Hi @1Biene !
Zitat von 1Biene:Sich der Angst stellen - wie schafft man das?
Ich habe lange über die Frage, bzw. das Thema deines Threads nachgedacht - auch früher schon sehr oft. Ich stelle mir die Frage: soll, muss oder kann man sich der Angst überhaupt stellen? Und kann man das schaffen? Im Rahmen von Therapien fallen z.B. Begriffe wie "Konfrontations-, bzw. Expositionstraining".
Ich habe für mich beschlossen, dass Angst
"nur ein Gefühl" ist!
Und das eigentlich Spannende an Gefühlen ist, dass man sie nicht kontrollieren kann! Insofern ist es - nach meiner Auffassung - sinnlos zu versuchen, mit der Angst zu diskutieren. Das wird nicht funktionieren - man wird immer verlieren und den kürzeren ziehen, weil Angst = Gefühl = nicht kontrollierbar und oft nicht rational!
Neben der Angst, also dem
Gefühl sehe ich in dem Puzzle noch 3 weitere Bausteine: den
Körper (bzw. seine Reaktionen), die
Gedanken und das
Verhalten.
Mit dem Körper, bzw. seinen Reaktionen verhält es sich für mich wie mit dem Gefühl: nicht kontrollierbar! Also bleiben noch die beiden Bausteine Gedanken und Verhalten. Und die beiden sind sehr wohl kontrollierbar!
In meinen Gedanken habe ich das Wissen, dass Angst ein Gefühl ist, mit dem ich nicht diskutieren kann.
Wissen = Macht! Das ist der entscheidende
Vorteil! Das Gefühl der Angst ist da, aber ich kann es annehmen und mitnehmen. Die Angst selbst kann mich weder verletzen noch töten - sie ist zwar ein *beep* Gefühl, das absolut zum Kotzen ist, aber das ist auch schon alles.
Und ich finde, dass dieses Prinzip universal anwendbar ist: egal ob einer Höhenangst hat, Arachnophobie, Klaustrophobie, oder die Angst sich anderen mitzuteilen, etc.
Wahrscheinlich sind meine Gedanken etwas "wirr", aber vielleicht helfen sie dir etwas weiter. Falls nicht, weg damit.
LG
ZeroOne