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Sind das Burnout Anzeichen?

Franci

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15.11.2013 18:28 • #1


samson

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Hallo Franci,

das sind ja schlimme Zustände, die Du da schilderst. Dass man davon krank wird, ist wirklich nicht schwer nachzuvollziehen. Hast Du außer den Schlafstörungen noch andere Symptome? Die gehören natürlich zunächst mal alle auf physische Ursachen abgeklopft, von einem Arzt. Erst dann, darf man "sich zurücklehnen" und die Schublade mit der Psychosomatik aufmachen.

Es ist wirklich sehr schwer, mit solchen Situationen umzugehen. Du solltest Dich nicht entmutigen lassen. Zunächst einmal ist es sehr gut, dass Du Dich selbst jetzt mehr in den Fokus rückst. Es ist wichtig, dass Du wieder auf die Beine kommst. Dazu braucht es natürlich in der Regel erst einmal eine Erholungsphase. Danach kann man längerfristig denken und die unnötigen Stressoren ausmerzen. Du wirst das bestimmt schaffen. Du hast ja auch ganz offenbar gute Begleitung an Deiner Seite.

Viele Grüße
Samson

15.11.2013 19:47 • #2


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David Spritz

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Wenn Du wirklich Burn-Out hast (und nach Deiner Schilderung deutet Vieles darauf hin), dann solltest Du Dir über Job, Kollegen, Chef, Kündigung etc. momentan keine Gedanken machen. In Deinem Zustand bist Du eh nicht in der Lage, etwas zu ändern. Da kannst Du Dich auch genauso gut zurücklehnen und abwarten, was geschieht. Hört sich vielleicht blöd an, ist aber so, glaub mir.

Ich hatte selbst 2x heftigst Burn-Out. Beim ersten Mal habe ich alles versucht, um irgendwie "im Leben" zu bleiben, meinen Verpflichtungen weiter nachzukommen, schnell wieder arbeitsfähig zu werden. Ich habe sehr gelitten unter Schuldgefühlen, Ängsten, Minderwertigkeitsgefühlen und so weiter, so wie Du wohl auch gerade!? Beim zweiten Mal habe ich versucht, ruhig zu bleiben und alles gelassener zu nehmen. Und soll ich Dir was sagen? Ich war fast auf den Tag genau so lange krank geschrieben wie beim ersten Mal. Der einzige Unterschied war, dass ich diesmal viel weniger gelitten habe.

Also, auch wenn's Dir gerade jetzt besonders schwer fallen wird: Vergiss den ganzen schei. und erhol Dich erstmal. Und wenn Deine Krankschreibung und Dein Urlaub rum sind, dann kannst Du weitersehen. Und inzwischen ruf ein paar Therapeuten an. Lass es nicht schleifen, denn es ist oft schwer, einen zu kriegen.

15.11.2013 21:38 • #3


samson

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Hallo,

grundlegend bedeutet das Angehen gegen ein BurnOut: Stress reduzieren. Das muss dauerhaft passieren, sonst kehrt BO wieder zurück. Akut muss jedoch ein Umdenken her. Es muss erst einmal gelingen, den Fokus auf sich selbst zu bekommen. Man muss Ruhe wieder erleben lernen. Die Anspannung war ständiger Begleiter und das soll anders werden. Geist und Körper müssen das oft neu erfahren: Ruhe. Wenn man an der Situation selbst nichts ändert, ist das Ziel verfehlt.

Viele Grüße
Samson

15.11.2013 22:37 • #4


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Knoten

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Hallo Franci,

um auf deine Fragen Antwort zu geben.

Zitat:
Nun... Ich hab natürlich auch Fragen: Muss ich meinen AG von meiner Krankheit erzählen? Vor allem wenn ich noch länger krank geschrieben werde?
Kann dieser mich deswegen kündigen?


Du musst deinem AG nicht von deiner Krankheit erzählen! Es könnte sich, wenn du es tust, nachteilig für dich auswirken!
Auch wenn du weiterhin krankgeschrieben bist, hat es deinem AG nicht zu interessieren, was mit dir ist!
Und, Nein wegen Krankheit kann der AG dich nicht kündigen!

Du bekommst die ersten 6 Wochen dein Gehalt weiter gezahlt, danach schreitet die Krankenkasse ein. Dies ist zwar nicht die Summe deines ganzen Gehalts, doch du musst keine Angst haben, dass du völlig Mittellos dastehst.

Eine Frage von mir. Bist du in Probezeit?

16.11.2013 13:09 • #5


samson

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Hallo,

Knoten hat da schon recht, juristisch. Allerdings hat Dein Arbeitgeber schon ein berechtigtes Interesse daran zu wissen, wie lange eine Erkrankung möglicherweise dauert. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen damit, die Fakten auf den Tisch zu legen. Das habe ich auch schon von sehr vielen anderen gehört.

Ganz oft hat der Arbeitgeber ja nicht allein Schuld an einer BO-Erkrankung der Mitarbeiter. Er hat ja auch Notwendigkeiten, nach denen er sich richten muss. Oft bringt es viel, sich mal gemeinsam an einen Tisch zu setzen und alle Belange ganz offen anzusprechen. Wenn er von Deiner Überlastung ohne Umschweife hört, tut sich vielleicht auch was. Die Chefs sind oft recht vom Alltag abgehoben und bekommen vieles nicht mit. Da sind Vorgaben meist gar nicht böse gemeint. Beide Seiten zu betrachten hilft allen Beteiligten.

Du kennst Deinen AG aber doch sehr viel besser, als Außenstehende. Du kannst es vermutlich besser einschätzen.

Viele Grüße
Samson

16.11.2013 13:52 • #6


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Knoten

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Hallo samson,

in manchen Fällen mag es schon gut sein sich an einem Tisch zu setzen. Trotzem besteht eine große Gefahr, dass sich das zum Nachteil auswirkt.

Ich habe beide Seiten persönlich erlebt und muss sagen, ich würde es nie wieder tun. Auf der Arbeitsunfähigkeit steht drauf für wie lange der Arzt seinen Patienten für Arbeitsunfähigkeit hält. Sollte die Krankheit weiter fortbestehen, erfolgt eine Verlängerung. Diese jedoch vorher eventuell auch ohne ärztliche Arbeitsunfähigkeit Bescheinigung anzukündigen, halte ich auf gar keinen Fall für Sinnvoll!

Bei der Ausführung von Franci sehe ich deutlich eine eher nachteilige Auswirkung für Franci.

Ob eine Veränderung in der Arbeit notwendig wird, wird sich im laufe der Zeit herausstellen und bei längerer Krankheit, die ja noch nicht absehbar ist, ist das Integrationsamt ein wichtiger Bestandteil der Wiedereingliederung. Von daher ist es nicht ratsam den AG über die Krankheit zu informieren.

Die Aussage meines Psychiaters zu diesem Thema ist: "Keine Entscheidung während einer Krankheit treffen. Man ist viel zu verletzlich und die Konsequenzen, wenn vom AG Druck ausgeübt wird, können zu Situationen führen, die viel mehr Schaden anrichten, als vom Patienten getragen werden kann."

@Franci: was mir gerade noch einfällt. Der Urlaub würde deine Krankzeit beenden. Danach mit einer Verlängerung zu kommen sieht etwas merkwürdig aus. Sprich mit einem Arzt über die Situation und lass den Arzt entscheiden, ob du weiterhin Arbeitsunfähigkeit bleibst. Deine Urlaubstage gehen dir dadurch nicht verloren. Du könntest sie auch später wieder einreichen.

Schau bitte auch in unserem Unterforum bezüglich dieser Fragen: arbeitsplatz-und-krankheit-forum-f21.html

16.11.2013 14:58 • #7


samson

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Hallo Knoten,

es hat immer zwei Seiten. Im vorliegenden Thema sieht spricht tatsächlich einiges dafür, zunächst mal nur auf sich selbst zu schauen.

Ich finde es dennoch gut, auch auf die Belange der anderen zu schauen. Hier zum Beispiel auf die des Arbeitgebers. Wer selbst eine Firma hat, weiß, weiß aufgeschmissen man sein kann, wenn jemand erkrankt oder einfach nicht damit rüber kommt, wie lange er krank ist. Viele Ärzte schreiben in Etappen krank und dann hat der Arbeitgeber nichts davon. Nach zwei Wochen folgt die nächste AU-Bescheinigung und das vielleicht viele Male hintereinander. Die Fronten könnten unnötig verhärten. Noch dazu ist hier die Rede vom BurnOut. Das unterscheidet sich zur "echten / reinen" Depression oder muss noch gar keine solche sein. Dafür weiß ich hier zu wenig, um das einzustufen.

Die Situation ist sehr schlimm und es gibt viele Sichtweisen. Ich selbst habe meinem Chef reinen Tisch gemacht und er war extrem dankbar dafür. Ab sofort hatte sich alles geändert und ich kam jeden erdenklichen Freiraum. Nach der Arbeitsunfähigkeit durfte ich langsam wieder durchstarten. Es geht aber auch anders. Und wie gesagt, ich habe sehr viele ähnliche Erfahrungen berichtet bekommen.

Vielleicht meldet sich ja Franci noch einmal zu Wort, dann erfahren wir möglicherweise mehr.

Viele Grüße
Samson

16.11.2013 16:33 • #8


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David Spritz

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Wenn wir jetzt doch beim Thema Arbeit gelandet sind, dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben: Wenn es in Deiner Firma einen Betriebsrat gibt, dann kannst Du Dich denen anvertrauen, wenn Du willst. Die sind auf Deiner Seite und erzählen nichts weiter, was Du nicht willst. Dem Arbeitgeber würde ich aber niemals ein Sterbenswörtchen über die Art Deiner Erkrankung verraten, da Du Dich damit extrem verwundbar machst. Es gibt immer noch zu viele Vorurteile über psychisch Erkrankte ("soll sich mal zusammenreißen", "bildet sich das doch nur ein" und so weiter). Und über die voraussichtliche Dauer weißt Du ja selbst nichts. Was solltest Du Deinem Arbeitgeber also sagen, ohne dass Du Dich dabei selbst unter Druck setzt!

Krankheitsbedingte Kündigungen erfordern zwar besondere Gründe, sind aber grundsätzlich nicht unmöglich.

Der Arbeitgeber könnte also versuchen, Dich loszuwerden, wenn er darauf spekuliert, dass Du Dich aufgrund Deiner Depression nicht wehren wirst. Da es Deine erste Erkrankung dieser Art ist, kann aber bei Dir nicht von einer "negativen Prognose" gesprochen werden. Also ist das Recht auf Deiner Seite und Du solltest Dir einen Kündigungsversuch, wenn er denn kommt, nicht gefallen lassen. Damit würde Dein Arbeitgeber nicht durchkommen.

Geldmäßig zahlt die Krankenkasse nur maximal 18 Monate Krankengeld, was angeblich 80% vom Netto sein sollen, in der Realität aber schon deutlich geringer ausfällt. Danach "fällst" Du eine Stufe tiefer und musst Rente oder Arbeitslosengeld beantragen. So lange sollte es in Deinem noch sehr jungen Alter aber nicht dauern. Je jünger desto kürzer die Depression, habe ich die Beobachtung gemacht.

16.11.2013 21:37 • #9


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Knoten

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Franci,

Ich hoffe wir haben dich mit all unseren Meinungen und Informationen nicht völlig verwirrt und verschreckt, zudem diese ja obendrein noch etwas von einander abweichen...

Letzten Endes ist im Moment eh nur Eins wirklich wichtig! Das du in Behandlung kommst und zur Ruhe kommst, um dich zu sammeln. Erst dann kannst du entscheiden was als nächstes ansteht.

Also, lass dich nicht total verwirren

16.11.2013 22:32 • #10


Franci

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Hallo ihr Lieben,

ich hardere jeden Tag mit mir, was ich mache? Sag ich es ihm oder nicht?
An einem Tisch brauche ich mich mit ihm nicht setzen, der hat keinerlei Einfühlvermögen noch Verständnis :( Hab es leider oft erfahren müssen (anbrüllen usw...)
Unser Betriebsrat ist sehr eng verbunden mit meinem Chef, gibt nur Böses :(

Das mit dem Urlaub hab ich auch so überlegt, also werde ich wohl Freitag wieder hin und mich verlängert krankschreiben lassen. Nur was sage ich meinem Chef?
Ich bin wirklich fertig und kann nicht abschalten, ständig die Arbeit im Kopf und die Angst wieder dahin zu müssen :( Ich bewerbe mich schon, aber bisher ohne Erfolg :(

P.S.: Kennt Jemand einen Therapeuten in Gelsenkirchen, am besten in Buer?

17.11.2013 18:57 • #11


samson

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Liebe Franci,

so wie Du es beschreibst, solltest Du aber vielleicht wirklich erst mal nur an Dich denken. Bei mir war es damals so, dass die Ärztin gesagt hat, ich solle ausschließlich das tun, was für mich gut ist und was sich für mich gut anfühlt. Das bedeutete, dass ich erst einmal sechs Wochen krank geschrieben war und keinen Gedanken an die Arbeit verschwenden sollte. Das gelang nur schwer und die innere Feder war noch lange gespannt. In dieser Zeit hat mich die kleinste Störung wieder auf das vorherige Level zurück katapultiert, sprich, die ganze Erholung war beim Teufel.

Deshalb rate ich Dir, Dich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Lasse alles andere außen vor und wenn das Verhältnis zu Deinem Chef so übel ist ... schwierig. Denkst Du denn, dass Du dort auf Dauer wirst arbeiten können? Vielleicht schiebst Du das Übel ja nur noch auf. In dem Fall würde ich jetzt ohne einen weiteren Gedanken an etwas anderes zu verschwenden, nur an meine Genesung denken. Der Rest kann dann hinterher geregelt werden.

Viele Grüße
Samson

17.11.2013 19:35 • #12


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Knoten

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Hallo Franci,

ich kann mich samson in seinem letzten Beitrag nur anschließen. Genau so erging es mir. Im Grunde sind unsere Geschichten alle ein bisschen Gleich und doch ein bisschen Anders. Wir lassen zu, dass andere weit über unsere Grenzen gehen. Wir lassen uns Anschreien, obwohl kein Grund dafür besteht. Wir lassen uns Ausnutzen, Gängeln, sogar Mobben ist nicht auszuschließen. Das Ergebnis dieses Verhaltens anderer uns gegenüber ist der sogenannte BurnOut. Ausgebrannt, Kraftlos in Körper und Geist.

Ich habe übrigens auch in der IT gearbeitet. Programmierer. Immer waren "wir" Schuld. Wer auch sonst?...

Sag deinem Chef garnichts. Du musst es nicht! Die einzige Pflicht die du hast, ist deine Arbeitsunfähigkeit sofort nach Erhalt zuzustellen.
Ob ein Gespräch irgendwann möglich ist, wird sich zeigen. Im Moment würde ich dir davon abraten.

Du kannst bei deiner Krankenkasse eine Liste von ansässigen Psychologen, Psychotherapeuten und/oder Psychiater anfragen. Krankenkassen haben diese Listen.

Ich würde dir ausserdem dazu raten, dich nicht "nur" von deinem Hausarzt behandeln zu lassen. Ein Facharzt ist hierbei die bessere Wahl. Vielleicht kann dein Hausarzt bei der Suche danach helfen.

17.11.2013 21:27 • #13


Franci

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Auf Dauer möchte ich dort nicht arbeiten, mein Chef wird sich nie und nimmer ändern, vor allem nicht gegenüber mir (zu den anderen ist er lange nicht so...). Ich suche eigentlich auch schon nach was Neuem, nur um da weg zukommen... Ich werde nächsten Freitag dann also noch einmal zu meiner Hausärztin. Einen Fachmann suche ich auch schon.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Psychologe, Psychotherapeuten und Psychiater?

17.11.2013 21:45 • #14


samson

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Hallo Franci,

ich betone noch einmal, dass es meiner Auffassung nach sehr wichtig ist, dass Du Dich selbst in den Vordergrund rückst. Du musst Dein Gleichgewicht wieder finden, dann wird es bestimmt auch wieder besser. Lass Dir bei den Formalitäten ruhig helfen. Auch da ist die Krankenkasse ein guter Ansprechpartner.

Ein Psychiater hat ein Medizinstudium abgeschlossen. Er behandelt psychische Erkrankungen, deren Ursache körperliche Störungen sind. So kann beispielsweise ein chemisches Ungleichgewicht psychische Effekte hervorrufen. Dieses Ungleichgewicht sollte behandelt und so die Ursache des Problems gelöst werden. Hierbei können zum Beispiel Medikamente zum Einsatz kommen. Oft ist auch die Neurologie ein Thema des Psychiaters. Hierbei geht es aber um die Nerven im Körper.

Der Psychologe ist kein Arzt und kann daher auch keine Medikamente verschreiben. Sein Fachgebiet ist das Erleben und Verhalten von Menschen. Er führt Tests durch, um eine Diagnose zu stellen. Zudem sind sie oft beratend tätig (Polizei, Beratungsstellen, Schulen ...)

Beim Psychotherapeuten muss man unterscheiden. Es gibt Heilpraktiker für Psychotherapie. Hier ist kein Studium vorgeschrieben und die Qualifikationen sind manchmal erschreckend niedrig angesiedelt. Das soll aber nicht heißen, dass die Heilpraktiker schlecht sind. Allerdings kenne ich mehrere, die sich selbst nicht praktizieren trauen, weil sie trotz Ausbildung keinen wirklichen Plan haben. Andere wiederum vollbringen Großes. Die Leistungen werden von vielen Kassen nicht übernommen. Der Facharzt für Psychotherapie hingegen hat sehr wohl ein Medizinstudium und wird auch von der Kasse übernommen. Psychotherapeuten behandeln durch Gespräche, Übungen und ähnliche Praktiken, um die Ursachen zu beheben.

Viele Grüße
Samson

18.11.2013 01:24 • #15


Franci

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Okay, also würde sie <Link entfernt> auch nicht von der Kasse übernommen werden? :( Muss ich mal weiterschauen. Vielleicht hier eine: <Link entfernt>

Ich kann einfach absolut noch nicht abschalten und es fällt mir schwer nicht an meine Arbeit und Kollegen zu denken, dadurch schlafe ich kaum bis gar nicht...

18.11.2013 08:45 • #16


Pyxidis

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Hallo Franci,

ich habe Deine Links entfernt, da sie bei uns im Forum nicht erlaubt sind. Sie machen hier auch keinen Sinn, weil keiner hier anhand einer Webseite die Qualität einer Therapeutin beurteilen kann.

Schau Dich mal auf den von Moon vorgeschlagenen Webseiten um, denn sie sind wirklich hilfreich.

Alle Gute Pyxidis

18.11.2013 11:22 • #17


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David Spritz

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Ich habe damals meine Psychologin gefunden, indem ich einfach eine Umkreissuche auf der Website der Gelben Seiten gemacht habe. Psychotherapeuten gibt's wie Sand am Meer. Wichtig ist eigentlich nur, dass man seinen Therapeuten sympathisch findet, dann klappt es auch mit der Therapie! Dir stehen 5 "probatorische Sitzungen" mit einem Psychologen zu, bevor Du Dich festlegen musst. Das kannst Du so lange wiederholen, bis Du "den Richtigen" gefunden hast. Um den Papierkram kümmert sich der Psychologe, Du musst nur Deine Krankenkassen-Karte mitbringen.

Ich bin übrigens auch Programmierer. Aufgrund unserer überwiegend geistig-analytischen Tätigkeit scheinen wir besonders anfällig zu sein für "Geistes-Krankheiten"! Wir verrennen uns im Denken und verlieren unseren Sinn für die Realität. Dein Gedankenkreisen um Deine "Pflichten", Deine Entscheidungsschwierigkeiten, das schlechte Gewissen gegenüber dem Arbeitgeber und die mit diesen Symptomen verbundene Schlaflosigkeit sind alles Symptome Deiner Erkrankung. Dein eigener Geist spielt Dir da einen Streich. Hör nicht auf ihn! Komm wieder auf den Boden der Tatsachen!

Und die Tatsachen sind: Du bist krank, Du bist nicht schuld daran, Du kommst da nicht alleine raus, und Du musst Dir Hilfe organisieren und für Ruhe und für Klarheit sorgen. Auch wenn Dein Verstand das nicht akzeptieren wird: Deine Arbeit, Dein Chef, Deine Kollegen, das sind alles "Nebensächlichkeiten", mit denen Du Dich jetzt nicht abgeben solltest. Das sind nur Nebenschauplätze, das ist nicht das Wesentliche. Es gibt jetzt wichtigere Dinge, um die Du Dich kümmern musst. Und wenn Du ehrlich bist, weisst Du sehr genau, welche Dinge das sind, oder?

19.11.2013 11:05 • #18


Franci

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Glaube ich habe eine Therapeutin gefunden, die ich morgen anrufen werde (Haben jetzt keine Sprechstunden mehr).

Ja im Prinzip weiß ich was mir gut tun würde und doch schleichen sich immer wieder die Gedanken der Arbeit, Chef und Kollegn dazwischen :(

19.11.2013 12:46 • #19


Martina

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Liebe Franci,

ich wünsche dir, dass es mit der Therapeutin was wird. Viel Glück!

Zitat von David Spritz:
Ich bin übrigens auch Programmierer. Aufgrund unserer überwiegend geistig-analytischen Tätigkeit scheinen wir besonders anfällig zu sein für "Geistes-Krankheiten"! Wir verrennen uns im Denken und verlieren unseren Sinn für die Realität. Dein Gedankenkreisen um Deine "Pflichten", Deine Entscheidungsschwierigkeiten, das schlechte Gewissen gegenüber dem Arbeitgeber und die mit diesen Symptomen verbundene Schlaflosigkeit sind alles Symptome Deiner Erkrankung.


Das sind Symtome der Erkrankung, da gebe ich David Recht. Allerdings sind bei dieser Erkrankung eigentlich alle Berufsgruppen vertreten. Gerade unter den Langzeitarbeitslosen ist dieser Anteil besonders hoch, wie in den letzten Tagen der Presse zu entnehmen war.

19.11.2013 12:58 • #20


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Knoten

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@ Franci

Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche nach einem Therapeuten!

Bei mir ging es leider nicht so einfach wie bei David. Ich habe nie einen gefunden, der auch nur annähernd Zeitnah einen Termin hatte. Wartezeiten von mindestens 1/2 Jahr... Irgendwann habe ich aufgegeben. Zum Glück hat mich mein Psychiater aufgefangen. Es war zwar nie eine Gesprächstherapie, oder sowas in der Art, doch er hat mir zugehört und - obwohl sein Wartezimmer voll war - sich immer etwas mehr Zeit für mich genommen. Selbst er war oft genug nahe eines BurnOuts und musste sich 4 Wochen Auszeit nehmen. Morgens Praxis und Nachmittags entweder im Altenheim nach den Demenzkranken schauen oder in einer psychiatrischen geschloßenen Klinik nach den Patienten schauen...
Soviel zu "es gibt sie wie Sand am Meer"...

@David
Zitat:
Ich bin übrigens auch Programmierer. Aufgrund unserer überwiegend geistig-analytischen Tätigkeit scheinen wir besonders anfällig zu sein für "Geistes-Krankheiten"!


Und wenn dazu noch eine emphatische und sensible Hochburg dazu kommt...


@ Martina: Was nicht bedeutet, dass ich die anderen Berufsgruppen und Langzeitarbeitslose damit anders einschätze als Studien sicher zu belegen wissen

19.11.2013 14:13 • #21


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David Spritz

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Zitat von Franci:
Glaube ich habe eine Therapeutin gefunden, die ich morgen anrufen werde (Haben jetzt keine Sprechstunden mehr).

Ja im Prinzip weiß ich was mir gut tun würde und doch schleichen sich immer wieder die Gedanken der Arbeit, Chef und Kollegn dazwischen :(


Das ist in Ordnung! Mach Dir deswegen keine Vorwürfe. Wobei sich das natürlich leicht sagt, denn auch die Selbstvorwürfe gehören ja mit zu den klassischen Symptomen. Bei mir war es jedenfalls so. Der Grund dafür war mein Perfektionsanspruch.

19.11.2013 21:38 • #22


Franci

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Hallo ihr Lieben,

hier bin ich wieder, Leider hat mir die eine Woche Krankenschein nichts gebracht und auch hier bei meinen Eltern kann ich nicht abschalten (kommt aber auch noch Familiäres dazu)... Nun hat mir mein Chef geschrieben (Gute Besserung bla bla... und ob er am 02.12. wieder mit mir rechnen kann)... Ich hab keine Ahnung was ich dem nun schreibe, da ich definitiv Montag wieder zu meiner Hausärztin gehen werde (sie möchte das ja auch, denn sie sieht meine psyche bisschen kritisch an)... Ich kann einfach nicht abschalten und weiß nicht, was ich dem sagen soll :(

Muss ich es ihm denn irgendwann sagen? Ich weiß nicht, ob es gut ist oder eher negativ, wenn ich es ihm sage... Da er eh alle als doof und Simulanten abstempelt, die diese Krankheit haben, traue ich mich das gar nicht. Aber fühle mich komisch dabei, wenn ich dem schreibe: hmm.. also das kann ich noch nicht sagen.... oder: nein, ich soll Montag nochmal zu Hausärztin...hmz...

26.11.2013 17:31 • #23


samson

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Liebe Franci,

meiner Ansicht nach solltest Du Dich vom Stress frei machen, so weit es geht. Das Berufsleben scheint ja bei Dir durchaus einer der relevanten Stressoren zu sein. Deshalb würde ich an Deiner Stelle mitteilen, dass Du erst mal ne ganze Zeit lang ausfallen wirst, ihm aber sofort Bescheid gibst, wenn ein Ende absehbar ist. Derzeit wirft Dich ja jede dieser Kontaktaufnahmen wieder zurück.

Du musst Dein persönliches maximales Stresslevel unterschreiten, sonst kann keine Erholung und damit Besserung eintreten. Daher darfst Du ruhig die Verantwortung auf Deine Ärztin übertragen. Sie weiß, was sie tut. Berichte aufrichtig, wie es Dir geht und was Dich belastet, dann wird sie für Dich entscheiden. Das entlastet Dich, denn Du bist aus der Verantwortung raus.

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass Du bald ein wenig zur Ruhe kommst.

Viele Grüße
Samson

26.11.2013 19:33 • #24


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David Spritz

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Zitat von Franci:
kommt aber auch noch Familiäres dazu


Auch das ist ganz normal: Die Familie ist häufig überfordert durch den Anblick des "kranken" Familienmitglieds und verschlimmert ungewollt den Zustand des Betroffenen. Außerdem war es auch bei mir so, dass plötzlich ganz viel schei. auf einmal passiert und ich gar nicht mehr wusste, wie mir geschieht. Verlier nicht Deinen Glauben! Es wird wieder besser.

Wegen Deines Chefs: Ich habe es damals so gemacht, dass ich auf eine E-Mail, die von der Arbeit kam, geantwortet habe, dass mein Arzt der Meinung ist, ich solle eine Auszeit nehmen, er sei sich nicht sicher, wann es mir wieder besser gehe, und ich solle nach Möglichkeit keine E-Mails mehr beantworten, die von der Arbeit kommen. Das war zwar gelogen und hat mich auch Einiges an Überwindung gekostet, aber danach war absolut Ruhe. Als ich wieder zur Arbeit zurück kam, war man dort sehr zuvorkommend und verständnisvoll. Meine Chef begrüßte mich sogar mit den Worten: "Was habe ich falsch gemacht, dass Du krank geworden bist?" Dabei lag es gar nicht an ihm.

Mein Rat an Dich wäre also erneut, den Kontakt zur Arbeit vorläufig zu kappen und keine Versprechungen abzugeben, mit denen Du Dich selbst unter Zugzwang oder Zeitdruck setzt. Auch wenn das jetzt vielleicht beleidigend klingt, ich meine es gut mit Dir: Deine Angst, dass Dich das möglicherweise Deinen Job kosten könnte, ist irrational und übertrieben und nur ein Konstrukt Deines kranken, katastrophisierenden Kopfes. Hör nicht auf ihn! Du kannst Dich auf Dein Urteilsvermögen momentan nicht mehr verlassen, jedenfalls nicht, wenn Du (wie Du es als "Kopfmensch" wahrscheinlich schon seit sehr langer Zeit gewohnt bist), auf Deinen Verstand hörst. Fang stattdessen lieber an, auf Dein Herz zu hören. Das kostet zwar eine Menge Mut, aber Dein Herz kann Dich in so einer komplizierten Krisensituation gut beraten.

Auch auf die Gefahr hin, jetzt esoterisch zu klingen: Die Weisheit des Herzens ist viel tiefer als die des Verstands. Das habe ich während meiner 2 depressiven Episoden gelernt und dabei außerdem auch zu Gott gefunden. Das ist mir jetzt eine große Hilfe, und ich fühle mich dadurch nahezu sicher vor weiteren Rezidiven.

27.11.2013 17:00 • #25


Franci

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Danke euch Beiden.

Also würde ich ihm morgen schreiben, dass ich Montag erneut den Arzt aufsuchen soll/werde, da meine Hausärztin keinen Sinn darin sieht, dass ich mit meiner momentanen psychischen Situation zur Arbeit gehen kann und es nicht sicher ist, wann ich wiederkommen kann. Oder so ähnlich?

Ich nehme es dir nicht böse, denn du weißt von was du redest. Ich weiß selber das es so ist und dch machen mich die Gedanken kaputt

27.11.2013 18:49 • #26


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David Spritz

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Den genauen Wortlaut kann ich Dir nicht diktieren, zumal ich Deinen Arbeitgeber nicht kenne und nicht weiß, wie er "drauf" ist. Entscheide selbst!

Den Verstand kann man zum Schweigen bringen, mit bestimmten Entspannungsübungen und Atemtechniken. Und wenn das Gedankenkarussel erstmal aufhört, dann sieht die Welt auch auf einmal gar nicht mehr so grau aus wie man vorher gedacht hat. Du scheinst Dich vollkommen mit Deinem Verstand zu identifizieren. Da ist aber noch mehr, was Dich ausmacht. Du bist nicht nur Dein Verstand. Du bist so unendlich viel mehr. Aber Du musst Dir auch die Mühe machen, Dich selbst mal richtig kennenzulernen. Das hast Du offensichtlich in der Vergangenheit vernachlässigt, und jetzt bekommst Du die Rechnung dafür.

Aber es ist nie zu spät. Jetzt wo Du sowieso "lahmgelegt" bist, hast Du eine sehr gute Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen. Deine Psyche wird es Dir danken, wenn Du die jetzt kommende Zeit nutzt, um Dich mit Dir selbst und Deinem Leben auseinanderzusetzen. Die Arbeit, die Ängste, das Gedankenkreisen, das ist alles nur vorgeschoben, damit Du Dich nicht mit dem Wesentlichen auseinandersetzen musst. Der Verstand kann da sehr trickreich und erfinderisch sein und Dich mit immer neuen Nebenschauplätzen beschäftigt halten.

Ich hoffe, ich überfordere Dich nicht mit dem, was ich hier schreibe! Es ist ein langer Weg, und jeder muss ihn selbst gehen, sich seinen eigenen Weg durchs Dickicht bahnen. Aber am Ende des Weges wartet eine großartige Belohnung auf Dich. Also nutze Deine Chance und geh diesen Weg, egal wie schwer es wird und egal wie viel Rückschläge es gibt. Wenn Du wahrhaftig, zuversichtlich und aufrecht bleibst, wirst Du am Ende gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Versprochen!

28.11.2013 09:24 • #27


Franci

11
Ich habe ihm jetzt einfach geschrieben, dass ich Montag wieder zum Arzt muss und ggf. aufgrund meiner Gesundheit länger ausfallen werde. Die Krankenmeldungen werde ich umgehend einreichen.

Wisst ihr, dass hab ich jetzt hinter mir, dass Schlimme dabei: Es grault mich nun vor seiner Antwort ....

Ich hoffe so sehr, dass ich schnellstmöglichst einen Therapieplatz erhalte.

28.11.2013 09:59 • #28


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Knoten

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Hallo Franci,

an das Gefühl kann ich mich sehr gut erinnern. Deine eMail (damit hat er deine Aussage auch noch schriftlich) ist/war sehr gefährlich.
Ich hätte mich moon angeschloßen und finde den Zeitpunkt nicht geschickt, aber sei es drum. Mal schauen was dabei herauskommt.

28.11.2013 10:48 • #29


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David Spritz

273
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Ich finde das gut. Irgendwas muss man ja der Fairness halber seinem Arbeitgeber sagen. Jetzt weiß er schonmal, dass es vermutlich länger dauern wird, und kann sich drauf einstellen. Dass Du jetzt Angst vor der Antwort hast, ist schon klar, die hätte ich an Deiner Stelle auch, selbst ohne akute Depression oder Angststörung. Aber da musst Du jetzt durch. Und danach wird er Dich hoffentlich in Ruhe lassen! Du hast alles richtig gemacht.


Hast Du schonmal über eine teilstationäre Therapie in einer psychiatrischen Tagesklinik nachgedacht? Da fährst Du morgens hin, kriegst dort jeden Tag (meistens außer Wochenende) sehr viel intensivere Therapie als das ambulant möglich wäre, und darfst aber abends wieder nach Hause und in Deinem eigenen Bett schlafen. Ich selbst hatte 3 Aufenthalte in 3 unterschiedlichen Tageskliniken, und es war immer gut und hat mir sehr geholfen, schnell wieder auf die Beine zu kommen und mich auf den beruflichen Wiedereinstieg vorzubereiten. Die Wartezeit für einen freien Platz beträgt auch oft nur wenige Wochen.

Alternativ gibt es in manchen Krankenhäusern eine Kriseninterventions-Station. Dort übernachtest Du auch, allerdings nur für wenige Wochen, und kannst dort zur Ruhe kommen und entscheiden, wie es danach weitergehen soll. Auch dort wirst Du intensiver betreut als bei einem ambulanten Psychiater und/oder Psychologen und kannst Dich ausführlich beraten lassen und mit anderen Betroffenen austauschen.

Frag mal Deinen Hausarzt oder, wenn Du schon hast, Psychiater bzw. Neurologen.

30.11.2013 13:19 • #30

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