Sind das Burnout Anzeichen?

Franci

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Okay, also würde sie <Link entfernt> auch nicht von der Kasse übernommen werden? :( Muss ich mal weiterschauen. Vielleicht hier eine: <Link entfernt>

Ich kann einfach absolut noch nicht abschalten und es fällt mir schwer nicht an meine Arbeit und Kollegen zu denken, dadurch schlafe ich kaum bis gar nicht...

18.11.2013 07:45 • #16


Pyxidis

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Hallo Franci,

ich habe Deine Links entfernt, da sie bei uns im Forum nicht erlaubt sind. Sie machen hier auch keinen Sinn, weil keiner hier anhand einer Webseite die Qualität einer Therapeutin beurteilen kann.

Schau Dich mal auf den von Moon vorgeschlagenen Webseiten um, denn sie sind wirklich hilfreich.

Alle Gute Pyxidis

18.11.2013 10:22 • #17


David Spritz

David Spritz

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Ich habe damals meine Psychologin gefunden, indem ich einfach eine Umkreissuche auf der Website der Gelben Seiten gemacht habe. Psychotherapeuten gibt's wie Sand am Meer. Wichtig ist eigentlich nur, dass man seinen Therapeuten sympathisch findet, dann klappt es auch mit der Therapie! Dir stehen 5 "probatorische Sitzungen" mit einem Psychologen zu, bevor Du Dich festlegen musst. Das kannst Du so lange wiederholen, bis Du "den Richtigen" gefunden hast. Um den Papierkram kümmert sich der Psychologe, Du musst nur Deine Krankenkassen-Karte mitbringen.

Ich bin übrigens auch Programmierer. Aufgrund unserer überwiegend geistig-analytischen Tätigkeit scheinen wir besonders anfällig zu sein für "Geistes-Krankheiten"! Wir verrennen uns im Denken und verlieren unseren Sinn für die Realität. Dein Gedankenkreisen um Deine "Pflichten", Deine Entscheidungsschwierigkeiten, das schlechte Gewissen gegenüber dem Arbeitgeber und die mit diesen Symptomen verbundene Schlaflosigkeit sind alles Symptome Deiner Erkrankung. Dein eigener Geist spielt Dir da einen Streich. Hör nicht auf ihn! Komm wieder auf den Boden der Tatsachen!

Und die Tatsachen sind: Du bist krank, Du bist nicht schuld daran, Du kommst da nicht alleine raus, und Du musst Dir Hilfe organisieren und für Ruhe und für Klarheit sorgen. Auch wenn Dein Verstand das nicht akzeptieren wird: Deine Arbeit, Dein Chef, Deine Kollegen, das sind alles "Nebensächlichkeiten", mit denen Du Dich jetzt nicht abgeben solltest. Das sind nur Nebenschauplätze, das ist nicht das Wesentliche. Es gibt jetzt wichtigere Dinge, um die Du Dich kümmern musst. Und wenn Du ehrlich bist, weisst Du sehr genau, welche Dinge das sind, oder?

19.11.2013 10:05 • #18


Franci


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Glaube ich habe eine Therapeutin gefunden, die ich morgen anrufen werde (Haben jetzt keine Sprechstunden mehr).

Ja im Prinzip weiß ich was mir gut tun würde und doch schleichen sich immer wieder die Gedanken der Arbeit, Chef und Kollegn dazwischen :(

19.11.2013 11:46 • #19


Martina

Martina

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Liebe Franci,

ich wünsche dir, dass es mit der Therapeutin was wird. smilie_happy_302.gif Viel Glück!

Zitat von David Spritz:
Ich bin übrigens auch Programmierer. Aufgrund unserer überwiegend geistig-analytischen Tätigkeit scheinen wir besonders anfällig zu sein für "Geistes-Krankheiten"! Wir verrennen uns im Denken und verlieren unseren Sinn für die Realität. Dein Gedankenkreisen um Deine "Pflichten", Deine Entscheidungsschwierigkeiten, das schlechte Gewissen gegenüber dem Arbeitgeber und die mit diesen Symptomen verbundene Schlaflosigkeit sind alles Symptome Deiner Erkrankung.


Das sind Symtome der Erkrankung, da gebe ich David Recht. Allerdings sind bei dieser Erkrankung eigentlich alle Berufsgruppen vertreten. Gerade unter den Langzeitarbeitslosen ist dieser Anteil besonders hoch, wie in den letzten Tagen der Presse zu entnehmen war.

19.11.2013 11:58 • #20


Knoten

Knoten

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@ Franci

Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche nach einem Therapeuten!

Bei mir ging es leider nicht so einfach wie bei David. Ich habe nie einen gefunden, der auch nur annähernd Zeitnah einen Termin hatte. Wartezeiten von mindestens 1/2 Jahr... Irgendwann habe ich aufgegeben. Zum Glück hat mich mein Psychiater aufgefangen. Es war zwar nie eine Gesprächstherapie, oder sowas in der Art, doch er hat mir zugehört und - obwohl sein Wartezimmer voll war - sich immer etwas mehr Zeit für mich genommen. Selbst er war oft genug nahe eines BurnOuts und musste sich 4 Wochen Auszeit nehmen. Morgens Praxis und Nachmittags entweder im Altenheim nach den Demenzkranken schauen oder in einer psychiatrischen geschloßenen Klinik nach den Patienten schauen...
Soviel zu "es gibt sie wie Sand am Meer"...

@David
Zitat:
Ich bin übrigens auch Programmierer. Aufgrund unserer überwiegend geistig-analytischen Tätigkeit scheinen wir besonders anfällig zu sein für "Geistes-Krankheiten"!


Und wenn dazu noch eine emphatische und sensible Hochburg dazu kommt...


@ Martina: Was nicht bedeutet, dass ich die anderen Berufsgruppen und Langzeitarbeitslose damit anders einschätze als Studien sicher zu belegen wissen e025

19.11.2013 13:13 • #21


David Spritz

David Spritz

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Zitat von Franci:
Glaube ich habe eine Therapeutin gefunden, die ich morgen anrufen werde (Haben jetzt keine Sprechstunden mehr).

Ja im Prinzip weiß ich was mir gut tun würde und doch schleichen sich immer wieder die Gedanken der Arbeit, Chef und Kollegn dazwischen :(


Das ist in Ordnung! Mach Dir deswegen keine Vorwürfe. Wobei sich das natürlich leicht sagt, denn auch die Selbstvorwürfe gehören ja mit zu den klassischen Symptomen. Bei mir war es jedenfalls so. Der Grund dafür war mein Perfektionsanspruch.

19.11.2013 20:38 • #22


Franci


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Hallo ihr Lieben,

hier bin ich wieder, Leider hat mir die eine Woche Krankenschein nichts gebracht und auch hier bei meinen Eltern kann ich nicht abschalten (kommt aber auch noch Familiäres dazu)... Nun hat mir mein Chef geschrieben (Gute Besserung bla bla... und ob er am 02.12. wieder mit mir rechnen kann)... Ich hab keine Ahnung was ich dem nun schreibe, da ich definitiv Montag wieder zu meiner Hausärztin gehen werde (sie möchte das ja auch, denn sie sieht meine psyche bisschen kritisch an)... Ich kann einfach nicht abschalten und weiß nicht, was ich dem sagen soll :(

Muss ich es ihm denn irgendwann sagen? Ich weiß nicht, ob es gut ist oder eher negativ, wenn ich es ihm sage... Da er eh alle als doof und Simulanten abstempelt, die diese Krankheit haben, traue ich mich das gar nicht. Aber fühle mich komisch dabei, wenn ich dem schreibe: hmm.. also das kann ich noch nicht sagen.... oder: nein, ich soll Montag nochmal zu Hausärztin...hmz...

26.11.2013 16:31 • #23


samson

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Liebe Franci,

meiner Ansicht nach solltest Du Dich vom Stress frei machen, so weit es geht. Das Berufsleben scheint ja bei Dir durchaus einer der relevanten Stressoren zu sein. Deshalb würde ich an Deiner Stelle mitteilen, dass Du erst mal ne ganze Zeit lang ausfallen wirst, ihm aber sofort Bescheid gibst, wenn ein Ende absehbar ist. Derzeit wirft Dich ja jede dieser Kontaktaufnahmen wieder zurück.

Du musst Dein persönliches maximales Stresslevel unterschreiten, sonst kann keine Erholung und damit Besserung eintreten. Daher darfst Du ruhig die Verantwortung auf Deine Ärztin übertragen. Sie weiß, was sie tut. Berichte aufrichtig, wie es Dir geht und was Dich belastet, dann wird sie für Dich entscheiden. Das entlastet Dich, denn Du bist aus der Verantwortung raus.

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass Du bald ein wenig zur Ruhe kommst.

Viele Grüße
Samson

26.11.2013 18:33 • #24


David Spritz

David Spritz

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Zitat von Franci:
kommt aber auch noch Familiäres dazu


Auch das ist ganz normal: Die Familie ist häufig überfordert durch den Anblick des "kranken" Familienmitglieds und verschlimmert ungewollt den Zustand des Betroffenen. Außerdem war es auch bei mir so, dass plötzlich ganz viel schei. auf einmal passiert und ich gar nicht mehr wusste, wie mir geschieht. Verlier nicht Deinen Glauben! Es wird wieder besser.

Wegen Deines Chefs: Ich habe es damals so gemacht, dass ich auf eine E-Mail, die von der Arbeit kam, geantwortet habe, dass mein Arzt der Meinung ist, ich solle eine Auszeit nehmen, er sei sich nicht sicher, wann es mir wieder besser gehe, und ich solle nach Möglichkeit keine E-Mails mehr beantworten, die von der Arbeit kommen. Das war zwar gelogen und hat mich auch Einiges an Überwindung gekostet, aber danach war absolut Ruhe. Als ich wieder zur Arbeit zurück kam, war man dort sehr zuvorkommend und verständnisvoll. Meine Chef begrüßte mich sogar mit den Worten: "Was habe ich falsch gemacht, dass Du krank geworden bist?" Dabei lag es gar nicht an ihm.

Mein Rat an Dich wäre also erneut, den Kontakt zur Arbeit vorläufig zu kappen und keine Versprechungen abzugeben, mit denen Du Dich selbst unter Zugzwang oder Zeitdruck setzt. Auch wenn das jetzt vielleicht beleidigend klingt, ich meine es gut mit Dir: Deine Angst, dass Dich das möglicherweise Deinen Job kosten könnte, ist irrational und übertrieben und nur ein Konstrukt Deines kranken, katastrophisierenden Kopfes. Hör nicht auf ihn! Du kannst Dich auf Dein Urteilsvermögen momentan nicht mehr verlassen, jedenfalls nicht, wenn Du (wie Du es als "Kopfmensch" wahrscheinlich schon seit sehr langer Zeit gewohnt bist), auf Deinen Verstand hörst. Fang stattdessen lieber an, auf Dein Herz zu hören. Das kostet zwar eine Menge Mut, aber Dein Herz kann Dich in so einer komplizierten Krisensituation gut beraten.

Auch auf die Gefahr hin, jetzt esoterisch zu klingen: Die Weisheit des Herzens ist viel tiefer als die des Verstands. Das habe ich während meiner 2 depressiven Episoden gelernt und dabei außerdem auch zu Gott gefunden. Das ist mir jetzt eine große Hilfe, und ich fühle mich dadurch nahezu sicher vor weiteren Rezidiven.

27.11.2013 16:00 • #25


Franci


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Danke euch Beiden.

Also würde ich ihm morgen schreiben, dass ich Montag erneut den Arzt aufsuchen soll/werde, da meine Hausärztin keinen Sinn darin sieht, dass ich mit meiner momentanen psychischen Situation zur Arbeit gehen kann und es nicht sicher ist, wann ich wiederkommen kann. Oder so ähnlich?

Ich nehme es dir nicht böse, denn du weißt von was du redest. Ich weiß selber das es so ist und dch machen mich die Gedanken kaputt

27.11.2013 17:49 • #26


David Spritz

David Spritz

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Den genauen Wortlaut kann ich Dir nicht diktieren, zumal ich Deinen Arbeitgeber nicht kenne und nicht weiß, wie er "drauf" ist. Entscheide selbst!

Den Verstand kann man zum Schweigen bringen, mit bestimmten Entspannungsübungen und Atemtechniken. Und wenn das Gedankenkarussel erstmal aufhört, dann sieht die Welt auch auf einmal gar nicht mehr so grau aus wie man vorher gedacht hat. Du scheinst Dich vollkommen mit Deinem Verstand zu identifizieren. Da ist aber noch mehr, was Dich ausmacht. Du bist nicht nur Dein Verstand. Du bist so unendlich viel mehr. Aber Du musst Dir auch die Mühe machen, Dich selbst mal richtig kennenzulernen. Das hast Du offensichtlich in der Vergangenheit vernachlässigt, und jetzt bekommst Du die Rechnung dafür.

Aber es ist nie zu spät. Jetzt wo Du sowieso "lahmgelegt" bist, hast Du eine sehr gute Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen. Deine Psyche wird es Dir danken, wenn Du die jetzt kommende Zeit nutzt, um Dich mit Dir selbst und Deinem Leben auseinanderzusetzen. Die Arbeit, die Ängste, das Gedankenkreisen, das ist alles nur vorgeschoben, damit Du Dich nicht mit dem Wesentlichen auseinandersetzen musst. Der Verstand kann da sehr trickreich und erfinderisch sein und Dich mit immer neuen Nebenschauplätzen beschäftigt halten.

Ich hoffe, ich überfordere Dich nicht mit dem, was ich hier schreibe! Es ist ein langer Weg, und jeder muss ihn selbst gehen, sich seinen eigenen Weg durchs Dickicht bahnen. Aber am Ende des Weges wartet eine großartige Belohnung auf Dich. Also nutze Deine Chance und geh diesen Weg, egal wie schwer es wird und egal wie viel Rückschläge es gibt. Wenn Du wahrhaftig, zuversichtlich und aufrecht bleibst, wirst Du am Ende gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Versprochen! xmas_370.gif

28.11.2013 08:24 • #27


Franci


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Ich habe ihm jetzt einfach geschrieben, dass ich Montag wieder zum Arzt muss und ggf. aufgrund meiner Gesundheit länger ausfallen werde. Die Krankenmeldungen werde ich umgehend einreichen.

Wisst ihr, dass hab ich jetzt hinter mir, dass Schlimme dabei: Es grault mich nun vor seiner Antwort ....

Ich hoffe so sehr, dass ich schnellstmöglichst einen Therapieplatz erhalte.

28.11.2013 08:59 • #28


Knoten

Knoten

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Hallo Franci,

an das Gefühl kann ich mich sehr gut erinnern. Deine eMail (damit hat er deine Aussage auch noch schriftlich) ist/war sehr gefährlich.
Ich hätte mich moon angeschloßen und finde den Zeitpunkt nicht geschickt, aber sei es drum. Mal schauen was dabei herauskommt.

28.11.2013 09:48 • #29


David Spritz

David Spritz

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Ich finde das gut. Irgendwas muss man ja der Fairness halber seinem Arbeitgeber sagen. Jetzt weiß er schonmal, dass es vermutlich länger dauern wird, und kann sich drauf einstellen. Dass Du jetzt Angst vor der Antwort hast, ist schon klar, die hätte ich an Deiner Stelle auch, selbst ohne akute Depression oder Angststörung. Aber da musst Du jetzt durch. Und danach wird er Dich hoffentlich in Ruhe lassen! Du hast alles richtig gemacht.
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Hast Du schonmal über eine teilstationäre Therapie in einer psychiatrischen Tagesklinik nachgedacht? Da fährst Du morgens hin, kriegst dort jeden Tag (meistens außer Wochenende) sehr viel intensivere Therapie als das ambulant möglich wäre, und darfst aber abends wieder nach Hause und in Deinem eigenen Bett schlafen. Ich selbst hatte 3 Aufenthalte in 3 unterschiedlichen Tageskliniken, und es war immer gut und hat mir sehr geholfen, schnell wieder auf die Beine zu kommen und mich auf den beruflichen Wiedereinstieg vorzubereiten. Die Wartezeit für einen freien Platz beträgt auch oft nur wenige Wochen.

Alternativ gibt es in manchen Krankenhäusern eine Kriseninterventions-Station. Dort übernachtest Du auch, allerdings nur für wenige Wochen, und kannst dort zur Ruhe kommen und entscheiden, wie es danach weitergehen soll. Auch dort wirst Du intensiver betreut als bei einem ambulanten Psychiater und/oder Psychologen und kannst Dich ausführlich beraten lassen und mit anderen Betroffenen austauschen.

Frag mal Deinen Hausarzt oder, wenn Du schon hast, Psychiater bzw. Neurologen.

30.11.2013 12:19 • #30




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