20

An sich selbst arbeiten - es lohnt sich

Pearls
Seit 1 Woche bin ich zu Hause. Vor 1 Woche glaubte ich ich muss mich aufnehmen lassen(Gedankenwahn, extrem unbängste UNRUHE, Gefühl gar nix mehr zu schaffen). Anstrengende Woche viel geweint, meine Tochter dadurch be und entlastet.
Und heute einfach so Unruhe nicht spürbar, meine Sicht aus den Augen offener,).
Da denk ich mir ist das normal 1 Woche im dunkelsten Loch mit Ängste und heute eine Spur besser. Mach ich mir was vor? Hab ich die Gedanken verdrängt?
Ja eines hat mir gut getan indem ich gesagt habe zu mir HALLO ANGST GEH MIT MIR, HAB FÜR DICH KEINEN NAMEN, ICH NEHM DICH MIT ABER BLEIB KLEIN UND NEBEN MIR.
BIN 2.Tag spazieren gegangen obwohl echtes Regenwetter(erfreute mich an Pfützen und den Regenwetter).
Ich kann es nicht fassen das ich positive Aussagen sehe und bewusst spüre.
NUN MEINE FRAGE DIE ICH MIR UND ANDEREN STELLE? Verdränge Ich das negative oder rede ich mir was ein?
KENNT JEMAND DIESE GEDANKEN GEFÜHL?
Sorry fürs lange zutexten.

07.09.2019 17:08 • x 3 #1


Bei mir war es so, dass, seit ich nicht mehr gegen die Depression ankämpfte (ca. 20.8.) es mir besser geht. Monate lang habe ich mich über mich selbst geärgert, habe verzweifelt nach Methoden gesucht, wie ich sie loswerde. Ich glaube, ich habe damit letztlich gegen mich selbst gekämpft. Seit ich das nicht mehr tue, kommen wieder vermehrt Gedanken an schöne Zeiten zurück. Vielleicht ist das der Trick.

Aber bitte denke nicht so, dass du dir das nur einreden würdest. Ich frage mich das manchmal auch, aber das ist letztlich wieder eine Art negatives Denken, das du nicht zulassen darfst. Der Gedanke nützt dir nichts, um voran zu kommen.

07.09.2019 18:59 • x 4 #2


Juju
Zitat von Pearls:
Seit 1 Woche bin ich zu Hause. Vor 1 Woche glaubte ich ich muss mich aufnehmen lassen(Gedankenwahn, extrem unbängste UNRUHE, Gefühl gar nix mehr zu schaffen). Anstrengende Woche viel geweint, meine Tochter dadurch be und entlastet.
Und heute einfach so Unruhe nicht spürbar, meine Sicht aus den Augen offener,).
Da denk ich mir ist das normal 1 Woche im dunkelsten Loch mit Ängste und heute eine Spur besser. Mach ich mir was vor? Hab ich die Gedanken verdrängt?
Ja eines hat mir gut getan indem ich gesagt habe zu mir HALLO ANGST GEH MIT MIR, HAB FÜR DICH KEINEN NAMEN, ICH NEHM DICH MIT ABER BLEIB KLEIN UND NEBEN MIR.
BIN 2.Tag spazieren gegangen obwohl echtes Regenwetter(erfreute mich an Pfützen und den Regenwetter).
Ich kann es nicht fassen das ich positive Aussagen sehe und bewusst spüre.
NUN MEINE FRAGE DIE ICH MIR UND ANDEREN STELLE? Verdränge Ich das negative oder rede ich mir was ein?
KENNT JEMAND DIESE GEDANKEN GEFÜHL?
Sorry fürs lange zutexten.


Hallo Hallo

Ich freue mich sehr für Dich.
Ich glaube, dass Akzeptanz eine ganz große Rolle spielt.
Auch, wenn wir uns annehmen, wie wir gerade sind ohne es zu beurteilen.
Schön, dass Du Positives spürst.

Juhuuuuuuuuu

07.09.2019 19:39 • x 2 #3


Eis
Hallo Pearls

Es freut mich, dass es dir so schnell besser geht. Keine Sorge, wenn dein Kopf es nicht zulassen würde, dann könntest du negative Gedanken gar nicht verdrängen. Das Spazierengehen ist das Beste, was man in der Depression machen kann.

Auch das Annehmen deiner Ängste finde ich Klasse, genau richtig.

Mach weiter so, du bist auf einem guten Weg.

LG Eis

07.09.2019 21:39 • x 4 #4


Juju
Ich bin schon gespannt, was Du heute zu erzählen hast.
Ich hoffe Dein Zustand bleibt stabil.

08.09.2019 06:28 • x 1 #5


Pearls
Zitat von Juju:
Ich bin schon gespannt, was Du heute zu erzählen hast.
Ich hoffe Dein Zustand bleibt stabil.

Der letzte Satz gefällt mir nicht so gut weil es sich für mich Negativ anhört.
Das Hoffentlich mein Zustand.
DAS HEISST DU HAST SCHON ANDERE ERFAHRUNGEN GEMACHT.

08.09.2019 07:56 • x 1 #6


Juju
Nee, das sollte es nicht heißen.
Im Gegenteil.
Es steckt einfach nur der Wunsch von mir für Dich dahinter, dass es so bleibt.

08.09.2019 07:58 • x 2 #7


Juju
Zitat von Juju:
Nee, das sollte es nicht heißen.
Im Gegenteil.
Es steckt einfach nur der Wunsch von mir für Dich dahinter, dass es so bleibt.


Ich hab mich auch einfach nur über das positive gefreut.

08.09.2019 08:03 • x 2 #8


Pearls
Zitat von Juju:
Ich bin schon gespannt, was Du heute zu erzählen hast.
Ich hoffe Dein Zustand bleibt stabil.

Wie deine Frage war! Ja seit gestern nicht so gut wieder Unruhe und ermüdend immer gegen die neg. SPIRALE GEDANKEN UND GEFÜHLE ANZUKÄMPFEN. JA HALLO UNGEDULD KOMMT AUCH DAZU DIE IST DA MITDRINN.
SO WIEDER VON VORNE BEGINNEN

Gestern 10:35 • x 1 #9


maya60
Hallo Pearls, der Titel deines Themas gefällt mir! Denn er trifft auf mich sowas von zu! Ich hab da bei meinen chronischen Erkrankungen ADHS und Depression für mich 3 Säulen der Therapie herausgefunden, die den Unterschied machen zwischen Unerträglich und Lebensqualität trotz chronischer Erkrankungen:

1.) Die Arbeit mit sich selbst lohnt sich und ist unverzichtbar.
2.) Akzeptanz und Verhaltensanpassung an die Erkrankungen lohnen sich und sind unverzichtbar.
3.) Fachärztliche und psychotherapeutische Behandlungen lohnen sich und sind unverzichtbar.

Dabei sind alle diese 3 Punkte gleich wichtig und mal steht einer mehr im Vordergrund, mal ein anderer, grundsätzlich aber alle 3.

Wenn meine Gedanken mich gejagt haben und ich sie nicht mehr ausstellen konnte, dann war das für mich immer ein Zeichen, dass ich Medikamente brauche, bevor ich überhaupt mit den Inhalten der Gedanken psychotherapeutisch umgehen konnte.

Was meinst du eigentlich mit "wahnhaften Gedanken"? Verfolgungswahn oder sowas? Dann würde ich auf alle Fälle zum Facharzt gehen und mir Medikamente geben lassen oder bitten, sie zu erhöhen.

Was bedeuten deine Großbuchstaben? In den online-Konventionen heißen sie eigentlich: Jemanden anschreien! Trifft das bei dir auch zu? (Ist nur eine interessierte Frage) Falls ja, schreist du dich selber an?

Ich habe neulich irgendwo mal gelesen, dass es philosophische Ansätze gibt, nach denen wir Menschen oft einen inneren Schrecken oder "Terror" rein existentiell in uns tragen als kleines Sandkorn mit Bewusstsein in diesem endlosen fremden Universum.
Was dann weiter geschrieben wurde, gilt für mich Depressive erst recht: Nicht immer lebenslang vor dem Terror in mir weglaufen, denn er läuft hinterher und jagt mich sonst.
Ich drehe mich um und starre zurück so wie er mich anstarrt. Aber glaube nicht, dass du ihn besiegen kannst, denn es ist unsere existentielle menschliche Verlorenheit, die wir lindern und oft kompensieren können, aber die wir grundsätzlich erstmal akzeptieren müssen.

Für eine Depression gilt das erst recht und Lebensqualität damit ist möglich, daher lohnt sich die Arbeit mit uns selbst so.


Liebe Grüße! maya

Gestern 13:17 • #10




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag