Panikattacken - wann wieder arbeiten gehen?

Shannon

Hallo zusammen, eine liebe Freundin hat mir den Link zu diesem Forum zukommen lassen und ich möchte mich gerne umgucken und mich "schlau machen". Ich bin 45 Jahre alt, habe eine 16 jährige Tochter. Halbtags berufstätig und seit 14 Jahren alleinerziehend. Anfang 2010 war ich das erste mal stationär in Behandlung wegen einer schweren Depression. Damals führt unter anderem Mobbing in das tiefe Tal der Depression. Mitte 2010 dann Tagesklinik. Herbst 2010 starb mein Vater. Wiedereingliederung in den Job über ca. 6 Monate. Dann knapp ein Jahr bis zum nächsten Tal. Erneuter Aufenthalt stationär für 3 Monate im
vergangenen Winter. Eine Diagnose über Antidepressivas, was mein Therapeut "draußen" vermutete, bestätigte sich nicht aufgrund
zu weniger Erinnerungen aus der Kindheit. Arbeiten bin ich immer noch nicht wieder.

Seit Ende November bin ich krank geschrieben. Ich habe Phasen, wo es mir einigermaßen gut geht, so daß ich wenigstens den "Alltag" meistern kann (Kind
und Haushalt). Dann habe ich Energie und möchte auch gerne etwas unternehmen, sei es kreativ tätig sein oder Freunde treffen
(die doch arg wenig sind). Das dauert dann wenige Tage an und anschließend bin ich nur noch müde, benötige gut eine Woche
oder länger um mich zu erholen. Es gibt Phasen, da kann ich das einigermaßen wegstecken. Aber momentan sehe ich kaum Licht
am Horizont. Die Gedanken gehen eher in die Richtung "das kann doch nicht das Leben sein" und machen mich traurig und wütend.
Das gemeine ist, daß ich vom Kopf her doch alles getan habe, was möglich war. Sogar Tabletten nehme ich nun "freiwillig" (hab mich
erst lange dagegen gesperrt weil ich so eine immense Angst davor hatte). Aber ich bekomme den Schalter nicht umgelegt in
meinem Kopf, der mir sagt, daß alles wieder gut wird und ich positiv denken sollte. Da ich nicht nur schulmedizinisch behandelt
wurde, sondern auch selber einige andere Wege ausprobiert habe, erschüttert mich das ganze um so mehr.

Jedes mal, wenn ich zum Arzt gehe dieselbe Frage: "Wann wollen sie denn mal wieder arbeiten gehen?" oder "Warum heulen sie
denn jetzt?" - Tja, wenn es der Psychiater nicht weiß, wer dann? Momentan nehme ich noch Ergotherapie in Anspruch, um wenigstens
ein wenig Tagesstruktur zu haben und unter Leute zu kommen, selbst das überfordert mich manchmal. Aber auch hier wird schon geguckt,
ob die Kasse das überhaupt noch zahlt, immerhin habe ich schon 3 Verordnungen erhalten (ist das wirklich zuviel?).

Die blöden Medikamente haben mehr Nebenwirkungen als daß sie helfen. Wenn ich dem Arzt sage, daß ich dieses oder jenes
beobachtet habe und ob das an der Medikation liegen könne, wird nur müde gelächelt. Zur Erklärung: ich habe die Beipackzettel nicht
gelesen, um da mehr oder weniger unvorbelastet dran zu gehen.

Ich kann mir momentan überhaupt nicht vorstellen, in dem Job wieder Fuß fassen zu können. Mir persönlich wurde zwar der Druck genommen,
aber alle Kollegen um mich herum sind diesem immensen Druck ausgesetzt und ich nehme das auf, kann mich da nicht abgrenzen.
Habe nicht nur einmal überlegt, den Job zu schmeißen. Aber nach 28 Jahren in derselben Firma? Was dann? Wozu bin ich überhaupt
noch fähig? Die Belastungsgrenze ist so gering, daß kaum etwas anderes in Frage kommt. Wenn ich merke, daß der Druck zu groß
wird, bekomme ich wieder Panikattacken. Fahre nur noch in der näheren Umgebung Auto, gehe nur in bestimmte Läden einkaufen.
Menschenansammlungen meide ich genauso wie das fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei bin ich immer gerne gereist,
Auto fahren war für mich der Inbegriff von Freiheit. Und jetzt? Was kann ich noch tun??? Ich weiß doch, daß nur ich etwas ändern
und bewegen kann. Ich bin durch all die Themen gegangen, habe die Schmerzen und Traumata versucht zu lösen. Das haben mir
die Therapeuten in der Klinik auch bestätigt. Warum bin ich wieder an diesem Punkt?

Jetzt ist es doch ganz schön viel geworden für eine "kurze Vorstellung". Aber ich weiß mir gerade einfach keinen Rat mehr.

Liebe Grüße

Shannon

Mag sein, daß vieles, was ich geschrieben habe, irgendwie im Forum erörtert wird/wurde. Aber ich habe direkt drauf los geschrieben,
aus dem Bauch heraus. Nun werde ich mich hier umschauen...

15.06.2013 11:45 • #1


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achtsamkeit

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Hallo shannon,

in den Zustand in dem du dich befindest, bist du sicherlich nicht arbeitsfähig. Sehr fragwürdig, wie dein Arzt auf das Weinen reagiert.
Hast du denn schon eine Therapie gemacht? Also eine ambulante? Das wäre evtl. noch eine Option für dich um insgesamt stabiler zu werden und auch jemanden zu haben, mit dem du reden kannst und der nicht wertend reagiert.

Mir scheint, dass deine große Sorge ist, dass du an deinen Arbeitsplatz zurück musst. Könntest du dir denn eine andere Arbeit vorstellen?

LG Achtsamkeit

15.06.2013 14:03 • #2


Martina

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Zitat von Shannon:
"Wann wollen sie denn mal wieder arbeiten gehen?" oder "Warum heulen sie
denn jetzt?" - Tja, wenn es der Psychiater nicht weiß, wer dann?


Tja, wer dann....? Vielleicht könntest du mal zu einem anderen Arzt gehen, der dich ernst nimmt. Dieses viele Weinen war bei mir vor Jahren der Anlass zu einer Psychiaterin zu gehen. Es wurden Depressionen diagnostiziert und ich war dann lange "out of order".
Und wie achtsamkeit schon schrieb - eine ambulante Therapie könnte hilfreich sein. Immer nur Medikamente zu nehmen kann es allein ja auch nicht sein. Man muss ja an die Ursache heran kommen.

16.06.2013 01:58 • #3


Harald

Hallo Shannon,

ich kann den Beiträgen von Martina und achtsamkeit nur zustimmen.

Zitat von Martina:
Vielleicht könntest du mal zu einem anderen Arzt gehen, der dich ernst nimmt.

Mit dem könntest du dann dieses
Zitat von achtsamkeit:
Hast du denn schon eine Therapie gemacht? Also eine ambulante? Das wäre evtl. noch eine Option für dich um insgesamt stabiler zu werden

besprechen.


Ich bin sicher, wenn ich so deinen Beitrag lese, dein momentaner Arzt ist dazu NICHT fähig. (harte Worte, aber ich sehe dies so)

Zitat von Martina:
Man muss ja an die Ursache heran kommen.

Dies ist vielleicht zwingend notwendig.


Liebe Grüße,
Harald

16.06.2013 06:54 • #4


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Albarracin

Experte
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Experte

16.06.2013 12:12 • #5


Shannon

Lieben Dank schon einmal für eure Antworten.

Mit den Ärzten ist das so eine Sache. Den Neurologen habe ich schon einmal gewechselt. Ein erneuter Versuch vor einigen
Wochen wurde leider seitens der diversen Sprechstundenhilfen im Keime erstickt. Ich hätte ja bereits eine zuständige Ärztin.
Dann wurde diese krank. Ich mußte zu einem Vertretungsarzt. Da bin ich mit Müh und Not immerhin bis zum Arzt vorgedrungen.
Allerdings war der auch gerade alleine in einer Gemeinschaftspraxis tätig und machte zusätzlich noch die Vertretung. Wie ich
dann so bin, wollte ich ihm nicht zur Last fallen und habe nur schnell das nötigste erledigt dort.

Ich finde es ziemlich anstrengend, sich am Telefon durchzufragen und Absagen zu bekommen. Das ging mir schon so, als ich
versucht habe, einen Therapeuten "draußen" zu finden. War froh und glücklich, einen mit nur 4 Monaten Wartezeit gefunden
zu haben und bin dann bei dem geblieben. Allerdings ist das ein Verhaltenstherapeut und oftmals haben wir aneinander
vorbei geredet. In der Klinik ist ein sehr guter Tiefenpsychologe, der mir bei den stationären Aufenthalten wirklich sehr
geholfen hat. Mit seiner Hilfe bin ich viele Themen angegangen. Beim ersten Aufenthalt vor 3 Jahren waren die Themen
auf der Verstandesebene dran. Irgendwie dachte ich ja, die seien nun gelöst. Aber ich mußte feststellen, daß genau dieselben
Themen mich immer noch beschäftigten und bei dem letzten Aufenthalt noch einmal auf emotionaler Ebene gewirkt haben.
Was mich wirklich sehr geschüttelt hat. Es war wirklich anstrengend und ich konnte beobachten, wie das dann vonstatten ging.

In den verschiedenen Therapien bahnte sich etwas an, irgendwie wirkte alles ineinander. Sogar Träume stießen mich auf Themen,
die es noch anzuschauen galt. Dann brach es mit aller Macht aus mir aus. Anschließend konnte ich mit dem Therapeuten noch
einmal das Thema betrachten und anschließend brauchte ich knapp eine Woche, um mich zu erholen. Das hat mich auch körperlich
sehr erschöpft. Als ich die Klinik verließ hatte ich den Eindruck, als ob es für den Moment ersteinmal gut sei mit Therapien.
Ich benötigte dringend eine Pause davon.

Nun macht mir das Thema Arbeit sehr zu schaffen. Ich weiß, daß ich nicht stabil bin. Und trotzdem habe ich den Glauben,
bald wieder arbeiten zu müssen, weil es ja immer so war. Andererseits weiß ich, daß ich vor Ort nicht lange brauchen werde,
um erneut einzubrechen. Den Antrag auf Schwerbehinderung hatte ich vor 3 Jahren schon gestellt, eben aus dem Grunde mit
dem besseren Kündigungsschutz. Auch haben wir ein betriebliches Wiedereingliederungsmanagement und der Betriebsrat hat
sich sehr bemüht. Anders als andere Kollegen vor mir war ich in der Lage, an den Ort zurück zu kehren, wo mir soviel angetan
wurde (mobbing/unberechtigte Anzeige). Zunächst war ich stolz. Doch ich habe auch festgestellt, daß es mir schwer fällt und
ich völlig verunsichert bin, sobald ich auf Kunden treffe.

Auch jetzt, wenn ich das schreibe, muß ich schlucken und es kommen
mir die Tränen. Es setzt mir sehr zu. Natürlich habe ich versucht, woanders hinzukommen, versetzt zu werden. Aber da hieß
es nur, daß keine Stellen offen seien und nur eine Möglichkeit wäre, noch weiter weg unterzukommen. Momentan habe ich
einen Fahrweg von 25 km, was ich als sehr anstrengend empfinde. Die Variante, die sie mir boten, war dann gut doppelt so weit.
Tief in mir drin weiß ich, daß ich eine Entscheidung zu treffen habe. Aber was soll ich jetzt für einen Job anfangen? Neu lernen?
Mit Mitte 40. Und das, wo ich seit 3 Jahren kein Buch mehr gelesen habe und kaum noch etwas behalte, wenn ich es lese.
Lesen war meine Leidenschaft. Festzustellen, daß das nicht mehr geht. Das war schlimm. Dafür habe ich in der Klinik zum malen
gefunden. Immerhin.

Momentan ist es wieder so schlimm, daß ich überlege, ob ich noch einmal auf Station gehen sollte, um wieder "arbeiten" zu können.
An mir und meinen Themen. Denn nur dort kann ich das. Tagesklinik habe ich ja probiert, kam da mit der Psychologin nicht zurecht
und durfte nicht wechseln. Was dann total klasse war, da ich die letzten 5 Wochen nicht ein Gespräch mit ihr hatte. Selbst ein
Gespräch mit dem Oberarzt brachte da nichts. Wechsel war unmöglich.

Ich habe das Gefühl, ich habe viel zu viele Baustellen, die ich am liebsten alle auf einmal erledigt hätte. Daß das utopisch ist weiß
ich ja selbst. Auch denke ich, daß ich vieles bereits geschafft habe. Viele kleine Puzzleteile zusammengetragen habe, die mein
Leben dann ausmachen. Ich habe versucht, Verständnis für alle aufzubringen. Menschen dürfen so sein, wie sie sind. Ich kann und
will sie nicht ändern.

Eine Veränderung muß man wollen und dafür einiges tun. Ja, ich will meine momentane Situation verbessern.
Ich will gesund werden, bzw. zumindest damit leben können ohne gegen mich selber anzukämpfen. Auch ich will einfach so sein,
wie ich bin. Aber ich habe 28 Jahre, die ich im Beruf tätig bin, gelernt, eine Maske zu tragen. Wahre Gefühle zu verbergen, weil
andere im Fokus stehen und man die zufrieden stellen muß. Der Kunde ist halt König... Aber damit nicht genug. Denn als Kind war
es schon ebenfalls so. Bloß anderen nicht zur Last fallen. So habe ich es vorgelebt bekommen. Ich trage keine Wut auf meine Familie
mehr in mir. Denn die haben auch nur so gehandelt, wie sie es für richtig hielten. Sie haben selber kaum Liebe und Zuwendung erfahren,
denn als Kinder kannten sie nur den Krieg. Allerdings frage ich mich, warum ausgerechnet ich nun alles aufdröseln muß, was die beiden
letzten Generationen nicht getan haben. Und ja, ich will das alles, weil ich möchte, daß es meine Tochter und zukünftige Generationen
nicht mehr mit sich herum tragen müssen.

Eine Antwort auf die Frage "Was will ich? Was will meine Seele?" habe ich bislang nicht gefunden.

Liebe Grüße

Shannon

16.06.2013 16:45 • #6


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Steffi

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Hallo Shannon,

bitte mach künftig möglichst Absätze in deine langen postings. Es kostet unglaublich viel Mühe + Konzentration, einen Textblock am Stück zu lesen. Bisher habe ich Absätze nachträglich bei Dir eingefügt.
Danke

16.06.2013 18:20 • #7


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Knoten

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Hallo Shannon,

eines vorweg! Ich denke du bist bei dem falschen Arzt, der hat ja wohl einen Knall so mit dir umzugehen!!!

Also, suche dir einen Psychiater, der dich ernst nimmt.

Ein Tipp am Rande... Lass dir alle Berichte, die dein jetziger Arzt von dir hat, zumindest als Kopie aushändigen. Es könnte vielleicht etwas Kosten, doch das ist es auf jeden Fall Wert! Unterlagen später anzufordern ist immer schwieriger, als sie direkt mitzunehmen. Bewahre diese Unterlagen gut auf, falls irgendjemand diese Unterlagen von dir haben möchte, zur Ansicht oder Sonstiges, gib nie deine aus der Hand. Nur Kopien und wenn es Kopien der Kopien sind. Völlig egal.
Fordere die Berichte der Kliniken an, einfach alles, was du bekommen kannst. Je mehr du besitzt, desto besser ist es für dich! Auch die Bescheinigungen für die Wiedereingliederungszeit. Alles, was auch nur im entferntesten dazu beitragen könnte, deinen Krankheitsverlauf aufzuzeigen.

Nimm von mir folgende Gedanken mit auf den Weg in die nächste Zeit.
Solange du Arbeitsunfähigkeit bist, denke nicht einmal daran deinen Job zu kündigen! Niemand weiß, was in der Zukunft liegt. Das Soziale Netz in Deutschland, hilft dir vorerst dich auf das Wichtigste - nämlich DICH - zu konzentrieren. Warum also kündigen? Es könnte sich später als fatalen Fehler herausstellen, diesen Schritt "unüberlegt" auszuführen.

Versuche alle Gedanken, die mit deiner Arbeit zu tun haben, hinten anzustellen. Wenn sie Kreise ziehen, hilft es vielleicht sie einfach nieder zu schreiben. Das war meine Methode.

Ich habe viel von dem, was du gerade vor dir hast, hinter mich gebracht. Könnte Ellenlange Berichte schreiben...
Was ich damit sagen will, du bist hier unter Menschen, die dich verstehen!

Wenn der Gedanke an einem weiteren Aufenthalt in einer Klinik dein Wunsch ist, setze ihn durch. Bei der Suche nach einem Psychiater, mit den Sprechstundenhilfen die gerne Abweisen, hilft nur Eins. Geh hin und Sag, das du dringend Hilfe brauchst. Stell dich als Notfall vor den Tresen, wenn nötig weine. Psychiater sind so dermaßen ausgelastet, dass es wirklich extrem schwierig ist eine Praxis zu finden, die neue Patienten aufnimmt. Ich spreche hier von einer Praxis, z.B. wie beim Hausarzt, nicht von einem Therapeuten für Gesprächssitzungen.

Grüßle,
Knoten

16.06.2013 18:54 • #8


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Albarracin

Experte
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Experte

16.06.2013 19:56 • #9


Shannon

Der Antrag ist direkt durchgegangen damals. Und nach Ablauf der ersten Frist von ca. 15 Monaten dann
auf unbefristet umgestellt worden.

Wenn ich nur wüßte, wie ich es selber am besten schaffe, den selbstgemachten Druck bzgl. der Arbeit
heraus zu nehmen...

Und ich werde mal noch eine Nacht darüber schlafen. Evtl. lasse ich mir einen Termin auf der Station geben
und versuche mit der Ärztin dort zu sprechen.

Danke euch!!!

16.06.2013 21:14 • #10


Pyxidis

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Zitat:
Evtl. lasse ich mir einen Termin auf der Station geben
und versuche mit der Ärztin dort zu sprechen.


Sehr gute Idee, Shannon.

18.06.2013 08:25 • #11


Shannon

So, immerhin zwei Anrufe konnte ich erledigen. Wenn auch nicht zu meiner Zufriedenheit.
Auf der Station ist kein Platz, wenn, dann Warteliste (war klar). Aber der Doc hat mir empfohlen,
eine gute ambulante Betreuung ärztlicher Seite in Anspruch zu nehmen. Hätte fast gelacht, wenn
ich nicht schon geheult hätte dabei... Hab gesagt, daß ich bereits bei mehreren Praxen versucht
habe einen Termin zu bekommen mit negativer Antwort. Dann müsse ich eben warten, bis meine
Ärztin wieder da sei und ihr sagen, daß sie so nicht mit mir sprechen sollte. Super Tip! Schafft
zusätzliches Vertrauen in die Schulmedizin... Anschließend habe ich es bei einer weiteren Praxis
versucht. Allerdings bekommt man da in einer "akuten Situation" (so wie ich es bei mir betitelt habe),
einen Termin für November.
Sorry, bin gerade etwas krass drauf und rege mich über das System auf.
Bin kein Privatpatient und daher verraten und verkauft. Ich weiß, daß ich nicht die einzige bin mit
so einer Krankheit und das es garantiert schlimmere Fälle gibt. Aber was kann ich noch unternehmen???
Mitlerweile überlege ich wieder, warum das alles so ist wie es ist. Soll ich vielleicht gar keine Hilfe von
außen erhalten und mich selber in den Allerwertesten treten? Soll ich vielleicht auch die Medikamente
sein lassen, weil die ja augenscheinlich nicht wirklich helfen? Soll ich wie immer alles alleine hinbekommen,
weil es immer schon so war? Es kostet mich unheimlich Überwindung, überhaupt um Hilfe zu bitten.
Dann jedes mal so einen Dämpfer zu erhalten bestätigt mich in meinem Glauben (Irrglauben?), alles
alleine schaffen zu müssen...

19.06.2013 18:05 • #12


Pyxidis

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1
Hallo Shannon,

gibt es in Deiner Stadt eine PIA (Psychatrische Institutsambulanz). Die sind genau für solche Fälle wie Dich da. Für Menschen, die dringen Hilfe benötigen und kurzfristig keinen Platz in einer Klinik bekommen oder bei einer Psychaterin. Du kannst dort sogar übergangsweise eine Gespräche wie in einer Therapie bekommen.

Alles Gute
Pyxidis

20.06.2013 17:30 • #13


Avatar

Steffi

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48
Da fällt mir ein, dass wir auch Adressen von Krisendiensten haben. Shannon, vielleicht wirst Du hier fündig ?
adressen-krisendienste-t11782.html

20.06.2013 17:45 • #14

Pfeil rechts




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