefordert.

Schaut und ließt sich ja nicht schlecht an, was man im Internet so auf der Seite finden kann.

Super Alannis, dann geh du am 17.12. dort hin, sozusagen als Vorreiterin und berichtest hier dann wie es dort wirklich gewesen ist

Danke für die Antwort.

Liebe Grüße

S E K

02.12.2008 19:10 • #5


Alannis

Ja - ich denke dass ich dort auch ab und zu vielleicht mal ins Internet kann
und werde gerne berichten.

Ansonsten werde ich jemanden zu dem ich Kontakt habe bitten, was in mein Tagebuch(Schweige-/Plauderbuch) zu schreiben.

Bin auch schon ganz gespannt. Habe mit einigen Leuten Info-Austausch gehabt, die dort in der Ecke wohnen und die Klinik hat wirklich einen guten Ruf!

Also hoffe ich dass sie hält, was alle versprechen (wobei es immer auch darauf ankommt, was man selber beiträgt). Was zu meckern findet man ja immer - aber mir ist wichtig, dass
a) die Ärzte und Therapeuten gut sind und wissen was sie tun und
b) eben die Kinder gut versorgt sind (meine Kinder werden im Hause beschult - auch das bereiten sie dort richtig gut vor und haben eine Lehrerin angestellt).


Mutter-Kind-Kur dient wirklich nur der reinen Erholung - wußte aber nicht ob Du in eine Psychiatrie solltest (zB LKH) oder eben Reha machen sollst.

Melde mich auf jeden Fall, wenn ich einen ersten Eindruck habe und sicher auch zwischendurch.

Liebe Grüße, Alannis

02.12.2008 19:21 • #6


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Danke dir nochmals ganz herzlich ???

Edit:
Da meine behandelnden Ärzte schon sagten, daß es schwer sein würde eine Klinik zu finden???
Bei Reha-Einrichtungen gibt es tatsächlich eine größere AuswahlMöglichkeit, als bei normalen Psychiatrischen Kliniken.


Dann bist du ja bald weg.
Ja, regelmäßige Therapien, fachlich qualifiziertes Personal und sonstiges was für oder gegen Depressionen nützt,würden mir auch wichtiger sein, als ein super architektonischer Tempel, ein nobler Kurort und sonstige Raffinessen.

Was ich mir jedoch nicht vorstellen könnte, wenn mein kleiner Zwerg irgendwo außerhalb des Hauses versorgt würde.

Du sag einmal, wieviele Koffer nimmst du denn da mit ??? Jetzt im Winter mit den dicken Sachen zum Anziehen.
Wenn ich z. B. mit meinem kleinen Zwerg übers Wochenende einen Kurztrip in die Fränkische Schweiz unternommen habe, hatte sein Gerümpel den meisten Platz benötigt.
Dies ohne Reisebett, Spielzeug, Bücher, BobbyCar oder Laufrad etc. pp...

Wünsche dir alles erdenklich Gute, und daß du dort die notwendige Unterstützung bekommst um gesund zu werden.


S E K

02.12.2008 19:40 • #7


Alannis

... danke Dir ...

Merke auch, dass es mehr und mehr Zeit wird ...

Halt den Kopf über Wasser, ja?

02.12.2008 19:44 • #8


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Hallo,

nun sitze ich wieder mal hier und weiß nicht WAS ich nun machen soll hinsichtlich einer stationären Therapie.
Hätte ich kein Kleinkind zu versorgen, würde ich sicherlich freiwillig in die Klinik gehen, damit dieser Wahnsinn vorbei geht.

Meine neue Psychiaterin wollte mich gestern schon stationär einweisen. Habe ihr dann erklärt, daß es mir schon öfters so schlecht ergangen ist und ich dies schon irgendwie daheim auf die Reihe bekomme...

Auch sträube ich mich innerlich gegen einen stationären KH-Aufenthalt , da ich ein Kleinkind habe und eben die Versorgung oder das Klientel in einer reinen psychiatrischen Klinik nicht so toll ist für ein Kind. Mir geht es hier ausdrücklich um meinen Zwerg, nicht daß hier nun der Eindruck entsteht, daß ich für mich ein gewisses Ambiente etc. benötige...
Sie hat mich nun gestern auf ein paar Wartelisten spezieller Psychiatrien (eine davon in Heppenheim) gesetzt, damit ich evtl. dort mit meinen kleinen Zwerg aufgenommen werden könnte.

Nun kreisen wieder meine Gedanken im Kopf, ob dieser Schritt bzw. ein Aufenthalt in einer Fachklinik für meinen kleinen Kerl so verträglich sei, oder ob ich mich doch in Reha begebe ???

Hoffe auf das Elontril , daß nun eine Besserung hierdurch erfolgt.
Auch hat sie mir gestern noch Mirtazepin verschrieben und nun ist eh mal wieder Abwarten angesagt, ob sich evtl. doch noch irgendetwas verändert und ich durch ambulante Psychotherapie und Antidepressiva wieder auf die Beine komme.

Mich würde nun von euch interessieren mit welchen Krankheitssymptomen der Depression, ihr eine stationäre Reha begonnen habt ???
Ich zeige momentan mal wieder lehrbuchmäßig (meine Nervenklempnerin laß mir diese gestern auch nochmals vor)fast alle Symptome einer schweren Depression, (Gott sei Dank habe ich durch mein Verantwortungsbewußtsein gegenüber meinem Kind, keine gravierenden Suizidgedanken).
Jedoch frage ich mich, ob ich momentan überhaupt therapiefähig bin und denn dortigen Anforderungen gerecht werde???

Wie wird während einer Reha mit Antidepressiva verfahren ???
Gibt es dort auch die Möglichkeit daß Antidepressiva evtl. umgestellt werden, oder ist diese MJedikamentenumstellung Aufgabe eines psychiatrischen KH ???

Frage hier deshalb so komisch, da ich doch lieber in eine Rehaklinik gehen würde, als eben in eine reine psychiatrische Klinik mit Kleinkindbetreuung.

Edit:
Meine Psychotherapeutin drohte mit Kündigung der ambulanten Therapie, da dies momentan ein Tropfen auf den heißen Stein sei, die wegen meinem Umfeld / ständigen zusätzlichen Belastungen....
Ein stationärer Aufenthalt würde momentan effektiver und hilfreicher sein, auch da ich von daheim und den Dingen Abstand bekomme und weg komme (???dachte immer hierfür geht man oder frau in Urlaub ).
Auf meine Frage bezüglich stationärer Reha oder psychiatrisches KH, kam nun keine adäquate Antwort.......


Liebe Grüße

sek

14.01.2009 11:09 • #9


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Hallo,

schiebe diesen Thread nochmals nach oben, denn für mich ist dies doch sehr belastend, noch komme ich für mich zu einem Ergebnis und die Zeit läuft und läuft unaufhörlich weiter....

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

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17.01.2009 15:46 • #10


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Albarracin

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Experte

17.01.2009 21:29 • #11


adde

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Hallo sek,

vielleicht hilft Dir diese Liste etwas weiter, konnte leider nicht rauslesen wie alt Dein Kind ist

http://www.schatten-und-licht.de/mutterkind.html

Liebe Grüße
Adde

17.01.2009 21:58 • #12


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Hallo Wolfgang und Adde,

vielen Dank für eure Antwort.

Werde nun diesbezüglich nochmals ernsthafte Nachforschungen betreiben, denn ich habe mir nun selbst eine Frist gesetzt, da es so mit mir nicht weiter gehen kann.

Versuche morgen mit der Reha-Klinik Am schönen Moos in Kontakt zu treten, bezüglich der Möglichkeit , daß die Antidepressiva neu eingestellt bzw. umgestellt etc. werden.....

Mir geht es persönlich hier um meinen kleinen Sohn und daß ich diesen nicht gefährte oder schade, durch einen stationären Aufenthalt und den dortigen Mitpatienten bzw. deren Kinder !!!
Ich hoffe, daß ich hier richtig verstanden werde, jedoch sind dies auch mit Argumente meines behandelnden Facharztes gewesen....

Mir persönlich würde es (fast) egal sein bezüglich des dortigen Klientels und auch die Lokalisation der Klinik, wenn ich fachärztlich und therapeutisch dort gut betreuut sein würde und hierdurch wieder leistungsfähig werde.

Liebe Grüße

sek

18.01.2009 18:04 • #13


Trauerklößchen.

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01.02.2009 12:58 • #14


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Hallo Trauerklößchen,

vielen Dank für deine Info

LG und noch ein schönes Wochenende

sek

01.02.2009 13:47 • #15


Trauerklößchen.

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08.02.2009 19:03 • #16



Hallo sek,

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Zora

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Hi,
habe (bzw. tus immer noch) mich auch viel mit diesem Thema auseinender gesetzt,
da ich laut Arzt in eine stationäre Therapie (keine Reha) gehöre,
womit ich ihm auch rechtgebe
Bin auch Alleinerziehend und dachte ich stell mal rein was ich so gefunden habe,
vielleicht hilfts ja noch jemand anderem

Kliniken die Akut-Behandlungen machen mit Begleitkind:

Luisenklinik:
http://www.luisenklinik.de/

Schussentalklinik Aulendorf:
http://www.schussental-klinik.de/index.php?ka_begleit

Kitzberg klinik Bad Mergentheim:
http://www.ptz.de/

Heiligenfeld Klinik Waldmünchen:
http://www.heiligenfeld.org/heiligenfel ... Itemid=384

lg und alles gute für euch

06.03.2009 17:53 • #17

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